FR: Handranges von Durchschnitts TAGs im Equilator

    • cstylefbi
      cstylefbi
      Bronze
      Dabei seit: 09.12.2008 Beiträge: 2.227
      Hi,

      ich habe mir vorhin mal auf Grundlage des SHC für den durchschnittlichen TAG Gambler (NL5-NL25) ein paar HandRanges im Equilator abgespeichert, die ich Villain dann Preflop bzw. Postflop zuweisen kann.


      "Niemand ist mitgegangen" Raising Range

      UTG Raising Range

      77+, AKs, AKo

      MP Raising Range

      44+, ATs+, ATo+

      LP Raising Range

      22+, ATs+, ATo+, KTs+, QTs+, JTs, KTo+, QTo+, JTo, T9s, 98s, 87s, 76s, 65s, 54s


      "Jemand ist mitgegangen" Raising Range

      UTG Raising Range

      77+, AKs, AKo

      MP Raising Range

      44+, AKs, AKo

      LP Raising Range

      22+, ATs+, ATo+



      "Niemand ist mitgegangen" Calling Range

      UTG Calling Range

      99-22

      MP Calling Range

      99-22

      LP Calling Range

      99-22


      "Jemand ist mitgegangen" Calling Range

      UTG Calling Range

      99-22

      MP Calling Range

      99-22, A9s-A2s, KTs+, QTs+, JTs, T9s, 98s, 87s, 76s, 65s, 54s


      Blind Ranges

      "Niemand ist mitgegangen" Raising Range

      22+, ATs+, ATo+, A9s-A2s, KTs+, QTs+, JTs, KTo+, QTo+, JTo

      "Jemand ist mitgegangen" Raising Range

      22+, AKs, AKo,

      "Niemand ist mitgegangen" Calling Range

      99-22

      "Jemand ist mitgegangen" Calling Range

      99-22, AQs-ATs, AQos-ATo, KTs+, QTs+, JTs, KTo+, QTo+, JTo, T9s, 98s, 87s, 76s, 65s, 54s


      Was haltet ihr davon? Kann man die Ranges so nehmen, oder sollten die Ranges in bestimmten Situationen looser oder tighter sein? Habt ihr sonst noch irgendwelche ideen für vorgefertigte Ranges, die man auf bestimmte Gegnertypen anwenden könnte?
  • 15 Antworten
    • Herbamix
      Herbamix
      Bronze
      Dabei seit: 11.10.2006 Beiträge: 2.088
      Ich weiß nicht so genau, wo da der Sinn liegt, da dein Plan nur funktioniert, wenn du weißt, dass genau nach SHC spielt.
    • cstylefbi
      cstylefbi
      Bronze
      Dabei seit: 09.12.2008 Beiträge: 2.227
      Hab mir halt gedacht, dass die meisten TAGs bis NL25 noch nach SHC spielen bzw. nach ner leicht abgewandelten Form des SHC speziell an FullRing Tischen. Dass die Range nicht immer korrekt ist, ist klar, aber ich denke dass viele Hände die ich in die Ranges mit aufgenommen habe, dann auch tatsächlich in deren HandRange im Spiel liegen ?(

      Mir ist halt schon ziemlich oft aufgefallen, dass viele TAGs auf den Micros nach ner etwas abgewandelten SHC spielen (in welchen Positionen sie welche Karten spielen und raisen etc.) Deswegen bin ich ja auf die Idee gekommen.

      Allerdings weiss ich natürlich nicht ob das im Endeffekt alles so hinhauen wird wie ich mir das vorstelle :tongue:

      Wie weist du deinen Gegnern denn Preflop Ranges zu? Hast du keine vordefionierten Ranges und gibst die deinen Gegnern immer individuell?
      Oder gibst du immer die Prozentwerte von PFR und VPIP in den Handbereich ein und gehst nach den dann angegebenen Ranges?

      Sorry, aber ich befasse mich mit dem Equilator erst seit 2-3 Tagen, daher kenn ich mich noch nicht so gut aus ;)
    • TheKami
      TheKami
      Global
      Dabei seit: 01.03.2009 Beiträge: 31.579
      Find ich viel zu tight..

