verteilungsgerechtigkeit des fdp steuerkonzepts

    • Coubi
      Coubi
      Bronze
      Dabei seit: 25.06.2006 Beiträge: 2.516
      vielleicht gibt es ja ein paar vwler hier, ich bräuchte mal bitte ein bischen hilfe / einen denkanstoß

      morgen steht eine vwl-klausur an; bei der ich mit sicherheit etwas zum genannten thema sagen soll.
      leider will mir nicht einfallen was genau an diesem fünf stufen konzept jetzt als mehr oder weniger genau im sinne der verteilungsgerechtigkeit (auch stichwort: bedarfs- / leistungsprinzip) behaupten soll.
  • 11 Antworten
    • rossoneri06
      rossoneri06
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      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 3.260
      hast du mal nen link, wo dieser plan kurz und bündig erklärt wird.

      imo hat man bei solchen stufen gern mal das problem, dass in den grenzbereichen bzw. stufenübergängen bspw. 1€ mehr einkommen zu deutlich über 1€ zusätzlichen steuern führt, d.h. es wäre in diesem fall besser, auf die gehaltserhöhung zu verzichten.

      ich weiß jetzt aber nicht, ob du so etwas meinst.
    • Coubi
      Coubi
      Bronze
      Dabei seit: 25.06.2006 Beiträge: 2.516
      das meinte ich nicht, aber danke trotzdem

      leider bin ich zu sehr techniknoob um nen link zu posten :( ,
      aber wenn du bei google "steuerpolitik fdp" eingibst ist einer der ersten hits ein artikel aus der faz.
      ich könnte jetzt aber leider halt nicht wirklich eine stellungnahme auf die oben genannte problematik daraus ableiten
    • rossoneri06
      rossoneri06
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 3.260
      ich will mal ein bissl schreiben, aber so ganz sicher bin ich mir gar nicht, was du hören willst...

      grds. gibt es ja verschiedene konzepte, wie man die (steuerliche) leistungsfähigkeit bestimmen kann. dabei ist eine einkommensteuer nicht der weisheit letzter schluss, da man verschiedene einkommensarten nur unterschiedlich gut fassen/berechnen kann. manche argumentieren, dass man besser beim konsum ansetzt, da in diesem fall auch sparen (erstmal) nicht negativ behandelt wird, da die steuer nur auf tatsächliche konsumausgaben anwendung findet.
      da höhrere einkommen eine geringere konsumsquote haben, ist dieses konzept aber auch nicht vollkommen, da geringere einkommen prozentual höher belastet werden.

      zum stufenmodell: man unterscheidet ja horizontale und vertikale leistungsfähigkeit, d.h. personen gleicher leistungsfähigkeit sollen gleich behandelt werden und welche mit höherer (geringerer) leistungsfähigkeit entsprechend anders, sprich höher (geringer) belastet.

      so ein stufenmodell kommt dieser idee erstmal nahe, da die haushalte in verschiedene (leistungs)gruppen geteilt sind und eine entsprechende ungleichbehandlung stattfindet. grds. ist also die vertikale gerechtigkeit gegeben. die horizontale ist kritisch, da es wie erwähnt probleme gibt, alle einkommensarten zu erfassen. wenn man dabei bei gleichem einkommen (und somit vermeintlich gleicher leistungsfähigkeit) dem selben steuertarif zugeordnet wird, dann ist irgendwo aber auch das prinzip der horizontalen gerechtigkeit erfüllt.

      wünschenswert wäre für ein gerechtes steuerkonzept, wenn man den nutzen der einzelnen personen messen und dann besteuern könnte. dies funktioniert nur leider nicht.

      hoffe, dass du hiermit etwas anfangen kannst.
    • Coubi
      Coubi
      Bronze
      Dabei seit: 25.06.2006 Beiträge: 2.516
      sauber! damit hast du mir auf jeden fall schonmal weitergeholfen!
      Danke!

