Wie weit kommt man noch ohne Studium?

    • Martschl
      Martschl
      Bronze
      Dabei seit: 16.04.2009 Beiträge: 4.038
      Hat man heute noch Chancen auf eine Führungsposition in einem Unternehmen; Chancen darauf mit überdurchschnittlicher Intelligenz und Leistungsvermögen über eine normale Ausbildung ein Monatsgehalt anzugehen, dass einem heutzutage noch einen Urlaub im Jahr erlaubt, ein etwas besseres Auto und ein Eigenheim?

      Oder muss man für jede bessere Führungsposition (nicht Abteilungsleiter xy über drei Mann mit nem Hunni mehr im Monat) studieren, am besten Master, weil der Bachelor kaum Spezifikation erlaubt?


      Beispiel:
      Ich studiere Wirtschaftsingenieurwesen für Maschinenbau, gerade erst angefangen, viel von der inhaltlichen Gestaltung erwartet (auch vom Studieren ansich) und in so gut wie jedem Punkt enttäuscht worden.

      Ich könnte auch ins Bankwesen gehen, ne Ausbildung machen und über AusbilungPlus o. Ä. Angebote versuchen mich einfach so zu etablieren. Ohne nachmittags nach Hause zu kommen und mich dann nochmal mehrere Stunden hinsetzen zu müssen.


      Geht das noch?

      Wenn ich meinte Eltern und Großeltern ansehe: Wenn man damals Schlosser gelernt hat, gut war und nicht doof, dann war man halt Abteilungsleiter und konnte noch weiter aufsteigen.

      Geht das noch?


      Eure Meinungen :) ?
  • 38 Antworten
    • Play4forlife
      Play4forlife
      Bronze
      Dabei seit: 11.12.2007 Beiträge: 13.809
      Vielleicht unterschätzt du ne Ausbildung auch ein wenig, denn du hast im Prinzip nicht viel mehr Freizeit als als Student, eher im Gegenteil.

      Ich denke schon das man noch etwas erreichen kann ohne zu studieren, wenn man ehrgeizig und gut in seinem Fach ist. Fleiß und Aufopferung dürften dem auch ganz zudienlich sein.
    • Shining
      Shining
      Bronze
      Dabei seit: 01.08.2006 Beiträge: 330
      Also ich finde es grad ziemlich geil weil du mir einfach wie aus der Seele sprichst ich habe ebenfalls angefangen WI zu studieren. Und jetzt auch vor eine ausbildung im Bankwesen zu machen. Ich denke was die freizeit angeht nimmt sich das nicht viel.Ich hatte auch bedenken was die Aufstiegschancen in einem Ausbildungsberuf angehen.Aber ich bin zu dem entschluss gekommen ,dass man wenn man wirklich was drauf hat und spass daran hat in jedem Beruf sehr viel erreichen kann.
    • TheKami
      TheKami
      Global
      Dabei seit: 01.03.2009 Beiträge: 31.579
      Jede kaufmännische Ausbildung hat da gute Chancen.. werde dieses Jahr eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann anfangen, hab aber noch keinen Platz. Ist leider auch nicht so einfach mit einem nur durchschnittlichen Abitur.
    • Martschl
      Martschl
      Bronze
      Dabei seit: 16.04.2009 Beiträge: 4.038
      Joa, sollte ungefähr der Konsenz sein.
      Problem an der Geschichte ist, dass ich n duales Studium mache, d. h. nach meiner Ausbildung insgesamt bin ich für mind. 2 Jahre (nicht pflicht-)angestellt.
      Das Format und die Firma finde ich auch sehr gut, aber das Studium und Studieren ansich hatte ich mir halt way better vorgestellt.

      Ich hab allerdings keine richtige Alternative.. daher geht's erstmal um das Generelle.

      Bankwesen war jetzt das erste was mir einfiel..

      @Kami:
      Was ich schon immer wissen wollte: Warum bist du Mod, hast fast 5k Posts und bist nur einen Monat länger im Laden als ich? :D Ist kein flame.. nur ne Frage :)
    • klys
      klys
      Bronze
      Dabei seit: 20.05.2007 Beiträge: 2.922
      Ist sicher möglich, aber warum sein Glück so sehr herausfordern? Das gehört nämlich meiner Meinung nach ziemlich gewichtet dazu. Denjenigen, die ich kenne und die Ausbildungen mit teilweise exzellenten Zeugnissen, Prüfungsnoten etc. machen hat man allen schon zu verstehen gegeben, dass man ihnen ohne Studium gewisse Positionen einfach nie anbieten wird, weil es im Geschäftsverkehr einfach unüblich wäre - aber vielleicht sind die vier, fünf Leute auch keine Samplesize. Als richtiger Überflieger kriegt man es aber sicher hin.
    • peterparker1985
      peterparker1985
      Bronze
      Dabei seit: 10.03.2007 Beiträge: 2.485
      ich arbeite in einem sehr großen Handelskonzern und meine Erfahrung ist, dass zur Zeit ein Wandel ansteht.

