Nash verständnisfrage

    • ghc
      ghc
      Bronze
      Dabei seit: 20.05.2007 Beiträge: 442
      ich habe gerade bissle mit dem holdemresources.net nash calculator rumgespielt. der holdemresources.net calculator gibt ja für die chipverteilung und die aktuellen blinds die optimalen pushing und callingranges an. wenn ich weiss das meine gegner nicht danach pushen (tighter oder looser) sind die calls und pushes nach nash dann immer noch +ev oder sollte man dann auch seine calling- und pushingranges an die gegner anpassen?
  • 8 Antworten
    • praktikant3
      praktikant3
      Bronze
      Dabei seit: 15.01.2007 Beiträge: 552
      ne....selbst wenn du weißt,dass der gegner NUR aces pushed in nem 50% call spot,darfst du immer noch mit 50% callen ^^
      ne schmarrn,natürlich musst du deine calling-und pushingranges anpassen
      is ja klar....wenn n gegner immer 100%pushed musst du natürlich adapten und auch looser callen
    • Unam
      Unam
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 17.08.2006 Beiträge: 8.999
      Bei pushes solle es so sein, dass du theoretisch immer weniger Verlust machst als der Gegner wenn du pushst (gerade an der Bubble kann das aber natürlich trotzdem tödlich sein). Bei Calls ist das ganze offensichtlich auch nicht das Gelbe vom Ei, wenn ein Gegner sehr tight ist, warum soll man ihn dann nach Nash callen, nur weil er Loose sein sollte.

      Also generell musst du adapten, wenn du erkennst, dass der Gegner abweichend spielt.
    • ghc
      ghc
      Bronze
      Dabei seit: 20.05.2007 Beiträge: 442
      danke für die antworten
    • Bulled
      Bulled
      Bronze
      Dabei seit: 01.12.2007 Beiträge: 851
      Könnte evtl noch jmd kurz den Unterschied zw. Nash und ICM erklären?

      ICM Trainer und sng wizard arbeiten ja z.B. beide rein nach ICM od.? Bekommen aber afaik auch des öfteren abweichende Ergebnisse, woran liegt das dann? Also was ist der Unterschied der Progs?
    • Jakoebchen
      Jakoebchen
      Bronze
      Dabei seit: 04.05.2008 Beiträge: 2.836
      Die Nashrange ist die "optimale Strategie", für die gilt, dass kein Spieler durch einseitiges Abweichen von der Strategie einen Vorteil erhalten kann. Was man dabei nicht außer Acht lassen darf ist allerdings, dass ein Spieler zwar durch zu looses callen oder pushen keinen "einseitigen Vorteil" erzielen kann, aber eure Gesamtequity auf die anderen Spieler verteilen kann (Oder einfacher: Wenn du zu loose gecallt wirst machen damit auf lange Sicht sowohl du als auch der Gegner Verlust und die anderen Spieler am Tisch Gewinn).

      ICM ist ein mathematisches Modell, dass dir anzeigt, welchen Gegenwert deine Chips haben. Auf der Basis dieses Modells werden die Nashranges in SNGs berechnet.

      Während der ICM Trainer dir Nashranges erstellt, so kannst du beim Wizard Ranges selbst definieren um Situationen zu beurteilen, sowie dir für konkrete Hände Erwartungswerte anzeigen lassen. Im Idealfall nutzt man also den ICM Trainer, um sich die Nashranges zu errechnen und prüft dann im Wizard, wie sich die Erwartungswerte verändern, wenn man diese Ranges (realistisch, sprich an spezifische Gegner angepasst) modifiziert.

      Ich hoffe das enthält nicht zuviele Fehler und ist halbwegs verständlich :)
    • hazzelde
      hazzelde
      Bronze
      Dabei seit: 27.04.2008 Beiträge: 1.733
      Wenn man sich mal die Beschreibung zur Software und allein den Namen "ICM Trainer" durchliest, könnte man meinen ps.com würde bewusst versuchen Anfänger zu täuschen und falsche bzw. unvollständige Informationen vermitteln. Wie sollen Anfänger denn bitte darauf kommen, dass es sowas wie nash ranges überhaupt gibt und dass "nach ICM spielen" keine besonders plausible Erklärung von nash ranges ist? *kopfschüttel*
      Ich nehme an man will Anfänger nicht mit Informationen überfluten, aber nach meiner Erfahrung führt das bei 98% aller SNG-Anfänger automatisch zu großen leaks, da sie das System der "ICM Trainer"-Ranges überhaupt nicht verstehen und SNGs für mathematisch gelöst halten :rolleyes:
    • Bobbs
      Bobbs
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2006 Beiträge: 4.264
      Ja, der Name ist sehr unglücklich gewählt.
      Manchmal sind weniger Informationen für Anfänger nicht gerade das Optimum.
    • itSmIn3z
      itSmIn3z
      Black
      Dabei seit: 17.09.2008 Beiträge: 2.524
      Find den Namen auch schlecht gewählt. Aber daran zeigt sich einmal mehr, dass man sich eben selber mit den Themen auseinandersetzen muss. Nur so kann das auch was werden mit dem "guten Pokerspieler". Für ICM/Nashunterscheidungen und die zugrundeliegende Theorie dahiner, ist übrigens das Theoriecoaching zu empfehlen, das in größeren Abständen immer mal wieder stattfindet. Anhand der Zuschauerzahlen bei diesen Coachings zeigt sich m.E. auch wieder, wie wenige sich damit tatsächlich richtig auseinandersetzen (wollen).