Mathe. Frage zu Coinflip ...

    • MartinGus
      MartinGus
      Einsteiger
      Dabei seit: 27.01.2009 Beiträge: 140
      Wollte mal eine kleine Mathematische Frage zum Coinflippen stellen.......
      Als Coinflip wird ja meist die Situation Pocket Pair gegen 2 Overcards (manchmal auch nur eine Overcard) bezeichnet. z.B. 5-5 gegen A-K

      Der Coinflip ansich ist ja ein Münzwurf in übertragenen sinne und steht für exakt 50/50

      Da es aber beim Pokern meines Wissens Preflop nur bei Identischen Karten (z.B. Q-Q gegen Q-Q) genau fifty fifty ist sind ja die Coinflips eigentlich gar keine!!!!!!

      Leut meinen Zalen und odds behaupte ich folgendes.....

      Bei 2 Spielern (tote Karten nicht mit eingerechnet) hat JEDES Pocketpair gegen 2 Highcards Offsuit einen mathematischen Vorteil von über 50%
      (suited Highcards weis ich nicht. Glaub aber auch dort sind die Pockets "leicht" im Vorteil)

      Sollte obige Behauptung stimmen(wovon ich ausgehe) DANN:
      Ist es immer Korekt mit nen Pocket ein All In zu pushen wenn ich mir sicher bin das der Gegner nicht selber auf nen Pocket sitzt und sonst keiner mitgehen kann!

      Auch wenn der erwartungswert minimal ist ist er trozdem positiv!

      Ist das Korrekt ?
  • 15 Antworten
    • Schebek
      Schebek
      Bronze
      Dabei seit: 19.07.2008 Beiträge: 1.752
      Theoretisch vom chipevgesehn, ja... bringt dich halt net weiter.
    • pokerandy85
      pokerandy85
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2010 Beiträge: 11
      Vor allem als Shortstack oder als sssler ist der kleine aber feine unterschied auf lange Sicht wichtig. Mit vollem Stack oder 100 BB würde ich z.B. ne hand wie 8 8 oder 9 9 nicht pushen, da ja A K in 45 % der Fälle gewinnt und ich meinen kompletten stack los bin, jedoch kann ich wenn ich small stacked bin ohne probleme pushen, da ich ja nicht mehr viel verlieren kann und sogar meistens noch vorne liege.
    • groovechampion
      groovechampion
      Bronze
      Dabei seit: 07.05.2009 Beiträge: 1.947
      Ich glaube nicht, daß es realisterweise möglich ist, PP oder suited Karten aus der Villain Range rauszunehmen. Was bringt also die Erkenntnis?
    • Rubnik
      Rubnik
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2006 Beiträge: 10.301
      nicht zu vergessen, dass der rake deine minimale edge nochmal schmälert, und wenn dein gegner aus versehen doch mal ein besseres pp hat ruiniert der call deine coinflip winnings für die nächsten xtausend hände.
    • Nanni88
      Nanni88
      Bronze
      Dabei seit: 07.08.2009 Beiträge: 676
      Durch den rake ist es mit 22 bis 99 unprofitabel gegen AKs allin zu stellen.
      99 hat gegen AKs eine equity von 52,578%.
      Beispiel:
      Beide Spieler gehen mit 5$ allin.
      Durch den rake ist der Pott 9,5$ groß.
      9,5*0,52578=4,99491

      Also machst du mit dem allin longterm einen Verlust von 0,5 Cent pro allin.
    • DarthAce
      DarthAce
      Bronze
      Dabei seit: 01.04.2006 Beiträge: 3.263
      Original von Nanni88
      Durch den rake ist es mit 22 bis 99 unprofitabel gegen AKs allin zu stellen.
      99 hat gegen AKs eine equity von 52,578%.
      Beispiel:
      Beide Spieler gehen mit 5$ allin.
      Durch den rake ist der Pott 9,5$ groß.
      9,5*0,52578=4,99491

      Also machst du mit dem allin longterm einen Verlust von 0,5 Cent pro allin.
      willkommen im sng-forum ;)
    • Nanni88
      Nanni88
      Bronze
      Dabei seit: 07.08.2009 Beiträge: 676
      Verdammt, was für ein fail :D
      bin auf diesen Thread nur über die Main-Page gestoßen...

