Eure Erfahrungen: Bund/Zivi

    • raZ3Rsh0rk
      raZ3Rsh0rk
      Global
      Dabei seit: 04.02.2009 Beiträge: 332
      Hi leute,

      Ich stehe kurz vor der musterung und habe dementsprechend eig noch etwas zeit was das treffen dieser entscheideung angeht, würde mich jedoch gerne schon erkundigen und meine entscheidung frühstmöglich treffen. In der SuFu habe ich schon ein bisschen was gefunden was mir weiterhilft, hauptsächlich zum thema Zivi, wo ich gemerkt habe das die meinungen ziemlich geteilt sind, was wohl hauptsächlich an der jeweiligen tätigkeit der Leute als Zivi liegt.

      Wie habt ihr eure zeit als Bundler/Zivi empfunden?
      Würdet ihr es nochmal machen oder euch lieber ausmustern lassen(sprich es war verschwendete Zeit)?

      Falls ihr noch irgendwelche tipps oder anregungen dazu habt, würde ich mich natürlich auch sehr darüber freuen =)

      gruß,
      raZ
  • 74 Antworten
    • theCHAOS
      theCHAOS
      Bronze
      Dabei seit: 10.05.2006 Beiträge: 2.247
      ich hab versucht mich ausmustern zu lassen, habs aber nicht richtig angestellt.
      hab mich dann auch nicht wirklich um nen zivi platz gekümmert und einfach nen platz genommen um den ich mich nicht besonders kümmern musste.

      krankenhaus, zivi in der pflege auf ner inneren und nebenbei der station mit dem schlechsten ruf. also scheisse wegmachen von (sehr) alten leuten und davon sehr viel. ich wusste auch nicht ob das was für mich ist aber im nachhinein war es ein sehr lehrreiches jahr. man lernt respektvollen umgang mit menschen, man macht ein paar heftige erfahrungen (wenn leute sterben etc), seine grenzen zu überwinden und lernt richtig zu arbeiten. die arbeitszeiten sind scheisse (frühschicht ist zum kotzen), aber daruch lernt man auch auf dinge zu verzichten wenn man halt am we nicht machen kann was man will. naja und ich habe gelernt was es heißt richtig zu arbeiten. es hat mich insgesamt einfach wesentlich erwachsener werden lassen.

      ein guter freund von mir hatte einen der lausten zivi jobs überhaupt. bei der caritas essen ausfahren. 5-6h am tag, erst um 9 anfangen, rauchen im auto, viel trinkgeld etc. aber dafür jeden tag die selbe route, die selben bekackten leute. er meinte nach ein paar monaten dass er lieber auch zivi im krankenhaus wäre, weil man schlicht und einfach viel mehr erlebt. bevor man den zivildienst anfängt denkt man immer nur daran sich möglichst wenig arbeit zu machen, aber im endeffekt lohnt sich das gegenteil viel mehr.
      ein paar freunde von mir waren auch bei der bundeswehr und es war keiner dabei der erzählt hat, dass es sich gelohnt hat. wenn du willst kann ich da mehr ins detail gehen aber ansonsten sag ich nur:

      mach zivildienst. mach etwas von dem du dir in hinblick auf deine charakterentwicklung am meisten versprichst. wähl nicht den weg des leichtesten widerstands, grade beim zivi lohnt sich das einfach nicht.
      sieh es als chance und nicht als bloße pflichterfüllung, dann kannst auch spass entwickeln.

