fremdgehen

    • GoWithTheFlow
      GoWithTheFlow
      Bronze
      Dabei seit: 15.03.2008 Beiträge: 155
      viell kennt hier der eine oder andere den text aus dem ich zitiere:

      "....denn um es mal mit den Worten einer Bulemikerin auszudrücken: "Ich esse nie dort wo ich kotze". Das heißt für Dich, dass sie zwar gerne ihre Sorgen bei Dir ablädt, sich ihren Spaß aber woanders und nicht bei Dir - ihrer seelischen Müllhalde - holen wird."


      eine these:

      je weniger in einer beziehung über die innersten persönlichen ängste, wünsche, probleme, usw geredet wird, desto geringer ist ist die gefahr (aus oben genanntem grund), dass fremdgegangen wird.


      was meint ihr so?

      is mir grad auf dem klo eingefallen... :) und mir fallen schon zig sachen dazu ein, wollt aber einfach mal was in den raum werfen, wer weiß was am ende rauskommt.
  • 11 Antworten
    • Romeryo
      Romeryo
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2008 Beiträge: 12.600
      Ich glaub Assi Toni hat Recht, auch wenner ein Assi is :)
      Im Übrigen muss fremdgehen nicht zwangsläufig logische Gründe haben, Gelegenheit macht Liebe~
    • draghkar
      draghkar
      Bronze
      Dabei seit: 16.08.2006 Beiträge: 12.432
      ich kenne die begrifflichkeit, der vergleich hinkt hier aber mmn.
      der punkt vom vom sorgen abladen bei einem guten und freund und dann nichts mit ihm anfangen wollen ist ein großer unterschied zum sorgen abladen bei dem partner und dann nicht treu sein.
      gerade wenn man über wirklich persönliche dinge in einer beziehung spricht ist die "gefahr" dass ein partner fremdgeht geringer, weil die bindung in meinen augen viel stärker ist.
      zudem steigt die hemmschwelle, weil man größere angst hat einen menschen zu verletzen. bei einer eher oberflächlichen beziehung sieht das ganze nicht so aus.

      das preisgeben persönlicher ängste, wünsche usw. sollte aber natürlich auf gegenseitigkeit beruhen, sonst macht die ganze these keinen sinn.
    • Gund4m
      Gund4m
      Bronze
      Dabei seit: 04.06.2006 Beiträge: 464
      falsch ....

      der einzige unterschied ist imho ob man sich ausheult beim partner ... oder ihm sagt was einen bedrückt ...

      wenn man ihn selber zu seiner seelischen müllhalde macht

      dann geht er fremd ...


      ausserdem darf man zwar auf die sorgen seines partners eingehen .... ihn aber nur dazu ermutigen selber damit klar zu kommen ...

      man muss halt etwas tun weil man seinen partner liebt .... und nicht damit der partner dich liebt

