Bankroll nachträglich vergrößern?

    • MXh
      MXh
      Bronze
      Dabei seit: 04.05.2009 Beiträge: 638
      Wenn ihr das Geld dafür hättet: Würdet ihr eurem Erfolg beim Pokern etwas nachhelfen, indem ihr von Zeit zu Zeit etwas zu eurer Bankroll dazuschießt? z.B. so: Immer, wenn ihr zwei Drittel von dem Geld für das nächste Limit erspielt habt, das letzte Drittel aus eigenen Mitteln hinzufügen.

      Habt ihr das schonmal getan? Würdet ihr es empfehlen?

      (Der Hintergrund ist: Nach ein oder zwei Fehlstarts habe ich in den letzten Monaten meine ursprüngliche Bankroll von 100 auf 2000 Euro gesteigert, und auch meine Verluste von den ersten Versuchen wettgemacht. Ich könnte meine Bankroll durch einen Zuschuss noch weiter ausbauen, um höhere Limits spielen zu können... wie gesagt, wenn das zu empfehlen ist.)
  • 19 Antworten
    • F3rZ3nD3
      F3rZ3nD3
      Global
      Dabei seit: 25.10.2009 Beiträge: 188
      welche limits spielst du denn im moment mit den 2k? und welche würdest du gerne spielen? wie ist dein pokerbackground?
    • hornyy
      hornyy
      Bronze
      Dabei seit: 01.09.2006 Beiträge: 19.868
      Habs nie gemacht und würds nie tun, für mich ist die Bankroll Spielgeld und strikt vom Bankkonto getrennt. Poker -> Konto ist eine Einbahnstraße :)
    • Anaxi
      Anaxi
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2007 Beiträge: 2.537
      Kommt natürlich stark auf den eigenen Skill und das Limit ab. Wenn mal NL200 geschlagen hat bzw immer noch schlagen würde, dann würde es natürlich Sinn machen, einzucashen um kleine Limits wie NL20/50 zu überspringen.

      Wenn man aber eincasht, um ein höheres Limit zu spielen, auf dem man noch nie war, ist das eher kontraproduktiv. Denn beim hochspielen durch die Limits gewöhnt man sich langsamer und besser an den höheren Skill der Gegner, zudem sammelt man dabei Erfahrungen und kann seinen eigenen Skill ausbauen.
    • tomsnho
      tomsnho
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2006 Beiträge: 7.565
      Ich mach's eher umgekehrt. Wenn ich die Bankroll für das nächste Limit erreicht hab, spiel ich am unteren noch etwas weiter und cash mir den Überhang auf mein Bankkonto aus um mich zu belohnen.

      (zumindest bei/vor meinem ersten Aufstieg auf NL100 hab ich das so gemacht)

      Sehe es ansonsten so wie hornyy ... außerdem wenn du ungeduldig bist und immer schneller aufsteigen willst als du die BR hast und mit Eigengeld nachschießt, kann sehr schnell der Punkt kommen wo der Skill hinter den gespielten Limits bleibt - und wenn dann der Downswing kommt d.h. du viell. die hälfte deiner BR verlierst, dann bleibt dir weitaus weniger übrig als das, das bisher vom Bankkonto auf die Pokerseite gewandert ist :rolleyes:
    • VeganProgRock
      VeganProgRock
      Black
      Dabei seit: 01.07.2009 Beiträge: 484
      Ich halte es da auch so wie tomsnho. Diese line beinhaltet quasi, dass man je höher man kommt, umso mehr BIs zur Verfügung dafür haben muss, was neben der Tatsache, dass die Gegner immer besser werden und damit das risk of ruin bei gleichbleibender Anzahl an BIs steigt, auch unter folgendem Aspekt Sinn ergibt:

      Der Nutzen des Gewinns für einen selber steigt nicht linear mit dem Gewinn, sondern es tritt ein Sättigungseffekt ein. Ergo wird es immer weniger lukrativ, weiter aufzusteigen, je höher man kommt.

