TPTK / Overpair am Flop bei Drawboard und Gegenwehr

    • nadines1986
      nadines1986
      Bronze
      Dabei seit: 20.10.2007 Beiträge: 176
      Hallo!

      Ich frage mich seit langem, wie ich aus folgender Hand in folgenden Situationen am meisten Value raushole:

      Ich halte TPTK bzw. ein Overpair am Flop nach eigenem Raise preflop, auf dem Board liegt ein Flushdraw, ich bin gegen einen Gegner (zur Info: NL 25 SH), auf den ich beispielsweise noch keine Reads habe (zum Value rausholen gegen bekannte Gegner, von denen ich relativ gut weiß, daß sie Draws 3betten oder mit ihnen donken und meine 3Bet callen später mehr).

      Situation 1:

      Ich raise preflop, ein unbekannter Gegner callt in Position, ich halte AK, auf dem Board liegt z.B. K93, zwei Karos.
      Ich raise am Flop 3/4 Potsize, mein Gegner macht einen Reraise auf das Dreifache.
      Wir sind beide 100 Blinds deep.

      Möglichkeiten, die ich nun habe:

      - Fold und Note machen (mache ich in so einer Sitation sowieso).
      - Ich verliere grob im Schnitt 12 Blinds. Diese Standardline gegen Unknown erscheint mir aber zu schwach. Ich kann zwar, wenn er das wieder versucht, drüberraisen, aber wie erwähnt ist mir die Hand für einen Fold zu schwach, da ich nicht denke, daß man auf NL 25 SH (Party) häufiger mit einer Monsterhand als mit einem Draw konfrontiert ist in dieser Situation.

      - Call.
      - Und dann? Wenn ich den Turn, falls der Draw nicht ankommt, nur 1/2 Potsize bette, habe ich schon mehr als die Hälfte meines Stacks in der Mitte und komme wohl kaum mehr aus dem Pot raus, oder?
      Also käme bei verpaßtem Draw auf dem Turn für mich nur ein All-In oder Check/Fold in Frage.
      Falls der Gegner behind checkt habe ich auf dem River dasselbe Problem. Was tun?

      - 4-Bet
      -Direkt All-In, dann gewinne ich grob knapp 30 Blinds, falls er den Draw hält und foldet. Hat er einmal wirklich was, ist mein Stack weg. Hält er oft genug den Draw bzw. callt mit weniger als TPTK mein All-In, daß sich diese Spielweise am ehesten rentiert? Schwierig. Eine 4-Bet außerhalb eines All-Ins macht doch wenig Sinn, weil ich dann eh committed bin, oder?

      Dasselbe dann nochmal IP, 3Bet von mir auf eine Donkbet, selbes Board, Gegner callt. Was tun nach Check von ihm auf verpaßtem Draw am Turn, was tun nach Raise von ihm am Turn trotz verpaßtem Draw?

      Irgendwelche Ideen, welche Spielweise in diesen beiden Situationen am profitabelsten sind?

      Und wie haltet ihr es auf einem Rainbow-Board mit TPTK/Overpair und gleichem Spielverlauf? Bei letzterem folde ich gegen Unknown bislang erstmal OOP und auch IP und passe dem Gegner meine Range an, d.h. macht er das nochmal habe ich ne Note und pushe die Hand dann in der Regel direkt am Flop All-In. Wäre Ein Call am Flop und ein Push/Reraise am Turn hier wohl profitabler?

      Freue mich über Meinungen / Tipps.

      MfG

      Tim
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    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Ohne Reads ist die Situation nicht richtig zu lösen, da wir zuviel spekulieren müssen.

      Du kannst hier mit 2 plausiblen Lines arbeiten:

      1. Du glaubst dein unkown Gegner ist passiv -> du spielst schlicht und einfach B/F und glaubst ihm die 10 Handkombinationen die er mit seinem Raise am Flop repräsentiert

      2. Du glaubst gar nichts über deinen Gegner und glaubst ihm NICHT die 10 Handkombinationen die er am Flop repräsentiert. Seine restlichen Hände haben ungefähr 30 - 50% Equity gegen deine Hand und du spielst es halt weiter indem du

      i) es direkt am Flop irgendwie reinbringst (z.b. reraise und dann den Push callen)

      ii) den Flop callst und es auf einen blanken Turn reinbringst (bevorzugt IP)