      wie genau ist eigentlich das steuerkonzept jetzt?
      es gibt doch quasi ein stufensystem oder?
    • rossoneri06
      rossoneri06
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 3.260
      nachtrag:
      hier erstmal der faz-link, den du wohl meintest: http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~EF306759A04D24C3BAE6265F866786709~ATpl~Ecommon~Scontent.html

      auf "seite 3" der grafik ist der tarif ja in progressions- und proportionalzonen eingeteilt. proportionalzonen, d.h. bereiche ohne progressiven anstieg des steuersatzes verstoßen gegen das prinzip der horizontalen gerechtigkeit. ist letztlich auch logisch, wenn man davon ausgeht, dass ein euro mehr einkommen in irgendeiner form die leistungsfähigkeit erhöht. in diesem fall müsste auch der steuersatz steigen.
      in diesem modell (wie auch im gegenwärtigen system) gibt es einen spitzensteuersatz, womit horizontale gerechtigkeit nicht erfüllt sein kann. dies betrifft allerdings nur einen kleinen teil, da wenige ein entsprechend hohes einkommen haben.

      EDIT: die angesprochene grafik ist mMn der gegenwärtige einkommensteuertarif in deutschland.
      unter umständen, bin mir aber nicht sicher, will die fdp 5 proportionalzonen einführen. diese würden dann zwar wieder einer vertikalen gerechtigkeit nahe kommen in dem sinne, dass man verschiedene steuersätze je nach einkommen anwendet.
      allerdings kommt es dann innerhalt der stufen zu einer teilweisen verletzung der horizontalen gerechtigkeit.
    • Coubi
      Coubi
      Bronze
      Dabei seit: 25.06.2006 Beiträge: 2.516
      du bist echt super!
      das ist ziemlich perfekt!

      bedeutet der "spitzensteuersatz" nun eigentlich dass ab einem einkommen von ca250k der %satz gleich bleibt, oder heißt es dass es quasi eine maximal abzuführende summe gibt die auf bei beliebig höherem einkommen nicht mehr größer wird?
      hoffe ist keine zu blöde frage, beziehe mich da auf noch ein paar andere artikel die mich ein wenig verwirrt haben.

      edit: sorry, war ja eigentlich hinreichen beantwortet.
      bin wohl schon sehr müde....
    • rossoneri06
      rossoneri06
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 3.260
      hab oben was editiert, schau dir das nochmal an.

      spitzensteuersatz heißt nur, dass der zur berechnung zu verwendende steuersatz nicht mehr steigt. allerdings steigt die steuerbelastung mit zunehmender bemessungsgrundlage immer weiter. nur auf die einkommensteuer bezogen wird dann im höchsten bereich jeder euro mit 45cent besteuert, ohne deckelung.

      mir ist grad noch was zur horizontalen gerechtigkeit eingefallen: ansich besagt diese, dass gleiche leistungsfähigkeit auch gleich behandelt werden soll. in einer proportional zone geschieht das auch. allerdings werden in diesem fall auch innerhalb der zone verschiedene einkommen mit gleichen steuersatz bedacht. dies ist somit nicht mehr gerecht und widerspricht dann wiederum der vertikalen gerechtigkeit.

      hoffe, das war jetzt verständlich. ich mag so was selber nicht aufschreiben... bzw bin ich mir grad selber nicht 100% sicher.
    • Andre
      Andre
      Bronze
      Dabei seit: 26.12.2005 Beiträge: 1.443
      bin vwl-noob und ist bisschen offtopic, aber was sollen bei den 250k einkommen die lächerlichen 730€?
      sieht ziemlich bekloppt aus. ?(
    • rossoneri06
      rossoneri06
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 3.260
      kann ich grad auch nicht sagen...

      könnte sein, dass man durch diese grenzen dann "runde" steuerbeträge bekommt. ist aber nur spekulation. würde aber vermuten, dass man irgendwie rückwärts rechnet und dann auf diese grenzen kommt.

      ohne gewähr :P
    • AllvaterOdin
      AllvaterOdin
      Bronze
      Dabei seit: 19.07.2007 Beiträge: 528
      lernplan FTW!

      19:50 und du willst nen ausgeklügeltes steuerkonzept der fdp analysieren? vielleicht mal am WE schon angefangen wenn die klausur MORGEN ist.

      gib einfach Kritik zum FDP Steuersystem bei google ein. findest du genügend studien und artikel um dir morgen nen vorsprung in der klausur zu sichern.
    • Coubi
      Coubi
      Bronze
      Dabei seit: 25.06.2006 Beiträge: 2.516
      vwl ist halt eins der weniger wichtigen fächer und ich schreibe auch noch andere klausuren und arbeite :(

      aber danke auf jeden fall für die gute hilfestellung die ich hier bekommen habe