Weekly Quiz - FL Various Spots (1)

  • 23 Antworten
    • toto200
      toto200
      Bronze
      Dabei seit: 17.08.2006 Beiträge: 693
      nice quiz. versteh allerdings in der auswertung zu frage 2 den satz "Viele bessere Hände werden nicht runtercallen" nicht...sollte es nicht eher heißen, "...schlechtere hände..."?

      ist der cf in aufgabe 3 nicht zu weak, wenn er einen hohen turn-contibet-wert hat, und viele hände nochmal bettet? ich hab 35% gegen seine CO-OR-Range, ich brauch mit SD-ambition aber nur 2/7,25 = 27,6%(richtig gerechnet? 3,25 BB vom Flop +je 1 BB v.villain am T+R, ich muss höchstens 2BB an T+R callen). oft bettet er den turn ja auch nur 4fSD, so dass ich auf eine riverbet recht sicher folden kann.
    • beni
      beni
      Black
      Dabei seit: 17.10.2006 Beiträge: 11.684
      hab aufgabe 3,7 und 10 anders denke im nachhinein aber, dass die Lösungen dort stimmen bzw. bei Hand 3 muss man halt nach dem ersten Eindruck gehen. Gegen einen, der sehr aggressiv und/oder fischig wirkt sollte man nicht folden.

      bei aufgabe 5 hätte ich statt bet/fold lieber bet/call zur Auswahl, pot ist groß und nachher blufft er 67 oder so


      aufgabe10: ich komme beim range basteln nicht auf 66%, sondern nur auf 59% und das auch nur wenn ich jeden flsuhdraw und oesd mit reinnehme und die großen Asse draußen lasse. Hab ihm folgende Hände gegeben:

      88-77, AJs-A2s, KcQc, KcJc, KcTc, Kc9c, Kc8c, Kc7c, Kc6c, Kc5c, Kc4c, Kc3c, Kc2c, QcJc, QcTc, Qc9c, Qc8c, Qc7c, Qc6c, Qc5c, Qc4c, Qc3c, Qc2c, JcTc, Jc9c, Jc8c, Jc7c, Jc6c, Jc5c, Jc4c, T9s, Tc8c, Tc7c, Tc6c, Tc5c, Tc4c, 9c8c, 9c7c, 96s, 9c5c, 9c4c, 87s, 8c6c, 8c5c, 8c4c, 7c6c, 7c5c, 65s, 6c4c, 5c4c, 4c3c, AJo-A2o, T9o, 96o, 87o, 65o
    • Folcs
      Folcs
      Bronze
      Dabei seit: 06.11.2009 Beiträge: 1.300
      gutes quiz, warum wird bei 4 die 4 als gute riverkarte angegeben?
    • firsttsunami
      firsttsunami
      Black
      Dabei seit: 23.01.2006 Beiträge: 32.997
      @ Picasso25

      Hand 2:

      Ein checkraise am Flop ist definitiv ein valides Play, gerade gegen Gegner die ihr A-high bei Blanks immer zum Showdown bringen. Man muss eben beide Lines spielen. C/R Flop, als auch C/C Flop. Spielt man mit jedem Pair immer c/r, so wird der c/c zu schwach und ist exploitbar. Wenn wir Lowpair c/c spielen, 9+ und JT QT und manchmal Air raisen, ist die Range eigentlich ganz gut gebalanced.

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      Board: Ks 9h 6c
      Dead:

      Equity Gewonnen UnentschiedenVerloren Hand
      Spieler 1: 50,636% 50,182% 0,908% 48,910% 44+, A2s+, K7s+, Q8s+, J9s+, T9s, 98s, 87s, A7o+, KTo+, QTo+, JTo
      Spieler 2: 49,364% 48,910% 0,908% 50,182% As6d

      Das wäre eine normale Range vom CO. Gegen Gegner die sehr loose raisen, mit 45% und dazu noch einen hohen WTS haben, kann c/r besser sein. Je nach dem wieviel er durchballert und wie hoch Bluffinduce zu gewichten ist.

