Was macht die besten zu den Besten ??? Pokerphilosophie inside...

    • MyLady17
      MyLady17
      Black
      Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 8.019
      So weit so gut. Ich bin wieder einmal an einem Punkt in meiner Pokerkarriere angekommen wo ich nicht weiß wie es weitergeht. Ich habe mir mehrere Bücher durchgelesen ( die Ebooks von Balugawhale und CTS ), habe videos angeschaut und denke eigentlich ganz solides Poker zu spielen. Ich spiele tight OOP, 3bette viel IP, floate tighte Turnbetter, ziehe auch mal große Bluffs durch, das ganze Arsenal was eben nicht nur ABC Poker ist.

      Ich selbst spiele im Moment NL50 (ist kein Maßstab, spiele erst seit Januar NL BBS, davor FL) und bin mir sicher dass ich auf Limits wie z.B. NL400 untergehen würde. Nur warum? Was genau beherrschen Winner dieses Limits so viel besser als die NL50-100 Spieler?

      Um es mal an einem Beispiel festzumachen: Ich halte K :diamond: Q :diamond: im BB und habe vor es vs einen CO openraise nur passiv zu defenden. Ich habe 2000 Hände von Villain und weiß dass er 28 % i.d.R. openraist. Weiß ein guter Spieler im Kopf sofort jegliche Hände die ein thinking Player in dieser Situation openraist? -->

      Mein Equilator zeigt mir folgende Range an:

      22+, A2s+, K8s+, Q9s+, J9s+, T8s+, 97s+, 86s+, 75s+, 64s+, 54s, 43s, A6o+, KTo+, QTo+, JTo


      Denke das könnte hinkommen.
      Wenn ich sage Villain raist 35 % vom CO. Weiß der solide NL5k Spieler sofort welche Hände diese neue Range jetzt zusätzlich enthält ?

      Wenn der Flop jetzt 983 Rainbow kommt, weiß ein guter Spieler wie oft Villain auf diesen Boards jetzt ein Set, Overpair, Draws oder einfach nur Trash hält? Und das in genauen Prozentzahlen?


      Oder läuft es ganz anders. Ist den Highstakes-Winnern Mathemathik gar nicht so wichtig ? Sind diese Spieler Meister in Sachen Psychologie? Tilten sie nicht? Haben sie ein ungewöhnliches gutes Bauchgefühl??


      Die ganze Sache ist mir heute eingefallen, als ich nen Eintrag von "Scoop" im Tagebuch von Aaart gelesen habe, welcher theoretisch m.M.n. sehr gut bescheid weiß, jedoch an NL25 scheitert....

      Bitte keine Flames :)
  • 18 Antworten
    • honortheBlix
      honortheBlix
      Bronze
      Dabei seit: 02.02.2009 Beiträge: 466
      wenn du das buch von cts wirklich gelesen hast müsstet du dir die frage selber beantworten können.
      wissen ist halt nicht alles, man muss es auch anwenden können.
    • Romeryo
      Romeryo
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2008 Beiträge: 12.629
      Vielleicht eine Frage der Konzentration? Das manche Neuronen eben schneller klick machen als bei anderen Leuten...Erfahrung, Talent, Intuition...Wird wohl alles reinspielen, da alles unterschiedlich stark ausgeprägt ist bei jedem Menschen. Dazu einfach nur eiserne Disziplin und die Möglichkeit vernebelnde Gedanken (aka Tilt) zu vermeiden um ständig A-Game zu spielen.
      Vielleicht auch ein Upswing beim Limitaufstieg der Selbstvertrauen schafft (wohingegen manch andrer gleich einen Down hinnehmen muss und einbricht) etc.

