[Mindset] kein Gewinn mehr als Poker"pro"

    • ertzkuh
      ertzkuh
      Global
      Dabei seit: 25.03.2007 Beiträge: 5.186
      Ich versuch meine Situation jetzt mal schriftlich festzuhalten. Was bei rumkommen soll, weiß ich zwar noch nicht, aber eigentlich ist das Ziel ja klar: Gewinn machen!

      Da ich mein Studium verkackt habe, habe ich quasi ein Jahr Zwangspause. Um diese Zeit sinnvoll zu überbrücken, bin ich ein halbes Jahr in Malta, um besser Englisch zu lernen. Meine Einnahmequlle soll Poker sein, da ich es nicht einsehe, für einen Spackenjob arbeiten zu gehen, wenn ich (eigentlich) mit Poker mehr machen kann.

      Ich bin quasi aufs Geld angewiesen, auch wenn ich die Zeit, bis mein neues Studium anfängt, sicher mit Ersparten überbrücken könnte.



      Letzter Monat als Student, auch wenns Vorlesungsfreie Zeit war und ich schon wusste, dass ichs verkackt hab. Man sieht noch das Ende von nem miesen Down.



      Oktober 2009, 1. Monat als "Pro" Nach allinEV wäre es wohl das doppelte gewesen. Wieder Großteil NL200.




      Da hatte es mich dann richtig erwischt. Mit Rakeback BE, nach EV wärens über $8000 gewesen. So viel hab ich noch nie in nem Monat gewonnen.
      Spielvolumen lag bei mir immer so um die 30k, nur zur Info.
      Es waren 5ptbb/100 hands Different zwischen Winnings und EV.



      Dezember 09 war dann Mist. Ich hab scheiße gespielt, vermutlich, weil ich den Nov noch vor Augen hatte. Ich hab auch wenig gespielt, weil ich ziemlich viel gefeiert hab und ich auch in der Zeit einmal umziehen musste.






      Januar bis jetzt. Da ich aufgrund aggressiven BRM schnell absteigen muss(te), ist hier die Reihenfolge NL200 - NL100 - NL50 - NL100 - NL50 - Nl100 - NL50 - NL100 - NL50 - NL25 (kein bock draufgehabt und eingecasht) - NL50.

      Ich bin seit Anfang Januar hier und versuche hier viel zu spielen. Eins vorweg: ich merk aber schon, dass ich scheiße spiele. Ich kann theoretisch besser spielen und müsste weiterhin theoretisch Winningplayer auf NL200 sein.


      ---------------------------------------------


      So, jetzt sind wir ja noch nicht weiter. Weiß nicht mal, ob man aus den Monaten schon was lesen kann. Vllt merkt man schonmal, dass ich sehr in Monaten denke, was unter dem Aspekt der "big one session" ja schonmal Quatsch ist.

      Ich tilte gern. Ich kenne verschiedene Arten von Tilt bei mir. Diesen Monat ists wieder sehr stark ausgebrochen, was ich eigentlich Monate nicht mehr hatte.

      Schlimmste Tilt-Form (trat aber sehr lange nicht mehr auf, diesen Monat also auch nicht): ich calle allins, obwohl ich genau weiß, dass ich hinten liege
      2. schlimmste: ich pushe, obwohl ich weiß, dass ich hinten liege und gecallt werde
      ...
      geht dann so weiter...
      - teilweise überlege ich mir ne Line und halte mich nicht dran
      - teilweise pushe ich sinnlos
      - teilweise denk ich überhaupt nicht über mein Spiel nach
      - teilweise glaube ich dem Gegner einfach seine besch... sinnlosgespielte Hand nicht, obwohls von Villains Line her ein (klarer) Fold für mich sein sollte


      Ich will das ganze Mal auf den Punkt bringen. Ich hab Probleme, zwischen Mindset und Tilt zu unterscheiden. Ich denke, ich werde immer tilten und das nicht komplett abstellen können. Also denke ich, dass ich ein Problem mit meinem Mindset hab. Ich hab bloß noch keine Ahnung, wie ich da herangehen soll.

