[Mindset] Ist pokern das richtige für mich?

    • BlackFlush
      BlackFlush
      Global
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 2.879
      Hallo,

      in diesem Thema geht es nicht um Leaks, deshalb gibts auch keine Stats. Es geht darum, dass ich mich mal wieder frage, warum ich überhaupt noch spiele. Eigentlich nervt mich der ganze scheiß eh nur noch.

      Vielleicht erstmal Laufbahn: Mit $50 angefangen, hochgegrindet auf FL, Bonushure gespielt, alles ausgecashed, gequittet. Lange Pause gemacht, wieder eingecashed, gegrindet, ausgecashed, gequittet. Jetzt Ende Dezember wieder eingecashed.

      Aktuell spiele ich Stud, da ich dachte, das wäre so meine Variante. Pustekuchen, aus dem tollen "Mindset" mit massig Überlegungen, wie ich vorgehen werde und wie ich mich vor Tilt schütze und wie ich darauf achte, genug Theorie zu machen, ist mal wieder nichts geworden.

      Mein Problem ist ganz klar das Verlieren. Ich pack es einfach nicht. Wenn ich ne Woche auf .25/.5 schön tight spiele, schön Theorie mache, mich an alle vorgaben halte und dann mit -50BB dastehe, da macht es bei mir klick, alle Vorgaben sind weg und ich scheiß einfach auf BRM, Theorie und sonstiges.

      Ich habe angefangen, die Theorie-Artikel von Ps.com durchzulesen, lese Psychology of Poker, setze mich mit dem Thema auseinander. Aber ich packs einfach nicht, so zu verlieren. Es fühlt sich so an, als ob der ganze Mist eh umsonst ist, da ich nichts gewinnen kann...

      Spielvarianten, die ich im Laufe der Zeit ausprobiert habe:
      - FL (dort habe ich wohl die meiste Erfahrung, aber dieses Mechanische macht mir einfach keinen Spaß mehr)
      - NL (ich bin einfach nicht der All-In-Raiser, ich mag das nicht)
      - SnGs (tilten mich einfach unheimlich)
      - PLO (wie oben, so große Raises sind nicht meins)
      - Stud (joah, eigentlich macht es Spaß, wenn da nicht das verlieren wäre)
      - Stud 8/Razz (wie Stud)
      - MTTs (geringe Samplesize, würden mir evtl. Spaß machen, vielleicht sollte ich das ma ausprobieren)

      Ja, und nun stehe ich hier. Viel Zeit investiert, Geld investiert (Bücher, Cash-In), halbe Boni überall offen... Und eigentlich möchte ich mich an nen NL200-Tisch setzen, erste Hand All-In stellen und einfach hoffen, dass es vorbei ist!

      Und immer wieder die Frage: Ist Poker überhaupt ein Spiel für mich? Wahrscheinlich nicht. Dabei finde ich es in der Theorie ein sehr interessantes Spiel, und darüber zu diskutieren und es zu lernen bereitet mir durchaus Spaß.

      Ich würde einfach gerne wieder Freude an dem Spiel haben, und nicht überall nur losen. Mir geht es vielleicht zu 25 - 30% ums Geld, wenn ich spiele. Genauso wichtig ist mir der Spaß an der Sache. Die restlichen 40% gehen an Fame, Zeitvertreib, besser sein als andere usw. D.h. ich könnte vielleicht FL 1/2 grinden und 0.5BB/100 machen anstatt Stud zu 2-Tablen, aber es würde mir einfach keinen Spaß machen.

      Um ganz ehrlich zu sein: Nach diesem Post bin ich noch unschlüssiger, was ich tun kann. Aufhören will ich eigentlich nicht, aber so weitermachen eben auch nicht.

