bankrollmanagement zeitdauer einer sitzung

    • snape1
      snape1
      Bronze
      Dabei seit: 03.12.2009 Beiträge: 31
      bankrollmanagement:zeitdauer einer sitzung.
      Hi, ich bin begeisterter Anfänger und bin gerade dabei, meine bankroll aufzubauen. Wie es empfohlen wird,gehe ich an jeden Tisch mit 5% meiner bankroll. irgendwie habe ich das gefühl, daß es besser ist,wenn ich nach kurzer Zeit mit Gewinn den tisch schließe, z.b. 4 Big Bets oder mehr vorn,als wenn ich weiterspiele.Spiele ich weiter,dauert es oft ewig und ich gehe mit Minus raus.
      ich habe hier mehr das gefühl von kontrolle.
      Ich will sagen:macht es Sinn, für jeden Tisch ein Gewinnziel zu haben und dann abzubrechen oder ist es besser stur eine zeit zu spielen und dann abzubrechen.
      Gibt es einen Zusammenhang zwischen Varianz und Spieldauer oder einen irgendwie gearteten zusammenhang, den ich nutzen kann.
      wie haltet ihr es so.
      viele grüße
      snape
  • 10 Antworten
    • Kugelfang
      Kugelfang
      Bronze
      Dabei seit: 24.05.2005 Beiträge: 5.942
      Sorry, aber das ist Schwachsinn. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Varianz und Sessiondauer.
      "It's all one big session".

      Ich mach mir weder ein Gewinnziel noch ein Zeitlimit, ich spiele einfach, bis ich keinen Bock mehr hab.
      Das einzige, was sinnvoll ist: Aufhören, wenn man einen gewissen Betrag verloren hat (wenn man tiltanfällig ist).
      Aufhören, wenn man so lange zockt, dass man müde wird (Pausen machen).


      Ich brag mal ein bisschen mit deskriptiver Entscheidungslehre (langsam muss ichs können, mittwoch klausur ;( )

      Dein Empfinden lässt sich durch folgende Phänomene erklären:
      1) Kontrollmotiv - Streben danach, alles aktiv kontrollieren zu wollen / Kontrolldefizit - als schlecht empfundener Unterschied zwischen gewünschter und wahrgenommener Kontrolle
      2) selektive Wahrnehmung
      3) Attributionsfehler - Erfolg/Misserfolg wird Zufall & selbstveursachen falsch zugeordnet
      Gab noch eins, wonach Menschen zwei unabhängige Ereignisse als zusammengehörig empfinden, nur weil sie zufällig gemeinsag Auftreten. Hab vergessen wie es heißt.
    • brom0815
      brom0815
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2007 Beiträge: 2.505
      Ich kenne das selber - schiebe es aber darauf das ich nach längerer Zeit einfach unkonzentrierter bin und mehr Fehler mache. Hab wegen einem Casout diesen Monat mal wieder auf .25/.5 und .5/1 gespielt und genau immer nur solange gespielt bis ich 20-30BB im plus war und aufgehört. Ende der Geschichte hab nen Schnitt von über 4BB und >500BB+ in 5 Tagen, es spielte sich sehr angenehm mit diesen kurzen Sessions. Fange ich an zB wegen Bonis/FPP mehr zu spielen mach ich öfters Fehler bzw tilte auch mal.

      Also die Varianz ändert es nicht aber ich denke es kann dein Spiel positiv beinflussen im Vergleich zu mehrstündigen Sessions Multitabling.
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.496
      Das Bankrollmanagement hat nichts mit dem Gewinn/Verlust einer Session zu tun. Es geht nur darum, mit welcher Bankroll man welches Limit spielen kann.

      Es ist nicht sinnvoll, nach einem kleinen Gewinn eine Session abzubrechen, aber nach Verlusten immer weiter zu spielen und den Verlusten nachjagen. So begrenzt du deine Gewinne und lässt die Verluste und den Tiltfaktor laufen. Du spielst einfach so lange, so lange du dich gut am Tisch fühlst. Dann hörst du auf, egal, ob du in dieser Session Gewinn oder Verlust gemacht hast. Auf Dauer wird es dir ohnehin schwerfallen, jede Session mit Gewinn abzuschliessen. In der nächsten Session geht es mit der Bankroll einfach da weiter, wo du aufgehört hast.

      Es ist dagegen sinnvoll, eine Session abzubrechen, wenn die Verluste ein gewisses Mass überschreiten. Es ist dann wahrscheinlich, dass du auf Tilt bist und versuchst, mit Gewalt die Verluste wieder reinzuholen. Die Konsequenz ist, dass man seine Blätter überspielt, bzw. dass man nicht mehr objektiv urteilt. Das ist ein starker Tiltfaktor, der dich potentiell viel Geld kosten kann. Besser Pause machen, eine Nacht drüber schlafen, etwas Sessionreview betreiben und so wieder gestärkt weiter spielen.

      Wie gross deine stop loss Grenze ist, ist von deiner Tiltresistenz abhängig. Manche spielen ungerührt weiter, manche machen schnell eine Pause.
    • jo69
      jo69
      Bronze
      Dabei seit: 30.11.2009 Beiträge: 1.242
      +++++++++Also die Varianz ändert es nicht aber ich denke es kann dein Spiel positiv beinflussen im Vergleich zu mehrstündigen Sessions Multitabling.++++

      Yep, kann ich bestätigen.