      Ein Coaching bei McKenna wollte ich jetzt nehmen. Ansonsten sollte dieser Post eine Vorstufe herzu sein.
  • 65 Antworten
    • PLSDontCallMe
      PLSDontCallMe
      Bronze
      Dabei seit: 18.10.2007 Beiträge: 1.519
      vllt. solltest du dein leben nicht von einem spiel mit ner sehr großen glückskompente abhängig machen, wenn zudem noch die komponente, die dir dein luck/die edge verschaffen soll = gewisser maßen ziemlich divergent ist (unabhängig von den faktoren, die du eh nicht beeinflussen kannst).
    • aporiano
      aporiano
      Bronze
      Dabei seit: 17.04.2006 Beiträge: 14.175
      ich lebe auch von NL100 grindings weil ich mein studium aufgeben musste. kein bafög bekommen... wenn du lust hast kannste mich mal im skype anschreiben: aporiano
    • ertzkuh
      ertzkuh
      Global
      Dabei seit: 25.03.2007 Beiträge: 5.186
      Original von PLSDontCallMe
      vllt. solltest du dein leben nicht von einem spiel mit ner sehr großen glückskompente abhängig machen, wenn zudem noch die komponente, die dir dein luck/die edge verschaffen soll = gewisser maßen ziemlich divergent ist (unabhängig von den faktoren, die du eh nicht beeinflussen kannst).
      Da Poker vermutlich nur das eine Jahr meine einzige Einnahmequelle ist und ich auch von Ersparten leben kann, bin ich quasi nicht von abhängig.

      Ist ne schöne Erkenntnis. Vielleicht sieht mein Kopf das unterbewusst anders, sodass ich scheiße spiele.
    • ertzkuh
      ertzkuh
      Global
      Dabei seit: 25.03.2007 Beiträge: 5.186
      Original von aporiano
      ich lebe auch von NL100 grindings weil ich mein studium aufgeben musste. kein bafög bekommen... wenn du lust hast kannste mich mal im skype anschreiben: aporiano
      Mach ich ... später =)
    • TheLegend142
      TheLegend142
      Bronze
      Dabei seit: 21.09.2007 Beiträge: 2.220
      Ich habs dir ja in deinem Blog schon gesagt. Du musst an deinem Spiel arbeiten!!! Das was ich dort teilweise an Händen gesehen habe lässt auf deutliche Leaks schließen.

      Investier mal etwas Geld und Zeit und schaue dir diverse Videos auf DC, CR oder Stoxx an.

      Insbesondere kann ich dir Baluga auf DC empfehlen.

      Was das Mindset angeht ist für mich Jared Tendler auf Stoxx, das beste was ich dazu gesehen habe.

      Achja und was mir ungemein geholfen hat, ist das Spiel ohne Stats. Ich konzentriere mich einfach darauf selbst möglichst keine Fehler zu machen. Die Gegner machen davon schon genug. Seit dem calle ich auch VIEL WENIGER down. Die Gegner bluffen viel seltener als man denkt.
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Hallo ertzkuh,

      wenn ich Deinen Post lese, dann denke ich zunächst mal eines: Oha... hoffentlich geht das gut.

      Ich fasse mal zusammen:
      - Du bist temporär nach Malta ohne festes Einkommen gezogen.
      - Du spielst aktuell nicht gut.
      - Du meinst, auf NL200 Winning Player sein zu müssen.
      - Du tiltest.

      Ich möchte McKenna nicht vorgreifen, aber ich lese aus Deinem Post, dass Du Dir sehr viel zumutest - möglicherweise zu viel. Das Wissen, dass man auf das Geld der BR angewiesen ist, weil man davon leben muss, kann verheerende Folgen für das eigene Spiel haben, denn der Druck ist wesentlich größer als bei einem Hobbyspieler.

      Frage: Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum Du plötzlich schlechter spielst? Wenn ja, was ist dabei herausgekommen?

      Dazu kommen wir mal zu meinem Lieblingsthema: Tilt.
      Tilt MUSST Du in den Griff bekommen, daran führt kein Weg vorbei, wenn Du langfristig erfolgreich pokern willst. Schau am besten mal in die Videosektion. Alternativ habe ich hier und hier noch zwei hervorragende Artikel von MiiWiin zum Thema.

      Eine kleine Rechnung, die Dir mal verdeutlichen soll, was Du Deiner BR (und damit dem Geld, von dem Du leben willst!) antust: Verdonkst Du bei einer Winrate von 2BB/100 auch nur einen einzigen Stack, benötigst Du 5k Hände, um diesen Fehler wieder zu beheben. Selbst wenn es Dir gar nicht so sehr um die Kohle gehen würde: Frag Dich doch mal, ob Dir Deine Zeit nicht eigentlich zu wertvoll ist um solche Dummheiten zu machen. Ich spiele gern Poker, aber ich kann mir auch etwas schöneres vorstellen, als 5k Hände zu grinden, nur weil ich mich einmal dumm angestellt habe.