      Der Vorteil von c/c Flop ist, dass wir erstmal garkeine Edge haben und ein c/r uns auf eine Blank zu einer Bet commited. Wenn man c/r, sollte man auf Straightkarten checken und nicht alle Turnkarten blind betten.

      Mit dem c/c halten wir den Pot klein mit unserer marginalen Hand und können bei improve c/r und bei Straightkarten folden oder callen und am River häufiger folden und manchmal c/c (wie die optimale Verteilung aussieht, weiss ich jedoch nicht).

      Wenn wir am Turn geraist werden, sind wir häufig behind, wollen bei 1:7,5 aber auch nicht wirklich folden. Sehr blöder Spot.

      Zu Hand 3:

      Das ist richtig. Der Spot ist knapp und gegen LAG's oder sehr aggressive Gegner, sollte man den Turn callen und gute Riverkarten callen aber die Straightkarte hat die CO-Range oft improved und häufig werden wir gevaluebettet und nach meiner Erfahrung gibt die Masse der Gegner ui auf und checkt behind, da meine c/c Range am Flop auch gut JT oder QT beeinhalten kann.

      Du hast aber trotzdem recht, dass man ohne einen gescheiten Read, auch manchmal den Winner foldet.

      Hand 8:

      Wenn er viel for free showdown raist. Häufig hat er ja nen Pair und nen OESD oder wenigstens nen Gutshot. Dagegen ist eine 3-bet besser. Der Schwerpunkt liegt hier aber auf dem River.

      Allgemein:

      Danke für deine Anregungen. Es ist beim Quiz immer ein schmaler Grat zwischen zu wenig und zuviel Read geben. Wenn der Read zu genau ist, wird die Entscheidung zu einfach. Gibt man garkeinen Read und kann nichtmal grobe Annahmen treffen, ist es auch zu unklar.

      Daher finde ich es persönlich gut, nur grobe Tendenzen zu geben. So ist einfach mehr Interpretations- und Argumentationsspielraum für kontroverse Diskussionen. Man kann sich im Spektrum des LAG's, des TAG's über verschiedene Annahmen austauschen und sich von Anderen inspirieren lassen.

      @ ToothpickVic

      Da ist in der Tat ein Fehler unterlaufen. Sollte eher heissen: Ein Semibluff ist kein unbedingtes Valueplay / ist nur unter bestimmten Bedingungen ein Valuplay.

      Ich lasse es korrigieren. Danke :)


      Gruß
      firsttsunami
    • firsttsunami
      firsttsunami
      Black
      Dabei seit: 23.01.2006 Beiträge: 32.997
      @Folcs

      Die 4 completed 56 aber gegen manche Gegner kann die 4 sogar eine bessere Karte sein, als eine 8 oder 7. Auf diese Blank betten gute Gegner häufig den River nicht mehr und geben ihren Draw auf, da ein Call am River erwartet wird. Gar JT kann den River gegen T9 56 J9 T6 profitabel callen. Hingegen connected eine 4 mindestens zu den Karten und 56 improved. Da betten dann manche Gegner einen größeren Teil oder eben häufiger mit busted Draws und die EQ kann deutlich besser sein.

      @beni

      Danke für deine genaue Rangeangabe. Da hab ich mich verschätzt und in dem Spot 3bettet garantiert jede bessere Hand. Ich lasse es korrigieren!

      Kann sein, dass er das tut. Bei reasonable ging ich aber eher von einem Gegner aus, der sowas selten - garnicht tut.

      @toto200

      im worst case, wenn villain uns valuebettet und das wird er am River denke ich häufig tun. 3barrels als Bluff kommt imo in diesem Spot nicht so häufig vor.

