Ich kann nur solange gut spielen, wie ich einem Verlust hinterherjage

    • cromicron
      cromicron
      Bronze
      Dabei seit: 19.05.2008 Beiträge: 151
      Ich habe ein riesiges psychisches Problem - und schon sehr lange. Ich kann nur gut und ausdauernd spielen solange es beschissen läuft und ich einem Verlust hinterherjage. Sobald ich Gewinn habe werde ich total lässig, ich konzentriere mich weniger und bluffe zu viel. Ich calle looser solche Sachen eben. Außerdem fühle ich mich nicht mehr im stande gutes Poker zu spielen.
      Solange ich einen Verlust habe dem ich hinterherjagen kann bin ich in der Lage stundenlang konzentriert zu spielen.
      Früher habe ich immer schnell aufgehört als ich einen kleinen Gewinn hatte - jetzt spiele ich solange bis ich break even bin und höhre dann auf. Das ist echt beschissen. Hat jemand ein paar Tipps?
  • 25 Antworten
    • Kazadur
      Kazadur
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2008 Beiträge: 1.113
      Also ich hatte dieses Problem ebenfalls sehr sehr lange. ich habe mir dann nach einem Tipp von nem Kollegen ein großes Blatt Papier genommen und mit einem dicken Edding DISZIPLIN drauf geschrieben. Dieser Zettel hängt nun genau über meinem PC, wenn ich nun das Gefühl habe zu loose zu spielen und anfange rumzudonken schaue ich auf diesen Zettel um mich selber ein bisschen auszubremsen und ich muss sagen es funktioniert!!!!
    • limucat
      limucat
      Bronze
      Dabei seit: 22.05.2007 Beiträge: 1.923
      JOO ich kenne dieses Problem auch sehr gut :D . Wenn gewonnen habe, dann fühle ich mich immer wie der King.. kriege wieder paar auf die Fr**** und dann bin ich wieder voll im Spiel drin. Nene.. so kann es nicht weitergehen
    • alterego
      alterego
      Bronze
      Dabei seit: 03.07.2006 Beiträge: 4.149
      mir gehts da komplett umgekehrt.
      wenn ich ein paar stacks vorne bin spiele ich mein a+ game auch über lange sessions, aber wenn ich ne zeit auf die fresse kriege spewe ich rum und schmeisse noch ein paar stacks hinterher...
    • Zensationell
      Zensationell
      Bronze
      Dabei seit: 27.10.2008 Beiträge: 1.222
      Original von alterego
      mir gehts da komplett umgekehrt.
      wenn ich ein paar stacks vorne bin spiele ich mein a+ game auch über lange sessions, aber wenn ich ne zeit auf die fresse kriege spewe ich rum und schmeisse noch ein paar stacks hinterher...

      Jup geht mir genauso!
    • 19smoke89
      19smoke89
      Bronze
      Dabei seit: 30.10.2007 Beiträge: 5.598
      Original von alterego
      mir gehts da komplett umgekehrt.
      wenn ich ein paar stacks vorne bin spiele ich mein a+ game auch über lange sessions, aber wenn ich ne zeit auf die fresse kriege spewe ich rum und schmeisse noch ein paar stacks hinterher...
      jop mir auch, wenn ich am gewinnen bin spiele ich konzentriert über Stunden und wenn ich dann am verlieren bin und paar bad beats abbekomme dreh ich voll durch und verliere das gewonnen wieder und bin wieder beim Startpunkt.
    • in2fire
      in2fire
      Bronze
      Dabei seit: 04.05.2007 Beiträge: 233
      Muss mich hier wohl einreihen :(
    • constentus
      constentus
      Bronze
      Dabei seit: 07.03.2008 Beiträge: 1.159
      so ist es bei mir leider auch seit jahren mache nur verluste mittlerweile
      JA ich bin loosing Player
    • 0netouch
      0netouch
      Bronze
      Dabei seit: 11.07.2007 Beiträge: 39
      wenn du ein Trackerprogramm hast, wovon ich ausgehe, dann schau nicht auf deine Gewinne oder Verluste, sondern spiel einfach das von dir gesetzt Hand Ziel z.B. 50k oder 100k Hände und schau erst dann drauf. Nach einigen sessions weißt du mit Sicherheit nicht mehr ob du im Plus oder Minus bist.

      Wie sieht denn deine Freude/Ärger nach einem BigPot/Bad Beat aus?

