Bitte um Statement von Pokerpros hier, die tatsächlich Steuern zahlen

    • Kamikaze001
      Kamikaze001
      Bronze
      Dabei seit: 20.11.2007 Beiträge: 5.832
      Der Threadtitel sagt ja schon alles.
      Ich beziehe mich hiermit auf den "Finanzverwaltung hat Stellung bezogen"-Thread.

      Hier geht es aber nicht um das pro und contra des Steuern Zahlens als Pro/Winning Player.

      Was ich also gerne wissen würde:

      1) Wieso habt ihr euch entschlossen überhaupt Steuern zu zahlen? Bis jetzt ist dieses Thema ja noch eher im Kommen...
      2) Wie seid ihr an die Sache rangegangen? Finanzberater? Direkt zum Finanzamt marschiert mit PTR-Graphen? ^^
      3) Wieviel muss man überhaupt abdrücken?
      4) Was lässt sich von der Steuer absetzen? Vielleicht schlecht formuliert, gemeint ist, fliessen Downs, neues Equipment usw irgendwie in eure Steuererklärungen mit ein?
      Oder zahlt ihr einfach nur die Steuer auf die Cashouts?
      5) Könnte es dabei theoretisch als Onlinepro auch strafrechtliche Konsequenzen geben (falls man also brav seine Steuern aufs Pokern gezahlt hat)? Wie ist die Kommunikation zwischen Finanzamt und anderen Behörden?
      6) Wenn du ab Tag x dein Einkommen beim FA gemeldet hast, hat das FA nach der Zeit vor Tag x gefragt?
      Fragen 1-6 wurden von "Maggy28" auf Seite 1 beantwortet, trotzdem selbstverständlich weitere Posts erwünscht

      Neue Fragen:

      7) Vielleicht eine dumme Frage, aber kann man als Student 4-stellige und höhere Winnings noch als "Hobby" deklarieren? Oder seht ihr (bitte nur die, die wirklich monatlich solche Beträge auscashen) da keine Chance?
      8)
      Original von renkenfish
      Original von mamanani2
      Naja, prinzipiell ist es kein Hobby mehr fürs FA, wenn du damit ddein leben finanzierst bzw. es deine hauperwerbsquelle ist. bei 200€ im Monat sollte Hobby schon noch laufen, auch als Student, aber wenns den BAFöG Höchstsatz überschreitet ist es für die auf jeden Fall kein Hobby mehr.

      MfG
      ist das ne annahme oder hast du ne begründung dafür (kein flame). ich denke diese gewinne (irgendwas zwischen 500 und 1,2k per month) trifft wahrscheinlich auf einen großteil der winning player hier im forum zu.

      ne zweite frage ab welchem jährlichen gewinn müsste ich anfangen zu versteuern?
      9)
      Original von Pokerlarsi
      Mich würde interessieren, was die Grundlage für eine eventuell zu zahlende Steuer ist. Unter welche Einkommensart fällt Poker, wenn ich es hauptberuflich mache?
      Das Wort Gewerbe ist in diesem Zusammenhang schon oft gefallen, aber warum sollte ich dann nur darauf Steuern zahlen, was ich auch tatsächlich auscashe?
      Wird dann nicht die BR am Ende des Jahres mit der am Jahresanfang verglichen, bereinigt eventuell um diverse Cashouts und ggf. eingecashtes und das dann als Grundlage genommen?
      10)
      Original von GeeBee
      Mich würd interessieren, was als Grundlage für Gewinne/Verluste genommen wird wenns um die Steuern geht. Ich geh mal davon aus, dass größere Gewinne = mehr Steuern heißt. Wie gibst Du Deine Gewinne an? Und wie kontrollieren die ob alles mit rechten Dingen zugeht? Könntest ja rein theoretisch sagen, dass Du immer im Minus warst, in Wahrheit aber sicke Gewinne einfährst. Übertrieben und dumm gefragt: Zeigst denen Deinen HEM-Monatsgraphen?
      11)
      Original von chikenchons
      Wie verhält es sich mit Rakeback? Soweit ich informiert bin, sind z.B. Zinsen einkommensteuerpflichtig (Muss man diesen Punkt auf Rakeback anwenden?)
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      Sehr interessanter Artikel zum Thema:

      Original von spawntan
      Ein sehr lehrreiches Fallbeispiel, fand es sehr interessant :

      http://www.pokerfirma.de/news/poker-steuer/34875

      mfg
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      Dazu sagen möchte ich, dass ich noch nie richtig gearbeitet habe und von daher von Steuern etc. wenig/keine Ahnung habe.