      Bei uns sieht man es deutlich, dass zur Zeit (strukturellen Änderungen bedingt) die alteingesessenen mit Führungspositionen zur Zeit durch die jungen Akademiker ausgetauscht werden. Will nich alles schwarz malen und es ist bestimmt nich überall so, aber ich denke die Zeit in der du nur mit Ausbildung (keine spezifische Weiterbildung) was großes reißen kannst ist vorbei.
    • chrischiberlin
      chrischiberlin
      Bronze
      Dabei seit: 05.12.2007 Beiträge: 13.112
      also gerade im bereich bankenwesen sieht es ohne studium ziemlich mau aus.
    • Adstriker87
      Adstriker87
      Bronze
      Dabei seit: 04.01.2007 Beiträge: 4.848
      kann ich nur beipflichten. kenne ehrlich gesagt sogar eine leute mit ausbildung als bankkaufmann, aber die haben sich allesamt im anschluss für ein studium entschieden, um eben aufstiegsmöglichkeiten zu haben. wenn du also ehrgeiz und ambitionen in die richtung hast, wirst du daran nicht vorbei kommen. in einer bank wirst du heute ohne studium (bwl, wirtschaftsmathe etc etc) nicht aufsteigen können. dafür gibts einfach viel zu viele studenten.

      heißt allerdings nicht, dass es nicht sinn machen kann zuerst eine ausbildung vor dem studium zu machen. allerdings wenn man schonmal mit dem studium begonnen hat...
    • proudcastle
      proudcastle
      Bronze
      Dabei seit: 28.05.2005 Beiträge: 3.483
      Original von chrischiberlin
      also gerade im bereich bankenwesen sieht es ohne studium ziemlich mau aus.
      Kann ich nur bestätigen. Bei uns (war 7 Jahre bei einer Bank) warst du mit einer Ausbildung nix. Durftest halt Kunden beraten, aber einen höheren Posten kannst du mittlerweile knicken, weil fast jeder nebenbei studiert und dann einen entsprechenden Titel hat. Externe Akademiker waren bei uns eher selten, weil nicht so viel gezahlt wurde.

      Also im Bankwesen kannst du dich auf Ausbildung + Studium gefasst machen, wenn du was werden willst. Die Zeiten, wo eine Ausbildung gereicht hat, sind vorbei.
    • Martschl
      Martschl
      Bronze
      Dabei seit: 16.04.2009 Beiträge: 4.038
      Lustig ist, dass wenn man mal im berufenet der Arbeitsagentur guckt - egal in welcher Branche - bei der kleinsten Position als Zugang ein Studium und/oder eine spezifische Weiterbildung vorrausgesetzt wird.

      Zahlreiche Internetartikel (die ich erst nach Erstellen gegooglet habe obv -.-) sagen dasselbe.
    • belze
      belze
      Bronze
      Dabei seit: 27.05.2005 Beiträge: 3.800
      Ich kann jetzt nicht viel zum Topic beitragen, daich davon echt keine Ahnung habe und letztendlich kann dir da wohl niemand ne verlässige Antwort geben, da einfach zu viel von dir abhängt imo.

