Aufwand/Nutzen von Poker

    • MarcOOOH
      MarcOOOH
      Bronze
      Dabei seit: 01.01.2010 Beiträge: 56
      Hey,

      also eins vorweg, das soll kein Thread ala "ich will Profi werden" werden.
      Aber mich würde mal eure Meinung interessieren wie so das Aufwand / Nutzen Verhältnis von Poker ist, mal rein unter dem finanziellen Aspekt ( es soll ja durchaus auch Leute geben die u.a auch spielen weil es ihnen Spaß macht ;) ).
      Also ich spiele momentan die 6,50er Turbos, 8 Stück gleichzeitig. Eine Session dauert etwas 45 Minuten, mein durchs. Gewinn pro SnG ist 1$ ( hab zwar noch keine Samplesize zusammen, aber 14% ROI KANN man ja schaffen auf den 6,50ern. So das macht 8$/h ( die 15 Minuten Differenz rechne ich einfach mal für Theorie ein).
      Ein Stundenlohn von 8$, nicht schlecht, dafür dass ich bisher kaum etwas dafür getan habe, bzw. ein überschaubarer Aufwand war.

      Ich lese hier öfter etwas von 30$ Stundenlohn, und das sind "nur" Midstackgrinder.

      Wie viel Arbeitsaufwand habt ihr denn so reingesteckt? In Stunden meinetwegen, vorallem Theorie...

      Die Frau eines befreundeten Ehepaares meiner Eltern arbeitet für 5,50€ die Stunde und das ist einem recht lockeren Vertrag, d.h. sie könnte auch jederzeit gekündigt werden - wie beim Pokern keine Sicherheit was nächsten Monat ist.
      Vergleicht man das beides mal ist Poker ja schon recht attraktiv...

      Naja, mich würde es einfach mal interessieren was ihr dazu denkt und wie viel Zeit ihr investiert für was für eine Hourly...

      Marco
  • 8 Antworten
    • HeldvomFeld
      HeldvomFeld
      Bronze
      Dabei seit: 24.10.2006 Beiträge: 1.556
      bis sich das mal lohnt dauert heutzutage ewig und selbst dann hast du keine garantie dass deine arbeit sich auszahlt.........die zeiten wo man jeden monat in den limits aufgestiegen ist usw sind lange vorbei.......
    • Sim87
      Sim87
      Black
      Dabei seit: 29.10.2006 Beiträge: 8.692
      2000+ stunden theorie

      200$+ hourly


      wenn theorie nur meint, wirklich nachzurechnen etc dann viel weniger, aber wenn auch einfach nachdenken über hände und videos zählen dann sollte es hinkommen
    • babbas90
      babbas90
      Black
      Dabei seit: 10.06.2008 Beiträge: 6.401
      Original von HeldvomFeld
      bis sich das mal lohnt dauert heutzutage ewig und selbst dann hast du keine garantie dass deine arbeit sich auszahlt.........die zeiten wo man jeden monat in den limits aufgestiegen ist usw sind lange vorbei.......
      #2
    • shaddiii
      shaddiii
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 05.04.2009 Beiträge: 6.900
      Bei solchen Fragen wird meiner Ansicht nach ein wichtiger Aspekt vergessen: Poker ist zeitlich sehr flexibel. Statt "8h Job versus Poker" zu rechnen, könnte man auch einfach "8h Job plus 2h Poker" annehmen. Und wenn der Stundenlohn beim Pokern nur 3 Dollar/Stunde beträgt, so ist das immer noch geldtechnisch effizienter, als sich mit dummen Talkshows, saufen oder Pornokonsum bei gleichem Zeitaufwand zu beschäftigen.

      Auch nicht vergessen sollte man den Spaßfaktor. Für mich spielt es keine Rolle, ob ich irgendein Game online zocke, oder eben Poker. Mit dem Unterschied, dass ersteres in der Regel kostet, zweiteres aber Geld einbringt, bzw einbringen sollte.

      Ich glaube die wenigsten haben die Disziplin, wirklich nur und ausschließlich für den Lebensunterhalt zu Pokern ohne durch Spaß und/oder Ehrgeiz angetrieben zu werden.
    • aporiano
      aporiano
      Bronze
      Dabei seit: 17.04.2006 Beiträge: 14.175
      ich spiel nl100, bin nicht herausragend skilled oder so, eher mittelmaß, viele leaks wuerde ich sagen und bekomme alleine durchs rakeback ~$30/std

      dafuer habe ich hier die artikel bis gold gelesen. dann von nl5 - nl100 ging eigentlich relativ schnell ich glaube ich hab ~70.000 haende gebraucht bei 20 stack BRM, hatte aber auch so $500 Taf moniez weil ich mal in irgendeinem forum den link geposted hab und die sich angemeldet haben als gaebe es was umsonst ;)

      ab nl100 hab ich dann zur weiterentwicklung meines spiels folgende theorie benutzt:
      - das buch von andrew seidman (easy game I+II)
      - das buch von robert eckstut (bobbos bible)
      - ryan fees 6max strategy
      - das buch von oliver marx (putting it all together)