      Danke an jeden "Pokerpro", der sich hier kurz die Zeit nimmt ein bisschen was zu erklären :)
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      Edit: Dass teilst schon kräftig gespammt wurde, möchte ich gleich miterwähnen.
      Bitte nicht abschrecken lassen, hier gibt es glaube ich genügend Leute, die das Thema sehr interessiert.
      Werde versuchen, hier häufig reinzuschauen und den Startpost mit den wichtigen Posts/neuen Fragen zu updaten.

      Edit2: Da hier schon öfters das Wort "Bronzefisch", "Bronzeidiot" fiel, möchte ich hier nochmal erwähnen, dass der Unterschied zwischen Bronze und Diamond/Black Member einfach nur an der Tatasache liegen kann, ob der jenige auf seiner Hauptspielseite überhaupt über ps.de getrackt ist.
      Ein Supernova oder möglichweise Super Nova Elite auf Pokerstars bekommt soweit ich weiss mind. 35% Rakeback (Halbwissen!) und das wird er für max. 33% Rakeback auf Cake Poker wohl kaum aufgeben ^^
      Und ich fände es durchaus sehr interessant, Meinungen von Leuten wie Boku (auch wenn ich bezweifle, dass er den Thread überhaupt sehen wird) zu hören. Vielleicht kann ihn jemand darauf aufmerksam machen?
      Er als von Pokerstars gesponserte Pro könnte hier sicher einiges beitragen.
  • 89 Antworten
    • rewtbox
      rewtbox
      Bronze
      Dabei seit: 06.12.2006 Beiträge: 2.687
      6. Wenn du ab Tag x dein Einkommen beim FA gemeldet hast, hat das FA nach der Zeit vor Tag x gefragt?
    • Maggy28
      Maggy28
      Bronze
      Dabei seit: 24.08.2008 Beiträge: 979
      1. Ich wollte überall auf die Frage was ich momentan mache eine ehrliche Antwort geben können. Ich schlafe den ganzen Tag, steh dann abends erst auf und richte mein ganzes Leben so aus. Das kriegt jeder in meinem Umfeld mit, das sind ca. 500 potentielle Neider, die mich anschwärzen könnten. Den meisten könnt ich auch einfach sagen ich beziehe Hartz4 oder so, aber das widerstrebt meinem Selbstwertgefühl. Dazu kommt der enge Bekanntenkreis ca. 50-100 Leute, die öfter mal vorbeikommen und es einfach mitkriegen, dass ich täglich ca. 10 Std. am Pokern bin. Zum Steuernzahlen habe ich mich aber vor allem wg. evtl. Nachzahlungen entschlossen. Ich hab kein Bock mir hier täglich den Arsch abzugrinden für meine 100k im Jahr und am Ende heißt es iwann man möchte 40k + mögl. Strafen/Zinsen whatever haben. Ich geb ca. 50k davon aus und spare 50k. Käme das FA iwann und sagt von jetzt zahlen auf die 100k bin ich praktisch broke. Kein schöner Gedanke, nachdem es einem vergleichsweise gut ging.