      Aber:
      Was ist denn das Problem mit dem Studium? Studier selber Wirt.-Ing., bin jetzt auch nicht 100% begeistert davon, aber das kann ich nicht dem Studium anrechnen. Das erste Semester (bzw. das Grundstudium) ist einfach trocken, Grundlagen in technischen Fächern sind halt schwer und oft genug ätzend. Meistens liegt es ja bei Leuten, die in den ersten Semestern abbrechen daran, dass es ihnen zu trocken ist und sie sich, oh wunder, einfach mit viel Theorie auseinandersetzen müssen. Aber das wird doch nirgendwo anders sein. Bei ner Ausbildung ist es dann halt nicht Höhere Mathematik 1, sondern Rechnungswesen oder was auch immer einem nicht passt.
      Wir halt alles etwas besser später, wenn man nicht mehr selber jeden kleinen Scheiss ausrechnen muss, sondern auch einfach mal n Typenschild lesen und verwenden darf.
    • Pyrololos
      Pyrololos
      Bronze
      Dabei seit: 02.05.2008 Beiträge: 1.175
      bin letztes jahr auch mit wing (etechnik) angefangen und frage mich auch warum ich mich durchs studium quäule. der aspekt das es anders als erwartet ist spielt bei mir nicht so die große rolle.
      ich frage mich nur warum ich gerade die besten jahre meines lebens verschenke. so geil wird das leben auch nicht wenn man dann mal fertig ist. ist ja nicht so jeder wing'ler dann locker 5k+ netto macht, dass man sagen kann das es sich gelohnt hat. wenn man nach dem studium dann an einen guten posten kommt verschenk man auch noch den rest des lebens, da viel geld immer mit viel arbeit und stress verbunden ist.
      naja im endeffekt werd ich mein studium sowieso zu ende führen (wenn ichs schaffe :P ) und wie alle anderen son standard leben führen. man hat halt nicht eier was zu wagen wie auswandern und so durchs leben schlagen oder was eigenes mit kapital hochziehen.
    • Krefelder
      Krefelder
      Global
      Dabei seit: 15.04.2006 Beiträge: 606
      Ein Freund von mir (Realschulabschluss) hat mit 16 eine Bankkaufmann-Ausbildung bei der Sparkasse gemacht. Mit 19 fertig gewesen und als Angestellter einen unbefristeten Vertrag bekommen. Nebenbei dann ABI nachgemacht, Karriereleiter bei der Sparkasse hochgeklettert, mit 22 BWL Studium nebenbei, jetzt Fililialleiter mit 25..

      Und ich bin mir sicher, dass er in 10-15 Jahren sich im Vorstand befindet.

      Denke, das sind aber Ausnahmefälle. Heutzutage ist es mit einer Ausbildung sehr schwer sich hoch zu arbeiten, bzw. besser gesagt, heutzutage wird einem nicht mehr die Möglichkeit geboten in den meisten Firmen.
    • Patte87
      Patte87
      Bronze
      Dabei seit: 10.11.2008 Beiträge: 3.742
      das stimmt wohl wer viel geld verdienen will muss wirklocu sehr viel arbeiten meisten lover mal 60 std die woche mit sehr viel stress und verantwortung...

      ich mache gerade ausbilung im EZH bin dieses jahr fertig und werde übernommen und wenn ich sehe wie lange die bezirksleiter arbeiten und was für nen druck die habe das es umsatztechnisch laufen soll möchte ich das net haben auch wenn die mal ihre 7-10k netto haben... viel raum für privatleben bleibt da nicht und da möchte ich persönlich nciht drauf verzichten

      ich habe lieber mein geregeltes einkommen was für nen durchschnittliches leben vollkommen reicht und habedafür privatleben und nen gechillten arbeitstag ohne druck
    • pokermatze
      pokermatze
      Bronze
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 531
      Ich studiere auch W-ING und ein hoffentlich bald endlich mal fertig.

      Das mit der mangelnden Begeisterung kann ich wirklich nachvollziehen - man wird in keinem Gebiet ( vor allem nicht in den technischen) ein wirklicher Experte wie jemand, der ein reines ING-Studium macht - umso schwieriger ist es vielleicht da auch in einem Bereich richtig aufzugehen und eben hohes Interesse zu entwickeln.

      Ebenfalls schwer ist es recht viele unterschiedliche Disziplinen zu meistern.

      Aber man lernt denke ich sich recht schnell in unterschiedlichste Themen einzuarbeiten.

      Wenn du aber eh ins Banking gehen möchtest - gibt es auch noch Alternativen zu W-ING wie z.B. Wirtschaftsmathematik oder reine BWL.

      Durch den Bachelor finde ich ist - das Argument von vielen - "ich mach erstmal eine Ausbildung, dann habe ich schon mal was" - etwas aufgeweicht worden, weil man eben nach drei Jahren eine abgeschlossene Berufsausbildung in der Tasche hat.

      Ich weiß nicht aus welchem Bundesland du kommst - aber in Baden-Württemberg gibt es auch noch Berufsakademie-Studiengänge mit spezieller Ausrichtung für Banken.

      Im allgemeinem ist es aber denke ich wirklich so, das einem höhere Führungsposition verwehrt bleiben, wenn man eben kein Studium hat.
    • TheKami
      TheKami
      Global
      Dabei seit: 01.03.2009 Beiträge: 31.579
      Original von Martschl
      @Kami:
      Was ich schon immer wissen wollte: Warum bist du Mod, hast fast 5k Posts und bist nur einen Monat länger im Laden als ich? :D Ist kein flame.. nur ne Frage :)
      Ja ich glaub ich verbring zu viel Zeit im Forum.. =P
    • Iceman2709
      Iceman2709
      Bronze
      Dabei seit: 20.12.2006 Beiträge: 971
      Wieso sollte man heute noch ne Ausbildung, die selbst mit Abi noch 2 Jahre dauert, machen wenn Du nen gescheiten Bachelor schon in 3 Jahren schaffst, wenn man fix ist sogar in 2,5?

