Suche nach neuer Motivation

    • Soulcatcher
      Soulcatcher
      Bronze
      Dabei seit: 21.08.2006 Beiträge: 1.435
      Hi an alle! Keine Ahnung ob ich hier richtig bin, aber irgendwie passts sonst auch nicht besser.
      Ich bin nun schon lange dabei und habe bis Anfang letzten Jahres NL50 SH gespielt. Leider immer nur BE, ohne Rakeback leichter loosing Player. Die BR für NL 100 war auch schon da, ran gewagt habe ich mich aber nie. Hatte dann irgendwann keinen Bock mehr und das meiste ausgecasht, hin und wieder rum gedonkt und auch immer wieder Tourneys gespielt. Durch das gedonke habe ich meine BR schon etwas dezimiert.

      Seit etwa einem Monat habe ich eigentlich Bock drauf nen Neustart zu machen. Ich habe ne potentielle BR von ca. 4k, aber derzeit nur 1k bei Everest liegen. Damit spiele ich nun NL25 SH um erstmal wieder rein zu kommen und habe das Gefühl es dürfte vom Skill her kein Problem sein, aber heute gab es wieder nur Suckouts und ein bisschen Tilt. Mein größtes Problem ist hier einfach die Motivation: Ich habe schon um andere Beträge gespielt und es geht halt einfach nicht wirklich vorwärts, bzw. relativ langsam. Meinen Skill schätze ich hoch genug ein, zumindest für NL25/50. Nur die ernsthaftigkeit fehlt mir derzeit einfach.

      Generell würde ich gerne wieder regelmäßig zocken aus verschiedenen Gründen. Der finanzielle Aspekt spielt da auch ne Rolle, da ich derzeit im 7. Semester studiere und wahrscheinlich in nem Jahr kein Bafög mehr bekomme, aber nen Semester dran hängen muss. Ein bisschen was ansparen, bzw. ein Nebenverdienst in der Zeit wäre schon cool. Mein Ziel wäre also NL25 schlagen, aufsteigen und hoffentlich auch mal NL50 schlagen oder mich zumindest etablieren.
      Wie aber soll ich das machen wenn ich wie heute nach 3-4 Suckouts keinen Bock mehr habe und die Session nach 400 Händen quitte?

      Habe immer mal Erlebnisberichte geschrieben und fand die ganz gut als Kontrolle und Reflektion. Hat jemand ähnliche Probleme und lust gemeinsam eins zu starten? Vielleicht kann man sich ja auch gegenseitig mal coachen, selbst wenn es nur für die Disziplin ist?! Habe allerdings was das angeht immer sehr wenig Zeit und auch nur unregelmäßig. Steck grad im Examensstress und spiel maximal 2 Stunden am Tag, 4-5 Tage pro Woche. Vielleicht ist auch das ein Problem, da mein Leben ja nicht nur aus Poker und Uni bestehen soll, sondern ich dann lieber auch einfach mal weg gehe. Ist das vielleicht einfach zu wenig Zeit um sich zu verbessern und wirklich drauf zu konzentrieren?

      Also wie motiviert ihr euch, gerade wenn wenig Zeit ist?
      Jemand Lust gemeinsam zu bloggen und sich vielleicht nen gemeinsames Ziel zu setzen?
      Bin für alle Comments dankbar :)
  • 5 Antworten
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Dein Post passt prima zum Thema Selbstmanagement, daher habe ich ihn mal in das entsprechende Subforum verschoben.

      Gruß,
      michimanni
    • Martschl
      Martschl
      Bronze
      Dabei seit: 16.04.2009 Beiträge: 4.038
      Hallo Soulcatcher,

      der Trick ist zu lernen, sich über schlecht gespielte Hände aufzuregen, nicht über Suckouts. Ein Rezept von mir gegen Suckouts (ohne Scheiß, keine Ahnung ob das psychisch sinnvoll ist oder so, hilft aber gegen Tilt): Lach bei einem Suckout und freu dich übermäßig wie geil du ihn geownt hast und er sich rausgekrochen hat.

      Gehst du mit einer generell negativen Einstellung an die Tische? Also schon vor der Session? Wenn ja: Aus Tilt oder weil du glaubst es geht nicht voran?
      Zweiteres Gefühl habe ich auch sehr stark. Sehr stark. Man merkt nicht, wie erfolgreich man eigentlich schon ist, dass man gerade 25$ in die Mitte geschmissen hat, merkt nicht, wie die BBs langsam teurer werden.
      Oft genannt und schwer erreicht: In BBs selber denken. Scheiß auf die Knete, freu dich über gutes Spiel, freu dich, wenn du nen knappen aber guten Isoraise oder ne gute bluff3bet gebracht hast, freu dich über viele Kleine Pötte.

      Spiele zwar NL BBS FR, aber im Grunde dürften genannte Ideen auch auf SH übertragbar sein, auch wenn dort die eigene Handstärke öfter dem Metagame hinterherhängt und du halt noch häufiger über mehrere Hundert Hände leider gegen Villians TopRange läufst..


      Wenn dein Spiel analysiert gut ist, wenn du sagen kannst: Ich habe zu 95% mein A-Game gespielt, dann sollte dir das Motivation für den nächsten Tag geben.


