Arbeitslosengeld Mitte Dez beantragt Behörden lassen sich Zeit - Mitte Februar immer noch kein Geld

    • luckskaiworker
      luckskaiworker
      Bronze
      Dabei seit: 14.06.2008 Beiträge: 2.955
      Hi

      Da es hier Leute aus den verschiedensten Bereichen gibt, findet sich ja vielleicht auch ein Mitarbeiter des Arbeitsamts, Jurastudent Arbeitsrecht oder ähnliches, der mir vielleicht weiterhelfen könnte...

      Es dreht sich um folgendes:
      Ich habe mich am 19. Dezember arbeitslos gemeldet, Arbeitsbescheinigung an die beiden früheren Arbeitgeber geschickt, Formulare ausgefüllt etc.
      Vom einen Arbeitgeber kam die Arbeitsbescheinigung prompt zurück, soweit, so gut.
      Anderer Arbeitgeber (TU Dortmund) darf aufgrund interner Auflagen die Bescheinigung nicht selbst ausfüllen, sondern das muss das Landesamt für Besoldung und Verwaltung NRW machen. Uni Dortmund hat das dahin prompt weitergeleitet. Landesamt hat fast 2 Monate gebraucht, um die mir die Arbeitsbescheinigung zukommen zu lassen. (Telefonisch oder per Mail selbstverständlich nie jemand erreichbar, 4 Minuten Warteschleife dann "Es ist leider kein Mitarbeiter für sie verfügbar, bitte versuchen sie es später noch einmal" so verliefen unzählige Anrufe).

      Jetzt ist die Bescheinigung endlich da, war heute beim Arbeitsamt...
      Die gute Frau sagt, Bescheinigung vom 2.en Arbeitgeber alles in Ordnung aaaaaber die vom Landesamt für Besoldung und Verwaltung....
      Es fehlen: - Datumsangaben von Beginn und Ende der Beschäftigung
      - Arbeitnehmer in ges. Rentenversicherung versichert (nein angekreuzt, war ich aber definitiv)
      - Kündigungsgrund (wäre ein leichtes gewesen, "Ausbildungsverhältnis, Beendigung mit Bestehen der Abschlussprüfung" richtigerweise anzukreuzen)
      ------> ohne eine Vollständige Arbeitsbescheinigung kann ich kein Geld bekommen
      ------> Beim superschnellen Landesamt muss ich dann wohl nochmal mindestens 1 Monat auf eine vernünftige Arbeitsbescheinigung warten.
      ------> Immernoch kein Geld

      Habe also beim Arbeitsamt gefragt, wie ich denn jetzt an Geld kommen soll, schliesslich könnte ich ja theoretisch (theoretisch hab ich natürlich nicht gesagt^^) 0% meiner Lebenshaltungskosten decken.
      Arbeitsamt: "Ja, da müssen sie zur Arge gehen, die können ihnen dann aushelfen und ihnen einen Vorschuss geben."
      Also ab zur Arge... "Nein, wir dürfen ihnen nichts geben, solange wir keine Berechnungsgrundlagen vom Arbeitsamt haben. Das Arbeitsamt schickt die Leute gern zu uns, um sich Arbeit zu ersparen."
      Heute das ganze nochmal beim Arbeitsamt aufgerollt, die gute Frau sagt mir wieder: "Tut mir Leid, solange die Unterlagen nicht vollständig sind, können wir ihnen auch keinen Vorschuss geben. Aber versuchen sie es mal bei der Arge."

      Fakt ist, ich bekomme seit Mitte Dezember keinen Cent, wohne zum Glück aber zusammen mit meiner Freundin (Miete aus besagten Gründen im Rückstand aber kulante Vermieter =) ), sodass ich trotzdem einigermassen über die Runden kommen kann.

      Meine Fragen:
      -Kann ich dem Landesamt irgendwie in den Arsch treten, dass so schnell wie möglich eine vollständige und vernünftige Arbeitsbescheinigung zurückkommt?

