Pocketpairs in late Position

    • Herbamix
      Herbamix
      Bronze
      Dabei seit: 11.10.2006 Beiträge: 2.088
      Hallo Pokerstrategen,

      ich bin vor kurzem von der SSS auf BSS umgestiegen und habe nun ein Problem. Beim analysieren meiner Leaks ist mir aufgefallen, dass ich mit Pocket Pairs Verluste einfahre. Genauer gesagt in den Positionen ab MP3 und besonders im CO und BU.

      Zu meiner Spielweise:
      Early: An tighten Tischen werden alle Pockets geraist. sind mehrere Fische dabei, limpe ich nur.
      MP, CO und BU: Hier openraise ich alle Pockets. Bei Limps vor mir isoliere ich je nach Gegner oder Limpe auch nur behind. Raises coldcalle ich in der Regel, bei loosen Gegnern, die viel auf 3bets folden 3bette ich auch schon mal.

      Ein Problem ist imo, dass meine Openraises aus Late Position häufig gerestealt werden, so dass ich hier häufig folde.

      Könnt ihr mir evtl. ein paar Tips geben.

      Ach ja, ich spiele NL 50 FR auf Fulltilt.
  • 25 Antworten
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Early: An tighten Tischen werden alle Pockets geraist. sind mehrere Fische dabei, limpe ich nur.

      Fehler Nummer 1. An tighten Tischen werden die Leute versuchen Hände gegen deine UTG Range zu callen mit denen sie deine UTG Range knacken können. D.h. du bekommst mit deinen Sets vor allem dann Action wenn entweder behind bist oder der Gegner mit irgendeinem Draw mega Equity hat.


      bei loosen Gegnern, die viel auf 3bets folden 3bette ich auch schon mal.


      Fehler Nummer 2. Du willst auf gar keinen Fall eine Hand wie 55 3-Bet/Fold spielen. Irgendwann kommt immer eine Situation auf in der dein Gegner sich denkt, oh gail die Sonne scheint ins Fenster und drückt sein AQ back. Wenn du Position auf die Leute hast, dann calle sie und spiele die Hände Postflop.

      Ein Problem ist imo, dass meine Openraises aus Late Position häufig gerestealt werden, so dass ich hier häufig folde.


      Wie wärs wenn du gegen diese Leute zurückspielst oder weniger openraist?
    • Herbamix
      Herbamix
      Bronze
      Dabei seit: 11.10.2006 Beiträge: 2.088
      Danke Dir!

      Das Zurückmoven gegen loose Resteals integriere ich gerade. (mit bisher zumindest gutem Erfolg)

      zu meinem 1. Fehler:
      Sollte ich also auch an tighten Tischen in early Position openlimpen? Ist dann meine Hand nicht sehr offensichtlich für die bessern Spieler?
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Entweder balancst du deine Openlimps oder du spielst diese Hände einfach nicht mehr.
    • locutus24
      locutus24
      Bronze
      Dabei seit: 15.05.2007 Beiträge: 2.469
      [quote]Original von Ghostmaster
      Fehler Nummer 1. An tighten Tischen werden die Leute versuchen Hände gegen deine UTG Range zu callen mit denen sie deine UTG Range knacken können. D.h. du bekommst mit deinen Sets vor allem dann Action wenn entweder behind bist oder der Gegner mit irgendeinem Draw mega Equity hat.
      [/QUOTE]

      Wo siehst du hier das Problem? Deiner Argumentation nach dürfte man UTG keinerlei Hände mehr OR.
      Gerade WENN unsere Gegner versuchen eine tighte Range zu "knacken" können wir looser werden, da wir weitaus mehr credit bekommen und unsere Gegner kaum korrekt gegen uns spielen können wenn sie uns auf die falsche Range setzen. Und welcher draw hat "mega Equity" gegen ein set? Ganz zu schweigen von 2pairs/OP´s etc
      Es ist eher so das wir unglaublich readable werden wenn man unsere UTG range auf JJ+/AK eingrenzen kann.Dann mal viel spaß gegen einen thinking player.
      Er kann hier jeden Non A/K flop easy attacken und wir werden immer ein guessing game haben.
      Wenn ich mir sicher sein kann das du auf einem lowcard flop nie ein Set hittest, kann ich (nur als beispiel) jeden A/K high FD easy am Flop raise/push spielen.Selbst gegen deine Callingrange stehe ich nicht schlecht da.
      Mit wieviel % deiner Range kannst du dagegen anspielen wenn die nur aus JJ+/AK besteht?
      Auch starke OP´s werden zum standard coldcall, da deine Range unglaublich polarisiert ist, und ich praktisch optimal gegen dich spielen kann. Ich muß mir jedenfalls nie sorgen machen ob meine Aces von 44 gecraked wurden, oder ob du mit 98 dein 2pair gemacht hast.
      Auch jede Art von ankommendem Draw kann ich für nen Bluffraise nutzen da du ihn (ausser mit AK) nie getroffen haben wirst

      Pockets kann man Imo gegen praktisch jede art von Gegenern aus any Position profitabel spielen (entsprechende Postflop skills vorausgesetzt), aber wirklich easy wirds doch gegen tighte fit or fold spieler.
      Das gleiche gilt für Hände wie KQ/QJ/JT aus UTG
    • wunderfab
      wunderfab
      Black
      Dabei seit: 04.04.2007 Beiträge: 6.561
      Original von Ghostmaster


      Fehler Nummer 2. Du willst auf gar keinen Fall eine Hand wie 55 3-Bet/Fold spielen.

      äähmm doch? der EV einer 3 bet mit händen wie 55 die sich postflop nicht gut spielen lassen ist oft höher wie der eines calls, da man fast immer overcards hat und mit einer conti-bet konfrontiert wird und oft die bessere hand foldet,anderseits aber bei einem set-hit oft nicht ausbezahlt wird. auch ist man gegen squeeze recht hilflos. dann call ich doch lieber hände mit einer deutlich besseren playabillity wie suited connectors. nur 4bet/fold mit pockets allgemein ist nicht drin, da (bei 100BB) die Equity um zu callen meistens gegeben ist. Wenn man da angst hat den shove zu callen bzw. denkt die range von Villain sei sehr tight, sollte man den raise lieber nur coldcallen.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      [quote]Original von locutus24
      Original von Ghostmaster
      Fehler Nummer 1. An tighten Tischen werden die Leute versuchen Hände gegen deine UTG Range zu callen mit denen sie deine UTG Range knacken können. D.h. du bekommst mit deinen Sets vor allem dann Action wenn entweder behind bist oder der Gegner mit irgendeinem Draw mega Equity hat.


      Wo siehst du hier das Problem? Deiner Argumentation nach dürfte man UTG keinerlei Hände mehr OR.
      Gerade WENN unsere Gegner versuchen eine tighte Range zu "knacken" können wir looser werden, da wir weitaus mehr credit bekommen und unsere Gegner kaum korrekt gegen uns spielen können wenn sie uns auf die falsche Range setzen. Und welcher draw hat "mega Equity" gegen ein set? Ganz zu schweigen von 2pairs/OP´s etc
      Es ist eher so das wir unglaublich readable werden wenn man unsere UTG range auf JJ+/AK eingrenzen kann.Dann mal viel spaß gegen einen thinking player.
      Er kann hier jeden Non A/K flop easy attacken und wir werden immer ein guessing game haben.
      Wenn ich mir sicher sein kann das du auf einem lowcard flop nie ein Set hittest, kann ich (nur als beispiel) jeden A/K high FD easy am Flop raise/push spielen.Selbst gegen deine Callingrange stehe ich nicht schlecht da.
      Mit wieviel % deiner Range kannst du dagegen anspielen wenn die nur aus JJ+/AK besteht?
      Auch starke OP´s werden zum standard coldcall, da deine Range unglaublich polarisiert ist, und ich praktisch optimal gegen dich spielen kann. Ich muß mir jedenfalls nie sorgen machen ob meine Aces von 44 gecraked wurden, oder ob du mit 98 dein 2pair gemacht hast.
      Auch jede Art von ankommendem Draw kann ich für nen Bluffraise nutzen da du ihn (ausser mit AK) nie getroffen haben wirst

      Pockets kann man Imo gegen praktisch jede art von Gegenern aus any Position profitabel spielen (entsprechende Postflop skills vorausgesetzt), aber wirklich easy wirds doch gegen tighte fit or fold spieler.
      Das gleiche gilt für Hände wie KQ/QJ/JT aus UTG[/quote]In welchem Satz habe ich erwähnt, das die UTG Openraisingrange aus JJ+,AK bestehen soll? Ich habe nur gesagt das er Hände mit potentiell starken Reverse Implied Odds dort folden soll, ich habe nicht gesagt werd zur Nit.