      Wir brauchen 2/(3,25+2+1) = 0,32

      Ich denke die haben wir hier nicht. AT und AQ checken häufig behind. Kleine Ace-highs werden auch oft behind checken. Eine 9 wird wohl auch cb spielen. 77-88 wohl auch. Bet würde die EQ auch noch drücken. T9s Q9s und A9 wird er auch oft checken. Jeder J und jeder K wird aber betten. QT hat uns auch beat. Gegen 78s, 22-55 (falls er diese Hände bettet) und Q8:heart: wird es nicht reichen.

      Selbst gegen diese Range, wo er AT und AQ bettet, reicht es nicht.

      Spieler 1: 74,123% 74,123% 0,000% 25,877% 99+, 66-44, AJs+, K7s+, QTs+, J9s+, T8s+, 87s, ATo+, KTo+, QTo+, JTo
      Spieler 2: 25,877% 25,877% 0,000% 74,123% As6d


      Wenn du AT und AQ rausnimmst, womit er häufig checken wird, haben wir ca. 17% EQ.

      Man kann an der Range noch etwas herumspielen, die PP's evtl anders definieren aber ändert großartig nichts.
    • Picasso25
      Picasso25
      Gold
      Dabei seit: 25.09.2006 Beiträge: 5.748
      danke für deine comments :)

      Ich fand das quiz wirklich gut, da die einzelnen spots ziemlich tough sind, aber generell versuche ich halt auch mehr auf die stats zu gucken.

      zur hand 2:
      Hier ist es imo wirklich ziemlich knapp und du hast es wirklich gut erläutert.
      Ist halt eine balancing sache.
      Wenn mein gegner sehr loose zum showdown geht und von mir weiss dass ich dry board auch häufig c/r, dann sehe ich hier in dem c/r ein value-play und bevorzuge den c/r.
      Das Problem ist halt dass wir auf dem board 1. viel pure-bluff raisen, 2. gutshot combis raisen 3. any madehand c/r, also sollten wir hier auch definitiv lowpairs wie A6 in unsere range packen.
      c/c gefällt mir im nachinein nach deiner erklärung aber auch ziemlich gut, würde ich halt dann aber auch balancen, also nicht jedesmal den gutshot hier c/r sondern auch eine größere peelingrange haben in der auch pairs sind.
      Ich finde den spot super schwer und kann mich nicht ganz festlegen, ich bevorzuge allerdings den c/r, da ich generell viele dry boards c/r spiele und meine erfahrung zeigt, dass der gegner hier einfach schlechter adaptet und imo eine große c/r range in dem spot schwerer zu exploiten ist.

      hand 3:
      ist halt auch so eine sache, wenn mein gegner weiss dass ich hier lowpairs in meiner range habe die ich c/c, dann wird er den turn zu 100% barreln, wenn er davon ausgeht dass ich am turn foldy bin.
      Ist imo aber hier wirklich schwer zu beurteilen, da es schon einen riesen unterschied macht ob ich gegen einen TAG mit 30% CO-open range spiele oder gegen einen LAG mit 40+ openingrange. Zudem hier halt auch der read wichtig ist. Gegen ein spieler der nur fit or fold spielt mit niedrigem turn c-bet wert würde ich auh folden, aber gegen einen 40/30 LAG mit turn c-bet von +80% fänd ich den turn fold zu weak ;)
      Isdt aber auch eine Limit sache, auf 1/2 würd ich gegen einen reg wohl folden, da die spieler auf den limits zu straightforward eingestellt sind und betten wenn sie ahead sind oder eben ui aufgeben.
      auf 10/20 dagegen würd ich gegen viele lags, die super aggro spielen wohl eher den call bevorzugen.

      hand 8:
      grad weil es halt BvB ist spiele ich gegen regs die hier oft for freeshowdown raisen bet/3-bet, ich bin zu oft ahead und falls ich behind bin, hab ich immer noch outs zur straight. Zumal der turn halt ein extrem großes spekturm an semi-bluffs bietet oder midpairs +draws die for freesd raisen.
      river ist dann c/r. wobei ich gegen gewisse regs wohl donkbet/callen würde, da hier einige regs zu oft den river behindchecken, aber halt auch wieder read und gegner abhängig :)