      Vielleicht haben ja ein paar Ps.com-Leute Tipps für mich.
  • 14 Antworten
    • schoe01
      schoe01
      Gold
      Dabei seit: 21.09.2009 Beiträge: 741
      ASK YOURSELF: WHAT WOULD MacGyver do ? ...

      ne ... ernsthaft ... du musst an deinem TiltProblem arbeiten ... sonst wird da nie was weiter gehen .. probier MTTs oder les dich in die SSS oder BSS genauer ein
    • BlackFlush
      BlackFlush
      Global
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 2.879
      Original von schoe01
      ASK YOURSELF: WHAT WOULD MacGyver do ? ...

      ne ... ernsthaft ... du musst an deinem TiltProblem arbeiten ... sonst wird da nie was weiter gehen .. probier MTTs oder les dich in die SSS oder BSS genauer ein
      Dein Tipp hilft mir leider nicht viel. Ich hab geschrieben, dass ich die Artikel von Ps.com lese und nen Buch dazu, dass ich mir Regeln aufstelle und es im Gewinnfall auch gut geht usw. Ich weiß schließlich, wo mein Problem liegt. Ich weiß nur nicht, wie ich es wirkungsvoll bekämpfen kann! Immer, wenn ich Geld verliere, nervt es mich einfach unglaublich. Es ist auch nicht, dass ich auf scared money sitze. Die 70€, die ich eingezahlt habe, sind mir relativ wayne und wenn ich $20 verliere, who cares? Es ist einfach mehr das verlieren an sich...
    • wespetrev
      wespetrev
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2008 Beiträge: 2.384
      Hallo BlackFlush,

      Dein Post gibt mir ehrlich gesagt auch einige Rätsel auf. Es ist auf jeden Fall richtig, dass Du diese Fragen stellst. Wir können Dir helfen, diese Fragen zu ordnen, zu präzisieren. Beantworten kannst Du sie Dir wahrscheinlich nur selbst.

      Ich versuche mal zusammenzufassen, was ich verstanden habe.

      Poker macht Dir eigentlich durchaus Spaß (warum hättest Du sonst viel Zeit und Arbeit investiert). Dabei steht nicht der Gelderwerb im Vordergrund sondern der Wettbewerb. Der Spaß hört aber auf, wenn Du verlierst. Du hast verschiedene Varianten probiert, weißt aber nicht, wofür Du Dich entscheiden sollst.

      Du musst zuerst einmal akzeptieren, dass Poker ein Spiel ist. Verlieren gehört dazu. Anders als bei allen Sportarten wirst Du auch dann sehr oft - und manchmal über längere Zeit - verlieren, wenn Du eigentlich besser bist als Deine Konkurrenten.

      Miller/Sklansky/Malmuth vergleichen in ihrem Klassiker Small Stakes Holdem den Pokerspieler mit einem Casinobetreiber. Das Casino regt sich nicht auf, wenn einer den Riesenjackpot knackt. Das Haus weiß, dass es long term immer gewinnt. Weil es die Chancen festlegt. Der Jackpotgewinner wird so vielen von seinem Gewinn erzählen und sie ins Casino locken, dass selbst dieser große "Verlust" für das Casino eine gewinnbringende Investition ist.

      Deswegen hat es überhaupt nichts mit Deinen Pokerqualitäten zu tun, wenn Du einen Pot verlierst. Aber wenn Du auf die schlechteren Chancen gewettet hast (im Verhältnis zum möglichen Gewinn), dann hast Du schlecht gespielt.

      Hinzu kommt noch, dass die Edges nun einmal klein sind, egal welche Variante Du spielst. Du musst immer sehr viel Geld umsetzen, um im Verhältnis geringe Gewinne zu erreichen. Am Ende macht es die Masse der - gut - gespielten Hände.

      Wahrscheinlich hast Du das alles irgendwo schon einmal gelesen. Hast Du es aber auch verstanden?

      Poker, gleich in welcher Variante, ist für Dich nur dann das richtige, wenn Du mit diesen grundlegenden Prinzipien zurecht kommst.

      Nochmals: ob Du weiter Poker spielen willst, musst Du letztlich selbst entscheiden. Ich hoffe, Dir trotzdem einen Schritt weiter helfen zu können.

      Gruß

      wespetrev
    • BlackFlush
      BlackFlush
      Global
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 2.879
      Hallo wespetrev,

      welche Punkte geben dir den Rätsel auf? Mir ist klar, dass nicht alles verständlich ist, da mir selber noch Dinge unklar sind und mir viel durch den Kopf schwirrt...

      Also ich habe mich durchaus mit Varianz usw. beschäftigt und weiß, dass ich shortterm Verluste machen werde, egal was ich spiele. Mit klarem Kopf ist mir das alles klar. Aber wenn ich dann verliere und verliere, 90% der Hände folde und die 10%, die ich spiele, zu 95% verliere, dann klinkt sich mein logisches Denken einfach aus.

