skillschwankung hardcore

    • idreamofmoni
      idreamofmoni
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2007 Beiträge: 1.066
      ich hab ein komisches problem, mein pokerskill schwankt total. man sollte ja meinen, ein fisch hat sagen wir 0 skillpunkte und ein ivey oder so 100 :)
      durch erfahrung, videos, bücher ,foren etc wird man besser und steht dann bei 10, 20, 30 oder so punkten - ihr wisst was ich meine. und da sollte man dann konstant sich weiterentwickeln oder zumindest stehenbleiben, aber nicht immer hin und her zwischen 50 und 10.

      hab jetzt wieder 2 monate lang mein stammlimit gecrushed. einfach mal 150k hände top poker gespielt (gut,es ist "nur" nl50), aber immerhin kaum fehler gemacht, stats korrekt interpretiert, toughe laydowns gemacht, super value rausgeholt,mit soulreads im 100bb pot mit a oder k hi am river gecallt, und irgendwie so ziemlich alles was ich über poker weiss und gelesen habe (hier, 2+2, 2-3 bücher) angewendet. im kopp läuft der equilator und man haut einfach alle weg und fühlt sich am tisch unbesiegbar und immer +ev. und das bei 12-16 6max tischen. 6bb/100 find ichdannauch sehr gut über 150k hände.

      UND DANN

      kommt der einbruch.schon 2-3 mal erlebt und gerade ist es wieder soweit. nicht wegen ein paar bad beats, sowas lässt mich mittlerweile völlig kalert. ich weiss nicht, woran es liegt, aber plötzlich ist alles weg. ein paar fehler gemacht, ein paar mal in dicken pötten verarscht worden von villain, 4-5 mal hintereinander wird die cbet im squeezed oder restealed pot geraist und man foldet seine SCs etc etc etc ich weiss auch nicht genau, jedenfalls die sicherheit ist weg.

      man steckt gar nicht mehr im gameflow drin, das ganze preflopselbstbewusstsein weg (ich raise hier mal 89s in mp2 weil ich den dicksten hab..), man traut sich nicht mehr zu, die guten 2nd und 3rd barrel spots zu finden, etc etc etc.

      bin gerade mal auf nl10 abgestiegen und wollte nur mal ne stunde sicherheit wiedergewinnen und wurde auseinandergefickt. plötzlich bin ichsinnlos aggro wo es keinen sinn gibt (wtf mein turnplay war doch so gut, wieso krieg ich jetzt immer loose calldowns/checkraises??) oder genauso sinnlos weaktight (cbet und check/fold ftw)

      3 stacks später geh ich spasseshalber auf nl5! spiele auf einmal wie ein totaler fisch. irgendso ein typ callt meinen squeeze mit QQ und stackt mein JJ, da ích auf 853 rainbow am turn und am river per check/call meinen paar kröten reinschiebe.


      UND DANN (hoffentlichauch dieses mal wieder) kriecht man aus dem loch hervor, vielleicht 5k, vielleicht 10k hände später, vielleicht zockt man auch einfach mal ne woche nicht, und alles ist wieder da und man runnt 1 monat lang mit 10bb wie ein junger gott......

      quasi varianz im kopf oder sowas in der art.....
  • 2 Antworten
    • Mc8
      Mc8
      Bronze
      Dabei seit: 24.01.2008 Beiträge: 7.697
      heho,

      geht mir änlich nur das die phase in der ich gut runne nicht so übertrieben gut ist wie bei dir.
      Bin derzeit beim NL100 shot und muss in 6 Stacks wieder absteigen. im Moment bin ich ca 11-12 Stacks down und ich habe das Gefühl dass ich einfach nicht mehr so spiele wie ich es tue wenn es gut läuft, ich mein dauernd suche ich irgendwelche Spots zum Bluffen, moven und callen wo keine sind nur weil ich mir denke "shit wirklich nur noch Regs auf NL100, die muss ich dauernd moven damit ich Gewinn mache". Wenn diese Moves dann auch paar mal funktionieren, is man der King und kommt sich vor wie Sklansky persönlich.
      Pause machen half leider auch nichts, ich bin vor Weihnachten 8 Stack downgegangen und hab gemerkt dass ich nicht mehr gut spiele, dass dann Klausurphase war hat dann auch gut gepasst so dass ich wirklich 4wochen Non-Poker hatte. Mit neuem Elan bin ich dann wieder an die Tische nur 4 Tabling jeden guten Spot rausgesucht und es lief wieder ein wenig (ca 4-5stacks up) dann ein paar dumme Fehler gemacht bei denen ich 2-3 stacks mit hätte sparen können dann noch 3mal mit KK pf Ai in AA gelaufen und ich hier und zweifle grad echt an meinem Style. Entweder es is wirklich so dass ich zu spewy spiele oder ich rede mir das nur ein weil meine Bluffs zZ nicht klappen.
      Zusammengenommen will ich eigentlich sagen, dass meine Winnings sehr ausschlaggebend dafür sind wie ich mein eigenes Spiel einschätze und das will ich irgendwie in den Griff bekommen (i think the same like u )
    • wespetrev
      wespetrev
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2008 Beiträge: 2.384
      Hallo idreamofmoni,

      die Gedanken, die Du schreibst, kann ich wohl ganz gut nachvollziehen. So etwas in der Art ist mir auch schon häufiger durch den Kopf gegangen. Ich habe noch keine wirklich belastungsfähige Erklärung gefunden, aber eine Vermutung:

      Einen Teil schiebe ich auf Varianz. Wir verstehen sie ja in der Regel als den Glücksfaktor bei der Kartenverteilung. Ich glaube aber, dass wir ein ähnliches Phänomen beim Gegnerverhalten beobachten können.

      Wir spielen nach eigenem Empfinden dann gut, wenn wir das Verhalten der Gegner richtig voraussehen und unser Spiel profitabel darauf einstellen. Wenn unsere Bluffs gelingen, wir gegnerische Bluffs aufdecken, wir seinen zu hohen WTS durch dünne Value Bets exploiten usw. usf. Wenn ich in einer solchen Phase stecke, stört es mich nicht besonders, wenn Villain doch einmal auf dem River seinen 4-Outer trifft.

      Nun beruhen unsere Annahmen, wie der Gegner spielen wird, aber auch auf Wahrscheinlichkeiten. Vielleicht hat der Fisch heute keine Lust, zu callen. Vielleicht möchte sich der Rock heute nicht aus der Hand bluffen lassen. Vielleicht hält der Gegner heute gerade vermehrt die Hände aus seiner Range, gegen die unser Spiel scheitert.

      Tatsächlich ist ein Bluff ja nicht unbedingt deshalb schlecht, weil er misslingt. Wir wissen doch alle, dass er nur zu einem bestimmten Prozentsatz erfolgreich sein muss (abgesehen von seinen Auswirkungen auf das Metagame).

      Der andere Teil der von Dir geschilderten Probleme könnte ganz einfach etwas mit Tilt zu tun haben. Den gibt es ja auch in den verschiedensten Erscheinungsformen. Wenn man sich in einer Session fast unbesiegbar fühlt (wie in der PokerStars-Werbung mit den Marionetten) ist das ja offensichtlich eine Täuschung.

      Vielleicht habt Ihr Pokerstrategen Euch schon ähnliche Gedanken gemacht; dann bitte heraus damit!

      Gruß

      wespetrev