      Aufjedenfall danke für deinen ser ausführlichen comment und hat mich auch zum nachdenken angeregt, v.a. die A6 hand find ich einfach super schwierig und lässt sich wohl für sämtliche gegnertypen anders aber individuell richtig spielen.

      sehr gutes quiz, freu mich aufs nächste :)
    • opabumbi
      opabumbi
      Black
      Dabei seit: 07.01.2007 Beiträge: 22.396
      gutes quiz, wenn auch nicht allzu tough ;) aber ist ja auch für silbermember stimme mit dir überall überein

      ausser dass ich bei 1) eine Q am river bluffen würde
      Qhigh ist ein kleiner teil seiner range und bringt einige straightdraws, so dass imo dort Acehigh Kinghigh folden muss
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      Der Turn ist meiner Meinung nach die schwierigste Strasse. Sehr gut, dass das Quiz genau das aufs Korn nimmt! Einige Sachen hatte ich anders.

      2) Da hatte ich checkraise, weil meine Vorraussetzungen anders sind. Wenn mich ein Gegner nach c/c auf einen Gutshot setzen würde, würde er einen Fehler machen, da ich den auch checkraise. Konsequenterweise checkraise ich dann meine made Hände aus Balancinggründen genauso. Den anderen Grund, warum ich den Checkraise vorziehe, sieht man in Aufgabe 3.

      3) Hier kommt die Krux der c/c Flop Linie zum tragen: Es gibt nicht viele gute Turnkarten für Hero. Viele Karten verbessern irgendwelche Draws zu besseren Händen. Wenn man auf einen J folden will, dann muss man auch Q/T/8/7 folden. Das ist fast das halbe Deck (20 aus 46 Karten). Der Gegner kann aber nicht alle Draws auf einmal haben und er könnte mit irgendetwas bluffen, weil wir ihn am Flop nicht geprüft haben. Wir folden also oft die beste Hand. Mit einem Checkraise am Flop dreht man das Problem um: Jetzt gibt es keine guten Karten für den Gegner mehr. Davon profitiert sowohl die 6, weil der Gegner 6 Outs folden muss, als auch unsere Gutshots, wenn wir die auch am Flop checkraisen.

      Ich denke, wenn man den Flop passiv spielen will, dann ist man ziemlich showdowngebunden, damit man nicht zu oft am Turn die beste Hand foldet. Da der Gegner nicht alle Draws, aber noch viele reine Bluffs haben kann, bedeutet das, er hat häufig nicht den Draw, der am Turn ankommt. Ich würde dann erst am River folden, bzw. gegen aggressive Gegner erst, nachdem zwei verschiedene Drawkarten gefallen sind.

      4) Sehr interessante Aufgabe. Ich ging davon aus, dass tatsächlich nur die Karten am River gecallt werden, die in der Aufgabenstellung vorgesehen sind. Wobei ich die 2 noch dazunehmen würde. Das war für mich der Grund, von der bet/call Linie Abstand zu nehmen. Bluffinduce ist eine feine Sache - wenn man den Showdown dann auch sieht! Foldet man zu oft am River, dann war der Bluffinduce kontraproduktiv, weil man dann nur zu oft dem Gegner eine zusätzliche BB in den Rachen geworfen hat.