      Früher war das auch anders, dort bin ich ja bis 2/4 SH FL gekommen und habe auch Durststrecken gehabt, die ich halt analysiert habe und zu dem Schluss gekommen bin, dass ich gut spiele, also alles "i.O." ist ;) Aber diese Ruhe habe ich verloren. Ich fühle mich bei Verlusten so, als ob ich das Spiel nicht beherschen würde, ich sowieso nie in die Gewinnzone komme usw.
      Frühe rwar es halt so, dass es, obwohl es durchaus Swings gab, es moderat nach oben ging. Von 0.05/0.10 auf 5/1 bin ich zwar nicht schnell, aber in angemessener Zeit gekommen. Ich war also selbstsicher, dass ich diese Limits "schlage".

      Bei meinem zweiten Anlauf FL war ich schon nicht mehr so gelassen. Gerade Verlust-Sessions haben mich sehr stark getroffen. Dadurch kamen dann Shots auf 5/10 und solche Scherze zusammen, so wie jetzt eben Shots auf 1/2 Stud Hi/Lo, obwohl ich eigentlich nur Hi spiele, und bei meinem BRM auch nur .25/.5...

      Ich habe heute mal ein paar MTTs gespielt ($1 - $3 Buy-In), und das ist auch nicht meine Variante. Zu wenig Action, sodass ich dann irgendwann mit schlechten Händen einfach All-In gehe.

      Jetzt eben habe ich mal ne halbe Stunde PLO probiert. Ganz lustig, 25BB up... Aber da es ja noch sehr viel Swing-lastiger sein soll als Hold'em und Stud, lass ich dass wohl lieber.

      Ich glaube, ich fasse meine aktuelle Situation nochmal kurz zusammen:
      - Poker an sich macht mir Spaß (Theoretische Grundlagen, auch das spielen)
      - Verluste tilten mich sehr viel mehr, als es sein sollte
      - Dadurch macht mir das spielen auch sehr viel weniger Spaß.

      Was ich mir von diesem Thread erwarte:
      - Vielleicht Leute, denen es ähnlich ging und die einen Weg gefunden haben
      - Vielleicht ein paar Tipps, was man noch probieren kann, um den Spaß auch zu behalten, wenn es abwärts geht
      usw.

      Danke auf jedenfall schonmal für die Antworten!
    • Fistor
      Fistor
      Bronze
      Dabei seit: 05.01.2009 Beiträge: 1.700
      nen weg hab ich net gefunden, aber das selbe problem ;)

      grade wieder schön dick unter EV, 2mal gefloppte nutz weggesuckt und schon hat man wieder die schnauze voll für heute.
      aber ein wenig ehrgeiz habe ich eben schon. die (reg-)fishe sind nunmal schlechter als man selbst, und daher WILL man auch immer gewinnen. das ist verständlich, aber man muss das irgendwie in den griff kriegen.

      es wäre vielleicht einfacher für dich, wenn du dir erstmal ein ziel setzt, bzw. überlegts, was wichtiger ist: geld oder spaß.

      geld: bleibe bei EINER variante, werde gut darin, und dann kommt automatisch der spaß

      spaß: spiel was du willst, hauptsache du gehst net broke, damit du net eincashen musst

      beides: hier wirds tricky....ich würde dir was gemischtes empfehlen mit versch. BR´s.
      eine für FL/DON´s oder sowas für $$$ und ne andere auf microlimits um stud, plo oder was auch imemr zu donken.

      ???
    • BlackFlush
      BlackFlush
      Global
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 2.879
      Original von Fistor
      geld: bleibe bei EINER variante, werde gut darin, und dann kommt automatisch der spaß

      spaß: spiel was du willst, hauptsache du gehst net broke, damit du net eincashen musst
      Das ist das Problem :D Es gibt irgendwie keinen gemeinsamen Nenner. Heute donke ich PLO2 und PLO5, läuft gut, sind auch sehr softe Games... Aber sobald es schlechter läuft, kotzt mich das 100% auch wieder an und ich bin wieder auf der Suche. Am Anfang fand ich Stud super, nach meinem "Restart" mit meinen Regeln wie nur 1h/Tag, Stopp/Loss-Limit usw. gings gut rauf, super Sache. Da halte ich mich auch an meine Regeln, kein Problem. 2 Loosing-Sessions hab ich auch "gut" überstanden, aber danns wars einfach zu viel und dieser Beitrag ist entstanden.