      Bsp.:

      - man hat 5000 € durch Poker gewonnen und betrachtet dies als sehr netten Gewinn, durch den man etwas großzügiger planen kann.
      - hat man 50 000 € durch Poker gewonnen, sieht die Lage deutlich besser aus, die 50 000 € fühlen sich aber vom Nutzen her nicht an wie 10 * 5000 €, sondern eher nur wie 6-8 * 5000 € (dies kann für jeden unterschiedlich sein, wenn man z.B. bereits Millionär ist, sind 50 000€ tatsächlich 10 * 5000 €).
      - hat man eine halbe Million gewonnen, so ist dies ein weiterer großer Sprung, aber wieder liegt der Faktor gegenüber 50 000 € unter 10, für manch einen bei 4, für jemand anderen bei 7, für den Multimillionär bei 10.
      -> im Alltag kann man auch bei 50 000 € bereits das Gefühl haben, sich (von extremen Luxusartikeln abgesehen) alles leisten zu können
      - bei 5 Mio Gewinn wird der Faktor gegenüber einer halben Mio wieder etwas geringer ausfallen als bei den Sprüngen darunter, denn eine halbe Mio ist für praktisch jeden eine enorme menge Geld.
      - oberhalb von 5 Mio macht es für die allermeisten nun wirklich keinen großen Unterschied mehr, wenn hier noch weitere Gewinne hinzukommen, der Nutzenfaktor von 50 Mio gegenüber 5 Mio liegt vielleicht nur noch bei 2 oder gar darunter.

      Etwas anders sieht es natürlich aus, wenn man beispielsweise plant, Geld nicht für sich selber zu verwenden, sondern beispielsweise später mal zu spenden (ich habe das z.B. vor). Hier ist es durchaus sehr erstrebenswert, die Limits weiter aufzusteigen, denn mit 2 Mio kann man nunmal doppelt so viel Gutes tun wie mit 1 Mio.
    • DonBlech
      DonBlech
      Bronze
      Dabei seit: 21.09.2005 Beiträge: 2.182
      Original von MXh
      Habt ihr das schonmal getan?
      Nein
      Original von MXhWürdet ihr es empfehlen?
      Nein

      Ich spiele, bis ich reichlich für das nächste Limit habe, dann wechsle ich auf das nächste Limit. Geht der Wechsel schief, cashe ich soweit aus, daß ich noch komfortabel das alte Limit weiter spielen kann und spiele mich wieder hoch.

      Anders liefe es nur darauf hinaus, daß ich das Limit auf- und absteige, spiele, Zeit investiere und immer um die entsprechende BR-Grenze herumpendeln würde; ich würde aber nie mal etwas davon haben.

      Auf meine Weise kriege ich zwischendurch immer mal ein paar hundert Euro in die Finger, das motiviert mich mehr, als Limitaufstiege, die nicht so laufen, wie ich das gerne hätte.
    • Crovax
      Crovax
      Black
      Dabei seit: 10.09.2006 Beiträge: 11.330
      Naja, ich würde nicht sagen das einmal ausgecashtes Geld nun unantastbar ist... d.h. wenn ich Geld ausgecasht habe es aber nicht brauche und es läuft dann mit dem restlichen Geld schlecht beim pokern wäre ich auch bereit einen Teil wieder einzuzahlen um nicht absteigen zu müssen.

      Aber den Aufstieg durch eigene Mittel auf die Sprünge zu helfen ist mir nie in den Sinn gekommen und den Fall wird es glücklicherweise auch nie geben, weil ich meine Comfortzone gefunden habe. Außerdem setzt es Dich viel mehr unter Druck.
      Und die Gefahr der Selbstüberschätzung ist auch enorm hoch... man sollte sich den Erfolg lieber hart erarbeiten dann weiß man es auch mehr zu schätzen.
      Und sowas wie einen Heater auszunutzen indem man Geld zuschiesst und dann mehr Profit einfährt klingt nur theoretisch gut führt aber eher zu unschönen Verhalten wie du an Roulette, BJ oder Spielautomaten beobachten kannst... da warten sie auch nur auf Ihre Serie die sie dann massiv pushen können... ist natürlich reiner Aberglaube
    • d4nnny
      d4nnny
      Bronze
      Dabei seit: 07.06.2007 Beiträge: 689
      Original von MXh
      Wenn ihr das Geld dafür hättet: Würdet ihr eurem Erfolg beim Pokern etwas nachhelfen, indem ihr von Zeit zu Zeit etwas zu eurer Bankroll dazuschießt?