      Foldet man tatsächlich gegen alle Straight- und Flushkarten am River, dann foldet man 30 von 46 Karten (2 nicht Kreuz wird auch gecallt)! Das ist viel zu viel, als dass man 2 Bets in den Turn investieren will. Wenn man so oft folden muss, dann will man die Investition in den Pot möglichst klein halten, weil dann jede ab dem Turn in den Pot gezahlte Bet einen negativen Erwartungswert hat (bisheriger Pot aussen vor). Die Rechnung wird erst dann tragbar, wenn man mehr als die Hälfte der Riverkarten callt. Das erreicht man allein durch das Callen der Flushkarten nicht, weil man J/T/6 in Kreuz sicher nicht callen will und 5/4 in Kreuz vielleicht auch nicht. Soviele Flushkarten callt man also gar nicht.

      Das hat die Konsequenz, dass man ein paar Straightkarten am River auch callen muss, damit man über die Hälfte der Riverkarten kommt und bet/call Turn überhaupt eine Chance hat, für Value zu sein. In erster Linie kommen wohl 5 und 4 in Frage. Dann callt man immerhin 20 von 46 Riverkarten. Offensichtlich ist auch das noch knapp.

      Wenn bet/call aber nicht so funktioniert, wie es soll, dann kommt vielleicht doch eine andere Linie in Betracht? Meine Wahl fiel daher auf check/call, denn nach einer Bet kann man kaum folden, weil der Gegner zu oft semibluffen wird.
    • MorchManN
      MorchManN
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2005 Beiträge: 2.012
      Dann möchte ich mich mal als Silbermember zu Wort melden.. Immherin ist das Quizz für uns gedacht.

      Original von cjheigl
      [...] Mit einem Checkraise am Flop dreht man das Problem um: Jetzt gibt es keine guten Karten für den Gegner mehr. [...]

      Das Problem ist doch, dass der CO nunmal seine Openraising Range hat. Deshalb trifft der J sehr gut seine Range.
      Also sind solche Karten doch nicht schlecht für ihn, nur weil wir den Flop C/R gespielt haben.

      Zu Aufg. 6: Was macht Hero auf eine 3bet?

      Zu Aufg. 1: Wenn hier jedes Ace zum SD bringt bleibe ich passiv, immerhin ist es MP2 Openraise und wenn er den Turn callt, dann geht er auch auf blanks zum SD. [x] Checkraise Flop, bet Turn, check/fold blank River
    • David
      David
      Bronze
      Dabei seit: 20.12.2006 Beiträge: 1.114
      Original von firsttsunami
      @ ToothpickVic

      Da ist in der Tat ein Fehler unterlaufen. Sollte eher heissen: Ein Semibluff ist kein unbedingtes Valueplay / ist nur unter bestimmten Bedingungen ein Valuplay.

      Ich lasse es korrigieren. Danke :)
      Done :)
    • firsttsunami
      firsttsunami
      Black
      Dabei seit: 23.01.2006 Beiträge: 32.997
      @cjheigl

      In einer normalen CO Range befinden sich außer den kleinen suited Ass Karten, den kleinen PP's (33,44), die sich aber wieder mit 77 und 88 egalisieren und Händen wie T8:heart: keine Bluffhände.

      Hatte ja aber auch geschrieben in meinen Post, dass c/r Flop mit Read auch möglich ist. Man kann es auch so spielen aber ich halte es für falsch, jeden Turn zu betten. Wir pushen am Flop bei einer looseren Range einen marginalen Edge. Ich würde bei Straightkarten c/f spielen und nur bei Blanks weiterballern. Mit c/r geben wir das guessing-game allerdings an den Gegner ab und er leakt Informationen. (wie Dominik jetzt sagen würde :D )

      Habe doch da unten eine Equity-Kalkulation angegeben. Unsere EQ suckt gegen diese Range und immerhin checkt dieser Gegner schon alle 9er behind. Würde er 9, J und K betten, wäre unsere EQ noch schlechter. Habe doch keine Hände vergessen?

      Finde einen Call daher wirklich nur gegen einen sehr loosen Stealer und Turnbetter gut.