      Wo ich vorsichtig wäre (kenne die Lage aber nicht): Auf die Winnings in gewisser Weise angewiesen sein, weil das Mensaessen davon abhängt. Dazu kann ich aber weniger sagen als zu dem davor. Und auch das Erstgeschriebene ist nur die Erfahrung von nem Typ der ein blödes BRM fährt und irgendwie das eigene Spiel verbessert hat aber im Grunde noch nicht so spielt wie er gerne mag :)

      Viel Glück!
    • Soulcatcher
      Soulcatcher
      Bronze
      Dabei seit: 21.08.2006 Beiträge: 1.435
      Hey, vielen Dank für deinen Post.

      Generell gehe ich nicht mit einer schlechten Einstellung an die Tische und spiele auch nur wenn ich Lust dazu habe. Auch der Tilt ist eines meiner kleineren Probleme, ich riskiere nach Suckouts nie Stacks, schieb höchstens mal die verbliebenen 4BB mit any 2 rein und quitte dann die Session :D
      Die Einstellung wechselt sich immer wieder mal ab. Die meiste Zeit wird der Mund nach nem 2 Outer abgewischt und weiter gespielt, gerade wenn gegrindet wird. Bei mir fängts dann nach dem dritten oder vierten Suckout an, vor allem wenn ich konzentriert wenige Tische spiele, mich anzukotzen und dann fliegt regelmäßig mal was durch die Gegend. Die Art nervt mich selbst, aber abstellen kann ich es doch nicht so ganz...

      Mir fehlt ganz oft die Motivation und Disziplin mich wieder aufs Neue mit dem Spiel auseinanderzusetzen. Habe in meiner Session gestern festgestellt wie schnell ich wieder nach Autopilot grinde und nen Stack verdonke, das regt mich zum Beispiel anfangs nicht so sehr auf, dafür aber viel länger. Genau anders herum also wie beim Suckout :)
      Von meinen Freunden pokert leider keiner, bzw. die die es tun sind alle sehr fischig und haben nicht wirklich Plan und Interesse am ernsthaften Charakter. Daher fehlt mir da etwas der theoretische Austausch, der mich immer sehr anspornt. Für ne Lerngruppe hier habe ich einfach zu wenig/unregelmäßig Zeit, aber vielleicht sollte ich es mal probieren.

      Ich werde mir mal Gedanken machen zu ner Challenge, so nach dem Motto 40k Hände NL25SH und wenn es keine Winrate gibt quitte ich. Oder auch einfach nur so ein neues Tagebuch starten, wenn möglich mit jemandem gemeinsam. Mal gucken... :)
    • Martschl
      Martschl
      Bronze
      Dabei seit: 16.04.2009 Beiträge: 4.038
      Es gibt hier ja auch Lerngruppen die nicht mit festen Terminen hantieren und einfach nen Skype Channel haben und sich gegenseitig Hände vorstellen und spontan per TeamViewer U2U machen. Vielleicht wäre das was für dich.

      Tilt nach mehreren Suckouts ist klar, das kann man auch schwer abstellen, aber Regulieren und Sessionabbruch muss klar sein, aber das scheinst du ja zu erreichen.

      Setz dir vor einer Woche und vor einer Session Ziele.

      Beispiel:

      Ziel für die Woche: 8 Stunden konzentriert 6 tablen.

      Ziel für Tag x: 2 Stunden kozentriert 6 tablen,

      Ziel für Tag y: Tag x analysieren, Hände posten.

      Tag z: 1 Stunde spielen und nachbearbeiten.

      blablub. Auf Handzahlen gucken ist ne blöde Geschichte meiner Meinung nach, da kann man sich auf ne bestimmte Zeit besser einteilen.

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      Schau mal die Serie an, da steht viel vom Zwischenziele setzen und Hauptziel nicht aus dem Auge verlieren + Motivation durch Erreichen der Zwischenziele.
    • Soulcatcher
      Soulcatcher
      Bronze
      Dabei seit: 21.08.2006 Beiträge: 1.435
      Das mit den Skype Gruppen wusste ich noch gar nicht, dachte es wären immer fester Gruppen, die sich dann auch sehr regelmäßig "treffen". Werde es mir auf jeden Fall mal anschauen und gucken ob ich eine finde.

      Bezüglich der Ziele: Ist ein sehr interessanter Ansatz, birgt für mich aber Vor- und Nachteile. Durch unregelmäßige Tagesabläufe bei mir habe ich oft keine 2 Stunden Zeit am Tag um zu pokern. Da ich solche Ziele aber recht ernst nehme wenn ich sie mir setze ist die Gefahr groß mich selbst zu stressen. Auf der anderen Seite ist es sicherlich besser zu sagen, ich spiele jetzt 6 Tables konzentriert für 1-2 Stunden, sagen wir 4mal die Woche, anstatt "ich grinde jetzt einfach um auf meine Hände zu kommen".
      Ich denke ich werde mir übers WE mal Gedanken machen und gucken ob ich ne Entscheidung treffe(n kann). Wäre ja prima für Montag, neuer Monat fängt an und Abends Ablenkung neben dem Lernen ist sicherlich ganz praktisch. Muss aber erstmal für mich klären ob das Zocken in meinen Zeitplan passt.