      Habt ihr das schonmal getan? Würdet ihr es empfehlen?

      Niemals.
    • Max0r
      Max0r
      Bronze
      Dabei seit: 07.08.2006 Beiträge: 1.086
      Original von hornyy
      Habs nie gemacht und würds nie tun, für mich ist die Bankroll Spielgeld und strikt vom Bankkonto getrennt. Poker -> Konto ist eine Einbahnstraße :)
      THIS
    • Y0d4
      Y0d4
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2006 Beiträge: 12.154
      Original von hornyy
      Habs nie gemacht und würds nie tun, für mich ist die Bankroll Spielgeld und strikt vom Bankkonto getrennt. Poker -> Konto ist eine Einbahnstraße :)
      Seh ich genauso.
    • Kavalor
      Kavalor
      Gold
      Dabei seit: 07.09.2006 Beiträge: 17.648
      Original von hornyy
      Habs nie gemacht und würds nie tun, für mich ist die Bankroll Spielgeld und strikt vom Bankkonto getrennt. Poker -> Konto ist eine Einbahnstraße :)
      this.

      welchen sinn hat es den das höhere limit zu spielen, wenn man selbst geld einzahlen muss. Wenn ich doch auf dem Limit winningplayer bin, dann sollte ich doch da erstmal bleiben und mich dessen erfreuen (im dem ich z.b. auscashe und mich über die materielle Glückseligkeit freuen kann).
    • DrZord
      DrZord
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2008 Beiträge: 485
      Original von Crovax
      Naja, ich würde nicht sagen das einmal ausgecashtes Geld nun unantastbar ist... d.h. wenn ich Geld ausgecasht habe es aber nicht brauche und es läuft dann mit dem restlichen Geld schlecht beim pokern wäre ich auch bereit einen Teil wieder einzuzahlen um nicht absteigen zu müssen.
      Das sollte man imo aber auch nur machen, wenn es sich um Geld handelt, das man nur auf Neteller oder MB zwischengelagert hat, es aber trotzdem noch zur BR zählt.
    • Kamikaze001
      Kamikaze001
      Bronze
      Dabei seit: 20.11.2007 Beiträge: 5.832
      Original von DrZord
      Original von Crovax
      Naja, ich würde nicht sagen das einmal ausgecashtes Geld nun unantastbar ist... d.h. wenn ich Geld ausgecasht habe es aber nicht brauche und es läuft dann mit dem restlichen Geld schlecht beim pokern wäre ich auch bereit einen Teil wieder einzuzahlen um nicht absteigen zu müssen.
      Das sollte man imo aber auch nur machen, wenn es sich um Geld handelt, das man nur auf Neteller oder MB zwischengelagert hat, es aber trotzdem noch zur BR zählt.
      Ich war auch schon mal broke, hab dann aber beschlossen mit 1k$ wieder einzusteigen, einfach um nicht auf 1$ SnGs starten zu müssen...
      Und hey es hat sich gelohnt, in den letzten 6 Wochen 8k$ gewonnen und spiele wieder meine Standardlimits :)

      Kommt also ganz darauf an, wenn man den Skill für das höhere Limit hat ist unten anfangen einfach Zeitverschwendung.
      Hätte ich zu der Zeit 5k$ eincashen können, hätte ichs obv auch gemacht - war da nur etwas knapp be Kasse ^^
      Falls man die oberen Limits aber nicht easy beat hat, schliesse ich mich allen obigen Postern an: Pokerkonto -> Bankkonte = Einbahnstrasse.
    • rogeralexmueller
      rogeralexmueller
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2010 Beiträge: 9.087
      Klar lockt das Geld jedoch denke ich solltest du es wie ein Budistischer Mönch machen und Step by Step vorwärtsgehen.
      Eincashen senkt eine Hemmschwelle wer sagt dir, dass du nicht wenn du ein Level runter musst es genau so siehst. Ach nur ein wenig, dass ich dort weiter spielen kann. So betrügst du deine Bankroll und dich. Vielleicht sehe ich es zu eng, mag ja sein. Nur Poker ist auch ein Spiel das Geduld erfordert hast du die momentan ? ;)

