Pot commited, Bedeutung?

  • 10 Antworten
    • DaWyatt
      DaWyatt
      Bronze
      Dabei seit: 10.04.2006 Beiträge: 3.434
      mehrere Interpretationsweisen. 1) nehmen wir an, ein Pot ist 20 BB gross, der Gegner macht am River ne Valuebet von 4 BB, die muss ich mit meinem Toppair callen, da die odds viel zu gut sind, dass ich möglicherweise vorne liegen könnte. Im gewissen Sinne ist man committed, man denkt hinten zu liegen, aber auf grund der odds called man. 2) realtion eigener Stack/Stack des Gegners zum Pot. Beides :) , Hast du zum Beispiel einen Shortstack (nicht von hier) und sein Stack ist nur noch ein Witz im Vergleich zum Pot, setzt du ihn mit Toppair all-in, beide sind quasi committed. Wir gehen bestimmt net raus, weils nur noch um einen mickrigen Stack geht. und der andere kann viel gewinnen mit seinem geringen Einsatz. Committen kann man sich zum beispiel auch, in dem man mit AA preflop die Hälfte seines Stacks in der Mitte hat. Das signalisiert, dass man nicht mehr gewillt ist, die Hand wegzulegen. (wie auch immer man das zu stande bringt^^)
    • Banzaiiii
      Banzaiiii
      Bronze
      Dabei seit: 24.12.2006 Beiträge: 198
      Du bist Pot commited wenn du weißt, daß du verloren hast aber trotzdem weiterspielen mußt.
    • tomi
      tomi
      Bronze
      Dabei seit: 25.06.2006 Beiträge: 1.414
      [quote]Original von Banzaiiii Suche Trainingspartner für SSS NL 25 via Skype oder RL-Treffen (Köln/Bonn) Bei Interesse bitte Mail an Christian punkt Koch79 at gmx.de [quote] Es geht um deine Signatur ich komme auch aus der Nähe von Köln spiele allerdings BBS auf NL 10. Also wenn du umsteigen möchtest würd ich mich freuen wenn wir uns gegenseitig coachen könnten Tomi
    • jackoneill
      jackoneill
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 2.480
      Ich denke, Pot-Committed zu sein kommt bei Turnieren viel haeufiger vor als bei Cashgames. Der Grund ist einfach, dass man bei einem Cashgame theoretisch zu jeder Zeit folden kann - ganz gleich wie die Pot-Odds sind - wenn man eindeutig sieht, dass man geschlagen ist. Denn beim Cashgame kann man ja jederzeit einfach Chips nachkaufen und erspart es sich somit, noch mehr Geld zu verlieren. Beim Turnier ist das hingegen anders: sobald man wesentlich mehr als die Haelfte seiner Chips in den Pot investiert hat, macht es kaum noch Sinn zu Folden - entweder gewinnt man die Hand (und dann waere es ja gut, moeglichst All-In gewesen zu sein) - oder man ist sowieso so gut wie tot. Beim Cash-Game koennte ich mir jedoch durchaus Situationen vorstellen, wo ich trotz guter Pot-Odds lieber Folden wuerde: Mal angenommen ich raise bei NL 100 Pre-Flop mit Q:club: T:spade: und das Board kommt: Flop: Q:heart: T:heart: 3:diamond: Turn: 8:heart: River: 8:club: Mal angenommen, ich habe hier am River noch immer 3 Gegner, der eine bettet $50 und anderen beiden callen - was nun ? Eigentlich hervorragende Pot-Odds - wenn man mal annimmt, das zu diesem Zeitpunkt $200 im Pot sind, muesste man $50 callen um $350 zu gewinnen - also Odds von ca. 1:7. Im Turnier koennte man das wohl ruhig callen - zum einen bekommt man hervorragende Odds auf den Call und zum anderen besteht ja durchaus die Moeglichkeit, dass die Gegner hier mit Top-Pair einfach nur bluffen. Im Cash-Game hingegen duerfte eigentlich klar sein, dass man geschlagen ist - es duerften wohl zwei Gegner den Flush haben und der dritte das Full House. Ich waere also auf dem River ganz eindeutig Pot-Committed, aber mir waere ebenso klar, dass ich geschlagen bin - daher ist Pot-Committed sein beim Cash-Game wohl wirklich wissen, dass man geschlagen ist aber trotzdem callen. Gruss, Jack
    • Tembal
      Tembal
      Bronze
      Dabei seit: 10.02.2007 Beiträge: 740
      thx für die aufschlussreichen antworte. so mehr oder weniger habe ich mir das auch vorgestellt.