      2. Ich hab das FA einfach mit nem billigen Brief angeschrieben. Da hab ich dann angegeben das ich vorhabe nach meiner Ausbildung eine Pokerkarriere anzustreben, wie sich die Sache da verhält. Meine Hoffnung hier war einfach, wenn ich das etwas ungeschickt ausdrücke, dass ich mit etwas Glück den ultimativen schriftlichen Beleg meines FAs habe, keine Steuern zahlen zu müssen (weil sie mich viell. nicht ernstnehmen osth). Die meinten dann wenn ich es tue muss ich zahlen. Also hab ich Ausland abgewogen, lohnt sich imo aber erst ab 100k aufwärts wirklich ernsthaft auszuwandern und davon kann ich bei mir momentan einfach nicht ausgehen. Daher ab zum Steuerberater und auf in den Kampf...

      3. Ich muss nach den geregelten Steuersätzen zahlen. Richtwert liegt wohl bei 52.500€ Spitzensteuersatz von 42%, der ggf. noch bis auf 46% klettern kann, wenn ich das recht in Erinnerung habe. Ich lege 42% meiner Winnings zurück atm.

      4. Absetzen lässt sich alles was mit Pokern zu tun hat. Reisen zu Turnieren (WSOP, EPT, etc.), neuer PC, Fachliteratur, Internetkosten, Kosten für den Steuerberater, Mietanteil des Arbeitszimmers, etc.

      5. Das FA ist froh wenn man seine Steuern zahlt, die schießen sich doch selber ins Knie, wenn sie sowas weiterleiten würden. Außerdem ist im Strafrecht, anders als im Steuerrecht die Frage (Online-) Poker wesentl. weniger problematisch imo. Immerhin müsste man rein vom strafrechtlichen Standpunkt alle Teilnehmer bestrafen, was wohl so um die 4. Mio. Deutsche treffen würde, wenn ich die richtigen Zahlen im Kopf habe. Also ausschließen kann man es nicht zu 100%, aber Sorgen mach ich mir praktisch keine.

      Original von rewtbox
      6. Wenn du ab Tag x dein Einkommen beim FA gemeldet hast, hat das FA nach der Zeit vor Tag x gefragt?
      Wie erwähnt habe ich mich beim FA angekündigt, mit der Behauptung in Zukunft damit anfangen zu wollen. Während meiner Ausbildungszeit wurde demnach als Hobby gewertet und (in meinem Fall) nicht besteuert.

      Hoffe ich konnte dir/euch damit ein wenig weiterhelfen.
    • Romeryo
      Romeryo
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2008 Beiträge: 12.600
      Sekunde, du musst 42% deiner Winnings irgendwann abdrücken?? :s_o:
    • alpie
      alpie
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2008 Beiträge: 4.169
      Original von Romeryo
      Sekunde, du musst 42% (je nach Höhe der Einnahmen) deiner Winnings abzüglich Kosten abzüglich Freibeträge irgendwann abdrücken?? :s_o:
      FYP

      Noch nie mit Steuern in Deutschland zu tun gehabt? ?(

      Gruss alpie
    • chiller911
      chiller911
      Silber
      Dabei seit: 15.09.2009 Beiträge: 625
      also sollte jeder der das gleiche vor hat zum finanzamt gehen und sagen das er fürs poker steuern zahlen will?

      wie zahlst du überweist dus einfach auf eine Konto oder was weil is ja nich wie bei nem normalen beruf wo schon bevor dus bekommst die steuern abgezogen werden wie machst du das ganz genau?
    • alpie
      alpie
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2008 Beiträge: 4.169
      Original von chiller911
      also sollte jeder der das gleiche vor hat zum finanzamt gehen und sagen das er fürs poker steuern zahlen will?

      wie zahlst du überweist dus einfach auf eine Konto oder was weil is ja nich wie bei nem normalen beruf wo schon bevor dus bekommst die steuern abgezogen werden wie machst du das ganz genau?
      Planmässig solltest Du als Pokerpro quasi wie ein Selbständiger behandelt werden:
      - nach Deinem 1. Jahr machst Du ne Steuererklärung
      - Du bekommst vom FA einen Bescheid, wieviel Du wohin zu überweisen hast (winningplayer vorausgesetzt... ;) )
      - Du bekommst einen zweiten (Vorauszahlungs-)Bescheid - darin steht, wieviel Du zukünftig (i.d.R. quartalsweise) VORAB zu überweisen hast

      Grundsätzlich:
      Steuerberater mit ins Boot nehmen. Der kennt sich auch mit den Verfahrensweisen aus.