      ich würde es immer wieder genauso machen.
    • elbarto132
      elbarto132
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2008 Beiträge: 4.622
      war bei der bundeswehr, verschwendete zeit -> ausmustern lassen
    • Phillemon
      Phillemon
      Bronze
      Dabei seit: 08.12.2008 Beiträge: 1.093
      Original von theCHAOS
      ....
      Kann ich nur zustimmen, ich bin auch durch einen blöden nicht selber verschuldeten umstand auf station im krankenhaus gekommen und habe die gleichen erfahrungen gemacht und kann dir vollkommen zustimmen, es ging sogar soweit, dass mir nach meiner zivizeit noch eine vollbezahlte stelle angeboten wurde mit der ich für ein gutes gehalt im op saal weiter arbeiten durfte bis zum studium
    • robbyttt
      robbyttt
      Bronze
      Dabei seit: 10.12.2006 Beiträge: 1.634
      war beim Bund=>tolle Leute getroffen, ergo tolle Zeit gehabt. Außerdem wars interessant und meistens immer war immer was los. Würde ich niemals als verschwendete Zeit sehen.

      natürlich wär meine Bewertung der Zeit negativer wenn ich mit irgendwelchen H.o.n.Ks in ner langweiligen Stabsstelle hätte sitzen müssen, Koch, Turnhallenwart oder so Zeug geworden wäre, aber das blieb mir glücklicherweise erspart. Stattdessen wurde dauernd mit dem Leo II über Truppenübungsplätze gehirscht und herumgeballert.

      würds mich immer wieder dafür entscheiden
    • DoubleU007
      DoubleU007
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2008 Beiträge: 2.081
      Zivildienst, war ne coole und vor allen Dingen sinnvolle Zeit. Ich habe seinerzeit Behindertenfahrdienst gemacht, manchmal auch Essen auf Rädern, wenn da einige im Urlaub waren (so geil, wenn die alten Leute, die einfach ihren festen Tagesrhythmus haben, extrem unruhig werden und auf die Barrikaden gehen, wenn das Essen mal 5 min später oder auch sogar früher kommt - selbst wenn es schon um 11 Uhr ist...lol). Lustige Sachen erlebt. Wenn Leute sterben kriegt man das allerdings auch mit, wenn es regelmäßige Kunden oder sogar welche waren die sehr vertraut wurden mit der Zeit.
      Schlimm/tragisch waren vor allem die behinderten Kinder - Behinderungen, die in der Öffentlichkeit totgeschwiegen/von ihr ferngehalten werden bzw. die man eigentlich nicht zu Gesicht bekommt, in Schulen die irgendwie abseits+versteckt im Wald sind usw. Schon ne verlogene Gesellschaft... Die Leute die in der Pflege waren natürlich teilweise noch heftigeren Sachen ausgesetzt, aber das habe ich nie gemacht - nur gehört.

      Lazarus-Hilfswerk in Hürth war das damals.

      Letztlich ist aber ALLES sinnvoller als bei dem Schwachmatenverein Militär seine Zeit zu verschwenden. ;) Sei es Pflichtdienst oder sogar freiwillig/beruflich.
    • SeriousF
      SeriousF
      Bronze
      Dabei seit: 31.08.2007 Beiträge: 1.775
      Zivi!

      Dank dem Zivildienst hab ich die Ausbildung zum Rettungssanitäter und fahre jetzt paar Monate bei der Rettung mit.
      Die Arbeitszeiten sind zwar hart (hatte jetzt 4 Tage hintereinander 12h Schichten, davon 2 mal Nachtdienst - dafür immerhin jetzt 3 Tage frei), aber man erlebt einfach so viel, kommt herum, lernt die verschiedensten Schichten der Gesellschaft kennen und sieht die tollen Auswirkungen seiner Arbeit direkt am Patienten.

    • Kj3lt
      Kj3lt
      Bronze
      Dabei seit: 21.06.2008 Beiträge: 210
      Also, als ich zum Bund sollte, hatte ich null- Bock drauf, aber bis auf mein Übergewicht konnte ich denen nichts vorweisen, was mich disqualifiziert. Zivi war ich zu faul mir was zu suchen, also dachte ich mir: Du liebst die See, geh zur Marine.