      4) c/c Turn ist durchaus möglich aber ich habe den Read extra für bet/call gewählt. Meine Behauptung ist, dass auf einen Check seltener geblufft wird, als auf eine Bet. Da ein Check häufig als A-high c/c eingestuft wird. Es ist aber richtig, dass er viele Draws ohne Showdownvalue trotzdem betten "muss". Sollte er aber alle guten Draws raisen, ist er im Equity-Nachteil und wir profitieren davon. c/c ist aber durchaus auch eine Line, die ab und an gespielt werden muss. Einfach dass unser Check am Turn nicht zu weak wird.

      Welche Riverkarten würdest du denn alle callen? Sach ma an. :f_grin:
    • Marvl
      Marvl
      Bronze
      Dabei seit: 12.03.2005 Beiträge: 3.556
      @cjheigl

      Bei 3) ist eine 7 am Turn doch eine ganz andere Liga als eine Q.
      Nahezu unabhängig von der Range, die er am Turn bettet, ein Unterschied von ca. 6% Equity.
      Klarer Call bei einer 7 imo.

      Bei 4) ist ein Nachteil des check bei dem K am Turn, dass es offensichtlich fast nie ein c/f ist.
      Da wird dann oft perfekt gegen uns gespielt, vbet bzw. freecard.
      Wenn er aber Semibluffhappy ist, können wir unser Dilemma bequem auf ihn abwälzen, da er ja entweder oft Equity folden, oder als Underdog raisen wird.
      Daher finde ich bet/calldown gegen so einen etwas besser als c/c.
    • David
      David
      Bronze
      Dabei seit: 20.12.2006 Beiträge: 1.114
      Original von beni

      aufgabe10: ich komme beim range basteln nicht auf 66%, sondern nur auf 59% und das auch nur wenn ich jeden flsuhdraw und oesd mit reinnehme und die großen Asse draußen lasse. Hab ihm folgende Hände gegeben:

      Hi Beni,

      wir haben die Aufgabe 10 überprüft und sie entsprechend geändert, danke.
    • toto200
      toto200
      Bronze
      Dabei seit: 17.08.2006 Beiträge: 693
      Original von firsttsunami


      @toto200


      Wir brauchen 2/(3,25+2+1) = 0,32

      Könntest du das bitte kurz erläutern, auch wenns ein wenig offtopic ist? danke!
    • fu4711
      fu4711
      Bronze
      Dabei seit: 29.06.2007 Beiträge: 10.216
      Aufgabe 10 raise ich persönlich schon, mit der Option auf einen Free SD. Erstens sehe ich hier außer der Straight und Sets wenig valuedreibetten (vielleicht A9, A8, aber definitiv nicht jedes 2Pair oder gar AQ wie vermutet), zweitens ist es blind war und ich semibluffe in dem Spot auch oft, weil Villain hier doch auch einige Draws hat.
      Ferner sehe ich ihn hier auch fast nichts folden, was irgendwie sd-value hat oder outs.
      Früher war b/c flop raise turn die Monsterline schlechthin und die Leute haben alles weggelegt, aber das ist imo nicht mehr so.
      Ich geh davon aus, daß Villain am Turn 100% barrelt von dem, was er am Flop geraist hat, ferner nehme ich an, daß er AA, AK und eventuell sogar AQ oder 88 zumindest zu gewissen teilen cappt preflop.
      Außerdem wird er nicht mit jeder möglichen Hand den Flop semibluffen, was seine Range in Richtung made hands verschiebt, die fast ausschließlich aus Top Pairs bestehen, aber auch ab und zu schlechteres (einige raisen im Blind War any Pair am Flop, gerade wenn freecards auf dem board eklig sind). Besseres natürlich auch. Wobei auch nicht jeder z.B. ein Set da direkt raist, aber das ist eventuell zu vernachlässigen. Es raisen ja auch nicht unbedingt alle schlechteren Made Hands am Flop, viele spielen auch ein kleines Ace da gleich WA/WB.
      Am Turn kommt im Prinzip nur 65 (raist nicht jeder vom SB, ist jedenfalls in einer gewichteten Range unwahrscheinlicher als T9 oder gar ein A) und JT an (semibluffen viele nicht im 3betPot mit pure GS), außerdem kommt A9 an.
      Wir schlagen aber immmer noch alle kleinen Asse, AT und splitten mit AJ. Gegen FDs liegen wir noch weiter vorne jetzt und einige bessere Hände werden nicht 3betten bzw. je nach Gegner einige schlechtere schon, gerade im Blind War.

