from low/midstakes to micros and back again

    • DaMas187
      DaMas187
      Bronze
      Dabei seit: 20.03.2008 Beiträge: 1.509
      Hallo!

      ich habe mittlerweile fast 15k sngs auf dem Buckel, wie man meinem sharkscope graphen entnehmen kann. Dabei lief es die ersten 7k sngs auch sehr gut, ich hatte groeßtenteils 12er gespielt, mit einem ROI von ca 10% damals, ich war zufrieden und ich konnte zu der Zeit jeden Monat ein nettes Taschengeld auscashen. Später bin ich dann trotz cashouts auf die 24er aufgestiegen, und habe sogar schließlich die 36er gespielt, mit einem zweistelligen ROI (wenn auch keine samplesize, ca 700 24er/36er). Irgendwann ging mir jedoch die Motivation verloren, ich spielte nicht mehr, cashte aber weiterhin aus, bis irgendwann quasi nichts mehr übrig war, der Rest ging in nem Downswing auch verloren.

      Irgendwann wollte ich dann aus finanziellen Gründen wieder einsteigen, und fing dann auf den 2ern wieder an. Aber ich bekam kein Fuß vor den andern, ich analysierte mein Spiel, fand maximal nur marginale Fehler (im nachhinein muss ich sagen, ich hätte mal ein coaching machen sollen, vll hab ich einfach den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen), und grindete weiter. Das zog sich auf ca. 7K SNGS BE hin!!! Das wenige Geld was ich durch Rakeback und Cashgame-Ausflüge gewonnen hatte, musste ich dann auch jeden Monat wieder auscashen, und von neuem unten starten.

      Vor einiger Zeit habe ich dann mit Ach und Krach den Wiederaufstieg auf die 12er geschafft, und auf einmal läuft es wieder wie am Schnürchen, und stehe bald sogar vorm Wiederaufstieg auf die 24er.

      Hier der Sharkscope Graph, hab im HM leider nur die letzen 1,5k sngs, da alte DB geloescht:



      Meine Frage jetzt: Warum schlage ich über gute sampleseizes die 12 (24er, 36er) recht deutlich, aber nicht die micros (1-6er)? Ich spiele nen recht aggressiven Style an der Bubble, wäre es moeglich, dass die zu weiten callingranges der fische auf den micros schuld ist, da ihnen - im gegensatz zu hoeheren limits - die moeglichen Gewinne egal sind? Ich bin da ein wenig ratlos. Oder hatte ich einfach nen überdimensionalen Downswing, bzw früher und jetzt nen extremen upswing?

      Gibt es noch andere, die aus irgendwelchen Gründen von hoeheren Limits absteigen mussten, auf den micros Probleme hatten, es später auf "ihren" limits aber wieder gut lief?
  • 4 Antworten
    • Hideki76
      Hideki76
      Bronze
      Dabei seit: 17.08.2009 Beiträge: 148
      evtl. liegts nicht an dir sondern an den typen die auf den micros alles spielen nur kein poker...
    • nexus35
      nexus35
      Bronze
      Dabei seit: 05.08.2009 Beiträge: 5.046
      Doch es könnte an ihm liegen, denn die Micros spielt man etwas anders als niedrige Limits. Nicht viel anders, aber die kleinen feinen Unterschiede sind doch da. Die Gegner sind schlechter und man muss sich auf diese einfach einstellen. Ich finde die 12-er leichter zu spielen als die Micros, nicht was die Gewinnrate angeht, denn diese ist bei schlechteren Spielern höher, sondern was die Plays angeht. Micros sind profitabler aber unangenehmer zu spielen, denn es tauchen immer wieder merkwürdige Karten beim Gegner auf. Auf den 12-ern gibt es schon etliche Spieler, die schon wissen was sie callen dürfen und was nicht. Auf den Micros wird mehr rumgedonkt und wenn man aggressiv pusht, dann kriegt man auch jede Menge Calls von den Händen die zwar besser sind, aber niemals hätten callen dürfen. Die Nash-Ranges spielen zwar eine Rolle, man soll aber diese niemals 1:1 übernehmen. Bubble-Abusing kann manchmal auf den 2-ern schnell zum Fiasko werden. Was bringt mir wenn mir Nash ein Push mit Q9 vorschlägt, und zwei Gegner hinter mir Q J oder Q K für einen Monster halten? Die Varianz steigt da ins unermessliche, und man kriegt sowieso bei der schlechten Qualität der Spieler gute Spots en Masse.

      Ich wechsle bei den Micros lieber etwas später in die Push Or fold - Phase, und zwar gerade aus den Gründen, dass einem oft Chips so zugeschoben werden, weil die Gegner nicht wissen was sie machen. Man kriegt auch mehr Walks und muss manchmal nicht so riskant spielen. Oft kann man sogar checken und gut treffen und die Gegner zahlen einen trotzdem aus. Da pushe ich etwas vorsichtiger. Und wenn du noch den einen oder anderen Downswing zu viel hast, dann verschlimmert das nur die Lage. Aber ich sehe hier hauptsächlich das Problem, dass du mit deren Ranges nicht so klar kommst. Bei der Samplesize, die du hast kann ich schon leicht beurteilen, dass du auf jedem Fall gut pokern kannst, und den Fischen da hoch überlegen sein müsstest. Ich habe früher nach der "Pof"-Tabelle aus den Pokerstrategy gepusht und bin damit auf den Micros keinen Schritt vorangekommen. Wenn ich sie aggressiv aber nach "Gefühl" spiele, dann laufen sie auf einmal gut.
    • esox83
      esox83
      Bronze
      Dabei seit: 29.10.2007 Beiträge: 397
      es könnte auch sein, dass du auf den micros mehr tische offen hast als auf den mids? zuviele tische offen?

      so war es jedenfalls bei mir, eine zeitlang ging es ziemlich gut mit 20 tabling in den micros, dann kam ein kleiner down, dann mein tilt, ich wurde zu weak-tight, beats, beats, beats, logischerweise.

      jetzt spiel ich 8 tables und bekomme es erst jetzt wieder richtig mit, wieviel dead money da rum liegt...

      nur ne vermutung meinerseits.
    • hazzelde
      hazzelde
      Bronze
      Dabei seit: 27.04.2008 Beiträge: 1.733
      Du solltest ohnehin auf die Gegner und nicht auf das limit adapten, deswegen vermute ich dass du einfach zu robotlike spielst - was schnell passiert wenn man Erfolg hatte und sich darauf ausruht. Ich schätze dass sich einfach leaks eingeschlichen haben, die dann in Kombination mit (unbewusstem) tilt, deinem vorherigen upswing und dann einem downswing auf den micros irgendwie den graphen ergeben. Außer "poker ist rigged" gibt es sonst auch nicht viele plausible Gründe, warum jemand der midlimits crusht auf mircrolimits nur BE spielt.