      Ich denke da spielen dutzende Faktoren mit hinein, andere Antworten können dir wohl nur betreffende Spieler selbst geben. Vielleicht ist es für sie auch einfach nur "passend".
    • RaiserBlade
      RaiserBlade
      Bronze
      Dabei seit: 17.10.2007 Beiträge: 5.784
      Sie treffen vermutlich ziemlich oft gute Entscheidungen.
    • n00bmare
      n00bmare
      Bronze
      Dabei seit: 23.09.2006 Beiträge: 6.549
      math is idiotic
    • paIIe
      paIIe
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2006 Beiträge: 1.023
      Original von RaiserBlade
      Sie treffen vermutlich ziemlich oft gute Entscheidungen.
      Die Frage von OP ist doch genau, wieso die so oft gute oder bessere Entscheidungen treffen als andere. Also was sie so gut macht.
      Ob es einfach die Erfahrung, eine höhere Intelligenz, besseres Spielverständnis, andere Denkprozesse sind und wie diese bei guten Spielern die wie du sagt "oft gute Entscheidungen treffen" aussehen.
    • pocketquads
      pocketquads
      Bronze
      Dabei seit: 17.07.2007 Beiträge: 3.639
      wahrscheinlich spielen sie besser poker.
    • b10w
      b10w
      Bronze
      Dabei seit: 04.04.2007 Beiträge: 2.646
      Die Besten haben die beste Ahnung davon, welche Hände ihr Gegner in welcher Situation halten kann und wie er sie spielt. ;)
    • MourganRA
      MourganRA
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2007 Beiträge: 5.172
      glück
    • Pokerhontaz
      Pokerhontaz
      Bronze
      Dabei seit: 26.09.2006 Beiträge: 5.100
      Original von MourganRA
      glück
      #2!! obv lifetimeboxen!
    • cromicron
      cromicron
      Bronze
      Dabei seit: 19.05.2008 Beiträge: 151
      Sie müssen nicht unbedingt ein besseres Agame haben als du, dafür spielen sie quasi immer ihr agame.

      Wenn du einen riesenfehler pro session machst und sonst super spielst kanns schon sein, dass du nicht mehr +ev spielst, obwohl du eigentlich ein sehr guter spieler bist.
      Ich würd dass mal mit Martin Demichelis vergleichen - er hats auf jeden Fall total drauf. Dafür verkackt er es ab und zu richtig über - er ist quasi für jedes Tor schuld was Bayern kassiert.

      Wichtig ist ein ausgewogenes gutes spiel. Du musst nicht immer 100% geben. 80% reicht wenn du immer 80% gibst - 100% manchmal und 20% ab und zu zerstört.

      Was ich noch denke - für sie ist einfach jede Hand wichtig - die kleinen Pots. Die Bankroll wird wie das eigene Baby behandelt - da kannst auch nicht mal einen Tag das kleine alleinelassen. Du musst immer da sein - aber auch hier reicht 80%.
    • cYde
      cYde
      Black
      Dabei seit: 04.12.2006 Beiträge: 12.690
      Original von cromicron
      Du musst nicht immer 100% geben. 80% reicht wenn du immer 80% gibst - 100% manchmal und 20% ab und zu zerstört.
      Den Teil ca. 5 Mal gelesen und immernoch nicht verstanden. Epic Satzbau.
    • Toerke79
      Toerke79
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2009 Beiträge: 6.133
      Also für mich persönlich weiß ich, dass ich drölfmal so erfolgreich pokern würde, wenn ich das entsprechende mindset hätte.
    • Toerke79
      Toerke79
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2009 Beiträge: 6.133
      Original von cYde
      Original von cromicron
      Du musst nicht immer 100% geben. 80% reicht wenn du immer 80% gibst - 100% manchmal und 20% ab und zu zerstört.
      Den Teil ca. 5 Mal gelesen und immernoch nicht verstanden. Epic Satzbau.
      Auch keine Chance es zu raffen. Aber geil! So bringt man Leute zum nachdenken... :heart: :heart: :heart:
    • cromicron
      cromicron
      Bronze
      Dabei seit: 19.05.2008 Beiträge: 151
      Ok ich les auch grad den Satz - sorry.

      Das war so gemeint. Sagen wir es gibt spieler A. Sein Skill ist im Falle von Agame 80% des Skills von Spieler B. Nur leider ist B eine Art Künstler, der wenn er in the zone ist geniales Poker spielt. leider tiltet er leicht und ist oft unkonzentriert, sodass er ab und zu 20% spielt.
      B jedoch hat nicht allzuviel Talent und ist nicht seehr Intelligent - er hat durch hartes grinden und Video anschauen sein maximales Potential erreicht. Liegt bei 80% von Spieler As agame. Er ist aber sehr diszipliniert - und somit spielt er so gut wie immer seine 80%.

      A geht andauernd broke - aber alle wissen dass er ein Genie ist - jedoch leiht er sich ständig Geld aus und verbrät es wieder. B spielt mit 2BB/100 und ist winning player.

      Um jetzt ganz nach oben zu kommen brauchst du Genius, Disziplin und Motivation und Doping - schaut euch Durrr an wenn er interviews gibt - der ist vollgepumpt mit Ritalin - Meth und allem mögliichen scheiß.
    • doubleJay
      doubleJay
      Black
      Dabei seit: 09.10.2006 Beiträge: 6.234
      sie können gegner akkurater auf ranges setzen
      sie tilten weniger (= anteilsmäßig mehr a-game)

      aber:
      Original von MyLady17
      Weiß ein guter Spieler im Kopf sofort jegliche Hände die ein thinking Player in dieser Situation openraist? -->

      Mein Equilator zeigt mir folgende Range an:

      22+, A2s+, K8s+, Q9s+, J9s+, T8s+, 97s+, 86s+, 75s+, 64s+, 54s, 43s, A6o+, KTo+, QTo+, JTo


      [...]

