FL wiedereinstieg - Notes etc.

    • hacklberry
      hacklberry
      Bronze
      Dabei seit: 24.04.2007 Beiträge: 3.881
      Ich werde mich nach diversen nicht wirklich zielgerichteten (MTT, NL BSS, NL SSS, MTT) nun wieder Fixed Limit widmen. Ich will Pokern endlich von der Pieke auf nochmal korrekt lernen. Ich denke im FL sind wohl alle Elemente enthalten, die man irgendwann für andere Varianten brauchen kann.

      Aktuell befinde ich mich auf FL ,05/,10 FR.

      Wie wichtig sind Notes auf so einem Limit welches ich nur als Zwischenstatoion sehe. Was sollte wenn in Notes drin stehen? Gerade auf so einem Limit würde man ja wenn man dort auffällig schlechtes Spiel bei Gegnern sieht nicht mehr ausm schreiben rauskommen. Desweiteren kann man bei den meisten Gegnern ja auch nur bedingt von absichtlichen Aktionen Sprechen. Die spielen größtenteils nur nach dem Prinzip Zufall.

      Nicht desto trotz will ich mal Langsam anfangen mit den NOtes. Auf höheren Limits machen die ja doch Sinn. Ab welchen Limit spielen die Leute eigentlich vorhersehbarer?
  • 8 Antworten
    • Hideki76
      Hideki76
      Bronze
      Dabei seit: 17.08.2009 Beiträge: 148
      spiele auch das limit wie du und habe mir die gleiche frage gestellt. habe mich letzten endes dazu entschlossen nur die richtig derben aussetzer der gegner zu notieren. zb. preflop allin mit 72o...
    • hyroniemus
      hyroniemus
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2008 Beiträge: 479
      Ich denke, jeder hat eine individuelle Art, Notes zu machen.
      Persönlich notiere ich verschiedene Dinge:
      - besonders schlimme Fische werden als Buddys markiert, die will ich gut wiederfinden.
      - seltsame/markante Lines notiere ich im Kurzformat, z.B. utg l/3! KQo AxxTx x/c d b würde bedeuten, dass ein Gegner KQo UTG limp/3-bet gespielt hat, einen A-high Flop (mit 2 unwichtigen Karten) geschoben und gecallt hat. Die T am Turn hat er gedonkt und eine Blank am River nochmal gebettet.
      Wenn er das nächste Mal komisch spielt, weiß ich dass er nicht nur AA limp/3-bet spielt und auch Gutshots am Turn donkt.
      - in letzter zeit notiere ich mir gerne, ob bestimmte Aktionen von Stärke zeugen:
      3! Flop drawy board stark 2/2 sagt mir dann, dass eine 3-bet am Flop in 2 von 2 beobachteten Situationen bei einem draw-heavy board stark war.

      Es gibt sicher noch andere, sinnvolle Methoden für Notes. Auch auf 0.05/0.1 sollte man m.E. schon mit Notes anfangen, das übt und hilft die Gegner besser zu spielen.
    • LOncleSoul
      LOncleSoul
      Silber
      Dabei seit: 15.12.2007 Beiträge: 3.994
      Original von hyroniemus
      Ich denke, jeder hat eine individuelle Art, Notes zu machen.
      Persönlich notiere ich verschiedene Dinge:
      - besonders schlimme Fische werden als Buddys markiert, die will ich gut wiederfinden.
      - seltsame/markante Lines notiere ich im Kurzformat, z.B. utg l/3! KQo AxxTx x/cc d b würde bedeuten, dass ein Gegner KQo UTG limp/3-bet gespielt hat, einen A-high Flop (mit 2 unwichtigen Karten) geschoben und gecallt hat. Die T am Turn hat er gedonkt und eine Blank am River nochmal gebettet.
      Wenn er das nächste Mal komisch spielt, weiß ich dass er nicht nur AA limp/3-bet spielt und auch Gutshots am Turn donkt.
      - in letzter zeit notiere ich mir gerne, ob bestimmte Aktionen von Stärke zeugen:
      3! Flop drawy board stark 2/2 sagt mir dann, dass eine 3-bet am Flop in 2 von 2 beobachteten Situationen bei einem draw-heavy board stark war.

