Leak nach suckout

    • DrStrothmann
      DrStrothmann
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 29.12.2007 Beiträge: 8.142
      Guten Morgen,

      kurz vorab - ich bin mir nicht sicher, ob das Thema hier rein gehört ;-)
      Geflame und "tja so ist das halt" helfen mir net und auch nicht: lies die Artikel, das mache ich täglich.

      So kurz meinem eigentlich kleinen, aber mitlerweile riesen Problem. Ich spiele im Moment NL5/10 auf Stars. Bereits bei NL1/2 etc habe ich festgestellt, dass ich sicher bedingt durch das niedrige Limit in Suckouts laufe. Grundsätzlich ist das normal und gehört dazu. Mir ist klar, das AKs mit Flop A77 nicht zu 100% zu Gewinn führt, aber trotzdem ein klarer Shove ist - auch wenn der Gegner jetzt A7o zeigt. Und das wäre in meinen Augen nicht mal ein suckout. Was mir zu schaffen macht, ist ein suckout, weil V einfach mal eben mit 92o AI geht und dann auch noch trifft.
      Tja und dann gibt es halt Tage, wo so ein Ding am laufenden Band kommt. Genau hier habe ich mein Leak: Ich fange an looser zu callen, weil ich scheinbar im Hinterkopf habe, dass V ja nicht immer treffen kann. Und er trifft....
      Aufstehen vom Tisch ist das einfachste, Session beenden und gut ist. Den Moment kann ich mitlerweile relativ gut bestimmen. Die Frage ist halt, wie kommt ihr da raus? Spielt ihr weiter und wenn ja, wie bekommt ihr euren Kopf wieder in die "richtige Richtung"?

      Gestern bin ich z.B. 5 Stacks down, wobei ich eigentlich bei 2 merkte, dass ich anfange zu tilten. Aber ich habe versucht da irgendwie raus zu kommen und schwuppp down gings. Das 5 Stacks down dazu gehören ist mir klar ;-)

      Ich spiele im Moment ca. 600-1k Händs am Tag, 4 Tische - mehr Zeit habe ich net und mehr als 4 schaffe ich net.

      Danke für Tipps!
  • 8 Antworten
    • 00aarononaces00
      00aarononaces00
      Bronze
      Dabei seit: 21.07.2009 Beiträge: 957
      Moin,

      also ich habe vor kurzem von SSS auf BSS umgestellt u seitdem ca 33k hands auf NL10 FR gespielt; dabei bin ich - wohl bedingt durch das tighte Shortstacking - auf folgende Stats gekommen:

      VPIP: 12.5
      PFR: 10.5
      ATS: 32
      WTSD: 28
      AF: 3.25
      CBET FLOP: 65
      FBB2Steal: 79
      FSB2Steal: 87
      3Bet: 4.8

      Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass das Stats sind, die Gewinn garantieren, jedoch habe ich damit auf besagten ersten 33k hands eine winrate von 1.95 BB/100 erreicht, was einem Gewinn von 13 stacks entspricht.

      Demnach wäre mein Tipp: sauberes ABC-Valuepoker spielen, bei gelegentlichen Suckouts - die bei mir auch zur genüge vorkommen - die Ruhe und Konzentration bewahren; dann wirst du die Fische früher oder später schon exploiten...
      GL!
    • nacl
      nacl
      Bronze
      Dabei seit: 17.03.2009 Beiträge: 12.329
      Ich habe mir da ein Stopploss Limit gesetzt und halte mich dann einfach dran. MIr faellt es auch schwer eine Session im Minus zu beenden, aber wenn man sich klare Grenzen setzt und an dieser angelangt ist, dann muss man sich eben dran halten.

      Zusaetzlich hilft es, vor jedem Call/Raise sich zu ueberlegen, kann ich die Situation +EV gegen diesen Gegner in dieser Position spielen? Ja -> Call, Naja/Vielleicht/Nein -> Fold.

      Diese Frage hilft auch einem vom Tilt runterzukommen, wenn man sich dabei erwischt 9To gegen einen UTG raise callen zu wollen nur, um ihn aussucken zu wollen.
    • DrStrothmann
      DrStrothmann
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 29.12.2007 Beiträge: 8.142
      Hallo ihr beiden,

      danke für die Antworten. Ja irgendwie ist alles nur eine Kopfsache ;-) Was auch sonst. Für mich war / ist es schon mal wichtig, dieses Leak (was sicher nicht das einzige ist) zu erkennen. Schaun wir mal...