      Wie sollte man jetzt weitermachen?
      An Deiner Stelle würde ich mich zunächst einmal um den Tilt kümmern. Es ist nämlich fast egal, wie groß Deine spielerischen Leaks sind, sie werden kaum so ein Loch in Deine Winrate reißen wie eben Tilt. Da ist ein Coaching bei McKenna sicherlich ein sehr vernünftiger Anfang. Außerdem soll das Buch "The PokerMindset" von M. Hilger sehr hilfreich sein.

      Alles weitere wie z.B. der Arbeit an spielerischen Leaks würde ich auf später verschieben. Daher dazu später auch mehr von mir.

      Wie auch immer Du weiter vorgehen willst: Ich wünsche Dir viel Erfolg und hoffe, Du verbringst nicht nur Zeit vor dem PC, sondern kommst auch dazu, Dir Malta wirklich einmal anzuschauen und Dein Englisch aufzubessern :)

      Gruß,
      michimanni
    • PLSDontCallMe
      PLSDontCallMe
      Bronze
      Dabei seit: 18.10.2007 Beiträge: 1.519
      das poker-mindset buch kann ich dir auch nur empfehlen.
      ich kenn mehere, die dadurch völlig tiltresistent geworden sind.
    • LordPoker
      LordPoker
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2007 Beiträge: 12.784
      Original von PLSDontCallMe
      das poker-mindset buch kann ich dir auch nur empfehlen.
      ich kenn mehere, die dadurch völlig tiltresistent geworden sind.
      Ich denke das wird kritisch weil er ja quasi im erweiterten SInne auf scared Money sitzt
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Original von LordPoker
      Original von PLSDontCallMe
      das poker-mindset buch kann ich dir auch nur empfehlen.
      ich kenn mehere, die dadurch völlig tiltresistent geworden sind.
      Ich denke das wird kritisch weil er ja quasi im erweiterten SInne auf scared Money sitzt
      Wenn das wirklich der Fall ist, sollte OP den Gedanken professionell zu pokern ganz schnell verwerfen, wenn es nicht einmal mehr für ein Buch reicht.
    • PLSDontCallMe
      PLSDontCallMe
      Bronze
      Dabei seit: 18.10.2007 Beiträge: 1.519
      Original von michimanni
      Original von LordPoker
      Original von PLSDontCallMe
      das poker-mindset buch kann ich dir auch nur empfehlen.
      ich kenn mehere, die dadurch völlig tiltresistent geworden sind.
      Ich denke das wird kritisch weil er ja quasi im erweiterten SInne auf scared Money sitzt
      Wenn das wirklich der Fall ist, sollte OP den Gedanken professionell zu pokern ganz schnell verwerfen, wenn es nicht einmal mehr für ein Buch reicht.
      lordpoker meinte, dass der vorteil, der sich aus dem buch ergibt...
      wahrscheinlich nicht von nutzen für op ist, weil die konzepte aufgrund seiner situation bei ihm nicht greifen können.
    • ertzkuh
      ertzkuh
      Global
      Dabei seit: 25.03.2007 Beiträge: 5.186
      Also ... danke für eure Antworten!

      Ich persönlich ging langfristig immer davon aus, dass der Tilt meine Winrate halbiert. Hab das als ganz realistisch eingeschätzt und "musste" damit quasi leben. Schließlich ist der Stundenlohn immer noch höher als bei einem Anlernjob.

      Von scared money kann glaube ich keine Rede sein. Das hab ich glaube ich mal nur auf NL400 gemerkt und konnte mich da auch nie etablieren.

      michimanni, was du sagst, trifft es meiner Meinung nach sehr gut: Tilt ist mein größter Winrateschmäler. Die bei mir oft angesprochenen Leaks sind zu einem Großteil missplayte Hände, bei denen ich es theoretisch besser weiß und meist auch anders spiele, also auch irgendwie eine Form des Tiltes imo (bzw. der Unaufmerksamkeit).

      Letztens hab ich 2 Vids geguckt. Zwar hab ich nicht wirklich viel gelernt, aber es hat mir zumindest geholfen, zumindest temporär wieder normal zu spielen. Das sind bei mir ja auch nur Phasen, wo ich nicht normal spiele, würde ich sagen.