      Es gibt sicher noch andere, sinnvolle Methoden für Notes. Auch auf 0.05/0.1 sollte man m.E. schon mit Notes anfangen, das übt und hilft die Gegner besser zu spielen.
      er hat dann doch bestimmt cc gespielt oder ; )
    • UlliH
      UlliH
      Bronze
      Dabei seit: 30.01.2005 Beiträge: 451
      es gibt einen sehr guten strategieartikel, ab silber, über das erstellen von notes.
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.496
      Um die ursprüngliche Frage zu beantworten: Notes schreiben hilft immer. Schlimmstenfalls lernst du damit "nur" schneller Handreading, weil du dir mehr Gedanken machst über den gegerischen Spielstil. Das hilft dir dann später auch bei anderen Gegnern auf höheren Limits.
    • brasbat
      brasbat
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2008 Beiträge: 692
      die note an sich wird dir auf dem limit wahrscheinlich gar nichts bringen, wirst den spieler meistens eh nie mehr wiedersehen. wenn man sich aber gleich angewöhnt aussagekräftige notes zu schreiben, ist das nur von vorteil.
    • hacklberry
      hacklberry
      Bronze
      Dabei seit: 24.04.2007 Beiträge: 3.881
      Das man die Spieler auf den Limits nicht wiedersieht stimmt so auch nicht. Abend für Abend trifft man sehr wohl immer die gleichen dort an. Longterm sind die meisten sicherlich nicht dort. Aber Longterm werd ich mich auch nicht auf dem Limit aufhalten. Das machen meine Nerven nicht mit.
    • firsttsunami
      firsttsunami
      Black
      Dabei seit: 23.01.2006 Beiträge: 32.997
      Die Fluktuation auf .50/.1 ist schon größer. Das heisst aber nicht, dass es deswegen weniger Wert ist, sich Notes zu machen. Das perfekte Szenario ist, 3-4 Tische zu spielen und hochkonzentriert seine Gegner zu beobachten. Wenn du gerade in keine Hand involviert bist, schau auch deine Gegner an, wie sie ihre Hände gegen andere Gegner spielen und versuch dir auf jeden Fall einzuprägen oder zu notieren, welche Lines sie mit welchen Händen spielen. Wenn man sich noch zu sehr aufs eigene SPiel konzentrieren muss, fängt man in groben Kategorien wie "passiv / aggressiv" zu denken.

      Trotzdem solltest du dir gerade bei ungewöhnlichen Lines eine Note machen und dir versuchen den Gameplan des Gegners via Notes oder in Gedanken zusammenzubauen. In Gedanken ist das schwierig. Daher auf Notes zurückgreifen. Auch wenn Gegner nicht berechenbar spielen, kann man allgemeine Muster herausfiltern und sich eine Ahnung verschaffen, was er wohl für Hände im Spot X halten kann. Wenn du eine längere Session spielst, dann lohnt es sich trotzdem auf Gegner Notes zu machen, die du vielleicht nie wieder sehen wirst. Wenn du aber 2-3 Stunden gegen diese spielst, bist du in genügend Spots involviert, in denen dir deine Notes und Reads zu Gute kommen können.

      Das perfekte Szenario in dem man hochkonzentriert ist und versucht alles zu erfassen ist natürlich nur ein Model. Manche können sich nicht so stark konzentrieren und wenn, dann fängt es im Dachgeschoss nach 2 Stunden an zu qualmen und man sollte lieber eine Pause machen.

      Du musst nicht jeden Spielzug erfassen. Bei Händen die normal gespielt sind und die du genauso gespielt hättest, kannst du ja dein eigenes Spiel auf den Gegner projezieren und dir vorstellen, du spielst gegen dich selber.

      Bei komischen Lines und speziellen Bettingsequenzen, solltest du aber auf jeden Fall eine Note machen. :f_cool: