Tipps für handranges der gegner einzuschätzen

    • Pfaelzerjunge87
      Pfaelzerjunge87
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2010 Beiträge: 7
      Ich habe erzählt bekommen dass ich bei jeder bet ob flop,turn,river oder postflop die handrange meines villains einschätzen soll.
      Ich spiele 1/2 c tische und habe noch kein elephant woran kann ich in etwa diese range eingrenzen und sagen welche hände er spielt.
      ich versuche reads von gegner ztu bekommen aber die meisten sind so weak das die sogar Q3o coldcallen also fällt mir das sehr schwer hab auch ne hand gepostet im bsseinsteiger forum zu einer hand wäre net wenn mir jemand erzählen könnte wie er sich diesen skill angegeignet hat.
  • 16 Antworten
    • Romeryo
      Romeryo
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2008 Beiträge: 12.600
      Geh mal von sowas wie einer "Standardrange" aus. Das geht aber wirklich nur durch gründliches beobachten der Gegner, am besten indem du dir merkst/notierst aus welcher Position er geraised oder nur gelimpt hat und was er am Ende vorgezeigt hat bzw wie er es gespielt hat.
      Am besten am Anfang nur mit den Spielern zu deiner linken und deiner rechten, weil du mit denen vermutlich im Schnitt häufiger aneinander gerätst. Ob jemand generell schlecht spielt kann man ja schnell herausfinden, da reicht ja ein UTG Raise von ihm mit KJo um das festzustellen (FR zumindest).

      Am wenigsten verkehrt machst du wenn du einfach ABC Poker spielst und jeden als Random betrachtest, also jedem ne eher loosere als tightere Range gibst.
    • Pfaelzerjunge87
      Pfaelzerjunge87
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2010 Beiträge: 7
      ja aber wenn ich am flop top pair mit top kicker habe und villain eine random range hat hat er auch sowas wie 89s und wenn dann der draw kommt wie spiele ich weiter folde ich direkt weil ich denke er könnte ein flush halten weil er random ist??!!
    • hoolzdieklinge
      hoolzdieklinge
      Bronze
      Dabei seit: 04.10.2008 Beiträge: 943
      Wenn du TPTK hast, einfach schön durch betten.. je nach Drawlastigkeit des Boards immer zwischen 2/3 und potsize.. praktisch for value & protection.. Wenn der Gegner reraised oder check raised solltest du dich fragen was dich auf dem Board schlägt, bzw was er halten könnte.. Ein genaues einschätzen der Range ist selbst mit dem elephant/HM sehr schwer.. Einfach solides ABC Poker auf den Limits..
      Notes sind zB. sehr hilfreich um auch mit TPTK gegen bestimmte Gegner broke zu gehen (situationsbedingt).. Also immer schön aufmerksam sein und Notes machen sobald dir was auffällt..
    • shaddiii
      shaddiii
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 05.04.2009 Beiträge: 6.900
      Entweder du spielst wirklich sehr wenige Tische, am Anfang am besten 1-3, und beobachtest viel und machst Notes, oder du installierst dir halt mal den Elephant. Stats sind schon eine mächtige Hilfe - wenngleich man auch ohne spielen kann, gibt sogar einige Blackies hier ohne. Aber das erfordert wirklich Aufmerksamkeit + sich Dinge sehr gut merken können.
    • Tezet
      Tezet
      Bronze
      Dabei seit: 18.07.2006 Beiträge: 2.428
      ich denke auch, dass das mit der Erfahrung kommt. Wenn du die Spielweise deiner Gegner beobachtest, dann wirst du bald ein grobes Schema feststellen.
    • Murphy08
      Murphy08
      Bronze
      Dabei seit: 18.11.2008 Beiträge: 397
      Kannst ja auch im SHC gucken, welche Position dein Gegern hat und was ein looser, bzw. tighter Spieler hier für Hände spielt. :P
    • muebarek
      muebarek
      Bronze
      Dabei seit: 31.07.2008 Beiträge: 532
      So wie ich dich verstehe, hast du hauptsächlich Probleme mit dem Handreading gegen sehr loose Gegner (wovon es auf 1c/2c natürlich Unmengen gibt). Dabei macht dir vermutlich Probleme, dass insbesondere die Preflop-Ranges teilweise sehr groß und undefiniert sind und sich dieses Problem auf Postflop überträgt ("Der kann hier ja alles haben").

      Hier ist es imo ganz wichtig, von der Betrachtung einzelner Hände seiner Range Abstand zu nehmen und wirklich eher eine durchschnittliche Stärke der Range bei gewissen Aktionen zu bewerten und die Analyse eher auf Handgruppen zu beziehen.

      Das einfachste Beispiel ist das eines loose passiven Spieler, der preflop jeden Müll coldcallt und auch postflop nicht viel aufgibt und ne Menge runtercallt, so muss demnach (da sich ja nur wenige Hände aus seiner ohnehin schon schwachen Prefloprange entfernen) seine Downcallingrange als schwach annehmen, was dir erlaubt viele Hände zu valuebetten.

      Also mein Tip: frag dich einfach wie stark ist seine Range im Mittel, wenn er
      - 1/2/3 Streets runtercallt
      - wenn er flop/turn/river raist
      - wie er auf Scarecards weiterspielt
      - etc.

      Wichtig ist gerade bei preflop loosen Spielern auf diesem Limit, sie postflop zu kategorisieren.
      Da sie ne riesige Range haben, beinhaltet diese am Flop einfach mal ne Menge Rotz. Das heißt:
      -entweder er muss viel folden --> viel isolieren+cbetten (oder 2nd/3rdbarrelnm je nachdem auf welcher Street der zu erwartende hohe Foldwert auftritt), FE einsammeln, nicht ZU loose valuebetten
      -oder er spielt immer noch ne menge weiter --> hands mit gutem pairvalue isolieren+ top pairs stark valuebetten, da seine Callingrange einfach schwach sein muss. Wichtig: nicht sich ärgern, wenn man sich selbst mal valuetowned. Und unimproved seltener Continuation-betten.

      --> Ein klarer Gameplan und das gezielte Nutzen der gegnerischen Schwächen (die aufgrund der zu großen Prefloprange auch postflop entweder in die eine oder andere Richtung da sein müssen) ist der Schlüssel zum Erfolg. Wichtig dabei ist, sich nicht von varianzbedingten Misserfolgen vom richtigen Ansatz zu entfernen (es sei denn man sieht den Gegner gezielt adapten [unwahrscheinlich auf deinem Limit])
    • Pfaelzerjunge87
      Pfaelzerjunge87
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2010 Beiträge: 7
      thx @ muebarek das ist genau die antwort auf meine frage du hast genau mein problem erläutert und beantwortet. :-)
      Jetzt kann ruhigen gewissens auch so weiterspielen wie zuvor denn ich hatte mir sowas in der richtung auch schon gedacht aber hat man einen bad beat ist es dennoch ärgerlich aber dazu hast du ja auch eine antwort parat für mich lol
      sehr guter beitrag von dir hat mir jetzt sehr geholfen
    • muebarek
      muebarek
      Bronze
      Dabei seit: 31.07.2008 Beiträge: 532
      np. freut mich, geholfen zu haben.

      was ich vielleicht noch erwähnen sollte, ist, immer ehrlich mit sich zu sein.

      callt der gegner wirklich so viel wie man denkt, oder foldet er vielleicht doch öfter? immer schauen, ob die gewählte strategie auch wirklich auf die art des gegners zugeschnitten ist.

      und vorallem: seine strategie auch wirklich durchführen. wenn du z.B. den plan bet/fold hast, weil du seine callingrange als wide und seine raisingrange als stark beurteilst, dann folde auch im falle eines raises. da nicht zu tilten ist imo n wichtiger punkt, der mir persönlich lange schwer fiel
    • shaddiii
      shaddiii
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 05.04.2009 Beiträge: 6.900
      Original von Murphy08
      Kannst ja auch im SHC gucken, welche Position dein Gegern hat und was ein looser, bzw. tighter Spieler hier für Hände spielt. :P
      Ja genau, das berühmte Fisch-SHC, das jeder 60/10 Spieler nutzt :rolleyes: :tongue:
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Original von Pfaelzerjunge87
      ja aber wenn ich am flop top pair mit top kicker habe und villain eine random range hat hat er auch sowas wie 89s und wenn dann der draw kommt wie spiele ich weiter folde ich direkt weil ich denke er könnte ein flush halten weil er random ist??!!
      Du musst da logischer vorgehen.