      In FR Games ist es anders als in SH Games in denen extrem aggressiv Postflop zugegangen wird. In FR Games wird es bei All In immer zu Konfrontationen von sehr starken Händen kommen. Du willst in dieser Situation immer die stärkste Hand halten. Erklär mir wie du mit 22 auf einem 257hh Board gegen andere Sets Equity haben willst? Du bist drawing Dead auf genaugenommen 1 Out. Hälst du KQ oder 98 hast du sogar gegen Sets noch Outs.

      In Poker gewinnt man nicht, weil man die 2. beste Hand macht, sondern wenn man die beste Hand macht ;)
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Original von wunderfab
      Original von Ghostmaster


      Fehler Nummer 2. Du willst auf gar keinen Fall eine Hand wie 55 3-Bet/Fold spielen.

      äähmm doch? der EV einer 3 bet mit händen wie 55 die sich postflop nicht gut spielen lassen ist oft höher wie der eines calls, da man fast immer overcards hat und mit einer conti-bet konfrontiert wird und oft die bessere hand foldet,anderseits aber bei einem set-hit oft nicht ausbezahlt wird. auch ist man gegen squeeze recht hilflos. dann call ich doch lieber hände mit einer deutlich besseren playabillity wie suited connectors. nur 4bet/fold mit pockets allgemein ist nicht drin, da (bei 100BB) die Equity um zu callen meistens gegeben ist. Wenn man da angst hat den shove zu callen bzw. denkt die range von Villain sei sehr tight, sollte man den raise lieber nur coldcallen.
      Nö ist er nicht. Wenn du 4-bettest wirst machst du unter Umständen einen Fehler, wenn der Gegner auf die Idee kommt mit AK oder AQ oder AJ oder KQ sein Geld reinzuschieben und du foldest. Wenn er called, dann spielst du 100BB deep (möglichst noch OOP) einen großen Pot mit einer Hand die in den meisten Fällen 3 Overcards im Board liegen hat und 2 Outs hat um sich zu verbessern.
    • wunderfab
      wunderfab
      Black
      Dabei seit: 04.04.2007 Beiträge: 6.561
      du gehst wohl davon aus, dass du wenn du mit 55 coldcallst bei einem hit auch meistens ausbezahlt wirst, und oder mit moven +EV spielst, dies ist aber bei den heutigen tischen einfach nicht mehr der fall. ich denke aber, dass alleine die 3 bet mit 55 schon mehr Erfolg verspricht, da einfach oft genug gefoldet wird oder man mit einer conti den pot mitnehmen kann. faktoren wie erweiterung der 3-bet range, balancing, exploitbarkeit des coldcalls, dass ich bei hit im 3 bet pot den gegner öfter stacke als bei coldcall sind da noch nicht mal einberechnet
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      und du spielst dann b/f mit händen wie 66 auf 45thh ja?
    • wunderfab
      wunderfab
      Black
      Dabei seit: 04.04.2007 Beiträge: 6.561
      wenn FR ein UTG-spieler OOP meine 3 bet callt, ist das schon mal mit Vorsicht zu genießen, aber b/f ist da natürlich die default line. kommt aber natürlich ganz auf gegner, sonstigen gameflow, history etc. drauf an. ich geh ja erstmal davon aus, dass er schon oft genug auf die 3 bet foldet dass es schon profitabel ist+ die weiteren oben genannten aspekte. es ging mir hier primär darum, deine aussage "Du willst auf gar keinen Fall eine Hand wie 55 3-Bet/Fold spielen" zu widerlegen. ein coldcall mag in manchen situationen vllt profitabler als eine 3 bet sein, nämlich bzw. dann wenn hinter dir noch passive fische sind die auch oft noch coldcallen. sitzen hinter dir aber noch 2 aggressive SSSler ist dein coldcall seeehr bescheiden. es hängt also von mehreren faktoren ab, aber deine aussage ist einfach zu stark verallgemeinert und einfach falsch.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      ich werde davon absehen dir das weiter zu erläutern, da dir die kernproblematik hinter 3-bets mit diffusen ranges nicht klar zu sein scheint. Im endeffekt ist mir das auch egal, ist schliesslich nicht mein geld. 55 ist eine hand die ihr potenzial auspielt, wenn sie eine wietere 5 bekommt. Das thema implied odds und pot to stack ratio sollte ein begriff sein, wenn du 55 mit einem coldcall nicht profitabel spielen kannst, dann wirst du postflop sehe seltsame ranges in single raised pots halten.
    • locutus24
      locutus24
      Bronze
      Dabei seit: 15.05.2007 Beiträge: 2.469
      Original von Ghostmaster
      In welchem Satz habe ich erwähnt, das die UTG Openraisingrange aus JJ+,AK bestehen soll? Ich habe nur gesagt das er Hände mit potentiell starken Reverse Implied Odds dort folden soll, ich habe nicht gesagt werd zur Nit.
      Naja, wenn man alle kleine PP´s aus UTG foldet, wirkt das schon recht nittig. Oder foldest du kleine PP´s und raised im gegenzug SC´s? Das führt dann aber deine gesamte Argumentation Ad absurdum, das SC zum einen wesentlich schwieriger zu spielen sind, und zum anderen wesentlich höhere Reverse Imlieds haben