      Wenn ich mal nicht tilte, ist mir ja durchaus klar, dass ich einfach eine Variante lernen sollte und dann dort gutwerden muss, um "Geld zu verdienen". Aber so wie ich jetzt grad hiersitze, hab ich einfach keinen Bock mehr, Stud zu spielen. Wenn ich dran denke, 50BB an Vollidioten, die mit 3 Highcards mein (AK)A runtercallen und auf 7th irgend nen verdammtes 2-Pair treffen, reg ich mich einfach auf. Klar, von genau denen krieg ich mein Geld und ich sollte gerne gegen sie spielen. Ich weiß dass, aber irgendwie hilft es nicht. Wenn jemand anders hier im Forum schreibt von wegen Suckouts und dass die Fische ja eh immer gewinnen, denk ich mir genau das "Sei doch froh, die bringen dir Longterm das Geld"... Aber wenns mir passiert, gilt das irgendwie nicht.
    • Tohuwabohu
      Tohuwabohu
      Bronze
      Dabei seit: 09.11.2008 Beiträge: 311
      Kurz und knapp: Mir geht´s genauso, fühle mit Dir und weiß auch keine Lösung...

      Du hast zumindest schon mal ausgecashed - bist Du mir voraus! ;)

      Viel Glück und Erfolg weiterhin!
    • schirm
      schirm
      Bronze
      Dabei seit: 23.07.2006 Beiträge: 2.088
      cash soviel ein, dass es auch weh tut wenn du verlierst. vielleicht hilft das ja.
    • fm1000
      fm1000
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2006 Beiträge: 192
      Ich würde dir auch ohne flax einfach mal raten - setz dir ein entgültiges Limit. Cash einmal sagen wir 300-500 € ein und Spiel dann spiele wo es auch für dich um was geht. Wenn du eher der ungeduldige typ bist dann würde ich dir nicht zu Sngs - oder Mtts raten.

      Gucks dir an ob Nl oder fl cg für dich besser ist und fang an zu daddeln. Setz dir eine oberes Limit wo du dir die 500 € wieder auscasht. bspw wenn du bei 1.5 k oder sowas bist.

      Erzähl deinen Freunden verwandten was weiß ich dass das dein letzter Versuch ist und wenn das geld dann weg ist ärger dich und sag Poker ist nichts für mich.


      Hoffe ich konnte dir helfen.
    • BlackFlush
      BlackFlush
      Global
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 2.879
      Original von schirm
      cash soviel ein, dass es auch weh tut wenn du verlierst. vielleicht hilft das ja.
      Dass ist auf jedenfall passiert. Das Geld tut mir nicht weh. Um das klar zu stellen: Ich bin overall sehr im Plus. Beim ersten mal hab ich nen größeren 4-stelligen Betrag ausgecashed, beim zweiten Mal nach Abzügen der Cash-Ins auch noch dreistellig. Jetzt 100 eingecashed, BR is bei ~230. Also ich vertilte nicht mein ganzes Geld.

