GTO Spielweise gesucht

    • beni
      beni
      Black
      Dabei seit: 17.10.2006 Beiträge: 11.684
      Pot ist 6BB groß am river

      villain ist oop, er ha zu 15% busted draws und zu 85% eine mittelmäßige made hand


      hero hat zu 30% einen bluffcatcher und zu 70% eine Hand, die auf jeden Fall gewinnt.


      edit: hero darf nicht raisen

      Wie sieht nun die GTO Spielweise für beide Spieler aus?



      Ich habs selber leider nicht hingekriegt.
  • 8 Antworten
    • ViennaKid
      ViennaKid
      Bronze
      Dabei seit: 12.04.2005 Beiträge: 84
      OOP gibt alle busted draws auf und foldet seine mittelmäßigen made hands mit der entsprechenden Folding Frequenz, IP benutzt seine Bluffcatcher für die optimale BF und gibt die restlichen Bluff Catcher auf.
    • beni
      beni
      Black
      Dabei seit: 17.10.2006 Beiträge: 11.684
      Original von ViennaKid
      OOP gibt alle busted draws auf und foldet seine mittelmäßigen made hands mit der entsprechenden Folding Frequenz, IP benutzt seine Bluffcatcher für die optimale BF und gibt die restlichen Bluff Catcher auf.
      ???

      Ja wie genau nun.

      Zusatzregel: Hero darf nicht raisen.
    • ViennaKid
      ViennaKid
      Bronze
      Dabei seit: 12.04.2005 Beiträge: 84
      Versh' doch mal das Spiel ohne die busted draws zu lösen. Dazu ist Dein Spiel nämlich äquivalent. Die Zusatzregel brauchst Du nicht; die bräuchtest Du erst, wenn der IP-Spieler nur "wenige" Nuts-Hände hätte, so dass OOP seine mittelstarken Hände for value gegen die Bluffcatcher betten müsste.

      Edit: Mit der Zusatzregel würde OOP seine mittelstarken Hände betten und entsprechend die busted draws für die BF benutzen. Die für die FF benötigten Hände ergeben sich dann aus der Bluffcatcher-Range. Die restlichen Hände werden gecallt.

      Edit2: Hoffe, dass ist nicht zu kryptisch, aber die genauen BF etc. sind trivial und die findest heraus, wenn Du das Spiel ohne die busted draws lösen kannst.

      Ach, ich nehme an, dass Dich das Problem ausschließlich aus Pokersicht beschäftigt. Natürlich müsste man noch Strategien für IP festlegen, wenn OOP checkt etc. (also off-the-equilibrium-path ist).
    • hasufly
      hasufly
      Black
      Dabei seit: 01.12.2006 Beiträge: 7.423
      .
    • beni
      beni
      Black
      Dabei seit: 17.10.2006 Beiträge: 11.684
      Original von ViennaKid
      Versh' doch mal das Spiel ohne die busted draws zu lösen.
      Wenn OOP bettet wird IP die winner callen und die loser folden und es kommt das raus:

      EV OOP= 30%*6BB -70%*1BB=1,1 BB

      EV IP=30%*0BB+70%*7BB=4,9BB


      2. OOP checkt

      Nun geht es darum wie oft IP betten bzw. bluffen sollte.

      Seine 70% bettet er logischerweise immer, da er dem Gegner pot odds von 1:7 gibt sollte 1/8 seiner range aus bluffs bestehen, damit der Gegner es nicht exploiten kann.


      seine 70% bettet + 1/8*70%=8,75% bluffs
      er bettet also in 78,5% der Fälle


      EV OOP=21,5%*6BB=1,29BB
      EV IP=78,5%*6BB=4,71BB



      Stimmt das bis hierher?


      In welcher Frequenz muss OOP nun callen damit IP nicht profitabel von seiner Strategie abweichen kann?
    • ViennaKid
      ViennaKid
      Bronze
      Dabei seit: 12.04.2005 Beiträge: 84
      Also: (sorry, weiß nicht genau, wie man mehrfach zitieren kann)

      1. Wenn OOP bettet wird IP die winner callen und die loser folden und es kommt das raus: ...

      Zunächst müsste IP auch einen Teil seiner Bluffcatcher callen (und zwar muss er exakt 1/7 der Hände folden, damit OOP indifferent zwischen bluffen und checken mit seinen nut lows ist.

      2. Nun geht es darum wie oft IP betten bzw. bluffen sollte.

      Seine 70% bettet er logischerweise immer, da er dem Gegner pot odds von 1:7 gibt sollte 1/8 seiner range aus bluffs bestehen, damit der Gegner es nicht exploiten kann.

      Das ist prinzipiell richtig, insgesamt muss er aber absolut 10% seiner Bluffcatcher bluffen, denn dann blufft er 10%/80% = 1/8 seiner Range.

      Dann ist die nächste Überlegung, wie oft OOP callen muss, damit IP indifferent zwischen XB und Bet mit den Bluffcatchern ist, die optimale Foldingfrequenz ist dabei 1/7 (und zwar nur bezogen auf die mittelstarken Hände).

      Wobei die zweite Überlegung: OOP checkt in dem no-raise-Fall keine Rolle spielt.
      Denn OOP wird immer betten, weil er noch zusätzlichen Value von den Bluffcatchern bekommt. Es würden mehr Bluffcatcher behind checken als callen.
    • Wanok
      Wanok
      Black
      Dabei seit: 18.09.2006 Beiträge: 1.347
      Stimmt nicht ganz.
      Hast richtig gesagt dass IP's Range zu 1/8 aus Bluffs bestehen sollte. Oder eben 1:7 Bluffs zu Madehands. Das macht hier 10% der Range an Bluffs.
      Richtige Rechnung ist:
      x/(0.7+x)=0.125 <=> x=10%

      Edit: Post ist auf Beni's Post bezogen
    • LordHelmchen
      LordHelmchen
      Black
      Dabei seit: 08.09.2006 Beiträge: 768
      Setz mal Hero oop, dann wird das ganze interessanter :-)