      Also ich hab jetzt mal McKenna kontaktiert und werd versuchen, mit spezieller Literatur zum Thema Tilt/Mindset (was auch immer) weiterzukommen.
    • ertzkuh
      ertzkuh
      Global
      Dabei seit: 25.03.2007 Beiträge: 5.186
      So ich bin grad fleißig am Artikel lesen, und ich hab eben was Interessantes gelesen. Dort heißt es: "Beeinflusst mein BRM meine Entscheidungen an den Tischen?"

      Da ich ein sehr aggressives BRM fahre und ich die Frage verneinen kann, schließe ich daraus, dass ich nicht scared bin (NL400 mal ausgenommen, aber das hab ich nie lange gespielt). Soweit richtig, oder?

      Edit: übrigens hat es mir - soweit ich das beurteilen kann - früher gegen Tilt geholfen, auf 20 Stacks NL200 (also $4000) runterzucashen, um das Geld nicht sinnlos zu verblasen. Das ist nur bei ner BR unter $1000 nicht möglich :D Mit Absteigen hab ich übrigens auch keine Probleme (nur NL25 war doch arg langweilig)
    • ertzkuh
      ertzkuh
      Global
      Dabei seit: 25.03.2007 Beiträge: 5.186
      Original von michimanni
      Frage: Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum Du plötzlich schlechter spielst? Wenn ja, was ist dabei herausgekommen?
      Ja, frage ich mich ziemlich oft. Da kommen leider ein paar Gründe zusammen.

      Teilweise spiel ich einfach ABC und denke nicht über mein Spiel nach und schaue auch nicht auf die Gegner. Auf der anderen Seite kann ich mich sehr reinsteigern, wenn ich genau beobachte, sodass ich dann gar nichts mehr glaube. Es hilft mir also auch oft, einfach nach Stats zu spielen und nicht nach einzelnen Beobachtungen zu gehen und wohlmöglich falsche Schlüsse zu ziehen.

      Teilweise denke ich, dass mich Musik ablenkt. Auf der anderen Seite tut mir Musik beim Spielen oft gut, um quasi keine Langeweile/kein schlechtes Spiel (kann das jetzt nicht genau beschreiben) aufkommen zu lassen.

      Teilweise schiebe ich nach im Pech verlorenen Pötten Geld hinterher (hier könnte die 3 Stacks-Down-Regel helfen, nach der ich früher eigentlich schonmal gespielt hatte).

      Teilweise bleibt mir nicht genug Zeit zum Nachdenken (zu viele Tische obv(?)!), teilweise kommt bei weniger Tischen oft eine langweilige Stimmung auf, die schlechtes Spiel fördert.


      So, das sind jetzt 4 Punkte. Allein bei 3 Punkten hilft mir teils die eine Seite teils genau das Gegenteil. Ich hab das irgendwann mal gedanklich für mich auf den Punkt gebracht, dass bei vielen Dingen (in diesem speziellen Fall Poker) Wahr bzw. Richtig einen fließenden Übergang in Richtung Wahnsinn hat. Hoffe, das ist nicht zu komisch ausgedrückt.
      Ich will damit sagen, dass wir Menschen keine Maschinen sind. Trotzdem ist Poker ein Spiel, bei dem wir durch andere Dinge (Mimik, Gestik, Timing Tells) beeinflusst werden und auf der anderen Seite auch noch manipulieren sollen.
      Beispiel: wenn ich mir nun also im Affekt eine Line ausdenke (einfach durchbarreln) und einfach ohne Zeit verstreichen zu lassen losbette, um den Gegner in Glauben zu lassen, dass ich bluffe und er anfängt, Faxen zu machen, dann kann das einfach eine super Methode sein, dem Gegner seinen Stack zu entlocken, den er mir sonst nie geben würde. Auf der anderen Seite könnte die Hand aber so technisch komplett missplayed sein. Und das meine ich damit, dass das alles den Wahnsinn tangiert. Es gibt sicher Leute, die wie eine Maschine spielen können. Ich kann es nicht, und Tilt scheint ein Nebenprodukt dieser Tatsache zu sein.
    • Romeryo
      Romeryo
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2008 Beiträge: 12.600
      Ich kann dir wirklich nur wärmstens ans Herz legen dir "Das Pokermindset" zu kaufen! Da drin wird dir zum Großteil zwar das erzählt was du schon weißt, aber erst nach dem lesen sitzt das! Ich tilte wesentlich weniger, das einzige was ich bei mir feststelle ist der Autopilot-Tilt...aber äh, bei Rushpoker dürfte das noch verschmerzbar sein *g*

      Wirklich, ich kann dir das Buch echt empfehlen!
    • IronPumper
      IronPumper
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 14.843
      @OP:


      Paar Fragen:

      -Wie konservativ oder unkonservativ gestaltet sich denn dein BRM?

