Tableselection als Lag

    • martin1008
      martin1008
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2008 Beiträge: 690
      Nachdem ich ne Weile HU gespielt hab, bin ich nun wieder bei NLSH gelandet und experimentiere gerade ein wenig rum. Spiele (einfach weils von HU noch so drin ist) etwa 37/32.
      Ob das auf NL10 nun so eine gute Idee ist sei mal dahingestellt (auf Cake übrigens). Zumindest ist hier das Experimentieren am günstigsten.

      Nun frage ich mich, ob ich bei der Tableselection genau anders vorgehen sollte verglichen zum TAG, also tighte statt loose Tische nehmen?

      Loose Tische haben natürlich den Vorteil, dass die Spieler idR auch postflop looser (und schlechter) spielen und ich mit ihnen viele Hände spiele.

      An tighten Tischen dagegen (<25VPIP), sollte man ja eigentlich schon durchs Blinds kassieren eine profitable Grundlage haben, dagegen wirds postflop wohl etwas schwerer V den Stack abzunehmen.

      Bin gespannt auf Meinungen.
  • 15 Antworten
    • IclickButtons
      IclickButtons
      Bronze
      Dabei seit: 26.10.2008 Beiträge: 3.516
      gerade als HU reg der ja scheinbar die SH regs raped solltest du doch trotzdem ne größere edge gen nen fish als gegen nen tag haben.warum jetzt extra tische mit viele tags suchen.versteh ich nicht.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      In erster Linie willst du ja gegen Fisch spielen, also solltest du an der table selection mMn nichts großartig ändern.

      Wenn man es sich aussuchen dürfte wären neben den Fischen natürlich Regs am besten, die eher tight spielen und gg deine Aggression nicht adapten.

      Solange du aber nur nach VPIP suchst musst du weiterhin nach dem maximalen suchen, die meisten Spieler mit VPIP>25 auf den Limits sind halt eher Calling Stations als LAGs. ;)
    • martin1008
      martin1008
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2008 Beiträge: 690
      Okay verstehe...

      Mein Ansatz war halt dass ich ja vor allem von foldequity profitiere, und daher ein Tisch voller weak tighter multitabler seine Vorteile haben müsste. Zumal es ja bei cake auch keine stats gibt, und zusätzlich die Möglichkeit den screennamen zu ändern, ists halt schwer Aggression einzuschätzen. Außerdem versucht der reg auf diesem limit ja möglichst einfache Entscheidungen zu haben und macht lieber einen schlechten fold als einen schlechten call.
    • HeldvomFeld
      HeldvomFeld
      Bronze
      Dabei seit: 24.10.2006 Beiträge: 1.556
      is halt auch die frage ob jemand, der meint er hätte gegen tags ne größere edge als gegen fische, LAG spielen sollte :f_confused:
    • martin1008
      martin1008
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2008 Beiträge: 690
      Original von HeldvomFeld
      is halt auch die frage ob jemand, der meint er hätte gegen tags ne größere edge als gegen fische, LAG spielen sollte :f_confused:
      Danke für Deinen konstruktiven Beitrag!

      Wie Du dem OP entnehmen kannst gehts darum etwas rumzuprobieren, und wenn Du noch etwas genauer liest, wirst Du feststellen dass es auch nicht darum geht TAGs zu spielen, sondern weaktighte regulars. Von denen sich sicherlich die meisten für TAGs halten, die aber dennoch eher weak- bis semiagressives ABC-Poker spielen. (was ja an sich erstmal nicht falsch sein muss)
      Weiterhin hab ich den Eindruck dass dieser Spielertyp mittlerweile einen, wenn nicht DEN Großteil der Spieler auf den micros ausmacht.

      Die Zeiten wo man v.a. loose passive Vs an den Tischen hatte sind wohl so langsam vorbei.