      Ich sehe pockets nicht als Hände mit starken Reverse Implieds. Dann eher AA/KK/QQ/AQ/AJ. Natürlich wird man Gegner mit 22 für gewöhnlich nicht oversetten, aber wir stehen doch gegen JEDE broke Range mit einem Set 2er besser da als mit z.b. AA (ok, gegen eine sets only range haben wir mit AA 1 Out mehr...)

      Original von Ghostmaster
      In FR Games ist es anders als in SH Games in denen extrem aggressiv Postflop zugegangen wird. In FR Games wird es bei All In immer zu Konfrontationen von sehr starken Händen kommen. Du willst in dieser Situation immer die stärkste Hand halten.
      Ich spiele FR, und ich habe positive Ergebnisse als Openraiser mit jedem PP aus jeder Position auf eine sample von >800k Hands. Und sets, ja auch bottom oder middle sets sind starke Hände, auch FR. Ich war in meiner gesamten Spielzeit noch nie in der Situation das ich mir (HU) mit einem kleinen Set gedacht habe "oh fuck, nur bottom/middle set..."
      Das bottom set 5 Handed auf einem Dry Board bei massiver Aktion mehrerer Spieler nicht mehr die Nuts sind ist klar. Das sind Aces aber noch viel weniger

      Original von Ghostmaster
      Erklär mir wie du mit 22 auf einem 257hh Board gegen andere Sets Equity haben willst? Du bist drawing Dead auf genaugenommen 1 Out. Hälst du KQ oder 98 hast du sogar gegen Sets noch Outs.
      Das Argument, das musst du zugeben, hinkt aber gewaltig.
      Wenn ich seine Range auf dem Board auf höhere Sets eingrenzen kann, stehe ich mit Bottom set natürlich scheiße da.
      Dann freue ich mich aber auch nicht über nen GS oder nen FD (naja, über nen FD schon wenn er slowplayed^^)

      Wenn ich ihm hier aber nur Sets gebe, kann ich auch jedes OP folden.

      Deiner Definition nach müsste ich AA UTG folden weil die Hand starke reverse Implieds hat (und mit AA sind diese wesentlich größer als mit z.b. 22)
      Gerade gegen Tighte spieler habe ich sowohl pre, als auch postflop unmengen an FE (welche den Raise an sich schon profitabel macht) schwierig wird es doch erst gegen Donks die middle pair bis zum River runtercallen (was dann aber dadurch ausgeglichen wird das meine Implieds bei Hit wesentlich größer sind)

      Original von Ghostmaster
      In Poker gewinnt man nicht, weil man die 2. beste Hand macht, sondern wenn man die beste Hand macht ;)
      Wohl war, aber man gewinnt auch nicht wenn man sein Geld nur mit den Stone-Cold-Nuts reinbringt
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      verzeiht mir die rechtschreibfehler ich schreib vom handy aus.
      1. Meine utg range ist so gestaltet das sie eine range dominiert die sie versucht zu schlagen. Die dümmsten situationen in poker sind diejenigen an denen man es drawing dead am flop reinbringt.
      Auch wiederspricht es sich nicht aa utg zu openraisen. Es kann topset machen, es ist das beste pair wenn der gegner kein set macht etc. Eine hand wie a4s z.b kann monster equity postflop machen. Es geht mir persönlich darum in all in spots equity im pot zu haben. Die hat man mit 22 auf nem jt2 gegen viele spieler erstmal nicht. Dazu kommt das man mit einer hand wie 22 viel viel seltener equitybooster doublebarreln kann.