      Gruss alpie
    • mmqueezer
      mmqueezer
      Bronze
      Dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 866
      Original von Maggy28

      Wie erwähnt habe ich mich beim FA angekündigt, mit der Behauptung in Zukunft damit anfangen zu wollen. Während meiner Ausbildungszeit wurde demnach als Hobby gewertet und (in meinem Fall) nicht besteuert.

      Hoffe ich konnte dir/euch damit ein wenig weiterhelfen.
      Solange man also nur irgendetwas anderes macht, schule oder job ist es ein Hobby?

      Wie will das Finanzamt kontrollieren, ob die Winnings die du angibst stimmen? Kann man doch easy an die Ausgaben und Steuergrenzen anpassen, oder?
    • Coffeehouse
      Coffeehouse
      Bronze
      Dabei seit: 16.03.2005 Beiträge: 1.489
      Original von Maggy28

      5. Das FA ist froh wenn man seine Steuern zahlt, die schießen sich doch selber ins Knie, wenn sie sowas weiterleiten würden. Außerdem ist im Strafrecht, anders als im Steuerrecht die Frage (Online-) Poker wesentl. weniger problematisch imo. Immerhin müsste man rein vom strafrechtlichen Standpunkt alle Teilnehmer bestrafen, was wohl so um die 4. Mio. Deutsche treffen würde, wenn ich die richtigen Zahlen im Kopf habe. Also ausschließen kann man es nicht zu 100%, aber Sorgen mach ich mir praktisch keine.
      Ich weiss nicht, ob das Finanzamt als staatliche Institution nicht daran gebunden ist nachweislich illegale Tätigkeiten zu melden und ob deren Loyalität zum Staat und dem Rechtssystem nicht größer ist also zu dem Willen Einkünfte zu erzielen.

      Speziell kann es dem einzelnen Finanzbeamten egal sein ob das Finanzamt viel oder wenig erwirtschaftet. Seine Stelle ist fast bombensicher. Er wird aber evtl Probleme bekommen wenn er eine Straftat deckt, oder?
    • JTtotheD
      JTtotheD
      Black
      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 2.551
      Original von mmqueezer
      Original von Maggy28

      Wie erwähnt habe ich mich beim FA angekündigt, mit der Behauptung in Zukunft damit anfangen zu wollen. Während meiner Ausbildungszeit wurde demnach als Hobby gewertet und (in meinem Fall) nicht besteuert.

      Hoffe ich konnte dir/euch damit ein wenig weiterhelfen.
      Solange man also nur irgendetwas anderes macht, schule oder job ist es ein Hobby?

      Wie will das Finanzamt kontrollieren, ob die Winnings die du angibst stimmen? Kann man doch easy an die Ausgaben und Steuergrenzen anpassen, oder?
      Bemessungsgrundlage ist zunächst sicherlich nur das, was du auch tatsächlich aufs Bankkonto auscashst.
    • Barney1701
      Barney1701
      Bronze
      Dabei seit: 25.10.2006 Beiträge: 816
      6. Kann man nicht einfach ein Kleingewerbe anmelden und nur 1450,-/monat auscashen?
      Oder sollte man bei so kleinen Beträgen dann einfach nichts machen?
    • Fantomas741
      Fantomas741
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 7.657
      Wieviel kriegt man denn dann so wieder nach der Steuererklärung wenn man Buy Ins für die EPT etc. absetzten kann :)
    • Romeryo
      Romeryo
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2008 Beiträge: 12.600
      Wie funzt das mit dem Absetzen dann? Buy-In gibts ja auch bei SNGs (also auch ein Turnier).

      D.h. wenn ich angenommen $109er SNGs grinde könnte ich diesen Buy-In absetzen? Wie sähe das aus?
      Der Profit kommt ja aus der Differenz Winnings - (Buy-In * Anzahl)

      Und besteuert werden würde obv diese Differenz, also Winnings abzüglich der Investition. Wie funzt das dann genau?
    • lausbua
      lausbua
      Bronze
      Dabei seit: 15.11.2009 Beiträge: 5.032
      Original von Maggy28
      1. Ich wollte überall auf die Frage was ich momentan mache eine ehrliche Antwort geben können. Ich schlafe den ganzen Tag, steh dann abends erst auf und richte mein ganzes Leben so aus. Das kriegt jeder in meinem Umfeld mit, das sind ca. 500 potentielle Neider, die mich anschwärzen könnten. Den meisten könnt ich auch einfach sagen ich beziehe Hartz4 oder so, aber das widerstrebt meinem Selbstwertgefühl. Dazu kommt der enge Bekanntenkreis ca. 50-100 Leute, die öfter mal vorbeikommen und es einfach mitkriegen, dass ich täglich ca. 10 Std. am Pokern bin. Zum Steuernzahlen habe ich mich aber vor allem wg. evtl. Nachzahlungen entschlossen. Ich hab kein Bock mir hier täglich den Arsch abzugrinden für meine 100k im Jahr und am Ende heißt es iwann man möchte 40k + mögl. Strafen/Zinsen whatever haben. Ich geb ca. 50k davon aus und spare 50k. Käme das FA iwann und sagt von jetzt zahlen auf die 100k bin ich praktisch broke. Kein schöner Gedanke, nachdem es einem vergleichsweise gut ging.

      2. Ich hab das FA einfach mit nem billigen Brief angeschrieben. Da hab ich dann angegeben das ich vorhabe nach meiner Ausbildung eine Pokerkarriere anzustreben, wie sich die Sache da verhält. Meine Hoffnung hier war einfach, wenn ich das etwas ungeschickt ausdrücke, dass ich mit etwas Glück den ultimativen schriftlichen Beleg meines FAs habe, keine Steuern zahlen zu müssen (weil sie mich viell. nicht ernstnehmen osth). Die meinten dann wenn ich es tue muss ich zahlen. Also hab ich Ausland abgewogen, lohnt sich imo aber erst ab 100k aufwärts wirklich ernsthaft auszuwandern und davon kann ich bei mir momentan einfach nicht ausgehen. Daher ab zum Steuerberater und auf in den Kampf...

      3. Ich muss nach den geregelten Steuersätzen zahlen. Richtwert liegt wohl bei 52.500€ Spitzensteuersatz von 42%, der ggf. noch bis auf 46% klettern kann, wenn ich das recht in Erinnerung habe. Ich lege 42% meiner Winnings zurück atm.

      4. Absetzen lässt sich alles was mit Pokern zu tun hat. Reisen zu Turnieren (WSOP, EPT, etc.), neuer PC, Fachliteratur, Internetkosten, Kosten für den Steuerberater, Mietanteil des Arbeitszimmers, etc.

      5. Das FA ist froh wenn man seine Steuern zahlt, die schießen sich doch selber ins Knie, wenn sie sowas weiterleiten würden. Außerdem ist im Strafrecht, anders als im Steuerrecht die Frage (Online-) Poker wesentl. weniger problematisch imo. Immerhin müsste man rein vom strafrechtlichen Standpunkt alle Teilnehmer bestrafen, was wohl so um die 4. Mio. Deutsche treffen würde, wenn ich die richtigen Zahlen im Kopf habe. Also ausschließen kann man es nicht zu 100%, aber Sorgen mach ich mir praktisch keine.

      Original von rewtbox
      6. Wenn du ab Tag x dein Einkommen beim FA gemeldet hast, hat das FA nach der Zeit vor Tag x gefragt?
      Wie erwähnt habe ich mich beim FA angekündigt, mit der Behauptung in Zukunft damit anfangen zu wollen. Während meiner Ausbildungszeit wurde demnach als Hobby gewertet und (in meinem Fall) nicht besteuert.