      Stopp Loss ist eine gute Idee. Wahrscheinlich ist es besser für die BR, wenn ich schon merke, dass ich anfange zu tilten, einfach aufstehe und gut ist.

      Netter Blog übrigens Nacl ;-)
    • nacl
      nacl
      Bronze
      Dabei seit: 17.03.2009 Beiträge: 12.329
      Original von DrStrothmann
      Hallo ihr beiden,

      danke für die Antworten. Ja irgendwie ist alles nur eine Kopfsache ;-) Was auch sonst. Für mich war / ist es schon mal wichtig, dieses Leak (was sicher nicht das einzige ist) zu erkennen. Schaun wir mal...

      Stopp Loss ist eine gute Idee. Wahrscheinlich ist es besser für die BR, wenn ich schon merke, dass ich anfange zu tilten, einfach aufstehe und gut ist.

      Netter Blog übrigens Nacl ;-)
      Danke schoen.

      Aufhoeren wenn man am verlieren ist (vor allem nach dicken Suckouts) ist echt schwer. Aber wenn man es paar mal geschafft hat, ist man ein Schritt weiter als Pokerspieler. Ist ne wichtige Stufe auf dem Weg zum besseren Spieler.
    • Jochenha
      Jochenha
      Global
      Dabei seit: 26.01.2007 Beiträge: 4.623
      Original von nacl
      Ich habe mir da ein Stopploss Limit gesetzt und halte mich dann einfach dran.
      Wie ist es denn wenn man mal fragen darf?
      Ich wollte für SH 5 Stacks am Tag nehmen oder ist das schon zuviel?
    • nacl
      nacl
      Bronze
      Dabei seit: 17.03.2009 Beiträge: 12.329
      Ich spiele FR und da verliert man nicht so schnell und leicht wie in SH. Man geht ja nicht mit einer TP gerne broke. Ich denke bei SH ist das anders und da muss man schon paar Stacks mehr einrechnen. Aber 5 Stacks sind sicherlich nicht verkehrt, je nach Bankroll.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Ich weiss nicht wie du spielst und wieso du mit AKo auf einem A77 Board shovst, aber ich kann dir ein paar generelle Sachen zu der Thematik sagen.

      1. Wir denken selektiv. D.h. du merkst dir negative Ereignisse eher als positive, da wir schmerzen wohl intensiver wahrnehmen als Erfolgserlebnisse (wieso das so ist weiss ich nicht^^)

      2. Die meisten Microlimitspieler die immer darüber klagen das die Donks sie aussucken, haben meistens extrem krasse Leaks bezüglich Valuebetting und lassen sich extrem schnell von Suckouts tilten und spielen den Donks dann auch noch in den Händen und rechtfertigen quasi ihr superschlechtes Spiel.

      Da hilft es einfach nur das Wissen über Poker zu erweitern.
    • DrStrothmann
      DrStrothmann
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 29.12.2007 Beiträge: 8.142
      Hallo Ghostmaster,

      AK / A77 ist sicher ein schlechteres Beispiel und zeigt, dass man von einem NL5/10 Spieler wie ich es bin halt auch nicht erwarten kann die gleichen Gedankengänge wie ein NL400/600 zu haben ;-) Ich lerne ja noch...

      zu 1.: Ja da hast du Recht, wäre auch schlimm wenn nicht, sonst würde ja jedes Kind das 700te Mal auf die glühend heiße Herdplatte fassen und nciht wissen, dass es weh tut.

      zu 2. Ich klage nicht darüber - ich weiss, dass Suckouts häufig ein Folgefehler des eigenen Spiels sind. Hier war eher die Frage, wie andere damit umgehen und wie der fliegende Übergang zum Tilt vermieden werden kann. Anhand meiner Händer ist mir klar, dass ich bei längeren Sessions looser calle, damit fischiger werde und einigen in die Hände spiele. Reaktion meinerseits: Pausen einlegen. Der Erfolg war da. Jetzt ist halt die Frage, ist es besser das kleine X recht in der Ecke zu klicken, wenn man anfängt zu tilten - oder wie bekommt man sein Mindset in die rchtige Richtung. Ich tilte halt nach Suckouts. Also versuche ich neben meinen "normalen" Leaks wie Betsize, Reads verbessern, SHC einhalten etc. auch an dieser Baustelle zu arbeiten.

      Die Frage sollte halt mein Pokerwissen erweitern ;-) Ich weis, du musst viel Lesen, aber gucke doch auch mal genau hin - lieb gemeinter Rat!