Hilfe: Ich bin zu ungeduldig und vedonke meine Gewinne!

    • itzegruetzi
      itzegruetzi
      Global
      Dabei seit: 06.02.2009 Beiträge: 50
      Hallo zusammen,

      Ich habe zZ ein dickes down. Warum weiß ich im Prinzip schon länger, bekomms aber irgendwie nich weg. Deshalb schreibe ich in dieses Forum. Vielleicht hat/hatte jemand ähnliche Probs und kann mir helfen. Es ist ein psychologisches Problem denk ich. Ich schildere es mal...

      Ich spiele seit 3 Monaten CG auf Cake. Bis vor einigen Wochen lief noch alles super. Hab mit NL4 angefangen und bin nach 25 Stacks up zu NL 10 gewechselt. Ich hab die Gegner meistens gut analysiert, in kleinen Pötten vernünftig gespielt und selten geblufft. Dann allerdings auch meist erfolgreich. In den großen Pötten wird einem auf Nl4 ja quasi das Geld zugeschüttet. Es gibt auch vernünftige Spieler, aber die findet man heraus und gegen die spielt man entsprechend zurückhaltend.

      Nun merke ich, wie ich immer öfter in völlig unsinnigen spots mit mittelprächtigen Händen (medium Pocketpairs, TPTK, ...) donke und pushe. Blöderweise schaffe ich so immer relativ große Pötte wo es unangebracht ist (das merke ich aber erst nach der Hand) und die Gegner haben tatsächlich auch etwas. Das heißt ich kann einfach nicht von zweitbesten Händen loslassen oder überspiele sie tödlicherweise. In letzter Zeit versaue ich mir durch solche Aktionen nahezu jede Session und verdonke Stack um Stack. Ich bin zu ungeduldig, zu neugierig und glaube dem gegner eine gute Hand nicht... bis er sie mir zeigt. Das passierte mir auf NL4 irgendwie arg selten, jetzt aber recht oft. Besonders gegen vermeintlich gute bis mittelprächtige Spieler komme ich nicht klar und verliere in großen Pötten öfter als ich gewinne. Das ist schlecht.

      Beispielhand:

      NL10, 9 players

      Preflop: Hero ($10.00) is SB with T:spade: T:club:
      7 folds
      Hero raises to $0,30
      BB raises to $0,80 (BB has $7.71 left, BB ist ein etwas looser Spieler)
      Hero calls $0,50

      Flop: ($1.60) Q:diamond: Q:club: 5:heart: (2 players)
      Hero bets $1.40
      BB calls $1.40

      Turn: ($4.40) 6:club: (2 players)
      Hero checks
      BB bets $2.80
      Hero pushes
      BB calls

      BB shows A:heart: Q:heart:


      dämlich oder?


      Gegen Stations und Maniac komm ich weiterhin gut klar, weshalb ich etwa +-0 auf NL10 liege, aber es geht einfach nicht mehr voran. Das ist irgendwie schlecht, wenn man auf NL10 schon nur noch +0 spielt.

      Habt ihr ähnliche Probleme zum Anfang eurer Pokerkarriere gehabt? Wie schafft ihr es dumme, teure Aktionen zu vermeiden? Alles Varianz? Alles Erfahrungssache? Einfach weiterlernen am Tisch und abseits des Tisches?

      ich bin dankbar für jedem konstruktiven Ratschlag!

      ... und danke fürs durchlesen :) ist recht lang geworden.
  • 2 Antworten
    • vandaalen
      vandaalen
      Bronze
      Dabei seit: 06.03.2008 Beiträge: 5.348
      Original von itzegruetzi
      Hallo zusammen,

      Ich habe zZ ein dickes down. Warum weiß ich im Prinzip schon länger, bekomms aber irgendwie nich weg. Deshalb schreibe ich in dieses Forum. Vielleicht hat/hatte jemand ähnliche Probs und kann mir helfen. Es ist ein psychologisches Problem denk ich. Ich schildere es mal...

      Ich spiele seit 3 Monaten CG auf Cake. Bis vor einigen Wochen lief noch alles super. Hab mit NL4 angefangen und bin nach 25 Stacks up zu NL 10 gewechselt. Ich hab die Gegner meistens gut analysiert, in kleinen Pötten vernünftig gespielt und selten geblufft. Dann allerdings auch meist erfolgreich. In den großen Pötten wird einem auf Nl4 ja quasi das Geld zugeschüttet. Es gibt auch vernünftige Spieler, aber die findet man heraus und gegen die spielt man entsprechend zurückhaltend.