      - Nimmst du Private Coachings in Anspruch?

      - Wieviel Tische spieslt du und auf welcher plattform?

      und poste halt mal deine Stats
    • durrian
      durrian
      Bronze
      Dabei seit: 07.03.2009 Beiträge: 933
      Ich wiederhole mich ,aber offensichtlich ist vielen hier nicht bekannt,was die korrekte Deffinition von "Profi" ist:
      "Ein Profi, Kurzwort von veraltend Professionist, ist jemand, der im Gegensatz zum Amateur oder Dilettanten eine Tätigkeit beruflich oder zum Erwerb des eigenen Lebensunterhalts als Erwerbstätigkeit ausübt."

      Ich werde jetzt auch sehr offen sein,vielleicht fängst du dann an wie ein Profi zu denken,wenn dich meine Worte beleidigen,bist du bestenfalls ein Amateur:

      Ich denke aber du bist letzteres: Ein Dilletant!

      Ich denke nicht,das dein Problem die (mögliche)Spielstärke ist,sondern deine zahlreichen Nebenleaks,von denen schon ein einziges reicht,um einen potentiell erfolgreichen Spieler busten zu lassen.
      Das wären
      -Tiltanfälligkeit ....geht einfach gar nicht.
      -Musik hören während des Spielens....kann zwar helfen,meiner Erfahrung nach senkt aber jede Art von Ablenkung die Winrate.
      -Feiern....dieses Wort sollte ein Profi gar nicht in den Mund nehmen,zumal wenn er noch unter so hohem "Anschaffdruck" steht wie du.
      -zuviele Tische....Du bist ein Actionjunkie,ein Standartproblem ,das du in den Griff bekommen must.
      -Spielen unter Druck....geht meistens schief.
      -Alkohol,Drogen und sonstige Scherze : Dauerhaft erfolgreiche Spieler haben keine solchen Hobbies.
      uswuswusw

      Ich fasse mal zusammen:
      Ein "Profi" verschreibt sich seinem Job zu 100%,er feilt an jeder Schwäche, und arbeitet immer und überall an sich, um sich ständig zu verbessern,die anderen tun das nämlich auch.
      Hier zu schreiben, du sollst dein Spiel verbessern ist unnötig,da hervorragendes Pokerspiel die allererste Grundvorraussetzung ist.Dieses Pokerkönnen jederzeit abzurufen ist selbstverständlich,du kannst nicht einmal 95% Leistung bringen und dann wieder nur 50%.Es ist ein konstant hohes Niveau von mindestens 90% erforderlich.
      Erst wenn du begriffen hast,dass du dein altes Leben und deine Schwächen komplett vergessen mußt, um dich völlig auf deinen Beruf zu konzentrieren,wirst du ,möglicherweise,Erfolg haben.

      99%der Pokerspieler sind Verlierer,was meinst du, tut das 1%, um zu den Gewinnern zu gehören?Das 1% tut ALLES was nötig ist.
    • IronPumper
      IronPumper
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 14.843
      @durrian:

      Ich sehe vieles geanuso wie du, teilweise genauso extrem, aber paar Punkte stimmen so auch nicht.

      zb. :

      Ein "Profi" verschreibt sich seinem Job zu 100%

      Unabhängig, dass man diesen Wert gar nicht so genau hier definieren kann (was sollen 100% sein?: 24h - 7 tage die Woche AGame+, oder geregelte zeiten und hier dannsein bestes geben, auch in der theoretischen Arbeit?),
      wäre man doch gem. deiner Def. auch Profi, wenn man sich zu 90% dem Biz verschreibt und dies ausreicht, um seinen Lebensunterhalt damit zu bestreiten.