      ausserdem muss man immer darauf achten was deinem partner in der beziehung fehlt, was ihm keine freunde geben können .... wenn man versucht diese dinge zu minimieren ist fremdgehen sehr unwahrscheinlich
    • Romeryo
      Romeryo
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2008 Beiträge: 12.600
      Fremdgehen ist genau so veraltet wie "Treue".
      Das Problem an Partnerschaften heutzutage ist, dass die Partner Besitzansprüche stellen. Dabei kann man einen Mensch nicht besitzen! Man kann nur das Glück haben mit ihm die schönsten Stunden zu teilen. Aber was gibt einem dann das Recht über sein Leben so weit zu bestimmen, dass man seine eigenen Freiheiten nicht mehr auskosten kann? Weil der Mensch ein Egoist ist und es nicht ausstehen kann, wenn jemand anders mit "seinem Spielzeug" spielt. Der Partner gehört nur ihm und ihm allein. Ist es da verwunderlich, dass viele den Partner "betrügen" (Betrug ist es nur wenn es hinter seinem Rücken geschieht), um Bedürfnisse zu befriedigen zu denen der Partner einfach nicht imstande is? Gesetz dem Fall natürlich es wurde vorher versucht das Problem anzusprechen und zu lösen. Aber es ist gar nicht so selten, dass im Laufe der Zeit einfach ein stärkeres Interesse daran besteht mal wieder etwas Neues zu erfahren. Weil Stillstand der größte Liebeskiller ist. Es ist auch nicht im Sinne der Liebe, wenn man Besitzansprüche an den Partner stellt, es wäre im Sinne diesen selbst entscheiden zu lassen, und wenn er von sich aus treu ist, ist es okay. Emotionale Liebe ist völlig unterschiedlich zur körperlichen, da man beides trennen kann/sollte. Alles andere ist einfach nicht mehr modern.
      Was nicht heißt, dass es einfach ist das auch durchzuziehen oder jemanden mit ähnlichen Ansichten zu finden. Es ist uns eben anerzogen, die Gesellschaft hat es uns schon so tief verankert, dass wir es als normal sehen Besitzansprüche zu erheben. Paradoxerweise macht sie aktuell einen Wandel durch, wonach immer mehr Leute ihren Partner wechseln wie Unterwäsche, ohne jedoch davon abzuweichen es als "schlecht" zu deklarieren. Es ist praktisch die richtige Lösung aus den falschen Gründen.
      Man muss in einer Partnerschaft imho ein Team sein, jedoch unabhängige Leben führen können und in der Lage sein selbstständig glücklich zu sein, welches durch den Partner nur noch verstärkt werden sollte. Und man sollte sich Freiheiten einräumen und Probleme angehen und bearbeiten, wobei das Nichtlösen eines Problems nicht gleich in einer Trennung enden muss. Da zeigt sich wo wahre Liebe und oberflächliche Beziehung die Basis war.

      Naja, nur so als Denkanstoß.
    • Tripper83
      Tripper83
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2008 Beiträge: 4.364
      Original von GoWithTheFlow
      eine these:

      je weniger in einer beziehung über die innersten persönlichen ängste, wünsche, probleme, usw geredet wird, desto geringer ist ist die gefahr (aus oben genanntem grund), dass fremdgegangen wird.
      das ist eine der dümmsten Thesen, die ich über Beziehungen gelesen habe.
    • XeroHTLP
      XeroHTLP
      Bronze
      Dabei seit: 17.04.2009 Beiträge: 2.963
      Original von draghkar
      ich kenne die begrifflichkeit, der vergleich hinkt hier aber mmn.
      der punkt vom vom sorgen abladen bei einem guten und freund und dann nichts mit ihm anfangen wollen ist ein großer unterschied zum sorgen abladen bei dem partner und dann nicht treu sein.
      gerade wenn man über wirklich persönliche dinge in einer beziehung spricht ist die "gefahr" dass ein partner fremdgeht geringer, weil die bindung in meinen augen viel stärker ist.
      zudem steigt die hemmschwelle, weil man größere angst hat einen menschen zu verletzen. bei einer eher oberflächlichen beziehung sieht das ganze nicht so aus.

      das preisgeben persönlicher ängste, wünsche usw. sollte aber natürlich auf gegenseitigkeit beruhen, sonst macht die ganze these keinen sinn.
      hätt nich erwartet von dir sowas gescheites zu lesen nachdem ich gesehen hab wie du an den Tischen flamen kannst. hut ab
    • FireballHikari
      FireballHikari
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2006 Beiträge: 112
      Original von GoWithTheFlow
      viell kennt hier der eine oder andere den text aus dem ich zitiere:

      "....denn um es mal mit den Worten einer Bulemikerin auszudrücken: "Ich esse nie dort wo ich kotze". Das heißt für Dich, dass sie zwar gerne ihre Sorgen bei Dir ablädt, sich ihren Spaß aber woanders und nicht bei Dir - ihrer seelischen Müllhalde - holen wird."


      eine these:

      je weniger in einer beziehung über die innersten persönlichen ängste, wünsche, probleme, usw geredet wird, desto geringer ist ist die gefahr (aus oben genanntem grund), dass fremdgegangen wird.


      was meint ihr so?