      Mehr eincashen möchte ich nicht, da ich ja sehe, dass ich mich im Tilt nicht unter Kontrolle habe, und mir mein Geld zu schade zum wegwerfen ist. Ich hab wie gesagt ne BR von 230, mit der müsste sich ja was anfangen lassen.
    • Woeggil
      Woeggil
      Bronze
      Dabei seit: 28.08.2009 Beiträge: 39
      Wenn du schnellere Action willst kannst du ja mal ein paar Hu Sng's probieren.
      Mir helfen die in letzter Zeit sehr meine Ungeduld im Zaum zu halten...
      mfg
    • XeroHTLP
      XeroHTLP
      Bronze
      Dabei seit: 17.04.2009 Beiträge: 2.963
      Wenn bei mir alles scheiße läuft und Poker mich nur noch tilted gibts nur eine sache die mir da hilf.... Aufhören. Also im sinne sofort Pause machen und am besten den nächsten Tag auch nicht zocken - höchstens wenn Laune da is.
      Hoffe, dass ich dir helfen konnte. Hf
    • ronnie7277
      ronnie7277
      Bronze
      Dabei seit: 22.09.2007 Beiträge: 2.362
      Der Mensch neigt dazu positive Ereignisse nach häufigerem auftreten als normal anzusehen und die negativen Ereignisse nimmt er viel bewusster war, egal in welcher Häfigkeit diese auftreten.
      Gewinnst du einen Pott = normal(Skill,besserer Spieler u.s.w)
      Verlierst du einen Pott= wieso immer ich, scheiss Fische, suckout u.s.w.
      Ich hatte und habe auch noch teilweise mit dem Problem zu kämpfen, ich habe mich jetzt allerdings ein wenig damit auseinander gesetzt und habe gemerkt, dass ich am Anfang meiner Pokerkarriere mich fast immer über einen gewonnenen Pott gefreut habe und die verlorenen Poette sind einfach an mir vorbeigegangen, mit zunehmenden Skill habe ich immer häufiger Poette gewonnen, so dass es immer normaler wurde und ich mich auch nichtmehr darüber gefreut habe, im gegensatz zu den verlorenen Poette die zwar auf einmal immmer seltener vorgekommen sind, aber mich immer mehr zum Tilten gebracht haben.
      Momentan versuche ich die velorenen Poette wieder als Normal anzusehen und mich über jeden gewonnenen Pott zu freuen und zwar richtig mit Faust ballen und vielleicht auch mal ein lautes "YES"
      Mein Spiel hat sich dadurch schon sehr stark verbessert

      Ich habe diesen Artikel über positives Denken mal reinkopiert, auch wenn jetzt da was von Depression steht, es hilft auch Menschen die nicht an Depressionen leiden, falls dich das Thema interessiert einfach mal googlen, gibt ne menge interessanter Artikel darüber und wenn man wie du schon bereit ist so viel Zeit in Pokertheorie zu stecken, dann sollte man auch andere
      Methoden mal ausprobieren um zum erwünschten Erfolg zu kommen.


      Positiv denken


      Ängstliche und depressive Menschen zeichnen sich durch extrem negative Sichtweisen aus. Diese Erkenntnis nutzt die kognitive Therapie, indem sie gezielt ungünstige Denkweisen zu ändern versucht. Die Ergebnisse geben ihr Recht. Profitieren auch Sie von diesem Ansatz, indem Sie die folgenden Empfehlungen berücksichtigen.

      Sich selbst auf die Schliche kommen

      Wir alle führen ständig Selbstgespräche, in denen wir bewerten, was wir gerade erleben. Achten Sie einmal darauf, mit wie viel destruktiven Gedanken Sie sich selbst das Leben schwer machen: „Das schlechte Wetter verdirbt mir den ganzen Tag“ „In meinem Leben geht immer alles schief“. Wie wollen Sie angesichts niederschmetternder Kommentare guter Dinge sein oder den Mut haben, etwas Neues auszuprobieren? Werden Sie sich Ihrer Gedanken bewusst. Erstellen Sie dazu eine zweispaltige Liste und tragen Sie links alle zermürbenden Aussagen ein, die Ihnen im Laufe eines Tages einfallen. Überlegen Sie anschließend, wie Sie etwas negativ Erscheinendes positiv deuten können. Notieren Sie die neue Sichtweise in der rechten Spalte und machen Sie künftig von ihr Gebrauch.
      Formulierungen sorgfältig abwägen

      Fragen Sie sich bei inneren Zwiegesprächen ganz praktisch: Nützt mir dieser Gedanke? Bestärkt er mich darin, eine Lösung für mein Problem zu finden? Hilft er mir, mein Leben zu bewältigen? Gibt er mir das Gefühl, ein wertvoller Mensch zu sein? Oder schwächt er mich, macht mich unzufrieden und mutlos? Üben Sie, ab sofort vor allem das zu denken, was Ihnen gut tut und Lösungen fördert.

      Abwertende Gedanken stoppen

      Sagen Sie sich ganz bewusst „Stopp – so nicht!“, wenn sich abwertende oder entmutigende Gedanken in Ihnen breit machen wollen. Verstärken Sie dieses „Stopp“ durch eine prägnante körperliche Bewegung, etwa indem Sie mit den Fingern schnippen oder abrupt aufstehen. Ersetzen Sie mürrische Gedanken auf der Stelle durch neue, aufmunternde, die Ihrem Tun förderlich sind. Statt: „Völlig vergeblich, das konnte ich noch nie, es hat gar keinen Sinn, damit überhaupt anzufangen!“, formulieren Sie: „Ich werde es einfach versuchen. Sicher kann ich es nach und nach lernen.“ Statt: „Ich Idiot, alles mache ich falsch!“, sagen Sie sich: „Hier habe ich einen Fehler gemacht. Das ist normal. Mal sehen, wie ich ihn wieder beheben kann.“ Verscheuchen Sie die missbilligenden Stimmen aus Ihrem Kopf und ersetzen Sie „Selbstbeschimpfungen“ durch Nachsicht sowie einen gut durchdachten Aktionsplan!

