oop mit AJ-AQ, TT-JJ

    • iasy
      iasy
      Bronze
      Dabei seit: 21.12.2007 Beiträge: 683
      Hallo allerseits!

      Ich habe irgendwie Probleme oop mit starke Hände wie TT-JJ, AJ-AQ. Eine Zeitlang hab ich diese Hände einfach gecalled, wenn ich von Villains 3bet calling range dominiert wäre. Meine Begründung dafür war, dass ich mit einer 3bet meine Hand in ein Bluff turn und mich gegen eine sehr starke range isoliere, obwohl ich gegen seine or range vorne liege. Allerdings hab ich mich so, insbesondere mit TT-JJ, postflop in sehr ekelige Spots gebracht. Am Flop kann man eigentlich nur c/c spielen und am Turn/River hat man dann meistens ein Board mit 2 oc´s oder es sind einfach xyz Draws angekommen. In u2u´s hat man mir dann dazu geraten die Hände einfach zu 3betten, was ich in letzter Zeit auch wieder getan habe, aber wirklich sinnvoll finde ich das Play nicht. Ich spiele NL10 Sh und es geht mir hierbei hauptsächlich um das Spiel gegen TAG´s, bzw. Spieler deren 3bet calling range uns dominiert hat.

      Wie spiel ich diese Hände nun am besten preflop/postflop? ?(

      MfG

      Iasy
  • 4 Antworten
    • gustav
      gustav
      Bronze
      Dabei seit: 23.07.2006 Beiträge: 154
      Spielst Du FR oder SH?
      Wenn Du diese Haende pre callst und ooP bist, musst Du in den Blinds sein. FR ist Aj und in aller Regel auch AQ gegen ein UTG Raise ein Fold. Und mit TT und JJ bist Du immer in einem schwierigen Spot gegen ein UTG Raise, ob nun Overcards fallen oder nicht. Bei einem Raise aus late Position wurde ich auch nicht davon ausgehen, dass ich mit AQ dominiert bin, auch nicht gegen seine Callingrange. Ebenso solltest Du dich mit TT und mehr noch mit JJ vorne sehen ---> 3bet. Aj ist tricky 3bet bedeutet hier hier bei hit auch meist broke gehen zu muessen, dennoch kann man es ab und an mal 3betten, gerade gegen aggro stealer.
    • iasy
      iasy
      Bronze
      Dabei seit: 21.12.2007 Beiträge: 683
      Spielst Du FR oder SH?

      Ich spiele SH, steht aber eigentlich auch oben im Thread. :tongue:

      Bei einem Raise aus late Position wurde ich auch nicht davon ausgehen, dass ich mit AQ dominiert bin, auch nicht gegen seine Callingrange. Ebenso solltest Du dich mit TT und mehr noch mit JJ vorne sehen ---> 3bet.

      Genau da ist ja das Problem! Gegen seine or range bin ich halt vorne, aber wenn er bei einer 3bet nur noch AK, QQ+ weiterspielt ist das halt nicht mehr der Fall. Selbst wenn er am Bu AJ+,TT+ called, wäre ich gegen seine range hinten. Da müsste ich schon wissen, dass er mit KK-AA immer 4bet/broke spielt und AJ-AK, TT-QQ ip coldcalled, dann hätte ich zumindest noch mit AQs 49% und mit JJ 56% Equity.

      Vielleicht übersehe ich da auch irgendetwas Wichtiges!!!
    • gustav
      gustav
      Bronze
      Dabei seit: 23.07.2006 Beiträge: 154
      Wenn er denn wirklich mit so wenig Haenden weiterspielt wie du annimmst, waere die 3 bet ja mit any2 profitabel. Spaetestens nach der dritten 3bet aus den Blinds von Dir sind in der Callingrange noch Haende wie JQs 66+ und mehr drin. Bei Hit kannst Du imo AQ im 3bettet pot profitabel allin spielen. Shorthanded ist das nun mal eine starke Hand, um so mehr gilt das fuer den Blindbattle.
      Meine These ist, dass Du auch gegen die Callingrange von Villain mindestens mit 50% equity dastehst, also es ist ein Raise for value.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      ich persönlich halte wenig bis gar nichts davon OOP zu setminen - ich halte das schlicht für krass -EV - aber wenn man das schon so spielt und für gut befindet mit 22-99, ja wieso sollte dann TT,JJ plötzlich ungeeignet sein?!
      Du darfst halt nicht auf nem K74r board mit deinem JJ nen großen Pot spielen, weil es ja Jacks sind, sondern musst die Hand eben als drawing hand betrachten, genauso wie 22.
      Dass zudem tatsächlich mal boards kommen wo du ein Overpair hast mit JJ und fast auf sicher die beste Hand ist ein netter Bonus, so dass man TT und JJ profitabler spielen kann als 22 und 33.

      Wobei klar sein sollte, dass hier, wie auch sonst immer der Villain entscheidend ist, hat er aus UTG geopenraist, steht also für ne starke Hand ist das setminen eher profitabel als wenn es ein BU war, der 50% openraist zum stealen, denn der BU zahlt mit 96s dein set eher selten aus...


      AJ und AQ kann man gegen einen tighten UTG openraiser durchaus mucken OOP.
      Gegen den loosen BU von eben ist das ne kristallklare value3bet. Gegen semiloose Leute kann man die Hand halt auch callen, wenn sie oft dominierte Hände in der OR Range haben.

      EDIT: ich hoffe es ist klar geworden worauf ich hinauswollte, wenn nicht: der "Trick" besteht darin deine Hand in eine - der Situation angepasste - Kategorie bzw. Range zu stecken. Es kann also unter Umständen sinnvoll sein 22-JJ zu setminen.
      Nun dann ist JJ im selben Boot wie 22 und muss postflop auch so gespielt werden! - es kann Ausnahmen geben (immerhin ist JJ top of the range), weil halt JJ auf bestimmten boards auch ohne sethit quasi die Nuts sind, aber im allgemeinen ist dein Plan nach der preflop Entscheidung die Hand passiv zu spielen(!), zu setminen.

      Diese Einteilungen sind sehr wichtig, denn genau diese Hände die du da genannt hast sind praktisch immer auf der Grenze zwischen starken Valuehänden die du preflop weiter erhöhen willst, bis hin zum broke gehen oder eben nur passiv zu spielen. Entscheidend ist sich (für jede neue Hand) festzulegen wie man sie spielt, denn die großen Fehler passieren dann, wenn man pre denkt "ok, TT calle ich hier nur, weil 3bet gegen seine Range nicht gut ist" (= passives Vorgehen) und dann kommt der Flopp Q92hh runter und du denkst plötzlich "ach, 2nd pair mit TT ist doch nice, die Q hat der Vogel ohnehin nicht, ich raise" (= aggressives Vorgehen) - das passt nicht zusammen, hier verdrehst du die Kategorien und Ranges.