      In solchen Situation musst du deine Emotionen in den Griff bekommen, die guten, wie auch die schlechten. Es sollte dich ein Gewinn/Verlust relativ kalt lassen. Konzentriere dich lieber auf dein Spiel bzw. dem Spiel deiner Gegner.
      Geld darf einfach keine Rolle spielen solange man es nicht in der Hand hat, deswegen gibt es ja auch Chips :D

      Es hängt leider von zu vielen Faktoren ab, z.B. wie dein Verhältnis zum Geld ist. Ob du schon selber Geld eingezahlt hast und wenn ja wie viel... Was dir Poker gedeutet bzw. Was Poker ausmacht und dann denke ich, kann man etwas genauer analysieren.
    • cromicron
      cromicron
      Bronze
      Dabei seit: 19.05.2008 Beiträge: 151
      Ja ich habe ein Trackerprgramm - und es ist immer so verlockend nach relativ großen Pötten zu schauen wies steht. Also ich muss mindestens nach der Session schauen. Diesses Psychoprobelm gill auch nur innerhalb einer Session - also hängt nicht vom up bzw downswing an sich ab.
      Ich freue mich schon zimelich über gewonne Pots und ärgere mich über verlorene - aber das hat direkt keinen großen EInfluss mehr auf mein Game - deiglich die Info ob ich verlust oder gewinnn hab in der Session. Poker bedeutet seeehr viel für mich. Mein Erfolg im Poker hat mir Selbstvertrauen gebracht und mir gezeigt dass ich etwas kann und etwas wert bin. Ich fühle mich als seh intelligenter Mensch der sehr viel erreichen kann. Längere Downswings können mich in Depressionen stürzen. Allerdings ist Poker ein Grund wieso ich mit anderen Problemen im Leben relativ gut klarkomme.

      Naja Poker ist der Grund dass ich ein sehr positives Selbstbild habe.
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Ich habe den Thread mal hierher verschoben, da er hier besser passt. Den Spam habe ich gelöscht.
    • in2fire
      in2fire
      Bronze
      Dabei seit: 04.05.2007 Beiträge: 233
      Nicht auf Winnings schauen das geht irgendwie nicht. Das ist wie ne Sucht.
      Zeit, dass nen Elephantversion kommt der nur die Winnings >24h anzeigen lassen kann.

      Das wäre mal ne echte Neuerung :)
    • 0netouch
      0netouch
      Bronze
      Dabei seit: 11.07.2007 Beiträge: 39
      Original von cromicron
      Also ich muss mindestens nach der Session schauen. Diesses Psychoprobelm gill auch nur innerhalb einer Session - also hängt nicht vom up bzw downswing an sich ab.
      Kann man dir nicht übel nehmen, macht glaube ich jeder ;) (Aber erst DANACH!)

      Ich freue mich schon zimelich über gewonne Pots und ärgere mich über verlorene - aber das hat direkt keinen großen EInfluss mehr auf mein Game - deiglich die Info ob ich verlust oder gewinnn hab in der Session.
      Also hat es doch einen Einfluss, du schaust nämlich während der session nach. Daran musst du arbeiten.

      Poker bedeutet seeehr viel für mich. Mein Erfolg im Poker hat mir Selbstvertrauen gebracht und mir gezeigt dass ich etwas kann und etwas wert bin. Ich fühle mich als seh intelligenter Mensch der sehr viel erreichen kann. Längere Downswings können mich in Depressionen stürzen. Allerdings ist Poker ein Grund wieso ich mit anderen Problemen im Leben relativ gut klarkomme.
      Hört sich nach einer leichten Abhängigkeit an.. womit jetzt nicht die Spielsucht gemeint ist (es sei denn du zahlst immer wieder ein). Diese Erkenntnis beeinflusst mit Sicherheit dein Unterbewusstsein, das über kurz oder lang deine Spielentscheidung negativ beeinflussen kann imo.

      Naja Poker ist der Grund dass ich ein sehr positives Selbstbild habe.
      Fühlst du dich ohne Poker minderwertig ? Wenn ja, warum ist das so ?


      und noch etwas...

      stell dir mal vor, ich ändere diesen Satz

      Allerdings ist Poker ein Grund wieso ich mit anderen Problemen im Leben relativ gut klarkomme.
      in... Allerdings ist Alkohol ein Grund wieso ich mit anderen Problemen im Leben relativ gut klarkomme.

      ;)
    • vaniilla
      vaniilla
      Bronze
      Dabei seit: 02.11.2009 Beiträge: 3.743
      ja... ich habe das problem auch ich fange zwar nicht an zu tilten, aber ich beginne zu viele tische zu spielen bzw. chatte nebenbei und schau noch TV <.<
      sobald ich dann mein minus eingefahren habe läufts wieder normal gut...
    • Romeryo
      Romeryo
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2008 Beiträge: 12.600


      This kaufen und ab dann nur noch vornehmen so und soviele Hände zu spielen, egal wie es dann $-mäßig aussieht.
    • 0netouch
      0netouch
      Bronze
      Dabei seit: 11.07.2007 Beiträge: 39
      [X] gekauft :s_love:
    • wespetrev
      wespetrev
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2008 Beiträge: 2.384
      Auch dieses Problem taucht immer wieder auf. Ich nenne es mal:

      Der Fluch der grünen Zahlen.

      Es sieht einfach toll aus, wenn Ihr in Eurem Elephant oder PokerTracker die Tages-, Wochen-, Monatsbilanzen in grün ausdrucken könnt. Das fiese Rot dazwischen stört dagegen gewaltig.

      Nur dass diese Einstellung leider Eure Winrate drückt.