      All diese Aspekte plus das imo sehr wichtige Balancing machen für mich nen Raise im Mittel hier besser. Ob man den River valuebettet ist dann noch mal eine andere Frage, genauso ob man gegen manche Gegner den River folden kann nach c/r b/3b b.
    • OnkelHotte
      OnkelHotte
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 18.432
      Nice Quiz:)

      Aufgabe 3 würde ich gegen unknown am Turn aber auch nicht folden. Default bin ich eigentlich mit dem Pair am SD:
      AQ,AT,A7,A8, 55-22 und gewisse suited Combos, die nichts getroffen haben schlagen wir noch. Ich bin relativ sicher, dass Hero hier noch genug EQ hat.
      Gegen eine komplette CO-Range wie 44+,A2s+,K6s+,Q8s+,J8s+,T8s+,98s,A7o+,K9o+,Q9o+,JTo
      hat Hero noch 33% EQ und bei unknown sehe ich nicht, wie man die Turnbetrange besser differenzieren sollte. Entweder ist es Autobet oder Villain bettet polarisiert, beides gibt imo hero genug EQ für einen Call.
      Den toughen fold sehe ich eher am River, denn dort wäre die Defaultannahme "Villain ballert den River nicht blind durch" eher valide als am Turn.

      Bei 10 sehe ich quasi beide Optionen als gleichstark an. Villain wird ja nicht jede bessere Hand 3 betten, insofern finde ich 59% for Value auch nicht schlecht.

      In solchen Spots mag ich ja auch gegen viele Gegner Call Turn R/F River. Das investiert nur eine Bet mehr und man foldet quasi NIE die beste Hand.
    • firsttsunami
      firsttsunami
      Black
      Dabei seit: 23.01.2006 Beiträge: 32.997
      Danke nochmal für eure beiden Anregungen. Bei Aufgabe 10 muss ich aber sagen, kann ich eure Annahme, er wird manche 2-pairs nicht 3betten, nicht teilen. Imo wird er schon annehmen, dass wir AT-AK am Turnraisen und daher jedes 2-pair 3betten. Finde daher den Call doch besser aber natürlich ist die Hand spekulativ und knapp!

      @Hotte

      Deine CO-Range sieht in ORdnung aus aber war die Durchschnittsfrequenz der Turnbet gem. Artikel nicht 70%? Als default Annahme finde ichs auf dem Board etwas loose, dass Villain 100% bettet.
    • HamburgmeinePerle
      HamburgmeinePerle
      Bronze
      Dabei seit: 30.01.2009 Beiträge: 6.136
      bin etwas spät dran, weiß daher nicht ob hier noch jemand reagiert, ich versuche es mal:

      Also Hand 3 finde ich wie einige hier nen klaren calldown am Turn mit dem Pair, 5 Outs zu 2-Pair oder Trips und wir sind einfach noch oft vorne, Villain kann genau diese Karte auch einfach nutzen, um zu bluffen, vor allem mit Ahigh, wel es dann gleichzeitig eine Free-SD-bet ist, gerade gegen unknown würe ich ein Pair hier aber nicht folden im blindbattle wenn das Board nicht extrem schlecht wird.