      Seit ich mich wieder auf nur 1 !!! Tisch konzentriere, konnt ich meine schon fast eliminierte BR wenigstens wieder ein klein wenig erhöhen. Auch das Beschränken auf Spielabbruch bei den ersten Gewinnen (etwas "Gefühlsabhängig") -egal wie hoch die Ausfallen- hat dabei geholfen.

      Das Jagen nach RB + Boni -vor allem auf Cake, wo ich ja getrackt bin- hat mich IMMER früher oder später in den Verlust geführt, je länger ich deswegen gespielt habe. Obwohl ich eigentlich immer auch -gerade nach relativ kurzer Spielzeit- durchaus erst jeweils im Plus war. Diese Erkenntnis hat mich dann dazu bewogen, das ganze doch eher wieder wie o.g. anzugehen.

      Viele Grüße
    • Hamari
      Hamari
      Bronze
      Dabei seit: 05.07.2008 Beiträge: 657
      Bis vor einiger Zeit ging es mir ähnlich. Anscheinend gewann ich recht gut am Anfang der Sessions uns hab dann nach hinten nachgelassen. Und so hab ich eine Weile immer die Tendenz gehabt, entweder mit Gewinn aufhören zu wollen und ein paar Mal länger zu spielen um den Verlust wieder reinzuholen.

      Aber inzwischen habe ich verstanden, dass es 1. ein Problem in meinem Kopf war, weil wir Menschen gerne Muster sehen und uns dann den Mustern anpassen und 2. möchte ich dahin kommen, dass eine Session nicht nur gut war, wenn ich Plus gemacht habe.

      Ich kann relativ schlecht verlieren (bezogen auf Sessions, nicht auf Tilt in einzelnen Händen), aber ich habe mir nichts desto trotz vorgenommen (und damit auch wirklich angefangen) gute Hände richtig spielen zu wollen, und nicht einfach "nur" Plus zu machen.
      Das hat einerseits dazu geführt, dass ich normalerweise die Sessions zeitlich begrenze (z.B. 2 Stunden spielen - 20min Pause), was mich fitter macht, dass führt aber auch dazu, dass ich Tische auch mit großem Minus verlasse, wenn ich merke, dass er unprofitabel ist oder dass ich auch mal länger bleibe - egal ob grad im Minus oder dick im Plus - wenn ich Position auf einen großzügigen :f_love: habe. Und selbst wenn mich der Fisch dann die nächste Stunde aussuckt, am Ende sitz ich meist doch am längeren Hebel. Und wenn ich ganz müde werde, dann ist der Fisch ja auf meiner Buddyliste und gibt mir sein Geld halt das nächste Mal.

      Das ist allerdings ein Prozess würde ich sagen, dahin zukommen. Aber es gelingt mir immer besser und besser und meine Ergebnisse geben mir recht.
    • jo69
      jo69
      Bronze
      Dabei seit: 30.11.2009 Beiträge: 1.242
      Schxxxxe ist es, wenn der Fisch dann Tisch verläßt, bevor Du ihn gefangen hast :f_mad: (ist mir nicht nur einmal so gegangen)

      Viele Grüße
    • Kroad
      Kroad
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2009 Beiträge: 595
      Habt ihr eine gewisse Handzahl die ihr in einer Session mindestens spielen wollt oder habt ihr euch ein Zeitlimit für eine Session gesetzt ?

      Hab oft ähnlinche Probleme wie die oben genannten auf tilt spiele ich viel zu lange versuche verluste aufzuholen hab das langsam im griff aber von einem vernünftigen Zeit Session Management bin ich noch ein gutes Stück entfernt.


      Gruß Kroad
    • ed78
      ed78
      Black
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 2.134
      spiel so lange du bock hast und dein a-game spielst.
      wie schon gesagt, kann man auf tilt kommen, wenn du ein paar bad beats kassierst. manche tilten früher manche später.
      sollange du meinst du spielst gut und der tisch (die tische) gut sind, gibt es keinen grund aufzuhören.
    • Hamari
      Hamari
      Bronze
      Dabei seit: 05.07.2008 Beiträge: 657
      Ich nehme mir meist vor 2 Stunden zu spielen. Und wenn es sehr gut läuft, "verlänger" ich immer um jeweils weitere 30 Minuten oder bis zu einer bestimmten Uhrzeit.
    • Badmax005
      Badmax005
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2008 Beiträge: 32
      Ich konzentriere mich nur auf die Anzahl von Händen- Ich nehme mir vor jeden Tag 2K Hände zu spielen, wenn ich das geschaft habe höre ich fast immer auf, ausgnommen die tische sind extem loose und es läuft alles super , dann spiele ich etwas länger.

      Ein mal in semesterferien habe ich eine woche lang nur gespielt , von früh bis abends , am tag 4-6K Händer, das ist bei FL richtig viel. Dabei verfiel ich in ein tranzzustand , ich stand auf und spielte bis ich wieder schlafen musste und so ganze woche lang. Diese erfahrung hat mir sehr geholfen das hier angesprochene Problem zu bewältigen. Wenn du am tag so viele Hände spielst, dann sind schwankungen von +-100-150BB pro session voll normal. Du regst dich nicht mehr auf, wenn dein FD nicht ankommt. Oder du freust dich nicht mehr über ein riesen win pot, weil du genau weißt, dass du heute noch 20-30 FD spielst oder dass du ein teil des Big Potes in den nächsten 100 Händen wieder verlierst. Erst nach dieser Erfahrung verstehst du was es bedeutet -"Poker is one Big Session"