Mikrolimitaufstieg

    • BassoContinuo
      BassoContinuo
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2010 Beiträge: 374
      Zur Zeit spiele ich auf FTP um 0,05/0,1 $ und habe mir überlegt, wann der Schritt auf's nächste Limit für mich dran sein könnte.

      Da ich's gerne etwas solider mag, habe ich die Vorschläge von Pokerstrategy zum BRM für mich um 50% aufgestockt, würde also normalerweise mit 90 $ beim nächsten Limit an den Start gehen.

      Aber: Zunächst lief es so (gut), daß ich nach 6000 Händen 500 Big Blinds gewonnen hatte. Seitdem stagniert es allerdings. Eine Glückssträhne zwischenduuch verschaffte mir in knapp 800 Händen sagenhafte 200 Big Blinds und den finanziellen Anschub für einen Ausflug auf's nächste Level, aber so schnell konnte ich gar nicht gucken, wie das Geld wegschmolz. Also erstmal zurück.

      Es blieb stagnierend. Finanziell nicht weiter schlimm - durch Rakeback und Boni stieg die Bankroll weiter an. Aber ich habe das Gefühl, daß es mein Skill sich nicht recht weiterentwickelt.

      Einige Fehlerquellen habe ich identifiziert: Ich habe mit Multitabling begonnen, spiele jetzt vier Tische. Das läuft meistens ganz gut, aber wenn ich in drei Tischen gleichzeitig dabei bin, wird es manchmal knapp, und ich mache Fehler.

      Die Starthandchart sitzt auch noch nicht wie angegossen. Da muß ich dann öfter noch nachsehen, statt über Board und Gegner nachzudenken.

      Ein weiterer Fehler (u.a.): Ich neige dazu, einmal getroffene Entscheidungen durchzuziehen, statt bei jeder Aktion alles neu zu überdenken. Im Nachhinein frage ich mich dann, wieso ich diesen oder jenen Quatsch gespielt habe.

      Ich habe dann beschlossen, vorerst noch ein wenig ganz unten herumzukrebsen, bis sich die Routinen eingeschliffen haben. Als Ziel habe ich mir gesetzt, 40 $ auf diesem Limit zu gewinnen (dann wäre ich bei den von mir oben angesprochenen 90 $ für den Aufstieg, obwohl ich tatsächlich mehr auf dem Konto habe).

      Vernünftig?
  • 14 Antworten
    • Ben2000
      Ben2000
      Bronze
      Dabei seit: 16.12.2009 Beiträge: 445
      Dito.

      Auch ich spiele auf FTP akuell .1/.2 $. Das ist mein Zweiter Aufstiegsversuch.

      Mein Bankroll Management sieht 500 Big Bets eines Limits vor um dieses zu spielen.(Konservativ?)

      Empfand besonders am Anfang, große (relativ zum meiner gesamten Bankroll) Swings als emotional zu belastend, das führte zu ständigem nachschauen auf den Cashier.

      Die Bankroll gibt auch schon lange höhere Limits her. Rakeback+Boni(Take2 erhöhte meine Bankroll um 25 %) erhöhen ja stetig. Wie kann man da überhaupt broke gehen?

      Bei einer Winrate von ca. 0.25-0.75 BB/100 Hände über ca. 50.000 Hände steht Skill Improvement an oberster Stelle.

      Empfehle dir Strategieartikel, Quiz und Handbewertungsforen.

      Man sieht sich an den Tischen.
    • nilon1982
      nilon1982
      Bronze
      Dabei seit: 05.01.2009 Beiträge: 810
      Hallo,

      konservatives BRM OK, aber ich würde euch empfehlen in den Mikros nach dem 300 BRM vorzugehen. Ganz einfach warum. Ihr arbeit mit den SHC (übrigens kein Problem, wenn man diesen noch nicht zu hundert Prozent drauf hat, dass kommt noch :) ) zweitens besucht ihr das HBForum und nutzt den content von PS. das sind drei Faktoren womit ihr einen Vorsprung gegenüber anderen habt. Man sollte sich auch nicht verrückt machen, wenn die ersten sessions auf dem höheren Limit nicht so laufen, kann viele Gründe haben, ich habe zum Bsp. bei mir gemerkt, dass ich Respekt vor den doppelten Einsätzen hatte. Das führte dazu, dass ich zu Weak gefoldet habe. Den Gegner habe ich am Anfang auch zuviel Respekt gezollt, dass hat sich aber nach ein paar Session gelegt und ich habe gemerkt, dass das genau solche Vollpfosten wie auf dem niedrigeren Limit sind :D . Kann nur sagen, das ich mit dem 300 BRM gut gefahren bin und nie auch nur annähert am Broke oder am Limitabstieg war.