      Nun merke ich, wie ich immer öfter in völlig unsinnigen spots mit mittelprächtigen Händen (medium Pocketpairs, TPTK, ...) donke und pushe. Blöderweise schaffe ich so immer relativ große Pötte wo es unangebracht ist (das merke ich aber erst nach der Hand) und die Gegner haben tatsächlich auch etwas. Das heißt ich kann einfach nicht von zweitbesten Händen loslassen oder überspiele sie tödlicherweise. In letzter Zeit versaue ich mir durch solche Aktionen nahezu jede Session und verdonke Stack um Stack. Ich bin zu ungeduldig, zu neugierig und glaube dem gegner eine gute Hand nicht... bis er sie mir zeigt. Das passierte mir auf NL4 irgendwie arg selten, jetzt aber recht oft. Besonders gegen vermeintlich gute bis mittelprächtige Spieler komme ich nicht klar und verliere in großen Pötten öfter als ich gewinne. Das ist schlecht.

      Beispielhand:

      NL10, 9 players

      Preflop: Hero ($10.00) is SB with T:spade: T:club:
      7 folds
      Hero raises to $0,30
      BB raises to $0,80 (BB has $7.71 left, BB ist ein etwas looser Spieler)
      Hero calls $0,50

      Flop: ($1.60) Q:diamond: Q:club: 5:heart: (2 players)
      Hero bets $1.40
      BB calls $1.40

      Turn: ($4.40) 6:club: (2 players)
      Hero checks
      BB bets $2.80
      Hero pushes
      BB calls

      BB shows A:heart: Q:heart:


      dämlich oder?


      Gegen Stations und Maniac komm ich weiterhin gut klar, weshalb ich etwa +-0 auf NL10 liege, aber es geht einfach nicht mehr voran. Das ist irgendwie schlecht, wenn man auf NL10 schon nur noch +0 spielt.

      Habt ihr ähnliche Probleme zum Anfang eurer Pokerkarriere gehabt? Wie schafft ihr es dumme, teure Aktionen zu vermeiden? Alles Varianz? Alles Erfahrungssache? Einfach weiterlernen am Tisch und abseits des Tisches?

      ich bin dankbar für jedem konstruktiven Ratschlag!

      ... und danke fürs durchlesen :) ist recht lang geworden.
      Das Problem an sich ist mir bekannt, sowie auch einigen anderen hier. Man vergisst gerne wie klein die Edge so ist. Gerne hat man zu Beginn auch nen Upswing, und man meint dann, man ist der Johnny und hat se alle schon in der Tasche.

      Ausserdem will man ja auch so schnell wie möglich aufsteigen, dahin "wo das richtige Geld" ist.

      Kannst Du nix machen, ausser Dich in Gedlud zu üben.

      Die Hand finde ich as played nicht so toll.

      Auf was callst Du mit den Zehnen? Setvalue ist ja nun nicht mehr, bei seinem Stack. Wärd Ihr beide 100bb-deep, könnte man drüber reden. Vor allem, wenn er tatsächlich so loose ist.

      Ich verstehe nur Deinen Push am Turn nicht. Gegen welche bessere Hand siehst Du hier Foldequity und welche schlechtere Hand callt Deinen Push?

      Ich weiss ja auch nicht, was Villian für ein Spieler war. Bei einer Callingstation hätte ich evtl. sogar schon PF gefoldet. Bei einem Maniac hätte ich bei der 2nd-Barrel mal wenigstens kurz nachgedacht. Mit was, das er PF 3-betted spielt er so?

      Er callt den Flop und bettet ne Blank am Turn. Das kann man allerhöchshtens callen, allerdings sehe ich mich hier zu oft hinten.

      55, 66, AQ, KQ, AA, KK, QQ, JJ, alles im Bereichdes mölichen (wobei QQ zugegebenermassen sehr unwahrscheinlich ist).

      Ausserdem würd ich sonen Flop lieber Checkraisen OOP. Ausser natürlich gegen die CS. Aber das mache ich ansonsten for value - um noch nen paar Kröten in den Pott zu bekommen -, oder auch als Bluff - Ich habe eine höhere FE. Er hat Initiative und setzt bei so einem Flop ne Contibet, Und nicht zuletzt for deception, damit ich meine Monster ausgezahlt bekomme.
    • itzegruetzi
      itzegruetzi
      Global
      Dabei seit: 06.02.2009 Beiträge: 50
      @ vandaalen:

      Danke soweit. Werd mich wohl in geduld üben müssen und weiter an mir arbeiten.

      Hast recht mit der Beispielhand. Mir ist schon bewusst dass die missplayed ist, aber gut dass man nochmal drüber redet. Stimmt das macht schon prf keinen großartigen Sinn mehr bei den Stacksizes. Sind ja auch nur Zehner.

      greetz