      Und warum willst du 22+ oop im SB oder BB raisen, wenn jemand mitgegangen ist. 0o


      Ich empfehle dir einfach das Advanced Openraising Chart zu benutzen und für den Rest hilft die Video-Serie "Crushing NL50".
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      geht's denn jetzt um FR oder SH? ist mir nicht ganz klar.
      Edit: wer (die Überschrift) lesen kann ist klar im Vorteil... :facepalm: - ok, FR also ^^

      wenn du den HM hast und genug Hände in deiner Datenbank kannst du "Holdem Vision" nehmen und dir exakt anzeigen lassen welche Ranges aus welchen Positionen auf deinem Limit gespielt werden. :)

      Ansonsten sind halt paar unrealistische/schlechte Hände bei deinen Ranges. z.B. ist ATo zu openraisen aus eary oder MP bei FR schlicht grob -EV aufgrund der hohen reversed implied odds, um nur mal ein Beispiel zu nennen.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Das Problem mit eurer Berechnungsgrundlage ist folgendes:

      Die Rangeanalyseprogramme geben Top-Down Ranges an und keine realistischen Ranges. A8o wird höher gewertet als 89s etc. Es wird also Equity > Playability bewertet.

      Dadurch werden die Ranges verzerrt, wenn man sich nur auf Stats verlässt und nicht beachtet das viele Ranges nicht Top-Down zusammengestellt sind.
    • cstylefbi
      cstylefbi
      Bronze
      Dabei seit: 09.12.2008 Beiträge: 2.227
      Ich hab das irgendwie nicht so ganz verstanden Ghostmaster. Kannst du mir das nochmal etwas verständlicher erklären?

      Wo besteht darin der Unterschied ob der Equilator eine Top-Down Range höher bewertet als eine realistischen Range?

      Verstehe nicht, inwiefern sich das negativ auf meine Einschätzung von Villains Hand Range auswirkt bzw. auf die Prozentwerte die ich dann herausbekomme ?(

      Ich möchte ja im Prinzip einfach nur ein paar verschiedene Ranges erstellen mit Händen die mein Gegner in bestimmten Situationen halten kann, um irgendwie abzuschätzen ob und was er am Flop und noch später getroffen haben könnte. Je nach Spielertyp und wie und aus welcher Position er agiert, weiss ich ja ah ok diese Aktion aus der und der Position macht er nur mit dieser bzw. jener Range.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Somnius und CTS sind zwei Spieler die UTG z.b. 18 - 22% ihrer Hände openraisen:

      66+,A4s+,K8s+,Q9s+,J9s+,T9s,A9o+,KTo+,QTo+,JTo

      Das ist die Range die Pokerstove ihnen geben würde.

      In Wirklichkeit sieht ihre Range aber eher folgendermaßen aus:

      22+,A2s+,KTs+,QTs+,J9s+,T7s+,96s+,85s+,74s+,64s+,54s,AJo+,KQo


      Playability > Equity ;)
    • cstylefbi
      cstylefbi
      Bronze
      Dabei seit: 09.12.2008 Beiträge: 2.227
      Ok, das hab ich soweit verstanden. Werde das dann beim Erstellen der Ranges berücksichtigen ;)

      Allerdings sind das doch bestimmt Spieler die schon viel Erfahrung haben und wissen wie man mit marginalen Situationen umzugehen hat oder? Kann mir irgendwie nur schwer vorstellen, dass die TAGs auf den niedrigen Limits, die wahrscheinlich auch gerade erstmal den Stil lernen schon so aus UTG abgehen.

      Mir geht es halt darum solide, fundamentale Ranges für TAGs zu erstellen um mich am Tisch in Ruhe auf das Board und den Gegner konzentrieren zu können und nicht die wenige Zeit die ich habe an mögliche Ranges zu verschwenden und dann in Hektik falsche Entscheidungen zu treffen. Die Ranges sollen natürlich kein Allzweck Patent gegen jeden TAG darstellen (was ja schlicht falsch wäre), sondern eher eine Basis, die ich dann auf Grund von Reads entsprechend optimieren kann. Wenn ich bspw. merke, dass der Spieler aus UTG marginalere Hände raised nehm ich die natürlich zusätzlich noch in die Range mit auf.

      Ansonsten uhm ach ja, woher weiss ich eigentlich wieviel Equity ich brauche um in einer Situation zu callen? Zusammenaddiert ergibt die Equity aller Spieler, die an der Hand beteiligt sind ja immer 100%. Heisst das, wenn ich gegen 2 Gegner spiele brauche ich immer über 33% Equity um profitabel bzw. BE callen oder raisen zu können und bei 1 Gegner dann halt mind. 50 % ?

      l8er
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Das ist natürlich korrekt das die wenigsten Spieler so eine Range aus UTG raisen. (die beiden sind mit die besten bekannten Onlinespieler)