      Viel Erfolg euch beiden.
    • ronnie7277
      ronnie7277
      Bronze
      Dabei seit: 22.09.2007 Beiträge: 2.360
      #2
      ich spiele sogar noch ein agressiveres BRM im moment, da ich meine Bankroll auscashen musste, war ich gezwungen noch mal ganz unten anzufangen.
      Damit das nicht ewig dauert bis ich wieder 2/4 spielen kann habe ich mich dazu entschlossen ein 300BB Abstiegs-BRM zu fahren, will heissen dass ich mich nur darauf konzentriere dass ich absteige wenn ich nur noch 300 BB vom Limit darunter habe, wenn ich mich gut fühle und einen guten Spot finde dann shotte ich sooft es geht das nächsthoehere Limit, werde das solange durchziehen bis ich mindestens 1/2 Spiele und werde dann wieder auf ein konservativeres BRM ummsteigen.
      Bsp: PS-500BB BRM $200= immer noch .1/.2 spielen, nach meinem BRM kann ich damit aber schon .5/1 spielen, da ich erst bei $150 wieder auf .25/.50 absteigen muss und dann immer noch ein Limit hoeher spiele als wenn ich nach PS-BRM spielen würde.
      Natürlich muss man so auch häufig mal mal wieder ein Limit runter wenn man mal wieder einen fiesen Swing erwischt, kann aber genauso in die andere Richtung gehen.
      Ps: wer nicht damit klar kommt ein Limit absteigen zu müssen, soll sich lieber an das BRM von PS halten, noch tighter würde ich es allerdings nicht gestalten auf den Limits, denn mMn ist jede Hand die man zuviel auf den Micros spielt verlorene Zeit, denn wirklich lernen tut man auf den Micros eh nichts was man später braucht und wenn man sich mal was auscashen kann und sich von seinen Winnings etwas leisten kann, dann ist das schon ein sehr gutes Gefühl das einem zusätzlich noch einen Motivationsschub gibt, da man erst jetzt merkt dass all die investierte Zeit doch nicht umsonst war.
    • BassoContinuo
      BassoContinuo
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2010 Beiträge: 374
      Danke für Eure Meinungen!

      Vollpfosten gibt's sicher jede Menge, aber auch einige, die aus meiner beschränkten Sicht durchaus vernünftig spielen. Ein Selbstläufer ist die Sache nicht.

      Was den Lernfortschritt betrifft: Das ist ein Argument. Mit fortgeschrittenem Content braucht man da nicht kommen. Ich habe mich zwar auf Silber hochgearbeitet und mir auch schon einiges angesehen, aber vieles dort setzt vernünftigere Spieler voraus, als ich sie kennenlerne. Oder aber: Es setzt bessere Fähigkeiten meinerseits voraus, die Gegner individuell einzuschätzen.

      An der Swingtoleranz arbeite ich gerade. Obwohl mir irgendwie auch Robbie Williams gefällt: "Swing, when you're winning"...
    • ronnie7277
      ronnie7277
      Bronze
      Dabei seit: 22.09.2007 Beiträge: 2.360
      Original von BassoContinuo
      An der Swingtoleranz arbeite ich gerade. Obwohl mir irgendwie auch Robbie Williams gefällt: "Swing, when you're winning"...
      um eine hoehere Winrate zu erzielen musst du hoehere Swings in Kauf nehmen, du musst lernen damit umzugehen.
      Wenn du z.B AK preflop cappst ist das for value, weil du durschnittlich eine bessere Hand hast als der Gegner, aber genau diese Caps führen zu den grossen Swings wenn du paar mal hintereinader nicht triffst oder Villain am River den Flush trifft, würdest du AK nicht cappen dann würden die Swings zwar geringer ausfallen, sowohl nach unten als auch nach oben allerdings würdest du dann langristig eine Menge an Value liegen lassen und somit hast du schnell mal deine Winrate um 0.5-1BB/100 verringert
    • Hamari
      Hamari
      Bronze
      Dabei seit: 05.07.2008 Beiträge: 657
      Ja, ich würde auch nicht allzu viel Lebenszeit auf den super-Micros verschwenden. 300-400BB ist völlig ok. Ihr müsst halt nur die Disziplin haben ggf. auch abzusteigen.