      Dass die Egde gg. Fische größer sein sollte, ist mir schon klar. Aber man sitzt ja quasi nie an einem Tisch mit 4 oder 5 von der Sorte. Einen Tisch mit 4-5 weaktighten Vs, denen nicht klar ist dass sie sich nur die blinds zuschieben, findet man schon eher. Da frag ich mich halt ob die etwas kleinere edge gg solch tighte Spieler in der Summe nicht größer ist, als die gg 1 oder 2 Vollfische, die man sich ja auch mit dem Rest vom Tisch teilt.
    • nikotho
      nikotho
      Bronze
      Dabei seit: 16.08.2006 Beiträge: 1.317
      ich versteh nicht, warum man immer so zwischen tag und lag unterscheiden muss.
      Spiel halt dem gegner entsprechend. Gegen weake gegner bluff viel. Mach gegen callingstations nur valuebets, usw...
      Umso größer deine postflop edge ist, umso mehr hände kannst du spielen. Wenn du denkst du kannst eine hand +ev spielen, dann spiel sie.
      Der profit dabei kommt von den fehlern, die deine gegner machen. Und fische werden immer mehr fehler machen als regs, weswegen du bei denen sitzen willst. Das problem ist nur, wenn du da dann den lag raushängen lässt und versuchst die fische zu bluffen. Dann ist deren looser calldown kein fehler mehr.
    • SteveWarris
      SteveWarris
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2007 Beiträge: 5.798
      Also bei mir ist es so das sich die Stats oft je nach Tisch einpendeln. Würde ich an einem Tisch mit 5 12/9ern rumsitzen, würde ich wohl auch irgendwo bei 32/28 oder so rauskommen. Hab ich aber TAGs (die richtigen, nciht die weaken pussys) und loose passive Spieler dran werde ich automatisch tighter.

      Ich suche mir nicht Tische raus um unbedingt meinen Style spielen zu können, sondern passe mich an dem an was ich kriege.

      Wenn man aber unbedingt loose spielen will macht es schon Sinn sich weak-tighte Gegner zu suchen, anstatt gegen Stations mit ähnlichen Handranges rumzuflippen.
    • nikotho
      nikotho
      Bronze
      Dabei seit: 16.08.2006 Beiträge: 1.317
      Das sehe ich nicht so. Auch wenn ich loose spiele, will ich lieber gegen stations spielen. Wir gehen ja nicht jedes mal pf all in, sondern können unsere postflop edge ausnutzen. Natürlich steigt durch die dünnen valuebets und die großen pötte die varianz, aber auch die winrate.
      Ausserdem macht es auch keinen sinn gegen tighte gegner looser zu spielen und gegen loose gegner tighter zu spielen. Das ganze ist ja symmetrisch, würde also automatisch bedeutet dass villain auch richtig adapted. Besser ist es gegen loose gegner auch selbst looser zu werden, nur nicht ganz so stark wie villain.
    • SteveWarris
      SteveWarris
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2007 Beiträge: 5.798
      Woher kommt denn die Edge gegen ne Station?

      Das sie zuviel called und zuviele Trashhands spielt im Vergleich zur eigenen Openraisingrange. Wenn aber die Openraisingrange von mir nur etwas kleiner ist als das was die Station coldcalled habe ich imo Equitytechnisch nur einen kleinen Vorteil. Klar kann ich durchs Postflopgame noch etwas raushohlen.
      Aber sie läßt sich ja nicht bluffen und legt oft selbst auf scaryboards die lustigsten calldowns hin.
      Ich komme also sehr oft zum SD gegen die.
      Wenn ich jetzt tighter spiele sagen wir so 24/18 steigert sich doch mein Equityvorteil. Ich komme immer noch genauso oft zum SD und die Station called immer noch so runter. Und dünn valuebetten kann man auch damit immer noch. Ich denke deshalb das der ev gegen die Station so höher ist.

      Auch macht es für mich schon Sinn gegen weak-tighte looser zu spielen und sie in viele Pötte zu verwickeln und sie ihnen dann nach und nach zu klauen, weil sie einfach das folden mögen.

      Gegen wirkliche LAG´s und TAG´s die genau wissen was sie tun sieht das schon wieder anders aus. Da ist es ja eh ein ständiges hinundher adapten, aber die sind ja nicht das Hauptziel das man Pokertisch hat.

      Oder hab ich hier grad einen Riesendenkfeher drin?
    • nikotho
      nikotho
      Bronze
      Dabei seit: 16.08.2006 Beiträge: 1.317
      Der großteil unserer Edge kommt aus dem postflopgame, nicht aus dem preflop game. Preflop geht es um so wenig kohle, dass man gar nicht so große fehler machen kann. Die großen fehler werden postflop gemacht.
      Ich denke, dass ich ein paar levels unter meinem regulären level auch mit 40/10 stats oder so winning player sein könnte. Einfach weil die postflop edge die preflop fehler aufwiegt.
      Deshalb will ich gegen einen schlechten spieler auch nicht tight/selten spielen, sondern möglichst viele hände gegen ihn spielen. Dadurch habe ich zwar nicht so einen großen pf-equity vorteil, hole diesen aber durch bessere postflop entscheidungen wieder rein.
      Natürlich setzt das voraus, dass wir auch wirklich eine postflop edge haben. Wir also auch sehr marginale hände spielen können und auch keine schlechten bluffs machen. Und dazu zähle ich auch schon cbets mit air.
    • SteveWarris
      SteveWarris
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2007 Beiträge: 5.798
      klar ist es ein Postflopgame aber wie ich in das Postflopgame Preflop starte bestimmt ja auch meine Chancen und möglichkeiten für den Postflopteil. Ich spiel bzw. calle ich ja nicht 32o immer weil ich nur 2.5-4bb zahlen muss preflop.

      Aber vielleicht komme ich den Punkt auch falsch rüber. Reden war noch nie so mein stärkste Seite.^^

      Ich mein ich isoliere schon die Station mit ner weiteren Range am Button. Aber so sachen wie Q3o lass ich dann weg, wärend ich das am BU firstin gegen Nits in den Blinds schon stealen würde.
    • ownage4u
      ownage4u
      Black
      Dabei seit: 07.01.2007 Beiträge: 4.802
      es gibt keine lags/tags

      es gibt nur gute/schlechte spieler

      wenn es einen tisch voller callingstations gibt, wo du aber nicht exzessiv bluffen kannst und du lieber deswegen einen tighten tisch spielen willst, dann ist dir nicht mehr zu helfen (falls du geld gewinnen willst)
    • martin1008
      martin1008
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2008 Beiträge: 690
      Klar kann mans so und so sehen, und mir ist auch klar dass ich an nem Tisch mit lauter callingstations bestimmte bluffs nicht spielen brauch.

      Warum es keine lags/tags geben sollte versteh ich jetzt nicht, beides kann man gut und schlecht spielen mMn.

      Letztendlich gehts mir um folgendes, ich weiß ja wie ich vor ca. einem Jahr gespielt hab, und wieviel Geld ich ohne SD hab liegen lassen (Stichwort rote Linie), wie schwer es für mich war (und immer noch ist) Vs mit großen ranges (so ab 20+ PFR) einzuschätzen. Und erst recht entsprechend zu adapten.
      Daher, und weil ich merke wieviel mehr Spass es mir macht, will ichs jetzt halt anders angehen und mehr versuchen andere Spieler zum adapten zu zwingen. Halt agieren statt zu ragieren, und das adapten dauert halt auf NL10 meist zu lange bei V, was gut für mich ist.

      Dass es dort wo ich spiele keine HUDs gibt, kommt mir dabei noch entgegen.
    • ownage4u
      ownage4u
      Black
      Dabei seit: 07.01.2007 Beiträge: 4.802
      das ist imo auf einigen limits halt kein schlauer approach.
      für regs wird es schwerer gegen dich zu spielen. aber du solltest deine winnings gegen maniacs/stations/random fishe maximieren und das schaffst du nicht, indem du knappe spots für die erzeugst, sondern eben deren leaks gnadenlos exploitest.

      btw: positive non-sd winnings mögen zwar toll sein, aber sollten eben nicht zu stark auf kosten der sd winnings gehen. wenn ich z.b. IMMER marginale hände in einen bluff verwandle, gehen die non-sd winnings auch massiv hoch.

      wenn man z.b. gegen eine station HU spielt, kann es sehr gut unmöglich sein, positive non sd winnings zu haben


      wenn man so spielt, kann man ja immer noch dort bluffen, wo es sinnvoll ist und verliert nicht zuviel bei non-sd winnings
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Es ist einfach ideal gegen jeden Gegner spezifisch zu spielen aber dennoch drauf zu achten, in welcher Reihenfolge sie sitzen. Wir können uns ja selten ein HU aussuchen, häufig sitzen wir Out of Position, müssen Preflop entscheiden ob wir Hand XY spielen und hinter uns sitzen Fisch, Rock und LAG. Da muss man halt einfach abwägen.

      Außerdem macht es mMn schon einen Unterschied, ob es ein schlechter LAG oder eine schlechte Calling Station ist. Alleine der Spielstil ist so gravierend unterschiedlich und meistens schlechter bei einer CS dass es profitabel ist. Ich will hier einfach außen vor lassen dass es CS gibt die Postflop auf einmal gut spielen. Sie sind halt eine Ausnahme.

      Aber irgendwie kommen wir vom Thema ab, es ging ja um table selection und da bleibe ich dabei dass CS das primäre Ziel seien sollten, da sie deutlich mehr abwerfen als "zu tighte TAG" oder "schlechte LAGs".