      Aye, so kams und ich muss sagen, es waren die besten 2 Jahre meines Lebens. (bis dahin)
      Der Grundwehrdienst bei der Marine ist einfach nur *gähn*. Es gab ein Biwak, was mit nur einem kleinen Marsch verbunden war. Einen Nachtmarsch, einen Tag rödeln (Schlamm und Klettergerüst) und der Rest war lernen. Ich war als Schreibfunker dort und hatte so nette Sachen wie: Schreibmaschinenkurs, Funkverfahrenstechnik, etwas Techniklehrgänge (welche Betriebsarten gibt es etc...). Nach 2 Monaten gings dann von Eckernförde nach Flensburg zum rein fachlichen Lehrgang und ich darf sagen, dort lernte man das Leben zu genießen. :) Tagsüber easy Lehrgänge, abends in die "alte Post" und lernen wie man den Arm trainiert.

      Nach 4 Monaten kam ich dann an Bord (dafür musste dich aber mindestens auf 12 Monate freiwillig verlängern, zumindest war es so als ich da war) und es ging weiter mit Party und guter Laune. Und das obwohl ich bei jedem kleineren Seegang kotzen musste. :)
      Auslandshäfen = Fun Pur
      Geld ist auch net so übel, als freiwilliger kriegst ja etwas mehr und dazu kommen noch Bordzulage, Auslandszulage, etc.

      Nach 6 Monaten Mittelmeer mit Häfen wie Cherbourg, London, Lissabon und Porto, Casablanca, Toulon und Sète , Algier, Tarent, Barcelona und Palma de Mallorca und Souda Bay auf Kreta, war das ein bezahlter Urlaub und ich hatte als ich wieder kam, meine neue Wohnungseinrichtung + Auto auf dem Konto. :)
      Dazu kamen noch steuerfrei Alkohol und Zigaretten.


      Man, ich will wieder zurück :)

      Also aus meiner Sicht, hammer Zeit. Geile Leute, super Aktion, wenig Stress.
    • Reverand221
      Reverand221
      Bronze
      Dabei seit: 24.02.2008 Beiträge: 264
      war beim bund -> waren paar nette erfahrung dabei, aber tendenziell eher verschwendete zeit (bezweifel halt stark ob man als zivi die zeit so viel besser nutzt^^).

      welche leute trifft man da? die sind gefühlt alle kfz mechaniker, die rauchen alle, lesen alle die bild, fahren alle eine aufgemotzte karre und reden den ganzen tag über felgen, motoren etc. -> nicht meine welt ;)

      erfahrungen? wenn du spass/interesse dran hast, mal ne (militär)waffe abzufeuern, dann geh zum bund, weil so schnell wirst du dafür nicht mehr die gelegenheit bekommen. ich fand in der hinsicht die erfahrung nicht schlecht, was das mit einem macht, wenn man plötzlich mit einem sturmgewehr ausgerüstet unterwegs ist. auch die eine oder andere übung hat mir einblick in die kriegsdynamik gegeben. wie gesagt, ein paar wertvolle erfahrungen, aber auch viele viele stinklangweilige tage mit langweiliger arbeit..

      wohnen? du musst in der kaserne wohnen und hast des öfteren wochenenddienst und wirst insgesamt schlecht bezahlt. als zivi biste da flexibler.

      partys? gibts in der regel in der klassischen form des besäufnisses. dienstschluss is so 17 uhr rum, also wird ab dann gesoffen (man muss ja auch wieder früh aufstehen..). die hemmschwelle zur sachbeschädigung oder sonstigem scheiß ist allgemein eher niedrig.

      edit: ach ja, ich war beim heer in der flugabwehr, kann natürlich nicht für andere bereiche sprechen.
    • Verum
      Verum
      Black
      Dabei seit: 07.03.2007 Beiträge: 1.309
      War auch beim Bund...
      Und ich kann dir nur sagen, dass du dort nur deinen Spaß haben wirst, wenn du auf Bewegung(und in den richtigen Gattungen) auch auf ein wenig quälen stehst. Dann sind die ersten 3 Monate der Hammer, aber danach wirste halt 6Monate eigentlich so gut wie überall nur noch deine Zeit absitzen.
      In der Regel kommt man nun mal in den Stabsdienst und wirst häufig, als eine Art billiger Hausmeister/Möbelpacker eingeteilt.