      Hoffe ich konnte dir/euch damit ein wenig weiterhelfen.
      Vielen Dank für den ausführlichen Post :)
    • Kreatief
      Kreatief
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2006 Beiträge: 13.896
      Danke für den ausführlichen Post maggy, auch wenn es mich nicht betrifft.
    • Milamber33
      Milamber33
      Bronze
      Dabei seit: 25.09.2009 Beiträge: 186
      Um nochmal eine Frage aufzugreifen, die hier zwar schon gestellt aber nicht beantwortet wurde:

      "Also solange man noch Student oder Azubi ist, kann man das ganze unter Hobby verbuchen" <----oder gibt es da auch eine obergrenze, an der gesagt wird: Naja der Betrag X im Jahr ist aber kein Hobby mehr...

      (Zugegebener maßen kenne ich mich mit Steuerrecht überhaupt nich aus!)


      p.s.: Super 2nd Post!
    • mamanani2
      mamanani2
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2009 Beiträge: 1.013
      Naja, prinzipiell ist es kein Hobby mehr fürs FA, wenn du damit ddein leben finanzierst bzw. es deine hauperwerbsquelle ist. bei 200€ im Monat sollte Hobby schon noch laufen, auch als Student, aber wenns den BAFöG Höchstsatz überschreitet ist es für die auf jeden Fall kein Hobby mehr.

      Was mich auch interessieren würde ist, welchen Teil Maggy versteuert. Das was ausgecasht wird, oder auch alles was auf dem Pokerkonto liegt?
      Hab auch schon überlegt wie ich es machen würde, sollte mir irgendwann mal der Durchbruch gelingen. Finde am sinnvollsten wärs wirklich die BR aufm Poker account als Chips zu behandeln und nur das Geld, dass auf das eigene Konto geht zu versteuern.


      MfG
    • Mart1
      Mart1
      Bronze
      Dabei seit: 23.12.2006 Beiträge: 4.727
      Sagtmal, Rake muesste man doch eigentlich auch absetzen koennen, weil du das ja bezahlst um spielen zu duerfen. Damit sollte unterm Strich deutlich mehr uebrig bleiben...
    • Snoke
      Snoke
      Bronze
      Dabei seit: 14.04.2007 Beiträge: 2.436
      als azubi oder vollzeitbeschäftigter sehe ich da noch kleine chancen aber als student imo ziemlich sicher nicht

      entweder ist man halt student mit nebenjob, wenn man regelmäßig Gewinne einfährt und eher selten spielt

      oder, wenn man pro woche > 20 Stunden spielt (war glaub ich die Grenze), gilt man garnichtmehr als Student sondern als Vollzeitbeschäftigter Pokerspieler

      hobbymäßig wird wohl heißen, dass man keine regelmäßigen Gewinne macht oder wirklich extrem selten spielt.

      Das FA wird sich schon alles so zurecht legen wie es am besten passt, da muss man wohl entweder zahlen oder dagegen klagen
    • Romeryo
      Romeryo
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2008 Beiträge: 12.600
      Eben, finde auch, dass alles auf dem Pokerkonto im Prinzip als Spielgeld behandelt werden sollte. Immerhin bekommt es erst seinen Wert wenn es "in Umlauf" (also auf der Bank) ist. Auf dem Anbieter bekommt man ja nicht direkt eine Gegenleistung dafür. Mit dem Rake bezahlt man praktisch die Teilnahme und alles weitere ist nur Nebeneffekt, ob man was gewinnt oder ob es einem vielleicht sogar Spaß macht zu verlieren - who knows.

      Und wenns ans auscashen geht stellt sich die Frage: Wieviel auf einmal? Zahlt man monatlich 1k aus wär's ja nachvollziehbar. Aber bisher hab ich von noch keinem gehört der auf nen fetten Tourney-Win steuern abdrücken musste. Wenn man also 100k spart und dann insgesamt auscasht und als Glücksspielgewinn deklariert müsste es doch an der Steuer vorbeigehen, oder versteh ich das grundsätzlich was falsch?

      PS: Nicht weiter an meinem vorigen Post hochziehen. Tilt und so :> Editieren taugt inzwischen ja eh nix mehr.