frage zu ranges im icm trainer?!

    • karl1954
      karl1954
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      Dabei seit: 18.06.2008 Beiträge: 877
      hey leute.

      wollte mich jetzt mal ein wenig mit dem icm beschäftigen.meine ergebnisse im icm trainer sind auch recht ansehnlich.
      aber eine frage drängt sich mir immer wieder auf.
      wie errechnet der icm trainer, btw. wie komme ich auf die ranges die der icm trainer als pushing oder calling range angibt???
      gibt es da eine genauere erklärung, die mir vielleicht jemand mal erläutern kann.
      das die postion, die stacksizes, die gegner, die blindhöhe usw eine rolle spiel ist mir schon klar, aber wie kommt man da halwegs selbst drauf???
      danke schon mal.


      mfg karl
  • 2 Antworten
    • Dominik7
      Dominik7
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      Dabei seit: 15.06.2006 Beiträge: 8.052
      verschoben ins Pokersoftware Forum
    • hypertyper
      hypertyper
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      Dabei seit: 24.08.2009 Beiträge: 226
      Die Berechnung der Ranges Die im Tool angegebenen Ranges sind eine Näherung des Nash Gleichgewichts. Für alle die mit Nash nicht vertraut sind: Im Prinzip Pushen/Callen/Overcallen die Spieler hier jeweils optimal gegen die Ranges ihrer Gegner. Keiner der Spieler kann im Nash Gleichgewichts durch eine Änderung seiner Ranges die eigene Equity verbessern.

      Eine vereinfachte Beschreibung der Berechnung: Wir nehmen an, die Spieler wissen jederzeit exakt die Ranges aller Gegner am Tisch. Wir fangen nun bei einem beliebigen Spieler an. Dieser Spieler ändert nun seine Ranges, so dass sie gegen die Ranges der Gegner optimal sind. Wir gehen nun Schritt für Schritt weiter, und erlauben jeweils dem nächsten Spieler seine Ranges anzupassen. Nachdem wir einen ganzen Orbit geschafft haben, sind die Ranges des ersten Spielers natürlich nicht mehr optimal, da sich die Ranges seiner Gegner seit seiner letzten Anpassung geändert haben. Der beschriebene Vorgang entspricht einer Iteration von Fictitious Play.

      Wir wiederholen nun diese Anpassung der Ranges für jeden Spieler, Orbit für Orbit. Im Idealfall finden wir nach einigen Durchläufen eine Situation, in der die Spieler ihre Ranges nicht mehr ändern - da jeder der Spieler bereits eine Strategie spielt, die gegen die Ranges seiner Gegner optimal ist. In diesem Fall würde der Fictitious Play Algorithmus konvergieren (d.h. zusätzliche Iterationen verändern das Ergebnis nicht mehr), und wir hätten ein Nash Gleichgewicht gefunden. Kein Spieler kann nun durch Änderung seiner Ranges die eigene Equity verbessern.


      Was mich interessieren würde ist, wie sehr man diesen Ranges Glauben schenken darf. Nash muss man ja ziemlich tight callen und ich bin mir da bei den low/mid stakes nicht so sicher, was die Kollegen so fabrizieren.

      Wen man sich an die Wizard ranges hält, kriegt man dann aufn Deckel ($11er - $22er)?

      Danke