Ist der Tight Aggresive Spieler berechenbar?

    • Tekras
      Tekras
      Black
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 2.789
      ich weis eine sehr waghalsige these die ich mit meinem geringen wissen eigentlich gar nicht stellen sollte.

      meine überlegung nur dazu:

      seitdem ich PokerOffice benutze und nun die Spieler an den Tischen in die verschiedenen Kategorieren einordnen kann (Loose Passive - Tight Agressive), deren preflopverhalten / saw turn /went to turn etc sehe, kann man die gegner einigermaßen einschätzen. dazu muss ich sagen das dabei die gegner, welche "tight" spielen wesentlich berechenbarer sind als die Loose Player.
      Aus dem einfachen Grund: Preflopverhalten Tight Aggresive zu erlangen, ist nix weiter zu tun als sich an die SHC zu halten. Man kann also davon ausgehen wenn diese Spieler zum Flop gehen hatten sie zumindest einen guten Preflop.
      Diesen Gedanken noch einen Schritt weitergeführt, ein tighter Spieler ist mit mir alleine aufm Flop, er checkt, ich habe nix, weis aber das er auch nix hat, und raise, er passt natürlich und der Pott gehört mir. Natürlich gewinnt man dadurch nicht die über Pötte, großartig viel verlieren tut man aber auch nicht. Ich weis ein ziemlich triviales Bsp, aber ich hoffe ihr wisst worauf ich hinaus will.

      Anders bei den Loose Oder Semi-Loose Player. Hinter deren Verhalten zu kommen erweist sich als ziemlich schwierig, weil sie einfach teils unberechenbar spielen, dies hat mir zwar zeitweise schon enorme Pötte beschert, andersherum habe ich aber auch schon oft genug auf dem River eins über die Mütze bekommen...

      Naja bitte zerreist mich nicht vollständig, wollte nur mal eine Diskussion anregen :D
  • 7 Antworten
    • Justus
      Justus
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2005 Beiträge: 1.846
      also meine meinung ist
      spielst du gegen jemanden von ps.de in den niedrigen limits, und der spielt nur nach chart und hat wahrscheinlich kein pt, dann lässt er sich oft durch aggressive spielweise aus dem pot hauen, am besten also natürlich er sitzt links von dir, raist du preflop und er geht mit muss er ne sehr starke hand haben, bettest du am flop wird er rausgehn wenn er nix hat -> investition einer sb die sich fast immer lohnt^^
      es gibt allerdings auch schon einige, die bei einer bet nach dem flop grundsätzlich dann noch raisen, egal was sie haben, nämlich mit genau der umgekehrten überlegung, also des ih denn rausgeh wennih nix hab
      hatte auch schonmal wen, der das ähnlich gemacht hat, und wenn man ihn raised, macht er reraise um am turn zu betten und in der hoffnung man würde dann rausgehn
      naja das dann scho ziemlich übertrieben denkih, und wenn mehr als 3 spieler beim flop noch drin sind hat das ganze eh keinen sinn
    • Tekras
      Tekras
      Black
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 2.789
      naja ob wir jez alleine sind oder nicht ist ja eigentlich egal, hat der tight aggressive spieler auf dem flop nichts getroffen wird er zu 99% folden, die kamikatze zocker hingegen nicht, diese passen nämlich meist erst am turn und nur dann, wenn sie wirklich _überhauptnix_ getroffen haben
    • derMarco
      derMarco
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2006 Beiträge: 580
      Jo das stimmt schon. So was ähnliches hat man auch gestern beim Training von Mattias gesehen wo er mit kleinen aggressiven Bluffs die TAGs zum folden gebracht hat. Die Sache ist nur die das man die Gegner erstmal einschätzen muss bevor man seine Spielweise auf diese Gegner auslegt, ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit gross das man selber verarscht wird. Das hab ich heute erst wieder erlebt das irgend ein Maniac alle raises gecallt hat und am Ende mit einem Pair 55, welches er erst am Turn getroffen hat, gewann. Ich war da schon raus obwohl ich eigentlich die stärkere Hand hatte aber man weiss ja nie. :rolleyes:
    • Leshrak
      Leshrak
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2005 Beiträge: 397
    • Erzwolf
      Erzwolf
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2006 Beiträge: 2.470
      So einfach ist es nicht, den TAG zu lesen. Gerade weil er sehr aggressiv spielt, kannst du gegen ihn nicht leicht Geld gewinnen. Sehr interessant ist der Artikel im Fortgeschrittenenforum Heads Up am Flop dazu. Und du kannst nicht wirklich wissen, ob dein Gegner irgendwas am Flop getroffen hat. Auch wenn der Flop z.B. Rainbow und T und kleiner ist, kann dein Gegner immer noch ein Set haben. Oder er suggeriert dir durch seine Action, dass er eins hat. Und längst nicht jeder TAG foldet seine Overcards, wenn er am Flop nichts getroffen hat. Ist also wirklich nicht so einfach.
    • Tekras
      Tekras
      Black
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 2.789
      jo also habe mir eben mal fast alle artikel in der fortgeschrittenen sektion durchgelesen und einer einigermaßen zufriedenstellende antwort bekommen

      Loose ist ein Spieler, wenn er zu viele Starthände spielt und postflop mit minderwertigen Karten zu viel callt. Slightly loose ist man mit einer flop-seen rate von über 20 %, loose mit über 25 %. Eine Rate über 30 % beinträchtigt das Resultat schon ungemein. Ein tighter Spieler geht ungefähr in 35 % aller Fälle zum Showdown. Eine Showdownrate von über 40 % indiziert bereits einen sehr loosen Spieler. Diesen Typus kann man schwer auf eine spezielle Hand setzen. Er könnte preflop 65 offsuit gespielt haben und damit eine Straight floppen, ohne dass man es sofort merken könnte. Das ist ein tatsächlich einer der wenigen Vorteile der Looseness. Einen tighten Gegner kann man viel besser auf eine Hand setzen, da er nur mit legitimen Händen dabei ist.
    • hazz
      hazz
      Black
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 4.771
      hi tekras ;)

      also was man auf jeden fall machen kann ist als button (oder SB/CO) einfach raise0 wenn 2 tags, am besten noch aus deutschland, hinter einem sitzen. die folden eh zu 70% laut SHC und schon hat man die blinds geklaut :D zumindest klappt das fast immer bei mir. dafür wird man für loose play sofort bestraft :/

      die überlegung, die du anstellst, habe ich hier auch schon 1-2mal als frage gestellt, aber noch keine zufriendenstellende antwort erhalten.
      zunächst einmal wird das SHC später abgelöst durch ORC+wahrscheinlichkeiten gemixt mit gefühl und gegnereinschätzung, ist also nicht mehr ganz so durchsichtig wie das shc. dann wird auch weniger gecalled, sondern fast nur raise oder fold.
      desweiteren folgen irgendwann noch methoden wie man die feste bettingsequence eines TAG postflop ausnutzen kann.

      grundfrage bleibt aber noch, ob man mit sehr tighten strategien sich öfter rausbluffen lässt als man dann an sicherem und höherem (die bluffbets der gegner gewinnt man auch) einkommen hat oder ob ein tighter style die optimale strategie ist und der gegner mit jedem abweichen davon -ev hat.