Zeemaneffekt, Natriumdampflampe, Prisma ???

    • 7yoda7
      7yoda7
      Bronze
      Dabei seit: 16.11.2007 Beiträge: 267
      Hi,

      ich habe im Physik-Praktikum den Versuch "Zeeman-Effekt" durchegführt. Dabei geht es um die Aufspaltung von Spektrallinien in einem äußeren Magnetfeld. (mehr dazu)
      Dabei habe ich das Licht einer Natriumdampflampe benutzt. Neben der Natriumdampflampe wurde dabei ein Prisma aufgestellt. Das Licht passiert zuerst das Prisma, bevor es auf ein Fabry-Perot-Interferometer (klick) trifft.

      Kann mir einer sagen, welchen Zweck dabei das Prisma erfüllt?
      (Dass das Licht je nach Wellenlänge verschieden stark gebrochen wird, weiß ich. :) Nur was bringt mir das? Das Prisma wurde einmal aufgestellt und dann nicht mehr bewegt.)
  • 4 Antworten
    • SoWe
      SoWe
      Global
      Dabei seit: 10.01.2008 Beiträge: 2.397
      ja, unterschiedliche wellenlängen unterschiedlich stark gebrochen wie du sagst, und das führt dazu, dass die einzelnen wellenlängen auseinanderlaufen... um sie zu trennen, sie einzelnd betrachten zu können

      http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/24/Prism-rainbow.svg

      das is so selbsterklärend, mehr kann ich da nich zu sagen
    • 7yoda7
      7yoda7
      Bronze
      Dabei seit: 16.11.2007 Beiträge: 267
      Eine Natriumdampflampe besitzt ja nur zwei Wellenlängen, die sog. D1- bzw. D2-Linie. Dann wurde mit dem Prisma wohl einfach einer der beiden ausgewählt. Mich stört nur, dass ich mir ganz sicher beide Linien angeschaut habe ohne das Prisma einmal zu bewegen. Es würde imo Nur Sinn machen, wenn ich das Prisma einmal so aufstelle, dass die D1-Linie auf das Interferometer trifft und dann das Prisma so drehe, dass danach die D2-Linie auf das Interferometer trifft.
      Meiner derzeitige Vermutung ist, dass man das Prisma nur braucht, damit beide Linien unter einem anderen Winkel auf das Interferometer treffen...
    • DrJ22
      DrJ22
      Bronze
      Dabei seit: 17.04.2006 Beiträge: 759
      Ich habe jetz gerade keine Zahlen im Kopf, aber wenn euer Interferometer keine allzu große Finesse hat, könnt ihr u.U. die beiden ähnlich starken Spektrallinien nicht gut unterscheiden, bzw, überlagern die sich und deformieren das Signal.

      Wenn du ein Prisma davorstellst, ändert sich die Einkopplung ins Interferometer äbhängig von der Frequenz. Eine besondere Frequenz wird "genau" gerade ins Interferometer eingekoppelt, hat also maximale Transmission, während alle anderen Frequenzen schräg ins Interferometer laufen. Dadurch verringert sich dann deren Transmission durch das Interferometers und die "Störung" der zweiten Spektrallinie wirkt sich weniger aus, bzw. die beiden Linien sind besser unterscheidbar.
    • coolalzi
      coolalzi
      Bronze
      Dabei seit: 01.10.2006 Beiträge: 2.075
      Original von DrJ22
      Ich habe jetz gerade keine Zahlen im Kopf, aber wenn euer Interferometer keine allzu große Finesse hat, könnt ihr u.U. die beiden ähnlich starken Spektrallinien nicht gut unterscheiden, bzw, überlagern die sich und deformieren das Signal.

      Wenn du ein Prisma davorstellst, ändert sich die Einkopplung ins Interferometer äbhängig von der Frequenz. Eine besondere Frequenz wird "genau" gerade ins Interferometer eingekoppelt, hat also maximale Transmission, während alle anderen Frequenzen schräg ins Interferometer laufen. Dadurch verringert sich dann deren Transmission durch das Interferometers und die "Störung" der zweiten Spektrallinie wirkt sich weniger aus, bzw. die beiden Linien sind besser unterscheidbar.
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