Set auf micros

    • 314Pi
      314Pi
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2010 Beiträge: 477
      Wie spielt man denn pocketpairs die auf dem Flop zum set geworden sind am besten?

      Also wenn draws da sind rais ich immer potsize.

      Was soll ich aber machen wenn das Board nicht drawlastig ist?

      Also wenn der aggressor hinter mir kommt(eher selten meist mach ich ja openraise) checken wenn er raised soll ich dann 3-betten oder eher callen und am turn value extrahiern.

      Was mach ihr wenn ihr der aggressor seid. Und wie abhängig soll ich es von der anzahl der Gegner machen?
  • 7 Antworten
    • eslchr1s
      eslchr1s
      Bronze
      Dabei seit: 20.12.2009 Beiträge: 5.162
      Wie du schon sagst.. wenns drawlastig ist, dein Gegner aber dennoch oft cbetten wird (aufgrund von stats / reads) kannste checken und dann reraisen).

      Wenn das Board trocken ist brauchste nur callen.

      Wenn du denkst das er kaum cbettet aus welchen Gründen auch immer kannste auch wet flops donken... gibt viele Möglichkeiten und es gibt allg. nie ne Perfekte spielweise.. Kommt immer auf den Gegner, das Board, Tableimage uvm an.
    • 314Pi
      314Pi
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2010 Beiträge: 477
      Danke guter Ratschlag (klingt zumindest logisch).

      Und was machst du dann am Turn da dann selbst value extrahieren oder?
    • weintrinker
      weintrinker
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 575
      Auf dem Flop sofort einen Plan haben, welche Betsize du brauchst, um Villian bis zum River AI zu bekommen.

      Und dann stumpf reinbarreln....

      Warum?

      Ganz einfach.
      Bist Du Aggressor, dann callt Dich der andere gern mal einfach stumpf runter. Auf den Micros bauen die passiven ja wohl eher weniger gern selber Pötte auf, callen aber jeden Mist erstmal runter.

      Ist der andere Aggressor? Super, soll er doch reraisen. Dann ist noch viel einfach bis zum River ai zu sein.

      Mit Slowplay läßt Du viel eher Value liegen, als Du welchen hinbekommst.

      Und dabei ist es mir sowas von egal, was da auf dem Board liegt.

      Mag hin und wieder mal besser zu sein, sich mal einen check zu nehmen, doch die durchgängige linie auf den micros ist selber den pot bilden.

      Und wenns Multiway ist, dann auch ballern. Je mehr drin sind, desto eher finde sich ein caller.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      So ganz pauschal kann man nicht sagen wie man sein Set richtig spielt.

      Ich gebe dir aber mal ne grobe Guideline:

      Wir spielen In Position und haben Initiative:

      Der Spieler ohne Position wird ja meist zu uns checken, daher sollten wir zu 100% die Contibet machen. Werden wir C/raised und die Boardstruktur ist

      i) dry -> wir callen den C/R und geben dem Gegner die Chance sich selber zu hängen

      ii) wet -> wir sollten eher am Flop weiter aggressiv aggieren, um die Chance zu maximieren das wir von Draws ausbezahlt werden, solange wir noch vorne sind


      Wir spielen In Position und haben KEINE Initiative:

      Der Spieler ohne Position wird häufig eine Continuationbet machen. Ist die Boardtextur

      i) dry -> wir können callen oder raisen, wobei ich hier IP eher zum call tendiere

      ii) wet -> wir können callen oder raisen, wobei ich IP hier eher zum raise tendieren, da die Wahrscheinlichkeit steigt das der Gegner mit Draws weiterspielen könnte (die auf dem Dry board ja meistens eher nicht weiterspielen)

      Auf den Microlimits sind 95% der Gegner noch nicht in der Lage Hände zu readen, daher werden Raises auf DRY Boards eher stark wahrgenommen und Raises auf WET Boards eher als Semibluff (obwohl man in der Praxis oft andersrum spielt, aber das ist die Wahrnehmung vieler Spieler).

      Daher sollte man also auf dry boards eher callen und auf wet boards eher raisen mit sehr starken Hände, um den Payout zu maximieren, wenn der Gegner selber irgendwas hält.


      Spielen wir OOP ohne Initiative, dann bleibt uns weniger Spielraum. Spielen wir HU Pots, dann check ich zu 95% den Flop und versuche auch auf den meisten Boards einen C/R.

      i) auf dry Boards kann man auch mal einen C/C machen, aber im Prinzip ist das auf dem Level egal, da du deine C/C Range aus mittelstarken Händen auf solchen Boards nicht mit Sets balancen brauchst.

      ii) auf wet Boards ist es offensichtlich das ein C/R vorteilhaft ist, da wir halt auch viele Draws so spielen müssten (wenn wir Drawinghände in unserer Range hätten, die SHC halt gar nicht beinhaltet)

      OOP ist aber generell besser selber die Initiative zu übernehmen durch den C/R, da viele Gegner nach der Cbet oft nur noch sehr starke Hände am Turn setzen und du daher sehr oft am Turn den Checkbehind bekommst.


      Bezüglich der Betsizes: Dein Ziel sollte es sein mit gescheiten Betsizes All In zu kommen. Diese Betsizes sollten dir auch die Option offenhalten, das du theoretisch GLAUBHAFT bluffen könntest (auch wenn du es nicht tust).

      (d.h. du musst in nem HU Pot nicht zwangsweise Potsize C/Raisen, sondern kannst ruhig bei 3.5 - 4x der Cbet sein (vorrausgesetzt die Cbet hat eine normale Betsize von 2/3 Pot - Potsize).
    • 314Pi
      314Pi
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2010 Beiträge: 477
      OK Danke für die guten Ratschläge ich schau dann mal was ich davon in mein Spiel mit einbauen kann.
    • Bamboule
      Bamboule
      Bronze
      Dabei seit: 29.03.2010 Beiträge: 980
      Ich persönlich mache immer eine CBET da ich auch alles andere Cbette... wäre sonst auffällig, nichwahr? :f_cool:
    • doger23
      doger23
      Bronze
      Dabei seit: 16.04.2007 Beiträge: 513
      Schöner und interessanter Post Ghostmaster. Ich denke eine Sache sollte man noch bedenken wenn man an Slowplay mit einem Monster denkt. An Turn und River kann jedesmal eine Coolerkarte kommen die deine Hand zur schlechteren macht oder, was noch schlimmer ist weils öfters passiert, eine Karte kommen die die Action killt.