"Kunde" stellt Strafanzeige, Chancen?

    • peanutbutterjellytime
      peanutbutterjellytime
      Global
      Dabei seit: 19.03.2010 Beiträge: 15
      Hallo und einen schönen guten Tag,

      Ich frage im Namen eines Freundes, der nicht bei Pokerstrategy registriert ist, wie ich hier jedoch mehrmals gesehen habe, streunen sich hier viele Leute mit verschiedensten Fachgebieten rum.

      Die Tatsachen sehen momentan so aus (Falls ich was vergesse, fragt einfach, ich lege hier die Fakten auf, die mir bekannt ist - und ja, es dreht sich wirklich um einen "Freund" und er ist nicht imaginär)


      -----------


      - Aaaaalso, soweit ich mitbekommen habe, verkauft er hin und wieder Dinge auf eBay, da er ein Nerd ist und 8h am Tag 'World of Warcraft' zockt, verkauft er sogar virtuelle Güter in Form von Gold (Spielewährung).
      Aber auch viele private Dinge wie Kleider.

      Nun entstand ein Clinch zwischen einem Käufer (nennen wir ihn "K") und meines Bekannten, der Verkäufer (nennen wir ihn "homo" )

      -"homo" hatte sogar einen kleinen Shop.

      -"K" hat ihm 229.- Euro im Monat Oktober 2009 auf sein Bankkonto überwiesen (virtuelles Gut)

      -"homo" hat das virtuelle Gut im Spiel übergeben.

      -Einen Tag danach lief "K" zur Bank und erstellte einen Auftrag um das Geld wieder einzuziehen.

      -Tags darauf erhielt "homo" die Nachricht von der Bank, diese fragte ihn ob das für ihn ok ist, diese wird erst handeln, wenn sie die Erlaubnis von "homo" mit einer Unterschrift hat. Diese verwehrte er.

      - Mittlerweile sind 6 Monate vorrüber gezogen ohne eine Nachricht oder eine Mail von "K" erhalten zu haben.

      - "homo" erhielt gestern einen Brief in dem was von einem Ermittlungsverfahren und "Überweisungsbetrug" drin steht, er solle doch am Monat zur Polizeistation fahren. Er muss sich also melden da er der Beschuldigte ist.


      - Es existiert KEIN Kauf auf ebay, "K" überwies das Geld wohl einfach so ohne einen Vertrag der bei einem Kauf auf eBay zustande kommt.



      Nun stellt sich die Frage, wie "homo" sich am besten verhalten soll wenn er am Montag bei der Polizei erscheint. Muss er ebay überhaupt erwähnen? Schliesslich existiert nichts, rein gar nichts, kein Kaufvertrag, keine Belege, nichts.
      Was soll er behaupten wieso das Geld auf seinem Konto überwiesen wurde?
  • 24 Antworten
    • nomi2k
      nomi2k
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2008 Beiträge: 7.482
      da kommen paar fragen auf:

      sind WOW Gold verkaufen von Blizzard erlaubt?

      Wo wurde der Tausch vereinbart? Per Mail?

      also IMO ist es so dass er einfach die Mails oder Chatlogs ähnliches (da wo er die Kontodaten etc. übergeben hat und der Preis vereinbart wurde) ausdrucken kann und als beweis vorlegen.
      Eventuell noch von Blizzard (wenn das möglich ist) eine Bestätigung das Gold an den spieler überwiesen wurde.
    • dwade1984
      dwade1984
      Bronze
      Dabei seit: 19.01.2007 Beiträge: 8.292
      Vorweg: Ist nur meine Meinung, bin kein Jurist o.ä. Verkauf von WoW-Gold ist verboten und er wird sein Geld imho nicht zurückbekommen. homo im Glück, sozusagen.
    • Sefant77
      Sefant77
      Bronze
      Dabei seit: 10.04.2006 Beiträge: 14.906
      "homo" erhielt gestern einen Brief in dem was von einem Ermittlungsverfahren und "Überweisungsbetrug" drin steht, er solle doch am Monat zur Polizeistation fahren. Er muss sich also melden da er der Beschuldigte ist.

