TPTK schwer wegzulegen

    • Maxx03
      Maxx03
      Bronze
      Dabei seit: 24.04.2006 Beiträge: 459
      Hallo, Mein Problem ist seit langem, dass ich extrem viel mit meinen TopPairTopKicker Blättern verliere. Stack ca. 40-50 BB (also kein SSS). Meistens AK: Standard Ablauf: Ich preflop raise auf 4 BB...1 bis 2 caller. Board K79 rainbow Reraise All in am Flop: Ich setzte 4-6 BB Gegner reraise all in. Reraise All in am Turn: Ich setze 4-6 BB (ca. halber Pot) am Flop Gegner callt Turn 8, ich setze 6-8 BB (ca. halber Pot), Gegner reraist all in. Reraise All in am River: Ich setze 4-6 BB (ca. halber Pot) am Flop Gegner callt Turn 8, ich setze 6-8 BB (ca. halber Pot), Gegner callt. River 4, ich setzte 8-10 BB (ca. 1/3 - 1/2 Pot), Gegner reraist all in (Oder ähnliche Fälle mit dem A am Board anstatt dem K, anderen Board Konstellationen oder starkem reraise anstatt reraise All in) Mein Problem ist jetzt, dass ich nicht weiss wann ich TPTK fallen lassen soll. Wenn ich es einfach stets gegen starke reraises fallen lasse hab ich Angst oft die stärkste Hand wegzulegen. Oft haben die Gegner natürlich 2 pair oder sets, aber hin und wieder mischt sich auch ein Verrückter darunter der das reraise all in mit middle pair, einem kleinen pocketpair oder Top pair weak kicker macht (oder versucht zu bluffen). Wenn ich nun nichts über den anderen Spieler weiss (was fast immer der Fall ist, da ich an 4 Tischen spiele) sollte ich dann eher dazu tendieren immer zu folden oder immer zu callen ? (Eine Mischung aus beidem ergibt meiner Meinung nach dann wenig Sinn). Ich meine jetzt bei unverdächtigen Flops wie in obigem Beispiel ? Zur Zeit neige ich dazu mir zu sagen "Ach der hat schon nichts, das kann gut ein Bluff sein oder er hat KQ , KJ oder irgendein kleines pärchen (ohne set) und ausserdem liegt schon einiges von meinem Stack im Pot, also : call"... was ziemlich oft im Fiasko endet. Ich denke in höheren Limits wäre die Entscheidung hier einfacher da man dann davon ausgehen kann das der andere so einen reraise nicht mit schwachen händen ansetzt (also 2 pair oder set hat oder bluffen will, das aber eher selten) und somit leicht folden kann. Aber in meinem limit (50cent BB oder 1$ BB) hab ich damit echt ein Problem. Bitte um Antworten (von erfahrenen Spielern :P )
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    • DestructOne
      DestructOne
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2006 Beiträge: 2.049
      Du könntest deine Line ändern. Statt bet-bet-bet zu spielen kannst du bet-c/c-c/c oder valuebet spielen. Kannst also am Turn einfach checken. Checkt dein Gegner auch kannst du den River betten. Bettet er den Turn callst du ihn und checkst am River nochmal. Damit wird der Pot nicht so groß, es sei den dein Gegner overbettet (was selten ist). Es ist ihmo ok 45$ von 100$ mit einem starken nicht von DRaws gefährdeten TP in den Pot zu legen. Bitter wird es nur wenn der Pot Größen von 200$ oder 230$ erreicht.
    • Maxx03
      Maxx03
      Bronze
      Dabei seit: 24.04.2006 Beiträge: 459
      ok danke. ja meistens wird der pot durch das all in riesengross...so das ich noch 40 % oder so mit meinem TPTK zahlen muss. Und wie soll ich dann reagieren wenn nach meinem check am river ein starker bet komm (pot size) , dann muss ich am river ja auch nochmal mit einem grossen bet rechnen und bin dann im endeffekt auch fast all in ....
    • jackoneill
      jackoneill
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 2.480
      Hallo, ich denke es kommt auch auf das entsprechende Limit, die Art der Gegner und die Art des Boards an. Bei NL $100 kommt es eher selten vor, dass jemand mit einer schwachen Hand Raist oder sogar All-In geht - es kommt hier aber ganz auf den jeweiligen Gegner an. Mit TPTK wuerde ich einen Raise von einem Loose-Aggressiven Spieler viel eher callen und gegen einen Manaic sogar pushen, als etwa gegen einen TAG. Ich spiele meist NL $100 SH und hoechstens 2 Tische, wodurch ich natuerlich Zeit habe, meine Gegner etwas zu studieren. Was dein Beispiel betrifft, wuerde ich je nach Gegner K:heart: 9:spade: 7:club: fuer wesentlich gefaehrlicher halten als etwa K:heart: 7:spade: 2:club: . Wenn an einem SH-Tisch ein looser Spieler auf dem Button oder im BB meinen Standard-Raise mit A:diamond: K:club: Pre-Flop callt und es kommt K:heart: 9:spade: 7:club: wuerde ich eher 7 9, einen Straight-Draw oder einen puren Bluff bei ihm vermuten, als wenn ein sehr tighter Spieler ein mittlerer Position dies tut. Kommt jedoch auf dem Turn eine weitere "gefaehrliche" Karte dazu, wuerde ich zur Vorsicht raten - K 9 7 8 ist selbst rainbow kein ungefaehrliches Board, man bedenke dass auch tighte Spieler u.U. mit JTs in guter Position einen Raise callen. Pusht ein Gegner sofort auf dem Flop All-In wuerde ich dahinter viel eher einen Bluff vermuten als z.B. in der Situation aus deinem 2. Beispiel:
      Reraise All in am Turn: Ich setze 4-6 BB (ca. halber Pot) am Flop Gegner callt Turn 8, ich setze 6-8 BB (ca. halber Pot), Gegner reraist all in.
      Dass die Flop-Bet gecallt wird ist meiner Meinung nach nichts Beunruhigendes - dass kommt haeufiger vor - der Gegner koennte z.B. 'ne Continuation-Bet bei dir vermuten oder einfach ein kleines bis mittleres PP halten. Pusht der Gegner jetzt am Turn - nachdem die gefaehrliche 8 gekommen ist - kommt es halt ganz darauf an, wie gross dessen Rest-Stack noch ist und welcher Gegner es ist. Falls vorhanden, wuerde ich mit dessen PokerTracker-Werte ansehen - hat er z.B. einen sehr hohen Won-at-Showdown Wert und niedrigen Went-to-Showdown ist dies ein ganz klarer Fold. Ist es hingegen umgekehrt, hoher Went-to-Showdown und niedriger Won-at-Showdown hast du natuerlich eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass er einfach nur blufft. Gruss, Jack
    • Merlinius
      Merlinius
      Platin
      Dabei seit: 30.06.2006 Beiträge: 3.519
      Pot Control ist ganz wichtig. Also, mach den Pot nicht so groß, wenn Du out of position bist. Dann kannst Du Deine Hand ggf. leichter folden gegen Widerstand. Versuche gegen schwache Gegner große Pötte in Position zu spielen, aber nicht out of position.