      Vor allem der Rake wird eigentlich auf jedem Limit niedriger, so dass ihr sogar bei gleichbleibender Gewinnrate einen höheren Gewinn habt. Es bleibt einfach mehr im Pot, was dann euch gehört.

      Mehr Mut zum Aufstieg und mehr Disziplin beim Abstieg.
    • firsttsunami
      firsttsunami
      Black
      Dabei seit: 23.01.2006 Beiträge: 32.997
      Ich würde dir auch eher empfehlen, auf den unteren Limits mit einem 300BB Management vorzugehen. Vernünftig ist in diesem Kontext aber auch subjektiv. 300BB heisst aber auch, dass man nach einem Down, das Limit wieder nach unten wechseln muss. Wenn man ein risikofreudiger Mensch ist und einem die schnelleren Auf- und Abstiege nicht zusetzen und man das Ziel vor Augen hat, schnell aufzusteigen, ist ein 300BB BRM sicher das objektiv vernünftigere.

      Der Rake auf den niedrigen Limits ist relativ hoch. Neben dem Faktor, dass man auf den Micros natürlich noch nicht soviel Geld verdienen kann, ist der hohe Rake auf den unteren Limits aber der Hauptgrund, wieso man schnell auf die Midstakes wie 10/20 aufsteigen sollte.

      Setzen einem die Varianz und die schnelleren Limitwechsel aber zu sehr zu, sollte man lieber mit 500BB BRM spielen.

      Objektiv vernünftig = "viel" Risiko, wegen des Rakes, der "geringen" Beträge und des Edges, die man auf die Spieler, auch noch auf den nachfolgenden Limits (0.25/0.50 / 0.50/1) hat.

      Je nach psychischer Konstitution kann für dich aber ein 500BB BRM besser sein.

      It's up to you. ;)
    • Resy
      Resy
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2006 Beiträge: 611
      Hi BassoContinuo.

      Sicher ist doch nicht verkehrt, wenn dir es nicht langweilig wird und du deshalb Fehler machst.

      Nen Aufstieg ist trotzdem nicht so schlecht, da auf den steigenden Limits auch die Fähigkeiten der Gegner steigern. Das bringt auch dein Spiel nach vorn. Du kannst ja dann wieder weniger Tische spielen. Du brauchst aber keine Angst zu haben, auch da gibt es genug Spieler die nur zum Spaß spielen.

      Zudem würde ich dir empfehlen dich mit dem Elephant vertraut zu machen und den im Einsteigermodus laufen zu lassen. So kannst du schon nach etwa 100 Händen sehen wie deine Gegner so ticken. Schau dir dazu auch den Strategieartikel zu den verschiedenen Spielertypen an.

      Dann solltest du dir halt nen paar notizen zu den Spielern machen gegen die du über ca 100 Hände gemacht hast. z.B was für ein Spielertyp er ist und ihn Farbig markieren.

      Die Tags kannste ja rot makieren. Da spielste schön Tight. Du solltest ja auch ein Tag sein :D Nach kurzer Zeit bekommst du dann schnell nen Auge für die Spieler und ihre Spielweisen. Du wirst sehen die verschiedenen Spielertypen spielen in ihren Gruppen sehr ähnlich. Besonders wenn du mehrere Tisch spielst willst du ja schnell sehen wer dein Gegner ist.

      Ansonsten wenn du noch ein wenig länger unten spielen willst, schau dir doch mal den erweiterten (genauere Tischposition) SHC an.

      Ich wünsch dir viel Spaß beim Aufstieg. Und wenn du weiter mit soviel Diziplin spielst wirst du auch ein Level höher in den Micros erfolgreich spielen.

      Nachtrag. Du hast gesagt dein Spiel stagniert. Vielleicht musst du mal schauen um welche Urzeiten du spielst. Schau dir an wo deine Gegner herkommen und wie spät es da ist. Wenn du gegen Spieler aus Europa spielst ist meiner Erfahrung nacht ab 16 bis 20 Uhr am besten. Weil die Leute von der Arbeit kommen und ne Runde Poker spielen wollen und Spaß haben wollen. Das sind deine Gegner. :D
    • BassoContinuo
      BassoContinuo
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2010 Beiträge: 374
      1. Rake:

      Für mich sieht das alles nach 5% aus. Oder mache ich irgendwo einen Denkfehler?


      2. Notizen:

      Da bin ich schon dabei. Openlimper, Limpraiser, notorische Donker und sinnfreie Dauerbluffer bekommen einen Notiz. Das "Adapten" steckt noch in den Anfängen.