      Bei SNG's kommt es erstmal drauf an, ob du normale SNG's spielst oder DON's. Bei DON's ist es fast immer -EV einen coinflip einzugehen.
      Bei normalen SNG's dürfte es ganz davon abhängen in welcher Phase du bist. Als Shortie vor der Bubble ist es wohl +EV, in der 1. Hand wohl doch eher -EV.
      Nähere Betrachtungen müsstest du mit dem SNG-Wizard durchführen, den habe ich mir noch nicht zugelegt.

      PS.: Auch wenn es keine reelen coinflips sind, kann man sie trotzdem als solche betrachten, da es selten auf die 2-5% ankommt, ob es +EV oder -EV ist.
      Die marginalen spots, bei denen es um genau diese Prozente geht, versucht man in der Regel zu vermeiden, um die Varianz zu vermindern.
    • tom2606
      tom2606
      Bronze
      Dabei seit: 05.07.2006 Beiträge: 1.607
      wenn du solche reading-skills hast dass du pockets zu 100 (100, nicht 98 und nicht 99) prozent ausschliessen kannst dann hast du's garnicht nötig auf coinflips einzugehen ;)
    • Lammkeule
      Lammkeule
      Bronze
      Dabei seit: 29.03.2006 Beiträge: 1.415
      Original von MartinGus
      Bei 2 Spielern (tote Karten nicht mit eingerechnet) hat JEDES Pocketpair gegen 2 Highcards Offsuit einen mathematischen Vorteil von über 50%
      (suited Highcards weis ich nicht. Glaub aber auch dort sind die Pockets "leicht" im Vorteil)
      Ist nicht korrekt, hier mal zwei Gegenbeispiele:

      Hand 1 (offsuited overcards):

      2:spade: 2:heart: -> 47.17 %
      J:spade: 10:heart: -> 51.35 %

      Hand 2 (suited overcards):

      2:spade: 2:heart: -> 45.58 %
      J:spade: 10:spade: -> 52.97 %
    • BigStack83
      BigStack83
      Bronze
      Dabei seit: 15.12.2006 Beiträge: 6.715
      JTs hat btw >50% gegen kleinere Pockets.

      Außerdem spielt man immer gegen Ranges, die idR auch Pairs beinhalten, interessant ist also nur deine Equitiy gegen seine gesamte Range und da wird es spätestens mit <88 sehr eng
    • thebigticket
      thebigticket
      Bronze
      Dabei seit: 22.10.2007 Beiträge: 906
      Der Vorteil von Pockets gegenüber Overcards ist meiner Meinung nach Haarspalterei. Mathematisch magst du Recht haben, dass die Pockets in den meisten Fällen einen Vorsprung von wenigen Prozentpunkten haben. Aber so exakt kann man einen Gegner einfach nicht einschätzen, sodass die Toleranz, mit der man bei der Einschätzung der gegnerischen Hand danebenliegt, diesen minimalen Vorteil mehr als ausgleicht. Also nicht praxisrelevant. Mathe geht eben manchmal an der Praxis vorbei ;)
    • Scherben
      Scherben
      Gold
      Dabei seit: 07.12.2007 Beiträge: 972
      du musst bei sngs ja auch beachten, dass dein gelderwartungswert sich bei einer verdoppelung der chips nicht verdoppelt. Wenn du mit 22 callst und dein gegner hat AK magst du zwar ganz kleiner favorit sein, du wirst aber in fast der hälfte der fälle aus dem tunier fliegen und in den übrigen fällen deine erwartung nicht einmal verdoppelt haben.
    • shakin65
      shakin65
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2005 Beiträge: 21.597
      ich würde in der frühen phase eines sng grundsätzlich knappe 52/48 spots meiden. in späteren phasen muss dies, abhängig von der jeweiligen situation, dann nicht mehr so sein.
    • MMarco
      MMarco
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2006 Beiträge: 1
      ..
    • FRFR
      FRFR
      Bronze
      Dabei seit: 14.10.2005 Beiträge: 2.627
      Original von shakin65
      ich würde in der frühen phase eines sng grundsätzlich knappe 52/48 spots meiden. in späteren phasen muss dies, abhängig von der jeweiligen situation, dann nicht mehr so sein.
      HariRadovan hat doch vor nicht mal 2 Wochen im Video gezeigt, dass unsere Equity im Siegesfall von angenommenen 10$ nur auf 18,44$ steigt, im Verlustfall aber auf 0 fällt. Daher brauchen wir mathematisch für einen profitables All-In schon 54,2% - und das nur für den Fall, dass wir keine Edge gegenüber unseren Gegnern haben...

      Also Finger weg von Coinflips bei niedrigen Blinds - mehr Dead Money im Pot verändert natürlich alles, ebenso wie die Bubble.