      2. Ich rede hier von gegner die mitdenken. Irgenwelche spieler die 15 tische spielen werden in der tat so oft folden das du +ev spielen kannst in utg durch openraises. Donks werden dich oft genug auszahlen. Starke regs werden nicht oft genug pf folden und sie werden dir podtflop oop das leben zur hölle machen.
    • locutus24
      locutus24
      Bronze
      Dabei seit: 15.05.2007 Beiträge: 2.469
      Original von Ghostmaster
      verzeiht mir die rechtschreibfehler ich schreib vom handy aus.
      Ich bin ja nicht Hans ;-)
      Original von Ghostmaster
      Es geht mir persönlich darum in all in spots equity im pot zu haben. Die hat man mit 22 auf nem jt2 gegen viele spieler erstmal nicht.
      Und die hab ich mit AA/KK/QQ? was ist mit JT? Wenn wir hier bottom set folden folden wir faktisch 90% unserer Range. Und wenn ich hier alles ausser JJ/TT folde, DANN bekomme ich probleme gegen thinking player( btw, wenn ich hier 22 folde, muß ich eigentlich auch TT folden)
      Natürlich gibt es spots wos enger wird,aber das ist doch kein Problem von kleinen Pockets. Wenn ich gegen gegner spiele die hier nur Topset raisen dann habe ich doch ein easy game...aber gute regs sind das dann nicht

      Original von Ghostmaster
      2. Ich rede hier von gegner die mitdenken. Irgenwelche spieler die 15 tische spielen werden in der tat so oft folden das du +ev spielen kannst in utg durch openraises. Donks werden dich oft genug auszahlen. Starke regs werden nicht oft genug pf folden und sie werden dir podtflop oop das leben zur hölle machen.
      Gegen regs welche gleich gut/besser postflop sind als ich werde ich oop nie große gewinne einfahren, egal welche range ich nun spiele. und ein guter reg wird postflop mit einer weit größeren range als nur topsets aggro spielen.

      Ausserdem:
      ENTWEDER spiele ich gegen jemanden der nur Topset reinbringt und mein bottomset müll ist, dann habe ich aber auch genug fold equity.
      ODER ich spiele gegen einen aggro reg der mich oft raisen/moven etc wird, dann kann ichs mit bottom set aber auch reinbringen

      Natürlich hat AA den vorteil das ich immer topset mache, aber für das profitablen spielen von AAA muß man ja nun nicht gerade ein topspieler sein. Und kleine pockets bedeutet auch nicht nur 22. Was ist mit 33-77?
      Du gehst hier von worst case situationen aus und schließt daraus das das komplette play unprofitabel ist. Zeig mir den spieler der auf einem AK2 board AK foldet und mein bottom set nicht voll ausbezahlt. Die situation ist ähnlich konstruiert wie deine

      Ich hab mir mal die mühe gemacht aus den letzten 700k hands kleine pockets die ich utg geopened habe rauszufiltern...

    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Ich versuchs mal anders:

      Welchen Vorteil hat KQs gegenüber von 22, wenn du es UTG raist gegen jemanden der hinter dir called und versucht deine percieved UTG Range zu knacken? (mit welchen Händen wird er das überhaupt versuchen?)
    • locutus24
      locutus24
      Bronze
      Dabei seit: 15.05.2007 Beiträge: 2.469
      Original von Ghostmaster
      Ich versuchs mal anders:

      Welchen Vorteil hat KQs gegenüber von 22, wenn du es UTG raist gegen jemanden der hinter dir called und versucht deine percieved UTG Range zu knacken? (mit welchen Händen wird er das überhaupt versuchen?)
      Ich versteh nicht genau worauf du hinaus willst. Und ja, mir ist klar das er versuchen wird eine starke UTG range mit spekulativen Händen zu knacken...und auch das ich dagegen mit KQs für gewöhnlich recht gut da stehe (stichwort: geziehltes herbeiführen von Setups zu unseren gunsten)
      Auch das ich mit KQs öfters Flops treffe auf denen ich gute equity auch gegen eine starke range bestehend aus sets, starken draws und OP´s habe streite ich ja nicht ab.

      Aber inwiefern wiederspricht die gute Playability von KQs (welches ich UTG natürlich auch nicht mucken würde) der profitabilität von 22?