      Sich positiv „programmieren“

      Positives Denkens soll auf keinen Fall Schwierigkeiten oder Schicksalsschläge schön reden. Stattdessen gilt es, eine optimistischere Lebenseinstellung zu erwerben und sich mit deren Hilfe das Leben zu erleichtern. Dabei können positive Merksätze („Affirmationen“) helfen („Das werde ich schaffen“, „Ich werde immer selbstständiger“, „Der Erfolgreiche macht da weiter, wo andere aufgeben“). Wiederholen Sie diese Selbstermutigungen mehrmals täglich. Zur Erinnerung können Sie sich Ihre Merksätze auf kleine Karten schreiben und auf den Nachttisch legen, an den Badezimmerspiegel kleben oder ins Portemonnaie stecken oder sie auf Kassette aufnehmen und immer wieder anhören.

      Auf „Sprach- und Denkhygiene“ achten

      Ängstliche und epressive Menschen neigen dazu, alles schwarz zu sehen (besonders sich selbst, die Zukunft, die Umwelt und bisherige eigene Erfahrungen). Sie verallgemeinern im Übermaß („Keiner liebt mich“, „Nichts kann ich mehr“ „Alles war umsonst“). Nach dem „Alles-oder-nichts-Prinzip“ erwarten sie oft, wieder „ganz zu gesunden“. Misserfolge werden der eigenen Person, Erfolge dem Zufall („Alles nur Glück“) oder anderen äußerlichen Faktoren zugeordnet. Ängstliche und depressive Menschen sollten deshalb konsequent üben, wie man Sachverhalte präzise beschreibt, sinnvoll nach Ursachen forscht, vernünftige Zusammenhänge herstellt und damit wirklichkeitsnah denkt. Bilden Sie daher kurze, klare Sätze, etwa: „Das und das habe ich geschafft“, „Heute ist ein schöner Tag!“ Verzichten Sie auf Verallgemeinerungen („immer“, „alle“, „stets“), insbesondere wenn es sich um Verneinungen handelt („niemals“, „keiner“, „ohne“, „aber“). Sagen Sie anstelle von „Ich habe keine Angst“, lieber „Ich gehe diese Sache mutig an“.

      (Autorin: Renate Hüsken, Köln)
    • BlackFlush
      BlackFlush
      Global
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 2.879
      Hallo,

      danke an alle, die hier geantwortet und ihre Meinung und Tipps eingebracht haben.

      Ganz besonderer Dank geht an ronnie7277. Zwar habe ich nochmal angefangen und somit hat sein Post nicht direkt mein "Mindset" beeinflusst, als es darum ging, ob ich nochmal anfangen soll, aber dennoch wird er mir wohl bei meinem Anlauf, dieses Spiel zu "schlagen", helfen.

      Aber zuerst nochmal zu mir: Ich habe wieder angefangen, mich in PLO eingelesen und entschieden, einfach zu machen, was mir Spaß macht. Wie schonmal geschrieben, ist mir auch der Spaß wichtig, und dieses beschränken auf eine Variante ist einfach nicht meins. Ich werde im BRM bleiben, aber ganz nach Lust und Laune entschieden, was ich spiele. Gerade auf den unteren Stakes reichen die Basiskenntnisse meiner Meinung nach aus, um mindestens BE-Spieler zu sein.

      Und nun nochmal zu ronnie7277's Post: Das interessanteste, was du geschrieben hast, war über Pots gewinnen/verlieren. Es stimmt. Gewonnene Pots sind für mich "eh klar", verlorene "eine Gemeinheit". Wie arrogant kann man sein? Selbstüberschätzung wie sie im Buche steht. Daran werde ich ganz sicher arbeiten. Ich bin Anfängern und sollte mich so sehen.