      Abgesehen vielleicht vom Immobilienkaufmann, da gehts vielleicht auch ohne oder wenn man nen geborener Verkäufer ist kann man damit auch viel wettmachen. Aber grad im Bankbereich machen doch bestimmt 80%+ nach der Ausbildung noch ein internes Studium, und dann hat sich das mit der Freizeit auch erledigt.

      Hab von 2004-06 auch ne Ausbildung zum Industriekaufmann in nem großen Unternehmen gemacht und aktuell grad meinen Master an der Uni, aber würde das heute glaub ich nicht mehr so machen...

      Beim Bachelor kannste ja auch 1-3 Praktika sowie Ausland einschieben und damit sollteste nicht schlechter stehen als nen Azubi mit Ausbildung und 1 Jahr Berufserfahrung. Und nicht viele kommen an die Stellen, die für Studniks ;) zugänglich sind, zumindest net direkt nach der Ausbildung!
    • Nosnibourbos
      Nosnibourbos
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2005 Beiträge: 586
      Schreibe gerade Diplomarbeit BWL, habe schon bissle Praxiserfahrung und denke dass wenn man sich erstmal in nem Unternehmen etabliert hat und gezeigt hat, dass man anspruchsvolle Tätigkeiten meistern kann und "es drauf hat", interessiert keinen mehr was auf schulzeugnissen stand und ob man was auch immer wie gut studiert hat(Bei Vorstandsposten in großen Unternehmen ist die Quote von Leuten mit Dr+ schon recht hoch).
      ABER:
      Um in eine solche Situation zu kommen ist das Studium wohl der einfachste Weg. Als Student wird man zwar regelmäßig vom System enttäuscht, aber man kann noch nebenher pokern, saufen und rumhuren. Über ne Ausbildung kann ich keine cliffnotes geben, aber ich stelle mir den 2. Teil bei 5x/Woche um 8Uhr oder noch früher arbeiten schwierig vor.
      Mein Tipp ist ein softes Studium(BWL ftw :D , als halbwegs cleveres Kerlchen braucht man da nicht viel tun), bachelor geht jetzt ja noch schneller und dann wird das schon.
    • Martschl
      Martschl
      Bronze
      Dabei seit: 16.04.2009 Beiträge: 4.038
      Bei mir ists halt so, dass ich nicht lernfaul bin, aber theoretisch dachte:

      Mensch, anner Uni, da geht's während dem "Unterricht" halt schneller und gut. Was im Grunde sehr cool für mich gewesen wäre.

      Allerdings muss ich, und das wirklich objektiv betrachtet sagen, dass mind. die Hälfte meiner Professoren irgendwelche introvertierten Theoretiker sind, die von Didaktik und Vermittlung keine Ahnung haben.

      Wenn ich mir unser Script in Statistik angucke, ist das alleine sprachlich eine Herausforderung. Wie man so etwas als Professor abtippen kann ist für mich unvorstellbar.


      Das sind alles so Randaspekte, die das Studium nicht zu dem machen was es sein könnte.


      Danke jedoch dir belze (den anderen natürlich auch!) für deine Antwort.
      Das habe ich schon oft gehört: Später wird alles besser usw. usf.

      Zur Zeit sieht mein Tag aber so aus:
      Halb sechs aufstehen, arbeiten, um vier zuhause, Lernen, um 8/9 total im Arsch noch ne Stunde Freizeit ( :D ) haben und am Wochenende nicht mehr rausgehen, weil ich mein Lernpensum nicht halten kann.

      Zudem hab ich die erste Klausur (Statistik) schon verhauen, obwohl ich ca. genauso viel dafür gelernt habe wie für meine beiden LKs im Abi zusammen.

      Quantum: Ich wusste, dass es kein Zuckerschlecken wird, ich weiß, dass ich, wenn ich mit dem dualen Studium fertig bin, n guten Beruf(seinstieg) habe, dass die jetzt fertig werdenden Dualen aus meinem Betrieb von Headhuntern gejagt werden, und und und.

      Das ist etwas, was sicher nicht viele als Sicherheit während und nach dem Studium haben, und trotzdem plagen mich die Zweifeln an diesem "Mist".
      Ich weiß nicht warum, theoretisch ist es ein Geschenk wie kein anderes für einen jungen Menschen wie mich.


      Edit:
      Der Aspekt "Mit viel Geld kommt viel Verantwortung, kommt viel Arbeit" ist auch sehr wichtig.
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