      is mir grad auf dem klo eingefallen... :) und mir fallen schon zig sachen dazu ein, wollt aber einfach mal was in den raum werfen, wer weiß was am ende rauskommt.
      Es ist genau andersrum. Um mal beim Beispiel zu bleiben, Wenn du Bulemi hast, wirsdt du dir keine Wohnung mit Kühlschrank aber ohne Klo beziehen oder?
    • Beelze089
      Beelze089
      Bronze
      Dabei seit: 30.09.2007 Beiträge: 1.617
      Der Begriff "seelische Müllhalde" impliziert schon eine ungleiche Rollenverteilung und Respektlosigkeit in der Beziehung. Ich frage mich, ob das Zitat sich überhaupt auf eine Beziehung bezieht.

      Wie schon gesagt wurde, ist es ein Unterschied sich auszukotzen oder sich einfach bloss mitzuteilen.
    • masa88x
      masa88x
      Bronze
      Dabei seit: 05.01.2009 Beiträge: 1.928
      Original von Romeryo
      Fremdgehen ist genau so veraltet wie "Treue".
      Das Problem an Partnerschaften heutzutage ist, dass die Partner Besitzansprüche stellen. Dabei kann man einen Mensch nicht besitzen! Man kann nur das Glück haben mit ihm die schönsten Stunden zu teilen. Aber was gibt einem dann das Recht über sein Leben so weit zu bestimmen, dass man seine eigenen Freiheiten nicht mehr auskosten kann? Weil der Mensch ein Egoist ist und es nicht ausstehen kann, wenn jemand anders mit "seinem Spielzeug" spielt. Der Partner gehört nur ihm und ihm allein. Ist es da verwunderlich, dass viele den Partner "betrügen" (Betrug ist es nur wenn es hinter seinem Rücken geschieht), um Bedürfnisse zu befriedigen zu denen der Partner einfach nicht imstande is? Gesetz dem Fall natürlich es wurde vorher versucht das Problem anzusprechen und zu lösen. Aber es ist gar nicht so selten, dass im Laufe der Zeit einfach ein stärkeres Interesse daran besteht mal wieder etwas Neues zu erfahren. Weil Stillstand der größte Liebeskiller ist. Es ist auch nicht im Sinne der Liebe, wenn man Besitzansprüche an den Partner stellt, es wäre im Sinne diesen selbst entscheiden zu lassen, und wenn er von sich aus treu ist, ist es okay. Emotionale Liebe ist völlig unterschiedlich zur körperlichen, da man beides trennen kann/sollte. Alles andere ist einfach nicht mehr modern.
      Was nicht heißt, dass es einfach ist das auch durchzuziehen oder jemanden mit ähnlichen Ansichten zu finden. Es ist uns eben anerzogen, die Gesellschaft hat es uns schon so tief verankert, dass wir es als normal sehen Besitzansprüche zu erheben. Paradoxerweise macht sie aktuell einen Wandel durch, wonach immer mehr Leute ihren Partner wechseln wie Unterwäsche, ohne jedoch davon abzuweichen es als "schlecht" zu deklarieren. Es ist praktisch die richtige Lösung aus den falschen Gründen.
      Man muss in einer Partnerschaft imho ein Team sein, jedoch unabhängige Leben führen können und in der Lage sein selbstständig glücklich zu sein, welches durch den Partner nur noch verstärkt werden sollte. Und man sollte sich Freiheiten einräumen und Probleme angehen und bearbeiten, wobei das Nichtlösen eines Problems nicht gleich in einer Trennung enden muss. Da zeigt sich wo wahre Liebe und oberflächliche Beziehung die Basis war.

      Naja, nur so als Denkanstoß.
      einer der besten posts die ich in diesem forum gelesen hab
    • gromit78
      gromit78
      Bronze
      Dabei seit: 26.04.2008 Beiträge: 1.975
      Die Frau die OT oben beschreibt, hat noch nicht ganz begriffen, dass sie eher eine Weile auf Sex verzichten kann, als auf ihre Müllhalde! :-) Oder Mann hat es ihr noch nicht bewiesen! Es soll auch schon vorgekommen sein das die Müllhalde so gut war,...
      Lassen wir das. Jeder kriegt was er verdient. :-)
    • Th0m4sBC
      Th0m4sBC
      Bronze
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 7.550
      Original von Romeryo
      Fremdgehen ist genau so veraltet wie "Treue".
      Das Problem an Partnerschaften heutzutage ist, dass die Partner Besitzansprüche stellen. Dabei kann man einen Mensch nicht besitzen! Man kann nur das Glück haben mit ihm die schönsten Stunden zu teilen. Aber was gibt einem dann das Recht über sein Leben so weit zu bestimmen, dass man seine eigenen Freiheiten nicht mehr auskosten kann? Weil der Mensch ein Egoist ist und es nicht ausstehen kann, wenn jemand anders mit "seinem Spielzeug" spielt. Der Partner gehört nur ihm und ihm allein. Ist es da verwunderlich, dass viele den Partner "betrügen" (Betrug ist es nur wenn es hinter seinem Rücken geschieht), um Bedürfnisse zu befriedigen zu denen der Partner einfach nicht imstande is? Gesetz dem Fall natürlich es wurde vorher versucht das Problem anzusprechen und zu lösen. Aber es ist gar nicht so selten, dass im Laufe der Zeit einfach ein stärkeres Interesse daran besteht mal wieder etwas Neues zu erfahren. Weil Stillstand der größte Liebeskiller ist. Es ist auch nicht im Sinne der Liebe, wenn man Besitzansprüche an den Partner stellt, es wäre im Sinne diesen selbst entscheiden zu lassen, und wenn er von sich aus treu ist, ist es okay. Emotionale Liebe ist völlig unterschiedlich zur körperlichen, da man beides trennen kann/sollte. Alles andere ist einfach nicht mehr modern.
      Was nicht heißt, dass es einfach ist das auch durchzuziehen oder jemanden mit ähnlichen Ansichten zu finden. Es ist uns eben anerzogen, die Gesellschaft hat es uns schon so tief verankert, dass wir es als normal sehen Besitzansprüche zu erheben. Paradoxerweise macht sie aktuell einen Wandel durch, wonach immer mehr Leute ihren Partner wechseln wie Unterwäsche, ohne jedoch davon abzuweichen es als "schlecht" zu deklarieren. Es ist praktisch die richtige Lösung aus den falschen Gründen.
      Man muss in einer Partnerschaft imho ein Team sein, jedoch unabhängige Leben führen können und in der Lage sein selbstständig glücklich zu sein, welches durch den Partner nur noch verstärkt werden sollte. Und man sollte sich Freiheiten einräumen und Probleme angehen und bearbeiten, wobei das Nichtlösen eines Problems nicht gleich in einer Trennung enden muss. Da zeigt sich wo wahre Liebe und oberflächliche Beziehung die Basis war.

      Naja, nur so als Denkanstoß.
      Der einzige Ansporn des Menschen ist nunmal der Eogismus. Punkt aus, Ende. Daher ist genauso natürlich, sich in seiner "Freiheit" (welche durchaus durch die allgemeingültigen "Vorstellungen" der "Beziehungs-Regeln" eingeschränkt wird) nicht beschneiden lassen zu wollen wie der Versuch den Partner in seinen Freiheiten zu beschneiden, weil man nicht durch das Fremdgehen des Partners verletzt werden möchte. Das Geschwafel von wegen Freiheiten einräumen ist insofern lächerlich, weil man diese Freiheiten ja nur einräumt, damit das selbe Recht (oder ein grösseres) im Gegenzug ebenso erhält. Alles was macht ist eine Anpassung der "Spiel-Regeln" vorzunehmen und wenn dem Partner dies nicht passt, hat man nun den Vorwand, dass der Partner ja "veraltete" Regeln hätte und man nicht mehr kompatibel sei (Egoismus-These lässt grüssen), wodurch man sich ohne schlechtes Gewissen vom Partner trennen kann.