      Hand 10 dachte ich mir irgendwie, dass da was faul sein muss, es sieht ja aus wie ein easy raise. Für mich ist es ehrlich gesagt immer noch ein raise, auch wenn Villain hier wohl die meisten besseren Hände 3-betten wird, da AQ+ nicht in seiner Range ist und er ansonsten immer gleich 2-pair hat.
      Allerdings kommt auch ein nicht zu vernachlässigender Teil seiner Equity von seinen Draws und wenn er diese 3-bettet ist es gut für uns, wenn nicht, dann 3-bettet er nicht mehr als 1/3 seiner Hände.
      Ich kann es mathematisch zwar nicht erklären, aber einfach qualitativ überlegt: du setzt ja voraus, dass wir immer nur downcallen und Villain immer durchbettet, wenn z.B. am River die T kommt könen wir auch noch raisen und so Value extrahieren, es ist ja nicht so, dass die Hand am Turn beendet wäre, ich hoffe man versteht was ich meine.
      Man kann den Equilator ja auch so equilieren lassen, dass die Hand am Turn zu Ende ist, dann haben wir 65,6% Equity gegen die von dir gepostete Range, dann reicht es ja schon, wir können am River außerdem behindchecken, wenn das 3. :club: kommt und Villain nicht donkt, also ich finde immer noch raise > call.


      Bei Hand 6 dachte ich auch zuerst an das Free-SD-raise, weil der Gegner bessere Hände folden kann, wir auf eine 3-bet immer beat sind und wir sehr viele Outs gegen uns haben, sodass es auch gut ist, wenn Villain schlechtere Hände foldet.
      Allerdings denke ich, dass Villan nach dem c/r am Flop selten auf das Turnraise folden wird, da er entweder eien Draw oder eben eine starke Madehand hat, 88 würde ich an seiner Stelle hier nicht c/r am Flop, er hat nur 50% Equity,da ist die passive Line imo besser und wenn er dann eine Madehand hat ist es immer die Q oder Trips, au eine 3-bet könnten wir gegen Monsterdraws auch die beste Hand folden und wir kommen nach call Turn am River auf schlechte Karten noch raus, das einzige, was für raise spricht ist imo, dass wir die Hand gegen Draws gewinnn, wenn sich das Board doublepairt, aber wenn es sich nicht doublepairt gewinen wir auch mit call call, ich würde am River dann nur die ganz schlechten Karten folden, die entweder 2 Pairs aufs Board bringen oder sowohl Flush- als auch Straightdraws ankommen lassen.
    • Marvl
      Marvl
      Bronze
      Dabei seit: 12.03.2005 Beiträge: 3.556
      3) ist kein Blindbattle. Wir spielen vs CO.
      Trotzdem finde ich call auch besser.
      Hotte hat eine Range angegeben, gegen die wir 33% haben.
      Wenn einer ein bischen looser ist, z.B.
      33+,A2s+,K5s+,Q8s+,J8s+,T8s+,98s+,87s+,76s+,A4o+,K9o+,QTo+,JTo+,
      dann haben wir sogar 40%!

      6) finde ich call statt raise auch nicht schlecht, vllt sogar besser.
      Wenn am river ein weiteres pair auf dem board erscheint und er mit J High die bessere Hand hat, können wir ja immernoch raisen.
      Am River kommt die Rebluff-3bet seltener als am Turn.
      Und wir haben weniger investiert, wenn wir bei schlechten Karten folden.

      10) finde ich call knapp besser.
      Erstens hat Protection hier wenig value.
      Er wird hier so gut wie nie nennenswerte Equity wegfolden.
      Zweitens, der Hauptgrund, wird unknown SB in diesem Spot mit wa/wb-Händen wie z.B. A2o gegen unsere 3-betting range oft c/c spielen, da ein c/r vs KT oder AQ für ihn wenig Sinn macht.
      Er wird also die Hände, gegen die wir am meisten EQ haben, nicht 100% c/r spielen.
      Zumindest seltener als seine Draws.
      Woraus wiederum folgt, dass die 59% EQ, die hier für uns geschätzt wurden, wahrscheinlich viel zu optimistisch sind.
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