      Zu deinen speziellen Beispielen:

      - Alkohol: Hier macht die Dosis und Häufigkeit das problem aus.
      - Musik: Kommt rauf an -> zb. würde ich nicht ne CD mit Mucke einlegen, die ich gerne mag, da dies ablenken kann.
      Jedoch höre ich nebenbei immer den selben Radiosender - finde das nicht ablenkend, sondern angenehm.
    • durrian
      durrian
      Bronze
      Dabei seit: 07.03.2009 Beiträge: 933
      @IronPumper:
      -Musik:Ich habe geschrieben ,dass es Ausnahmen geben mag,ich halte nichts davon.
      -Alkohol: Meine 20 Jahre als starker Gewohnheitstrinker sowie die seit mehreren Jahren andauernde Abstinenz ,geben mir sehr wohl den Grund zur Annahme,dass Winrate und Alkohol in sehr direktem Zusammenhang stehen.
      Alkohol ist ein starkes Nervengift,dass auch in kleinsten Mengen die Psyche und die Leistungsfähigkeit einschränkt,vor allem auch an den darauffolgenden Tagen nach übermässigem Genuss.
      Ich sehe einfach zuviele Leute die durch Alkohol Fehler machen(nicht nur beim Pokern),und Toppros,die seit Jahrzenten erfolgreich sind, trinken nun mal nichts oder fast nichts.Bestes Vorbild ist Carsten Joh ,Braceletgewinner 2009,Topclass Backgammonspieler und seit 25 Jahren dick im Geschäft.
      Negativbeispiele sehe ich wöchtentlich in den Highrollerpartien deutscher und österreichischer Casinos,diese hier aufzuzählen wäre hier zuviel der Arbeit.
      -100% Fokussierung: Natürlich habe auch ich ein Privatleben,aber auch dieses ist immer in Richtung meines Berufs ausgelegt.So gehe ich durchaus zum Sport, liege im Sommer am See,habe dann aber ein Pokerbuch dabei.Unnötige Hobbies habe ich schon lange aufgegeben,kosten nur Zeit und Nerven.
      So einfach mal nach Malta,bischen feiern, und dann mal sehen wie das läuft mit der Zockerei: Das wird in dein meisten Fällen nicht lange gutgehen,ist nicht durchdacht und nicht genügend vorbereitet.
    • IronPumper
      IronPumper
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 14.843
      Original von durrian
      @IronPumper:
      -Musik:Ich habe geschrieben ,dass es Ausnahmen geben mag,ich halte nichts davon.
      -Alkohol: Meine 20 Jahre als starker Gewohnheitstrinker sowie die seit mehreren Jahren andauernde Abstinenz ,geben mir sehr wohl den Grund zur Annahme,dass Winrate und Alkohol in sehr direktem Zusammenhang stehen.
      Alkohol ist ein starkes Nervengift,dass auch in kleinsten Mengen die Psyche und die Leistungsfähigkeit einschränkt,vor allem auch an den darauffolgenden Tagen nach übermässigem Genuss.
      Ich sehe einfach zuviele Leute die durch Alkohol Fehler machen(nicht nur beim Pokern),und Toppros,die seit Jahrzenten erfolgreich sind, trinken nun mal nichts oder fast nichts.Bestes Vorbild ist Carsten Joh ,Braceletgewinner 2009,Topclass Backgammonspieler und seit 25 Jahren dick im Geschäft.
      Negativbeispiele sehe ich wöchtentlich in den Highrollerpartien deutscher und österreichischer Casinos,diese hier aufzuzählen wäre hier zuviel der Arbeit.
      -100% Fokussierung: Natürlich habe auch ich ein Privatleben,aber auch dieses ist immer in Richtung meines Berufs ausgelegt.So gehe ich durchaus zum Sport, liege im Sommer am See,habe dann aber ein Pokerbuch dabei.Unnötige Hobbies habe ich schon lange aufgegeben,kosten nur Zeit und Nerven.
      So einfach mal nach Malta,bischen feiern, und dann mal sehen wie das läuft mit der Zockerei: Das wird in dein meisten Fällen nicht lange gutgehen,ist nicht durchdacht und nicht genügend vorbereitet.

      Sind auf jedem fall gute Ansätze dabei.

      Nur kurz zum Punkt Alkohol:
      ich weiß nicht, ob es so rüberkam, aber ich will nur klarstellen, dass Alkohol und jedes andere nervengift nat. während dem Spielen, theoretischer Arbeit indiskutable sind.
      Auch sollte man nicht zu exzessiv und zu oft trinken.
      Aber ich finde es für mich persönlich vertretbar, wenn ich zb. am FR etwas feiern geh und dann auch am Sa mit Pokern pausiere.

      Ansonsten ist halt ein Ausgleich zum job wichtig, um Burn-Outs vorzubeugen.
      Dazu zählen imo soziale Kontakte, Spot,...

      Jedoch nicht zu viele spezielle Hobbies, da geb ich dir recht (Zeitvernichter)