BWL: bestandsänderung....

    • FMAeneas
      FMAeneas
      Bronze
      Dabei seit: 27.03.2006 Beiträge: 1.077
      sorry, hab dienstag ne Prüfung und mal ne Frage Es geht um Rechnungswesen, Erfolgsrechnung.... realisationsprinzip, Periodisierung und Stetigkeit der verfahren als accounting standards.... nun hab ich aber ein Beispiel in nem Buch, bei dem eine Unternehmung unter Betriebsertrag (in der Erfolgsrechnung) neben Umsatzerlös und übrigem operationellem Ertrag noch die Bestandesänderung hinzunimmt. widerspricht sich das Realisationsprinzip (hoffe das heisst bei euch gleich) nicht mit dem hinzunehmen der Bestandesänderung, weil die Bestandesänderung doch noch keine unwiderruflich getätigten Verkäufe sind. (selbst wenn man sie nur zu Produktionskosten verbucht) glaube mich an ein Beispiel zu erinnern, wo Chrysler irgendein bestimmtes Modell produzierte und das an die Händler verteilt hat, gleichzeitig haben sie das schon als Erfolg verbucht. dann haben sie die Exemplare nich weggebracht und mussten Rabatte gewähren, sodass die vohherigen Erträge nich mehr übereinstimmten... hoffe Frage ist klar, und danke schon mal für Antworten.... gruss FMAeneas
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    • McClaud
      McClaud
      Bronze
      Dabei seit: 11.10.2006 Beiträge: 341
      das UN in deinem beispiel stellt die GuV nach dem Gesamtkostenverfahren (§275 II HGB) auf. demnach ist es legitim die erhöhung oder verminderung an beständen in der guv auszuweisen... das realisationsprinzip bezieht sich auf realisierte gewinne. da ja die produkte zu herstellkosten in den bestandsveränderungen erfasst werden liegt kein widerspruch zum realisationsprinzip vor. die herstellkosten enthalten gem. §255 HGB keinerlei gewinnaufschläge. entstehen, wie in deinem chrysler beispiel, durch irgendwelche umstände wertverluste sind diese zu lasten der bilanziellen bestandswerte der produkte abzuschreiben.
    • OurSilence
      OurSilence
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2006 Beiträge: 1.673
      Es ist ganz egal, ob Du die fertigen Erzeugnisse als Lagerzugang aktivierst (GKV), oder die Aufwendungen nach (UKV) verteilst. Das Ergebnis ist das selbe. Das mit dem Realisationsprinzip hast du etwas falsch verstanden, wie McClaud schon sagte bezieht es sich nur auf nicht realisierte Gewinne und auf nicht anderes.
    • Ajezz
      Ajezz
      Black
      Dabei seit: 19.07.2005 Beiträge: 10.245
      In diesem Fall (Gesamtkostenverfahren) kürzen ja die Aufwendungen für produzierte, aber noch nicht verkaufte Produkte den Jahresüberschuß. Diese Produkte erhöhen den Lagerbestand und werden erst in späteren Perioden verkauft; erst dann fällt nach dem Realisationsprinzip der Gewinn an. Da nach dem Prinzip der sachlichen Abgrenzung die diesen Erlösen zugehörigen Aufwendungen in der selben Periode anfallen müssen, hast du in der aktuellen GuV zuviel abgezogen; du mußt also korrigieren, indem du die Bestandsveränderung als Ertrag berücksichtigst. Beispiel: Du produzierst 100 Produkte zu Herstellungskosten von je 7. Du verkaufst 80 Produkte davon zu je 10. Umsatzkostenverfahren: Gewinn = 80*10 - 80 *7 = 240. Gesamtkostenverfahren: Gewinn = 80*10 - 100*7 + 20*7= 240. Das Ergebnis ist gleich, weil du im GKV den Lagerbestand von 140 (20*7) als Ertrag dazurechnest.