      Ist das Schreiben auch wirklich offiziell oder hat sich K was selber zusammengeschustert?

      Ein anderes Problem was homo noch kriegen kann ist wenn er unter seinem privaten Ebayaccount schon in gewerblichen Ausmaß tätig ist.
    • Quaalude
      Quaalude
      Bronze
      Dabei seit: 28.10.2007 Beiträge: 2.043
      Original von dwade1984
      Vorweg: Ist nur meine Meinung, bin kein Jurist o.ä. Verkauf von WoW-Gold ist verboten und er wird sein Geld imho nicht zurückbekommen. homo im Glück, sozusagen.
      Verboten ist der (Ver-)Kauf höchstens in den AGBs von Blizzard. Auf das Zivilrecht wird das wohl keinen Einfluss haben.
    • AGermanCutie
      AGermanCutie
      Bronze
      Dabei seit: 09.11.2007 Beiträge: 196
      Blizzard müsst ihr bei der Sache aussen vorlassen, die sehn net gern wenn ihr Gold verkauft wird ^^.

      Ansonsten muss das Geschäft doch irgendwo abgelaufen sein?

      Falls ingame, wird dein Freund wohl ohne Screenshot blöd dastehn ( wobei ich mir ingame fast nicht vorstellen kann, da die Chats da auch von Blizzard protokolliert werden )
    • kaisler911
      kaisler911
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2007 Beiträge: 2.080
      Aber: Steht da nich Aussage gegen Aussage? Wie soll man dem einen beweisen, dass er das Geld unrechtmäßig bekommen hat? Außerdem ist man nicht selber Schuld, wenn man jetzt auf ein "falsches Konto" überweist? Überweisungsbetrug wäre das ja dann eig nur wenn man die Unterschrift deines Kollegen auf dem Überweisungsträger finden würde, bzw. die Handschrift.
    • Furo
      Furo
      Silber
      Dabei seit: 06.04.2007 Beiträge: 11.046
      Wieso heißt der Freund denn homo?
    • dwade1984
      dwade1984
      Bronze
      Dabei seit: 19.01.2007 Beiträge: 8.292
      Original von Quaalude
      Original von dwade1984
      Vorweg: Ist nur meine Meinung, bin kein Jurist o.ä. Verkauf von WoW-Gold ist verboten und er wird sein Geld imho nicht zurückbekommen. homo im Glück, sozusagen.
      Verboten ist der (Ver-)Kauf höchstens in den AGBs von Blizzard. Auf das Zivilrecht wird das wohl keinen Einfluss haben.
      Ouch stimmt, du hast natürlich recht!
    • AGermanCutie
      AGermanCutie
      Bronze
      Dabei seit: 09.11.2007 Beiträge: 196
      Was mich wundert dass K, ne eigene Überweisung wieder einziehn kann immerhin hat er sie ja selber getätigt und nicht über Lastschrift.

      Ansonsten falls dein Freund dass öfters macht, bei allen Geschäften Screenshots und etc machen, dann steht man im nachhinein nicht mit leeren Händen da.
    • 4ultima
      4ultima
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2008 Beiträge: 3.158
      Original von Furo
      Wieso heißt der Freund denn homo?
      Viel mehr frag ich mich: Wenn es wirklich nur ein "Freund" in Anführungszeichen ist, wie er behauptet... warum schert's ihn dann überhaupt?
    • Furo
      Furo
      Silber
      Dabei seit: 06.04.2007 Beiträge: 11.046
      Vielleicht ist es ja sein "Freund" gnihihi :)
    • NNNexX
      NNNexX
      Bronze
      Dabei seit: 11.11.2007 Beiträge: 1.413
      Ein Vertrag kommt durch 2 sich deckende Willenserklärungen zu Stande und ist grundsätzlich formfrei. Es reicht also auch eine mündliche Übereinkunft oder was es auch immer gegeben hat.
      Die Beweisproblematik ist allerdings so gesehen für das BGB nicht relevant, für die Praxis dagegen durchaus, weswegen man im Allgemeinen immer darauf achtet "was Handfestes" in Händen zu halten. Im Prinzip steht ja dann Aussage gegen Aussage, was dann zu Gunsten von homo ausgehen könnte. Kenne mich im Strafrecht allerdings nicht aus...
    • GinTonic999
      GinTonic999
      Bronze
      Dabei seit: 08.12.2007 Beiträge: 505
      Ohne ein Jurist zu sein, aber implizit ist ein Vertrag zustande gekommen.
      K hat Geldueberwiesen, homo hat eine Ware geliefert (wenn homo dies auch beweisen kann.)
      Situation im realen Leben, Beispiel von meinem ehemaligen Rechtprof: Du gehst zum Baecker und legst wortlos 30cent auf den Tresen, Du bekommst wortlos ein Broetchen und gehst. => Vertrag, da implizit Angebot: 30cent fuer ein Broetchen und annahme, das Broetchen wurde uebergeben.
      Einzig die Beweislast mag schwierig sein.