      Ich hab viel mitgenommen die ersten 3 Monate und meine AGA war einfach der Hammer. Der Zusammenhalt, die Action, teilweise auch einfach nur lustiger Drill á la Major Pain :D Aber ich hatte halt auch nen Ausbilder, der seine Rolle wirklich perfekt gespielt hatte(nach Dienstschluss sind auch die ganz anders und du gehst einen heben mit denen)
      Also 3Monate Top, danach 6 Flop....
    • StusHeritage
      StusHeritage
      Bronze
      Dabei seit: 03.11.2007 Beiträge: 410
      Also ich kann zu beidem was sagen...

      Bund:
      Da bin ich hin, weil viele meiner kollegen meinten "blabala...action, obergeil...bla saufen obergeil blabla..."
      Also donnerstag hin -> einkleiden und faxen, freitag mittag heim. Sonntag abend wieder hin -> dienstag verweigerung eingereicht! (->komplette grundausbildung fertig gemacht und am tag des gelöbnisses meine soldatenkarriere beendet)

      Dafür muss man echt gemacht sein! Das erste mal anschreien lassen von einem typen, dem das offensichtlich eine errektion macht und dessen iq im mittleren zweistelligen bereich liegt, ging ja gerade noch so in ordnung. Aber so ab dem zehnten mal wurde es echt kritisch...

      Immer die gleichen sprüche, immer der gleiche menschenschlag. Immer das gleiche rumbrülltheater und immer von idioten umgeben. Bei allem respekt vor idioten: idioten, die befehlsgewalt über dich haben, sind schon nicht so lustig...

      Ich will gar nicht die ganze bundeswehr über einen kamm scheren. Und gerade mit den offizieren bin ich gut klar gekommen. Aber man hats halt fast nur mit unteroffizieren zu tun, und die waren in meinem fall fast durch die bank zum kotzen.


      Zivi:

      Danach zivi im altenheim. Ohne "pflege" (also kein "ärsche abwischen"). Das war hammer. Auch wenns hochtrabend klingt: das hat meinen horizont schon ziemlich erweitert. Wenn du die alten leute mit respekt behandelst und ein bißchen nett zu ihnen bist, dann sind die häufig so unendlich dankbar, dass es einem manchmal fast einen kloß im hals macht.

      Das was man idr beim zivi macht, hat irgendwie "sinn". Vom ableisten des grundwehrdienstes kann man das, wie ich finde, nur sehr schwer sagen.


      Fazit in meinem fall:

      zivi > bund (und zwar mit ganz hartem abstand)
    • cheetah83
      cheetah83
      Bronze
      Dabei seit: 27.02.2007 Beiträge: 2.791
      hab zivi im medizinischen transportdienst gemacht und fands super. den ganzen tag im auto unterwegs, und ab und zu ne blaulichtfahrt dabei. natürlich gabs auch langweilige schichten, z.b. am wochenende 2x 12h in nem krankenhaus sitzen und nur zwischen 3 verschiedenen krankenhäusern hin und herfahren die man auch gut zu fuss erreichen könnte. oder spätschichten, wo nix zu tun ist und du stundenlang in nem aufenthaltsraum ohne fernseher oder sonstige unterhaltung sitzt. aber das war doch eher die ausnahme und ich möchte die zeit nicht missen
    • LaGuNaSeCa
      LaGuNaSeCa
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2006 Beiträge: 2.405
      War 23 Monate beim Bund und fande es eigentlich recht cool..