      Wenn der Flop jetzt 983 Rainbow kommt, weiß ein guter Spieler wie oft Villain auf diesen Boards jetzt ein Set, Overpair, Draws oder einfach nur Trash hält? Und das in genauen Prozentzahlen?
      das habe ich mich auch schon gefragt bei den top spielern
    • MacSemillian
      MacSemillian
      Bronze
      Dabei seit: 09.03.2005 Beiträge: 433
      mindset bzw upswing
    • PLSDontCallMe
      PLSDontCallMe
      Bronze
      Dabei seit: 18.10.2007 Beiträge: 1.519
      Wenn der Flop jetzt 983 Rainbow kommt, weiß ein guter Spieler wie oft Villain auf diesen Boards jetzt ein Set, Overpair, Draws oder einfach nur Trash hält? Und das in genauen Prozentzahlen?

      auch wenn ich mich nicht als guten spieler bezeichnen darf...
      hab ich schon meist ne ziemlich gute vorstellung davon, was der andere hält (weil ich mir eben merke, mit welchen händen / wie oft er im schnitt openraist und deshalb in gewissen kategorien denke und setz das dann auch in einer mathematischen relation (wenn auch nicht exakt, sondern eher rudimentär)).
      zudem kommen auch noch andere faktoren zum tragen, wie zb. die callingrange des villians (manche lags zb. callen dort auch any pair / floaten halt ebenfalls ip. in solch einer battle of the blinds/opr situation).
      und je nachdem wie weit die callingrange ist (oder was für ne history wir haben), bette ich dann auch zb. auch nochmal das middlepair for value oder c/raise halt mit crap/ner halbwegssoliden hand.

      was aber gute spieler auszeichnet, ist a) logisches denkvermögen (was überdurchschnittlich gut ausgeprägt sein muss)
      sowie eine gute aufnahme- und erinnerungsfähigkeit.
      die zuletzt genannten kompetenzen kann man mittels intensivem training (autogenes training/meditation, progressives erinnerungstraining) und zb. amphetamin-ähnlichen substanzen steigern.
      auch noch sehr nützlich ist eine gewisse tiltresistenz (sprich also allgemein ein gutes mindset erforderlich, um sich aus dem durchschnitt hervorzuheben. denn die basics (unterscheidung zwischen marginalen/starken karten, pot odds, positionsspiel, kategorisierung der spieler) kann eigentlich jeder onlinereg auf nl200+).
    • Diamat
      Diamat
      Bronze
      Dabei seit: 15.04.2007 Beiträge: 433
      Original von doubblejaay
      sie können gegner akkurater auf ranges setzen
      sie tilten weniger (= anteilsmäßig mehr a-game)

      aber:
      Original von MyLady17
      Weiß ein guter Spieler im Kopf sofort jegliche Hände die ein thinking Player in dieser Situation openraist? -->

      Mein Equilator zeigt mir folgende Range an:

      22+, A2s+, K8s+, Q9s+, J9s+, T8s+, 97s+, 86s+, 75s+, 64s+, 54s, 43s, A6o+, KTo+, QTo+, JTo


      [...]

      Wenn der Flop jetzt 983 Rainbow kommt, weiß ein guter Spieler wie oft Villain auf diesen Boards jetzt ein Set, Overpair, Draws oder einfach nur Trash hält? Und das in genauen Prozentzahlen?
      das habe ich mich auch schon gefragt bei den top spielern

      Es ist erstens kein Kunststück, sich zu jeder ganzzahligen Range (in %) die Hände rauszusuchen, aufzuschreiben, auszudrucken und beim Pokern in den entsprechenden Situation draufzuschauen. Irgendwann hat man das vielleicht im Urin.

      Aber sich wie in site777 Theoriecoachings gegen villain am flop die equity auszurechnen ist glaube ich vor NL200 overplaying.
      Der Trick ist meiner Meinung nach, dass man sich reads auf villains betverhalten über die streets aufbaut. Die meisten ABC-Pokerer sind sowas von exploitable, dass die quasi mit offenen Karten spielen. Und wenn man sich diesen Dreh (in Kombination mit postflopstats) angeeignet hat, dann ist man glaube ich ein wirklich guter Pokerer. Kommt vielleicht Eddy Philosophie vom "aus den Bauch heraus" schon nahe.