      -Wie komme ich an Geld, um die Zeit zu überbrücken, Mietschulden abzuzahlen etc ($3 sngs und nl10 reichen obv nicht^^) ich kann ja schlecht Bombendrohungen an das Arbeitsamt schicken :f_biggrin:

      mir fallen dazu zwei Wege ein, denen ich aber eher skeptisch gegenüberstehe:

      -rechtliche Vorgehensweise gegen Arbeitsamt/Arge sinnvoll? (obv keine Rechtsschutzversicherung)

      -Gang zur Presse

      würde aber in beiden Fällen auch ewig dauern aber sonst fällt mir nix anderes ein, da sich die Behörden querstellen.
      (Geld leihen oder so von zB Eltern wäre jetzt nicht sooo das Problem, würde aber gern ohne auskommen.)

      Irgendjemand Ideen?

      Ich bedanke mich schonmal für eure Antworten.

      Viele Grüße, Sven
  • 2 Antworten
    • eagle2007
      eagle2007
      Bronze
      Dabei seit: 16.11.2007 Beiträge: 23.047
      Hi,

      Ich gehe davon aus, dass dieser Thread im Smalltalkforum besser aufgehoben ist. Aber vielleicht hast du ihn aus einem Grund hiergelassen.

      Wenn du willst, dass ich ihn verschiebe einmal bitte an mich melden, dann mach ich das.

      Eagle
    • Gela
      Gela
      Bronze
      Dabei seit: 09.02.2005 Beiträge: 9.427
      Original von luckskaiworker
      ...
      -Wie komme ich an Geld, um die Zeit zu überbrücken, Mietschulden abzuzahlen etc ($3 sngs und nl10 reichen obv nicht^^) ich kann ja schlecht Bombendrohungen an das Arbeitsamt schicken :f_biggrin:
      ...
      ...dann würde es wohl eher noch länger dauern - was meinst Du, wieviel Zeit so eine Kompletträumung in Anspruch nimmt? :tongue:

      Für welche Zeit warst Du denn bei dem Arbeitgeber nach der TU Dortmund beschäftigt?
      Falls <1 Jahr hat die Dame der Agentur für Arbeit erstmal recht, da Du keinen Anspruch nachweisen kannst.
      Falls >1 Jahr spricht aber erstmal nix gegen eine vorläufige Bewilligung -> beantragen, am besten durch eine entsprechende Beschwerde beim Teamleiter oder direkt im Büro der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit.

      Die Agentur für Arbeit kann Dir übrigens einen Zwischenbescheid aushändigen, dass über den Antrag noch nicht entschieden werden kann, weil....und mit dem muss die ARGE dann eigentlich vorleisten.
      Das Argument, dass die ARGE die Berechnungsgrundlagen der Agentur für Arbeit zur Vorleistung braucht ist mal totaler Murks - die ARGE zahlt nach Deinem Bedarf und holt sich den deckungsgleichen Zeitraum via Erstattungsanspruch von der Agentur für Arbeit wieder...als ob Leistungen der ARGE von der Höhe des Arbeitslosengeldes abhängig wären, wenn sie als Vorleistung gewährt werden ?( .

      Ansonsten hast Du noch die Möglichkeit, die Zeiten bei der TU Dortmund via "vorläufigem Ersatz einer Arbeitsbescheinigung" nachzuweisen...

      ...das ist so'n Vordruck, den Du bei der Agentur für Arbeit bekommst und den Du selbst ausfüllen musst; dazu gehören so etliche Unterlagen wie
      * Arbeits-/Ausbildungsvertrag sowie Nachweis über Beendigung (Kündigung, whatever)
      * die letzten 12 Lohnabrechnungen
      * Nachweis der Krankenkasse, dass Du in der Zeit vom xxx bis xxx über die TU Dortmund bzw. das LBV dort als sv-pflichtig angemeldet warst...

      Allgemein regt es mich ziemlich auf, dass - wenn das Alles so stimmt wie Du es schreibst ;) - es immer noch viel zuviele Leute gibt, die den Amtsschimmel so dermaßen wiehern lassen und ihr Bürokratentum pflegen X( .

      Viele Grüße
      Gela.