    • tyche
      tyche
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2005 Beiträge: 297
      Original von jackoneill Ich denke, Pot-Committed zu sein kommt bei Turnieren viel haeufiger vor als bei Cashgames. Der Grund ist einfach, dass man bei einem Cashgame theoretisch zu jeder Zeit folden kann - ganz gleich wie die Pot-Odds sind - wenn man eindeutig sieht, dass man geschlagen ist. Denn beim Cashgame kann man ja jederzeit einfach Chips nachkaufen und erspart es sich somit, noch mehr Geld zu verlieren. Beim Turnier ist das hingegen anders: sobald man wesentlich mehr als die Haelfte seiner Chips in den Pot investiert hat, macht es kaum noch Sinn zu Folden - entweder gewinnt man die Hand (und dann waere es ja gut, moeglichst All-In gewesen zu sein) - oder man ist sowieso so gut wie tot. Beim Cash-Game koennte ich mir jedoch durchaus Situationen vorstellen, wo ich trotz guter Pot-Odds lieber Folden wuerde: Mal angenommen ich raise bei NL 100 Pre-Flop mit Q:club: T:spade: und das Board kommt: Flop: Q:heart: T:heart: 3:diamond: Turn: 8:heart: River: 8:club: Mal angenommen, ich habe hier am River noch immer 3 Gegner, der eine bettet $50 und anderen beiden callen - was nun ? Eigentlich hervorragende Pot-Odds - wenn man mal annimmt, das zu diesem Zeitpunkt $200 im Pot sind, muesste man $50 callen um $350 zu gewinnen - also Odds von ca. 1:7. Im Turnier koennte man das wohl ruhig callen - zum einen bekommt man hervorragende Odds auf den Call und zum anderen besteht ja durchaus die Moeglichkeit, dass die Gegner hier mit Top-Pair einfach nur bluffen. Im Cash-Game hingegen duerfte eigentlich klar sein, dass man geschlagen ist - es duerften wohl zwei Gegner den Flush haben und der dritte das Full House. Ich waere also auf dem River ganz eindeutig Pot-Committed, aber mir waere ebenso klar, dass ich geschlagen bin - daher ist Pot-Committed sein beim Cash-Game wohl wirklich wissen, dass man geschlagen ist aber trotzdem callen. Gruss, Jack
      du bist einfach oft Pot-Commited, wenn du auf Flop oder Turn All-In gesetzt wirst. Selbst wenn deine Outs verdammt wenig sind, dass deine Hand sich noch zur Winnerhand verbessert, musst du manchmal callen, weil dein Reststack so klein ist. Gerade bei Turniere sollte man es irgendmöglich vermeiden sich Pot Commited zu machen.
    • Lance
      Lance
      Black
      Dabei seit: 24.09.2005 Beiträge: 3.268
      Potcomitted ist man sobald man mit einem Fold einen Fehler machen würde. Und es ist nicht so, dass man sich in Tourneys öfter als in Cashgames committed. In Tourneys kann man sogar hin und wieder die odds auf einen Call haben und mit einem Fold trotzdem besser beraten sein.
    • Crovax
      Crovax
      Black
      Dabei seit: 10.09.2006 Beiträge: 11.334
      Das ist wie wenn man an der Kasse ansteht und nach 5 min merkt die andere Kassiererin ist viel schneller aber neu anstellen würde noch länger dauern also bleibt man stehen.
    • Garrison
      Garrison
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2007 Beiträge: 34
      geiles Beispiel von Crovex ...looool
    • DaWyatt
      DaWyatt
      Bronze
      Dabei seit: 10.04.2006 Beiträge: 3.434
      Original von Lance Potcomitted ist man sobald man mit einem Fold einen Fehler machen würde. Und es ist nicht so, dass man sich in Tourneys öfter als in Cashgames committed. In Tourneys kann man sogar hin und wieder die odds auf einen Call haben und mit einem Fold trotzdem besser beraten sein.
      jup, glaub ich auch, in tourney passiert das zu oft, bei Fischen ist die Potcommitted-Grenze schon bei 120 investierten chips vom 3000 anfangsstack. Bei mir war es gestern AT in Karo... Ich kam nicht mehr weg... Dreck, ärgere ich mich... wie Doyle Brunson, man sehe ein Ass, und die Welt rundrum ist egal.
      Das ist wie wenn man an der Kasse ansteht und nach 5 min merkt die andere Kassiererin ist viel schneller aber neu anstellen würde noch länger dauern also bleibt man stehen.
      der ist gut^^