      - diverse videos von deucescracked.com / cardrunners.com / bluefire.com

      edit: achja und da ich mein studium abbrechen musste weil ich kein bafög bekomme bin ich nun "profi" und lebe davon... zwar bescheiden aber €20/std+winnings das angebot soll mir erstmal irgendein arbeitgeber machen ;)
    • Santalino2
      Santalino2
      Black
      Dabei seit: 08.06.2007 Beiträge: 2.677
      Ist halt unterschiedlich, tendenziell posten auch immer mehr Personen bei denen es aktuell gut läuft. Ich selbst hatte bisher auch ne Bandbreite von 3 stelliger hourly bis negativer hourly und das z. T. über längere Zeiträume. Und allgemein finde ich wird Wissen/Theorie über- und Varianz unterschätzt. Wenn du mal ein Jahr im cg >150 Stacks und bei sngs >100 buyins under ev bist (und von deinem Wissen/Skill überzeugt bist), denkst du darüber anders. Und neee, ich poste keine Graphen, spiele auch schon sehr lange (sehr viel länger als meine Anmeldezeit vermuten lässt) und hatte natürlich in der Vergangenheit auch gute upswing-Zeiten, von daher ist das nicht als Beschwerde zu verstehen.

      Nebenbei gesagt, jetzt mein 888.-Beitrag. Da ich in letzter Zeit sowieso viel zu viel geschrieben habe, versuche ich jetzt mal eine Pause zu machen...alles eh nur verschwendete Lebenszeit und zu stark -ev...hoffe nur ich sehe nicht morgen dann wieder neue Beiträge die mich einfach verführen wieder was zu schreiben und dann schaut man auch immer wieder nach ob neue Antworten kamen und entdeckt dabei neue/andere Threads und da man ja dann auch sicher ist, die Welt erwartet jetzt deine Botschaft, lol, kommt man dann nie aus diesem Teufelskreis heraus...SKANDAL!
    • d4nnny
      d4nnny
      Bronze
      Dabei seit: 07.06.2007 Beiträge: 689
      Original von HeldvomFeld
      bis sich das mal lohnt dauert heutzutage ewig und selbst dann hast du keine garantie dass deine arbeit sich auszahlt.........die zeiten wo man jeden monat in den limits aufgestiegen ist usw sind lange vorbei.......
      Jeden Monat ist vielleicht bisschen übertrieben, aber bis NL400 ist auch heute imo nicht wirklich soooo schwer ... (grundsätzliches Spielverständnis und Nutzung von content-Angeboten vorausgesetzt)
    • BlackFlush
      BlackFlush
      Global
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 2.879
      Der Beitrag lässt vermuten, dass du bisher nicht höher als die 6,5er gespielt hast. Das Problem ist (im CG jedenfalls) folgendes: Je höher das Limit, desto größer der Aufwand. Am Anfang braucht man ganz wenig Theorie, um Erfolge zu feiern. 8/10 Spieler sind schlechte Spieler, die einem das Geld hinterherwerfen, wenn man nur nach SHC spielt und Postflop ab TPTK Gas gibt.
      Dan kommt man irgendwann in die Low Stakes, die noch genug Fische haben. Man lernt auch weiterhin Theorie, guckt Videos usw., aber es bringt lange nicht mehr so viel wie davor. Die Spieler werden tendenziell besser und viele Nits schenken einem zwar Geld, aber sehr wenig.
      Ab den Mid Stakes geht es dann los, dass man sich im 6 max mit 2 Fischen zufriedengeben muss und mit 3 (guten) Regs am Tisch sitzt. Theorie ist unablässich, da man auch gegen die Regs gut Performen muss, um Gewinn zu machen. ABER: Die Edge gegen diese Regs ist so klein, dass man den Lernerfolg fast garnicht merkt. Er ist da, aber sehr klein. Ab diesen Limits geht es auch los, dass man sich Gedanken zu Lines usw. macht, 3-Level-Thinking usw., und auf einmal verbringt man massig Zeit damit, über Dinge zu diskutieren, die einem 0,01BB/100 sparen.

      Meine Einschätzung ist die: Wenn man noch nie vom Poker gehört hat, sich heute hinsetzt und jede Stunde "aufschreibt", mit den $50 anfängt und sich hochgrindet, wird man schon High Stakes spielen müssen, um auf eine gute hourly zu kommen. Die ganzen 100.000 von Händen, die man auf den Low Limits spielt und die einem praktisch keine hourly zurückgeben, wenn man Theorie mit reinrechnet, werden nämlich oft vergessen.

      Alles in allem ein sehr theoretischer Ansatz, da die wenigsten von Anfang an das ganze als Job sehen. Wenn man es als Hobby sieht, ist es eine super Geschichte, nicht noch Geld dafür zu zahlen :-) Und wenn man dann mal 1000/h macht, kann man ja immer noch über Going Pro nachdenken.