      Gruss
      GT

      Edit:
      Mist eine Minute zu spaet.
    • DonMidi
      DonMidi
      Bronze
      Dabei seit: 01.01.2008 Beiträge: 75
      Schau mal im Wikipedia was Überweisungsbetrug ist !!
    • groovechampion
      groovechampion
      Bronze
      Dabei seit: 07.05.2009 Beiträge: 1.947
      Heißt Dein Freund zufällig FÜRST mit Nachnamen?

      Gruß

      K
    • WhiteDevil
      WhiteDevil
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 243
      also so wie ich das sehe (bin auch kein jurist ;) ) ist "homo" wohl in der beweispflicht, er müsste nachweisen, dass er den "artikel" wirklich an "k" geliefert hat... das wird vermutlich nicht so einfach für ihn werden oder? "k" kann ja den kaufvertrag und die zahlung nachweisen...
      naja, ich denk mal im schlimmsten fall muss er "k" das geld zurück geben... aber ne strafe wird er bestimmt nicht bekommen...

      ich habe gerade so einen ähnlichen fall... ging bei mir aber über ebay und um einen nicht virtuellen artikel... ;)
    • moarsi
      moarsi
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2006 Beiträge: 1.620
      Original von Furo
      Vielleicht ist es ja sein "Freund" gnihihi :)
      und deshalb homo :f_p:
    • HoaXi
      HoaXi
      Bronze
      Dabei seit: 30.03.2006 Beiträge: 765
      "Einfach so" wird das Geld ja wohl nicht überwiesen worden sein, ich überweis ja auch nicht "einfach so" 230 Euro an Amazon, in der Hoffnung, dass die mir schon das Richtige schicken.
      Irgendeine Art von Schriftverkehr zur Abwicklung muss es ja gegeben haben, das soll erhalt ausdrucken und fertig.

      Allerdings ist Überweisungsbetrug was anderes, dabei wird mit gefälschter Unterschrift und fremden Kontodaten Geld überwiesen, sprich es könnte sein, dass der Kontoinhaber mit dem Kauf garnix zu tun hatte und daher ohne vorherigen Kontakt eine Rückbuchung veranlasste.

      Er soll halt einfach hingehn und sich anhören, worums geht, er hat sich ja nix zu Schulden kommen lassen, also warum Sorgen machen.
    • FuaVarra
      FuaVarra
      Bronze
      Dabei seit: 03.09.2006 Beiträge: 3.381
      könnte es also so sein:

      Empfänger der ware ist gar nicht wirklich K gewesen. Sprich es gab noch eine weitere person: Fürst.

      Fürst hat mit gefälschter überweisung (da kommt überweisungsbetrug ins spiel) bezahlt und hat ingame die ware erhalten.

      K ist natürlich angepisst, dass da geld von seinem Konto verschwunden ist und möchte das gerne rückgängig machen lassen.

      weiter denkt K, dass Person homo = Person fürst ist, da er sein geld nicht zurückbekommt und zeigt homofürst wegen überweisungsbetrug an. dein freund muss jetzt darlegen, dass er nicht homofürst ist, sondern nur homo ist.
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