      Grundausbildung hatte ich leider im winter was von den temperaturen und dem scheiss schnee her bissl gesuckt hat...die ständigen märsche / biwaks etc. waren teilweise doch etwas härter als erwartet, aber sofern man seinen schweinehund bissl überwinden kann und nich bei jedem kleinen furz gleich abkackt schaffts imo jeder.

      danach war ich im inst-gezi und hatte ne richtig chillige zeit...meine tagesarbeit konnte ich nach etwas übung in ca. 45min erledigen, was ich mir immer für den späten nachmittag aufgehoben hab...davor entweder geraucht, kaffee getrunken, zeitung gelesen, fußball gespielt, fitnessraum oder aufm sofa im aufenthaltsraum gepennt..also easy going.

      nach dienstschluss meistens irgendwo auf ner stube paar bier gezischt und/oder tv geschaut / playstation gezockt. im sommer fast täglich mit den jungs gegrillt oder an den nahegelegenen see zum baden gefahren. mitm alk sollte man aber gerade bei der bundeswehr imo schon etwas aufpassen..hatte nen alki auf der stube der wirklich täglich nen kasten bier oder wahlweise paar bier und ne flasche wodka gesoffen hat - und von der sorte gibts beim bund so einige lol
    • FalschaFuffziga
      FalschaFuffziga
      Bronze
      Dabei seit: 06.12.2007 Beiträge: 107
      Original von Verum
      War auch beim Bund...
      Und ich kann dir nur sagen, dass du dort nur deinen Spaß haben wirst, wenn du auf Bewegung(und in den richtigen Gattungen) auch auf ein wenig quälen stehst. Dann sind die ersten 3 Monate der Hammer, aber danach wirste halt 6Monate eigentlich so gut wie überall nur noch deine Zeit absitzen.
      In der Regel kommt man nun mal in den Stabsdienst und wirst häufig, als eine Art billiger Hausmeister/Möbelpacker eingeteilt.

      Ich hab viel mitgenommen die ersten 3 Monate und meine AGA war einfach der Hammer. Der Zusammenhalt, die Action, teilweise auch einfach nur lustiger Drill á la Major Pain :D Aber ich hatte halt auch nen Ausbilder, der seine Rolle wirklich perfekt gespielt hatte(nach Dienstschluss sind auch die ganz anders und du gehst einen heben mit denen)
      Also 3Monate Top, danach 6 Flop....
      Dieser Post hätte genau so von mir stammen können, kann ich nur unterschreiben.
      3 Monate AGA bei der Luftwaffe in Holland => sehr geile Zeit, guter Sold wegen Ausland, steuerfrei Alk und Zigaretten, coole Ausbilder
      6 Monate Stabsdienst in Köln-Wahn => übelst langweilige Arbeit, schlechtere Besoldung, einfach kein Militär mehr, sondern quasi nur ein stinknormales Amt

      Einzig gutes Erlebnis war ein verlängertes WE in Prag bei nem Fußballturnier, das war schon recht lustig :D

      Insgesamt könnte ich nicht sagen, ob ich es noch mal machen würde, aber als verschwendete Zeit sehe ich es nicht an.
    • Jaystuss69
      Jaystuss69
      Bronze
      Dabei seit: 06.12.2006 Beiträge: 2.060
      Zivi als Hausmeister. Ein wirklich grandiosen Chef gehabt und mit 2 Kollegen zusammen gearbeitet. Möchte die Zeit absolut nicht missen und nachm Abi mal neun Monate einen auf Bauarbeiter machen und sich dementsprechend benehmen ist wirklich ne feine Sache!
    • bumfighter
      bumfighter
      Bronze
      Dabei seit: 27.05.2007 Beiträge: 1.015
      Ich hab direkt verweigert und hab mich für Zivildienst entschieden, weil ich eh noch nicht wusste, was ich genau nach dem Abi machen soll. Und Dafür ist ein Jahr "Auszeit" ganz gut.