      Wenn Ihr immer so lange spielt, bis Ihr klein gewonnen habt, macht Ihr an x Tagen kleine Gewinne. Bis Ihr an einem Tag (der unausweichlich kommen wird) einmal die Verluste nicht ausgleichen könnt.

      Wenn Ihr dann theoretisch immer weiter spielt, geht Ihr broke. Wenn Ihr - hoffentlich - vorher aufgehört habt, sind die kleinen Gewinne vieler Tage weg.

      Dagegen hilft nur eine komplett neue Definition dessen, was Ihr als eine erfolgreiche Session ansehen wollt. Ihr müsst weg von der ergebnisorientierten und hin zu einer qualtitätsorientierten Bewertung.

      "Gut gelaufen" ist demnach eine Session nicht, wenn sie mit einer grünen Zahl abschließt. Sie war dann gut, wenn Ihr gut gespielt, d. h. am Pokertisch gute Entscheidungen getroffen habt.

      Zu den guten Entscheidungen am Pokertisch gehört auch, wie lange Ihr wo spielt. Wie Ihr ja wisst, ist das monetäre Zwischenergebnis dafür zweitrangig. Ihr müsst Euch vielmehr folgende Fragen stellen:

      Wie lange kann ich mich auf mein A-Game konzentrieren? Welche Zeit kann und will ich für mein Pokerspiel einplanen?

      Wie lange ist der Tisch, an dem ich sitze, profitabel? Ist mein Lieblingsfisch noch dabei oder hat er sich verdrückt und einer Horde von TAG-Haien Platz gemacht?

      Und jetzt - damit keine Missverständnisse aufkommen - spielt die Tagesbilanz doch noch eine Rolle, nämlich wenn sie sich objektiv auf meine Gewinnerwartung auswirkt:

      Gibt es Ereignisse, weshalb ich meinen ursprünglichen Plan (eine bestimmte Zeit oder eine bestimmte Zahl von Händen zu spielen) ändern sollte? Ist die Gegnerstruktur zurzeit besonders günstig? Bin ich durch verlustreiche Runden aus meinem seelischen Gleichgewicht gebracht worden? Stehe ich am Rande des Tilt oder bin ich da sogar schon einen Schritt weiter?

      Es geht also wie so oft darum, dass Ihr Eure Gefühle nicht einfach ignoriert sondern sie ernst nehmt, aber rational hinterfragt. Das ist, wie Ihr Euch denken könnt, ein lebenslanger Lernprozess.
    • xValuex
      xValuex
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2010 Beiträge: 13
      Hmm jo das Problem kenne ich auch....und es ist genauso:
      Der Fluch der grünen Zahlen. Es sieht einfach toll aus, wenn Ihr in Eurem Elephant oder PokerTracker die Tages-, Wochen-, Monatsbilanzen in grün ausdrucken könnt. Das fiese Rot dazwischen stört dagegen gewaltig.


      Bestes Beispiel heute: nach 90 Haenden 2.5 Stacks up.....da MUSS ich einfach aufhören, weil ich psychisch voll fertig bin. Ja richtig, das gewinnen macht mich fertig xD . Die Session davor lief net so gut, aka es wurden locker entspannt 1k Haende, welche ich dann mit 1/2 Stack down beendet habe..... und ich habe mich danach gut gefuehlt....schon komisch naja....
    • Hesk
      Hesk
      Bronze
      Dabei seit: 05.05.2008 Beiträge: 492
      Guter Post wespetrev.

      Ich erkenne mich da total wieder. Ich spiele auch jedes mal so lange weiter bis ich entweder in den grünen Bereich komme oder ich wegen anderer Dinge aufhören muss.

      Das abzustellen versuche ich schon lange.

      Weiters ist bei mir auch das Problem, das ich nachher immer zu sehr über meine Verluste nachdenke. Wenn ich zb 200€ verloren habe denk ich mir "ich hätte mir das oder das drum kaufen können wenn ich heute nicht gespielt hätte".

      Wie kann man so ein Denken am effektivsten unterbinden?
      Also Quasi ein Vulkanier werden :)
    • cromicron
      cromicron
      Bronze
      Dabei seit: 19.05.2008 Beiträge: 151
      Ich bin ein erfolgsmotivierter Mensch - darum mache ich meistens nur Dinge in denen ich gut bin. Und bei erfolgsmotivierten Menschen spielt das Feedback über Erfolg eine wichtige Rolle - das ist psychologisch verankert - man kann nicht viel dagegen machen. Also Gefühle kann man nicht einfach ausschalten - nur mit ihnen umzugehen lernen.

      Ja ich denke schon dass ich mich ohne Poker zur Zeit minderwertig fühlen würde - aber nur solange bis ich was anderes gefunden habe in dem ich besser bin als die meisten anderen. Ich definiere mich leider durch meinen Erfolg - das ist auch solange ok wies gut läuft - aber ich könnte nicht allzulange gechillt sein ohne Erfolg. Aber ich glaube so geht es sehr vielen hier.
    • 1
    • 2