      Grüsse
    • Crovax
      Crovax
      Black
      Dabei seit: 10.09.2006 Beiträge: 11.330
      Original von DrZord
      Original von Crovax
      Naja, ich würde nicht sagen das einmal ausgecashtes Geld nun unantastbar ist... d.h. wenn ich Geld ausgecasht habe es aber nicht brauche und es läuft dann mit dem restlichen Geld schlecht beim pokern wäre ich auch bereit einen Teil wieder einzuzahlen um nicht absteigen zu müssen.
      Das sollte man imo aber auch nur machen, wenn es sich um Geld handelt, das man nur auf Neteller oder MB zwischengelagert hat, es aber trotzdem noch zur BR zählt.
      Geld ist Geld an sich ist die Trennung selbstbeschiss aber verstehe schon den Gedanken dahinter...

      Ich hab irgendwann ne Zwischenlösung gewählt indem ich auf meine Visakarte ausgezahlt habe... das Geld auf der Visa war rein durch Poker verdientes Geld von dem ich instant auf Pokerseiten eincashen konnte aber ebensogut im Supermarkt, Klamottenläden, in Onlineshops, Flüge, Hotels usw usf mit zahlen konnte.
      Da ist die Bankroll quasi mit dem Konsumgeld verschmolzen.
      So wirklich Geld was ich ausgezahlt und aufs Tagesgeld oder ähnliches gelegt habe möchte ich natürlich nimmer antasten... aber rein hypothetisch wenn ich vor der Wahl stände mein Stammlimit nicht mehr spielen zu können würde ich es wohl doch heran ziehen.
      Wobei natürlich stets ein Restpolster bleiben muss um beispielsweise mein Studium noch sorgenfrei ohne Nebenjob oder weitere Pokereinkünfte beenden zu können
    • MXh
      MXh
      Bronze
      Dabei seit: 04.05.2009 Beiträge: 638
      Nur zur Klärung: Ich hatte nicht wirklich vor, das zu tun. (Außer vielleicht für den angesprochenen Fall, dass ich mal Pause vom Pokern mache und später auf meinem alten Limit wieder einsteigen will.)

      Mich hätte nur interessiert, ob ihr das tun würdet, wenn ihr zufällig (Bad Beat Jackpot geknackt, Erbe von Großtante) an ein paar Tausender kommen würdet, die ihr nicht unbedingt sofort braucht.
    • meisenmann2
      meisenmann2
      Bronze
      Dabei seit: 17.12.2006 Beiträge: 2.562
      Das macht aber trotzdem keinen Sinn,
      ich hab anfang des Jahres innem Tuni gecashed und hätte so von der roll her 3 limits aufsteigen können aber ist doch blödsinn wenn man die limits drunter noch nicht beat hat.

      Und beat heißt für mich hoher ptbb auf 50K Hände.
      Oder etwas niedriger ptbb auf > 100K Hände.

      Erreicht man dieses hat man dann eh die roll fürs nächste limit,
      sorry etwas flappsig formuliert
    • Kavalor
      Kavalor
      Gold
      Dabei seit: 07.09.2006 Beiträge: 17.648
      Original von MXh


      Mich hätte nur interessiert, ob ihr das tun würdet, wenn ihr zufällig (Bad Beat Jackpot geknackt, Erbe von Großtante) an ein paar Tausender kommen würdet, die ihr nicht unbedingt sofort braucht.
      mein finanzberater hat da paar bessere ideen für die paar Tausender statt damit (dann mit negativem EV) zu gambeln
    • IDreamofVicky
      IDreamofVicky
      Global
      Dabei seit: 02.11.2007 Beiträge: 929
      Vor 2-3 Jahren hätte ich Geld eingezahlt - Heute nicht mehr.