      Ich hab meinen Zivildienst als "Hausmeister/Allrounder" bei der örtlichen Kirche gemacht und fand die Zeit eigentlich recht easy. Konnte jeden Tag 3 mins mit dem Fahrrad hin und musste nicht stundenlang am Wochenende Zug etc. fahren um nach Hause zu kommen. Musste zwar 1-2 mal im Monat Sonntags in die Kirche und Küsterdienst machen (Kerzen anmachen, Liederbücher verteilen, Kollekte sammeln, Glocken läuten(!!!^^)). Darüber hinaus bekommt man als Zivi das Essengeld/Verpflegungsgeld voll ausgezahlt, wenn man da nicht Essen/Schlafen kann. Beim Bund bekommt man dafür Unterkunft und Essen soweit ich weiß.

      Also ich denke beim Bund kann man gut was fürs eigene Wohl machen: körperlich (Sport) und psychisch bestimmt auch ... ^^
      Hätte mir vll auch ganz gut getan, aber hatte keinen Bock mich von irgendwelchen Spaten anschreien zu lassen, die vll sogar noch jünger als ich sind.
    • stillsebastian
      stillsebastian
      Bronze
      Dabei seit: 27.02.2007 Beiträge: 1.377
      War Zivi in ner Altenheimküche :D
      Scheiß Arbeitszeiten, teilweise echt dämliche Arbeiten (5 Stunden lang Kartoffeln schnibbeln usw.) aber hab so unglaublich viel aus der zeit mitgenommen. Hat mir definitiv gut getan.
    • luxxx
      luxxx
      Bronze
      Dabei seit: 21.12.2006 Beiträge: 12.515
      Bund war ganz cool, aber dabei kamen bei mir auch einige Faktoren zusammen. Schon bei der Musterung habe ich mit 4 guten Kollegen angegeben, dass wir zusammen in eine Kompanie wollten. Das haben die dann auch so eingerichtet.
      Das haben wir dann sogar so eingerichtet, dass wir auf der gleichen Stube waren.
      Grundausbildung war schon relativ hart, aber ich habe auch null Kondition ;)
      Sich von Leuten anschreien zu lassen fand ich eher lustig, musste mich regelmaessig mehr anschreien lassen, weil ich immer ein bloedes Grinsen auf dem Gesicht hatte.
      Biwak und der Marsch hat eigentlich relativ viel Spass gemacht und Schiessen macht einfach nur Spass.
      Bisschen mehr Sport tat mir wohl auch ganz gut. Zu meiner Kompanie muss ich sagen, dass wir eine Panzerkompanie waren, d.h. totale Vollpfosten werden schon vorher aussortiert, d.h. wir waren ca. 70% Abiturienten, was fuer die Atmosphaere im Allgemeinen ganz gut war.
      Nach der Grundausbildung wurde es dann nochmal deutlich entspannter, spaeter aufstehen, selber zum Essen gehen, mehr Freizeit, weniger anschreien lassen, besser Umgang. Unser Zug wurde nochmal verkleinert und die Ausbilder wurden nochmal ein wenig entspannter, fast schon kollegial.
      Nach ca. 2 Monaten kam dann das Highlight, Panzerschiessen! Dicht gefolgt von Sex kann man mehr Spass an einem Tag nicht haben :)
      Danach mussten wir dann noch zweimal nach Sueddeutschland und amerikanische Kasernen/Einrichtungen bewachen und dann war die Zeit auch schon wieder vorbei.

      Zivi hat viele Vorteile, aber kommt extrem auf deine Stelle an. Ich persoenlich werde nach ner Zeit wahnsinnig, wenn ich mit Kindern oder Rentner arbeiten muesste und habe eine Abneigung gegen Krankenhaeuser, damit war die Wahl fuer mich relativ einfach.
      Wenn du noch zu Hause wohnst, dann solltest du die Chance nutzen, von da wegzukommen! Auch wenn dafuer dein Zivi-Geld draufgeht.
    • Tijfg
      Tijfg
      Bronze
      Dabei seit: 09.07.2009 Beiträge: 7.327
      ausgemusertert ftw
    • wess0r1982
      wess0r1982
      Black
      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 1.028
      bund war auf jeden fall total sinnlos und verschwendete zeit, aber manchmal ganz lustig. würds wahrscheinlich wieder machen.