      Für den Anfang reichen Top-Down Ranges vom Equilator schon, aber du solltest aufpassen das du dich da nicht allzuschnell vertust. (als Grundlage würde ich erstmal die eigene Range nehmen und dann schauen ob du damit richtig liegst im Schnitt -> ich hoffe du spielst Tag^^) (als Grundlage kannst du dazu die Openranges nehmen aus Crushing NL50, ich denke die sind ne ganz gute Grundlage)


      Deine letzte Frage verstehe ich nicht ganz. Konstruier dazu doch bitte mal eine Beispielsituation.
    • cstylefbi
      cstylefbi
      Bronze
      Dabei seit: 09.12.2008 Beiträge: 2.227
      Mir ist halt schon öfters in Hasenbratens Videos aufgefallen, dass er die Equity ,die ihm der Equilator für seine Hand gegen die Range des Gegners ausgibt immer mit einem anderen Prozentwert vergleicht. Er sagt dann öfters ah ok in dieser Situation brauchen wir so undso viel Equity --> der Equilator gibt uns mehr als wir brauchen somit ist unser Call long term profitabel und wir machen alles richtig. Ich würde halt gerne wissen mit welchem Wert er die Equity aus dem Equilator immer vergleicht ?(
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      wenn's um Rivercalls geht:

      Einsatz/entstehenden Gesamtpot = benötigte Equity

      Beispiel: Pot ist am River 100bb groß, Villain setzt 50bb. Für nen call brauchst du 50/200 = 0,25 also 25% Equity.

      Du musst also nur jedes vierte Mal gewinnen um callen zu können. Jetzt kannst du im Zweifel gucken wie du gegen seine Range läuft und ob du die 25% die du brauchst hast.

      Dasselbe gilt ebenso für all in calls.

      Problematisch wird es wenn weitere Setzrunden folgen. Zwar kann man an anderen streets es prinzipiell auch so rechnen, aber man muss halt immer noch playability, implied odds und reversed impied odds (und ebventuell noch ne Menge mehr) mitbedenken und daher ist ne reine Bewertung nach Equity nicht sinnvoll - dennoch schadet es nichts zu wissen wo man equitytechnisch steht^^
    • partylion
      partylion
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2008 Beiträge: 2.906
      Wie Scoop schon gesagt hat ist die benötigte Equity hauptsächlich bei All-ins/Rivercalls wichtig.

      Als Beispiel:
      Beide Spieler 100bb, zur Vereinfach der Rechnung gibt es keine Blinds und kein Rake.

      Hero was dealt A :heart: K :diamond:

      Hero raises 4bb, Villain raises 15b, Hero raises 40bb, Villain raises All-in

      Jetzt sins also Villains 100bb und dein 40bb im Pot. Der Pot ist also 140bb groß und du musst noch 60bb callen. Du bekommst also 60:140= 3:7 bzw. 1:2,33 Potodds.
      Die benötigte Equity berechnet sich jetzt so:
      1: (2,33+1)=0,3030=30,30%

      Jetzt kannst du etwas mit dem Equilator rumspielen und bekommst dann raus, dass es reicht, wenn der Gegner hier QQ+ bzw. KK+,AK so spielt.

      In anderen Situation kannst du das natürlich auch so handhaben mit deinen Calls, solltest aber z.B. bei Draws deine Implied Odds beachten.

      Gruß,

      partylion
    • VikiSimi
      VikiSimi
      Bronze
      Dabei seit: 17.08.2006 Beiträge: 1.751
      Original von Scooop
      Einsatz/entstehenden Gesamtpot = benötigte Equity

      Beispiel: Pot ist am River 100bb groß, Villain setzt 50bb. Für nen call brauchst du 50/200 = 0,25 also 25% Equity.
      ist das richtig????
      partylion: hat da ne andere rechnung....
    • partylion
      partylion
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2008 Beiträge: 2.906
      Original von VikiSimi
      Original von Scooop
      Einsatz/entstehenden Gesamtpot = benötigte Equity

      Beispiel: Pot ist am River 100bb groß, Villain setzt 50bb. Für nen call brauchst du 50/200 = 0,25 also 25% Equity.
      ist das richtig????
      partylion: hat da ne andere rechnung....
      Ist ja im Endeffekt das Gleiche, nur rechnet er mit der Potgröße und ich mit den Pot Odds. Bei Scoops Beispiel bekommen wir ja 1:3 Pot Odds brachen also 1: (3+1)=0.25=25% Equity.

      Gruß,

      partylion
    • cstylefbi
      cstylefbi
      Bronze
      Dabei seit: 09.12.2008 Beiträge: 2.227
      thx Leute :f_thumbsup: