Abschätzen der Implied Odds

    • korn85
      korn85
      Bronze
      Dabei seit: 23.11.2007 Beiträge: 35
      Hallo,

      Folgendes Problem: Ich habe oft das Gefühl das ich zu loose in multiway raised Pots oop einsteige. Beispielsweise sitze ich im BB mit einem offsuite Onegapper, es gibt ein Raise auf 3 Bigblind und vor mir 3 Caller. Per default (alle rel. standard stats, ca. 100 bigblind behind etc.) würde ich hier callen da ich mir genügend implied Odds gebe. Andererseits muss ich ja auch davon ausgehen, dass ich weniger Value bekomme da die Gegner multiway postflop tighter werden. Das heißt wir haben 2 gegensätzliche Effekte.

      Wie geht ihr mir diesen Situationen um bzw. gibt es so etwas wie eine call ... Regel wie bei Pocket Pairs?

      Grüße, korn85
  • 3 Antworten
    • rawman81
      rawman81
      Bronze
      Dabei seit: 27.10.2008 Beiträge: 7.787
      Wenn du die Action abschliessen kannst, kann man wenn der effektive Stack gegen mehrere Villains gross genug ist natürlich auch mal im BB mit ziemlich spekulativen Händen callen. Hängt natürlich von den Gegnern ab.

      Hände wie 97o find ich aber schon recht close. Wenn ich Gegner in der Hand habe, von denen ich denke dass ich sie im Falle eines guten Hits rel. oft stacken kann, call ich sowas bei den Odds aber obv auch.
      Gg. bessere Gegner wirste OOP und wegen dir genannten Gründen wohl selten viel Value generieren können und folde daher.


      Ne einfache Call20-artige Regel wirste da sicher kaum finden, wenn du SHC spielen willst wärs nen klarer fold ;)
    • mamanani2
      mamanani2
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2009 Beiträge: 1.013
      Prinzipiell schon machbar, wobei ich auch auf die reverse implied odds achten würde.
      Daher find ich Hände die eben nur sehr starke Monster machen können A5s z.b. oder connectors wirklich gut, da man damit nur selten in stärkere Hände läuft und seinen Stack verballert.
      Alternativ dann eben Hände die sehr starkes Drawpotential haben, da diese häufiger treffen und du dadurch preflop nicht so oft deine Chips verballern musst.
      Das sind zumindest die Regeln an die ich mich bisher gehalten hab und mit denen ich sehr gut fahre.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      1. OOP gewinnt man nur schwierig Geld

      2. OOP mit Trashhänden gewinnt man mit hoher Sicherheit KEIN Geld

      3. Hände wie 79o oder T7o würde ich dementsprechend so gut wie nie aus dem SB completen, da helfen mir auch die guten Odds nicht weiter, wenn ich ausser der Straight immer blöd dastehe, wenn es Action gibt.

      4. Du willst OOP tendentiell Hände spielen die mehrfaches Potential haben. D.h. Hände die neben einer Straight noch einen Flush z.b. machen können und du Postflop entsprechend mehr Equity aufbauen kannst. Z.b würde T7s viel öfter completen als T7o.

      5. OOP in raised Pots willst du vor allem dann einstiegen, wenn ein Fisch mit in der Hand verwickelt ist, da diese Spieler deinen Positionsnachteil ausgleichen (weil sie in der Regel zuviel callen und dir die Implied Odds geben).

      6. Man kann ganz grob sagen das man mit SCs (die nah beieianderliegen z.v. 89s) eine Call 20 Regel befolgen kann (ich hab da vor Jahren mal nen Artikel drüber geschrieben). Das Problem ist das du Postflop oft nur mit Equity dastehst und noch keine Made Hand hast und Postflop entsprechend gut sein musst. Und das wird man als Anfänger grade OOP niemals hinbekommen.