      3. Content:

      Ich möchte den Bronze-Content halbwegs "automatisieren". Die Kolumnen sitzen noch nicht so, wie ich mir das wünsche. Preflop bin ich zufrieden, nutze Bronze-Chart.


      4. Elephant:

      Läuft und läuft und läuft.
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      Generell ist am Anfang ein etwas riskanteres Bankrollmanagemeht sinnvoll, weil das Spiel auf den Micros noch nicht besonders anspruchsvoll ist und eine gute Gewinnrate erwartet werden kann. Damit ist das Risiko eines negativen Swings verringert. Es geht auch noch nicht um viel Geld, das heisst, Verluste kann man psychologisch leichter verschmerzen.

      Der psychologische Faktor ist aber wichtig. Wenn du dich mit kleiner Bankroll nicht wohlfühlst, dann spielst du mit "scared money", hast also Angst, dein Geld zu verlieren. Das kann zu suboptimalem Spiel führen, in dem man gewinnträchtige Chancen wegen der möglichen Varianz nicht wahrnehmen will. Ist das der Fall, verschafft dir die grössere Bankroll mehr psychische Sicherheit, durch die die Angst vor knappen Situationen in den Hintergrund tritt.

      Beispiel:

      Du spielst gegen einen Maniac. Das ist eine hochprofitable Situation, kann aber auch hohe Varianz bedeuten, weil du gegen einen Maniac deine made Hände "überspielst" (du spielst sie stärker als gegen einen normalen Spieler) und der auch mal Outs treffen kann oder ab und zu eine starke Hand hat, die du dann übermässig ausbezahlst. Im Mittel wirst du aber hohe Gewinne einfahren. Sitzt du auf scared money, kannst du von dieser Situation schlecht profitieren, weil du die Varianz durch das Spiel mit höheren Einsätzen scheust.

      Das gilt um so mehr, wenn du shorthanded spielst, weil dort sowohl die Swings grösser sind als auch das Spiel aggressiver ist. Beides willst du nicht haben, wenn du Angst um die Bankroll oder vor einem Abstieg hast.
    • Chesspower
      Chesspower
      Bronze
      Dabei seit: 11.09.2006 Beiträge: 92
      Für ein aggr. Bankrollmanagment mit "Absicherung".

      z.b.
      Start BR 20$ 0,02/0,04 500BB (Big-Bet)

      Limit_____aufsteigen absteigen
      _________(100BB+) (80BB-)
      0,02/0,04 10$+ /
      0,05/0,10 20$+ 8$-
      0,10/0,20 50$+ 16$-
      0,25/0,50 100$+ 40$-

      Wenn man 100BB(vom nächsthöheren Limit) im Plus ist steigt man auf und
      wenn man auf einem Limit 80BB im Minus ist steigt man ab.
      Vorteil,schneller Aufstieg möglich
      Man muss sich aber immer daran halten das man auch bei -80BB absteigt.
      -----
      100BB+/80BB- ist nur ein Beispiel, die Diff.(20BB) ist die Absicherung und
      sollte bei multitabling angepasst werden.
    • Knallo
      Knallo
      Bronze
      Dabei seit: 30.05.2006 Beiträge: 4.906
      Nur eine Frage: Wenn einem die vielen TAGs auf FR 0.10/0.20 und 0.15/0.30 (diese Tische gibt es ohnehin allzu selten: Ich spiele zur Zeit nur auf Party und FullTilt) auf die Nerven gehen, hat es einen Sinn, auf SH mit einer 500BB Bankroll zu wechseln? SH wird ja jetzt schon auf den Mikros angeboten.
      Momentan komme ich einfach nicht weiter, spiele diszipliniert 4 Tische und gewinne etwas mehr als die Stromkosten...
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      500 BB Bankroll sind angemessen für SH. Du kannst es also ausprobieren. Zugang zum Artikel Wie spielst du shorthanded? hast du ja. Jedoch gilt es zu beachten, dass der Rake SH grösser ist als FR. Auf FTP wird er etwas niedriger sein als auf Party.
    • Knallo
      Knallo
      Bronze
      Dabei seit: 30.05.2006 Beiträge: 4.906
      Hab's ausprobiert, mit nur einem Tisch bei 0.10/0.20. Ist großartig gelaufen. Ich weiß natürlich, das kann nicht immer so sein, aber ich habe ein gutes Gefühl, weil mir wirklich scheint, es sind da mehr Ahnungslose unterwegs. (Wird sich alles ändern, wenn ich höhere Limits spiele, ich weiß, aber momentan habe ich viel Spaß!)