      Natürlich bin ich öfters wa/wb wenn ichs mit nem kleinen set reinbringe.
      Dennoch seh ich kein Argument das meine Aussage "Es profitabel kleine Pockets aus UTG zu raisen" wiederlegt.

      Ich will das jetzt nicht al totschlagargument anführen, aber hast du das Bild das ich gepostet habe gesehen?
      50bb/100 mit kleinen Pockets (auf eine durchaus aussagekräftige Samplesize) aus UTG hört sich, auch wenn dich meine anderen Argumente nicht überzeugen konnten, doch nach einer recht profitablen Geschichte an.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Bestreite ich nicht, aber das nicht auf NL400+ passiert, sondern wahrscheinlich auf NL50 - NL200.
    • locutus24
      locutus24
      Bronze
      Dabei seit: 15.05.2007 Beiträge: 2.469
      Original von Ghostmaster
      Bestreite ich nicht, aber das nicht auf NL400+ passiert, sondern wahrscheinlich auf NL50 - NL200.
      Du meinst (wenn ich dich richtig verstehe) das es in den higher stakes unprofitabel wird? Nun, da habe ich keine argumente um das zu wiederlegen.
      Ich 24-table zu 90% Nl100, und das höchste Limit das ich mit Samplesize geschlagen habe war NL200.
      Mag sein das es auf höheren Limits weniger profitabel/unprofitabel wird kleine Pockets UTG zu raisen. Aber der Stein des anstoßes dieser Diskussion war nunmal ein NL50 Spieler =)
      Wobei ich zugeben muß, das ich bei meiner gesamten Argumentation nicht berücksichtigt habe, das die ganze "kleine Pockets aus UTG"-geschichte postflopskills vorraussetzt die ein weniger erfahrener spieler evtl nicht hat (ist mir eben bewusst geworden als ich mir klar gemacht habe das die frage von einem NL50 Spieler kam der gerade erst auf BSS umgestiegen ist)
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Der Punkt auf den ich im Endeffekt hinauswill ist simpel. Im Prinzip wollen wir uns das Spiel in komplizierten Situationen einfach machen, um möglichst wenig Fehler zu machen. Die wenigsten von uns heissen Brian Townsend und denken auf Level zwöflzig.

      Mein Spielansatz ist es extrem marginalen Spots OOP aus dem Weg zu gehen. Das hat den einfachen Grund das man dort am meisten Fehler macht und am meisten Geld verliert. Je höher man in den Limits steigt, desto wahrscheinlicher wird es das auch unsere Gegner das wissen und uns deshalb versuchen in schwierige Spots OOP zu bringen in denen wir eben gezwungen werden toughe Entscheidungen zu fällen (und häufig einen Fehler machen)

      Wir wollen in unserer UTG Range jetzt allerdings keine zu starke Isolation in Overpairs halten, sondern eine gesunde Mischung aus allem. Es ist jetzt nicht so das ich es grundsätzlich ablehne 22 UTG zu raisen, aber ich würde QJs oder A3s wesentlich lieber raisen, da ich Postflop damit mehr anfangen kann.

      Mit 22 spiele ich OOP auf einem J35 Board, mache meine Cbet und danach ist die Hand meistens gelaufen, selbst wenn ich weiss das der Gegner TT oder 77 hält. Es besteht natürlich die Möglichkeit zu doublebarreln, aber den größten Erfolg beim bluffen wirst du vor allem dann haben, wenn du Equity über die genutzte Bluffkarte aufbauen kannst. (d.h. Flop T53 Turn K und du hast QJ. Du bekommst am Turn eine Karte die deine percieved Range stärkt, die percieved Range des Gegners schwächt und zusätzliche Equity in Form des OESD)
      Mit 22 kannst du den Turn natürlich auf doublebarreln (solltest du sogar, weil du ansonsten zuviel Credit für deine Valuehände bekommst und nicht ausgezahlt wirst), allerdings hast du im Gegensatz zu 8 - 14 Outs (manche Gegner nehmen den King ja als Barrelkarte war und machen den Fehler auf diese Karte gegen deine UTG Range nochmal zu callen) immer noch 2 Outs.

      Und grade in den Setupsituationen in denen Set gegen Set und Flush gegen Flush läuft willst du tendentiell öfter als der Gegner die bessere Hand halten.
    • 1
    • 2