Pockets & AK in 3-bet & 4-bet Pots (SH)

    • hoolzdieklinge
      hoolzdieklinge
      Bronze
      Dabei seit: 04.10.2008 Beiträge: 943
      Hallo zusammen, ich weiss das Thema wird im Strategiebereich ausführlich beschrieben, aber ich würde gerne mal etwas spezifischer drüber diskutieren.. Sorry das der Text so lang ist, ich versuchs so kurz wie möglich zu halten -_-

      Ich spiele jetzt ca. 30k Hände NL10 auf FTP (keine große Samplesize, aber sagt ja schon ein kleinwenig aus) ..
      Auf NL5 hatte ich das Gefühl, die Gegner wären wesentlich weniger aggressiv, kann auch sein das ich in nem Upswing hing, oder die Samplesize auf beiden Limits einfach zu klein ist..
      Jedenfalls habe ich nun in vielen Situationen Schwierigkeiten und mache mir viele Gedanken darüber wo das Problem liegt und wie ich es lösen könnte..
      Leider habe ich nur den elephant (kann mir den HM noch nicht leisten.. falls es da iwo ne Testversion gibt würde ich mich über Infos sehr freuen)
      Und dort gibt es nicht so umfangreiche Filterfunktionen, deswegen kann ich nur geschätzte Werte angeben was der selektiven Wahrnehmung Tür und Tor offen lässt, versuche das jedoch so gut wie möglich zu vermeiden..

      Also los gehts..

      Mir ist aufgefallen das ich sehr häufig in 3-bets laufe wenn ich pre openraise (was ja auch nicht ungewöhnlich ist), allerdings geschätzte 80% auf eine 4-bet von mir gefoldet wird (4-bette zur Zeit ja auch nur mit QQ+, AK also evtl selektive Wahrnehmung) und wenn der push von ihm kommt dann ists KK+ und gelegentlich mal QQ, AK..
      Lohnt es sich denn nun auf den Limits gelegentlich mal mit zB. 66-JJ in solchen Fällen zu 4-betten oder sogar zu pushen?
      Ich habe nur 4% weniger EV mit 99 gegen eine QQ+,AK Range, als mit QQ gegen eine KK+, AK Range und mit weniger pusht auf dem Limit nur extrem selten jemand.. Und generiere ja eigentlich recht viel FE..
      Mit QQ gegen QQ+, AK hab ich zwar nochmal 5% mehr (~40%), aber das passiert ja wohl recht selten und einige legen da glaube auch noch QQ weg auf nen Push (allerdings wohl auch nur sehr, sehr selten..)
      Und selbst wenn ich mal nen Typ erwische der in so ner Situation looser Broke geht, sagen wir mal TT+, AJ+ habe ich mit 99 noch 40% EV ..
      Evtl. würde ich dadurch dann auch öfter mit KK, AA ausbezahlt werden..

      Lohnt es sich also auf dem Limit mit kleineren Pockets gelegentlich zu 4-betten gegen den Standart-Villian?

      Wenn ich mir sicher sein kann das ich mit AK nur gegen AK, QQ+ laufe, lohnt es sich doch nicht damit broke zu gehen, also call ich max. eine 3-bet und folde auf 4bet?!
      Hier ist jedoch wieder die Frage, wie es am Flop weiter geht, wenn ich eine 3-bet calle..
      Ich treffe im Regelfall nur jedes 3. mal, eine cbet wird teuer und auf dem Limit im 3-bet Pot nur jedes geschätzte 5. mal am Flop gefoldet.. (subjektive wahrnehmung?!)
      Ist es also evtl. rentabler recht klein zu 4-betten und auf ein push zu folden?
      Oder einfach 3-bet call, auf 4-bet fold?

      Bitte um Entschuldigung wenn diese Gedanken recht sinnfrei sein sollten, sind halt Fragen die ich mir stelle ^^
  • 3 Antworten
    • iakson
      iakson
      Bronze
      Dabei seit: 18.02.2008 Beiträge: 6.969
      Original von hoolzdieklinge

      Hier ist jedoch wieder die Frage, wie es am Flop weiter geht, wenn ich eine 3-bet calle..
      Ich treffe im Regelfall nur jedes 3. mal, eine cbet wird teuer und auf dem Limit im 3-bet Pot nur jedes geschätzte 5. mal am Flop gefoldet.. (subjektive wahrnehmung?!)
      also im normalfall solltest du nicht cbetten wenn du nur pre callsed :) .

      ansonsten kann ich zu deinem text wenig sagen, ausser das du es vermeiden solltest so aggro zu spielen mit den kleinen pockets.
      tight is right und ist vollkommen ausreichend um nl10 zu schlagen, da brauchst du nicht so moves auspacken, die dich gegen gute spieler weit nach hinten bringen werden.

      mfg
    • Insaniac
      Insaniac
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2007 Beiträge: 3.398
      ja such mal nach bluff 4bets ;)
      braucht man aber eig. auf nl10 nicht, fands dennoch ab und zu witzig, wenn ich bei kumpels gespielt hab (sollte halt klappen :D )
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Die Bedingung dafür das du bluffen kannst, ist das deine Gegner oft genug folden.

      Die Frage ist natürlich konkret wie oft das der Fall sein sollte:

      EV (4-Bet/Fold) -> x*16BB + (1-x)*-23BB

      (nehmen wir an das der Pot nach der 3-Bet 16BB groß ist und wir unsere 3-Bet auf ~26BB machen)

      -> x*16BB - 23BB + x*23BB = 0

      -> x = 58%

      D.h. grob überschlagen, dass dein Gegner in 60% folden sollte (und zwar unabhängig davon welche Equity wir gegen seine Range haben)

      Das Problem wird aber offensichtlich, wenn der Gegner light 3-bettet, dann sollte er wissen, dass eine logische Adaption an unsere lighten 4-Bets lighte Reshoves sind.

      Das bedeutet, wenn wir z.b. mit 66 oder JJ oder AQ lighte 4-Bets machen, dann MÜSSEN wir damit rechnen das der Gegner lighte 5-Bets macht und wir mit unserer Equity callen müssen.

      D.h. zum 4-betten solltest du am besten Hände benutzen die so wenig Equity haben, dass es sinnvoll ist sie in einen Bluff zu verwandeln und Hände die "gut" sind lieber manchmal callen auf die 3-Bet und einen Pot spielen. Z.b. ist ATo eine Hand mit der man 4-betten kann als Bluff, da sie passiv im 3-Bet Pot zuwenig Equity haben wird, aber im Falle DASS dein Gegner die 4-Bet called noch ein paar % Equity hat und zwar wesentlich mehr in vielen Fällen als eine Hand wie 44.

      Über 3-Bets zu pushen halte ich im Normalfall für überspielt, da wir sehr viel Geld in den Pot werfen, um relativ wenig im Verhältnis zu gewinnen. Das machts für unsere Gegner recht einfach-