      1. Du brauchst eine Grundannahme für unbekannte Gegner -> meine Grundannahme ist, dass unbekannte Gegner loose (Preflop also zuviele Hände callen) und passiv (Preflop und Postflop NUR mit starken Händen raisen und nicht bzw. sehr wenig bluffen) sind.

      2. Du solltest ihnen ERSTMAL halbwegs logisches Spielverständis zutrauen, da man damit am wenigsten gegen unkown falsch machen kann. D.h. wenn du mit KJ auf einem K98hh Board deine Cbet machst und dein Gegner raist, dann gibst du ihm eine Range aus starken Made Hands (z.b. KQ, AK, KK, K9s, K8s, ThJh, AA z.b.) und überlegst dir wie stark deine Hand dagegen ist. (dazu nutzt du den Equilator, um da überhaupt ein Gefühl für zu bekommen).

      3. WENN unbekannte Gegner bestimmte Hände repräsentieren (das bedeutet der Flush kommt an am Turn und dein Gegner raist deine Bet, dann gibst du ihm ERSTMAL ausschliesslich den Flush), dann glaubst du ihnen diese.

      4. Ausgehend von diesen Annahmen beobachtest du das Spiel des Gegners.

      Du hast gesehen das Gegner A einen ankommen Flush am turn mit seinem Straightdraw gebluffed hat? -> du machst dir eine Note und weisst das dieser Spieler mit Draws Scarecards bluffen kann

      Du hast gesehen das Gegner B am Turn ein Ass nicht cbettet, obwohl er AJ hält? -> du machst dir eine Note und weisst das dieser Spieler ein Ass am Turn als Scarecard NICHT mit mittelstarken Händen bettet. Das kann bedeutetn, dass er entweder NUR Hände wie Twopair+ setzt oder wenn er bluffed, dann wird er solche Karten NUR mit Bluffs oder starken Händen setzen

      D.h. also ausgehend von deiner Grundannahme fängst du an die Range des Gegners zu verändern.

      Wenn du gar keine Ahnung hast wie du die ganze Geschichte angehen sollst, dann nimm einfach den SHC als Grundlage und nimm an das deine Gegner genau die Range aus dem SHC halten. (du wirst schnell erkennen das wenig Gegner 1:1 nach dem SHC spielen)
    • Pfaelzerjunge87
      Pfaelzerjunge87
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2010 Beiträge: 7
      naja also das shc werde ich jetzt net nehmen weil ich weiß was es für fische gibt und ich würde zu oft folden müssen, denke ich :-)
      aber ich denke eine randomrange die ist preflop doch sehr akzeptabel für mich und preflop muss ich dann mal schauen was er getroffen haben könnte mit der randomrange und ob meine hand noch value gegen ihn hat.
      hab mir mal eine randomrange gemacht wäre nett wenn die jemand mal bewerten könnte ob die so in ordnung ist position hab ich aber nicht berücksichtigt da die meisten auf 1/2c sowas nicht kennen
      44+, A2s+, K4s+, Q8s+, J9s+, A2o+, K7o+, Q9o+, JTo
      denke das das so passt oder ist das noch zu loose??
    • n1nfactor
      n1nfactor
      Bronze
      Dabei seit: 04.07.2007 Beiträge: 1.834
      Ich würde an deiner Stelle mir nicht vorgefertigte Hände zur Seite legen und die Gegner immer in diese Range schmeissen.

      Eigentlich musst du nur beobachten was welcher Spieler aus welcher Position macht.

      Auch gut ist wenn du die größe seiner Chips dir genauer Ansiehst. Wenn ein Spieler mit 30c an einem 1c/2c Tisch spielt ist er prinzipiell bei mir ein Fisch. Überlege dir wieso ich das denke.

      Openlimpen - Solche Spielzüge müssen sofort Alarm bei dir auslösen. Das deutet meist auf looses und schlechtes Spiel hin.

      Wenn du am Flop / Turn / River spielst ist auch auf deinem Limit wichtig immer zur Procteten , For Value zu raisen usw. Mit der Erfahrung weisst du auch was du spielen kannst. Stichwort ABC Poker.

      Auf den niedrigen Limits ist es ja eh meistens so das die Spieler einen lieber runtercallen anstatt selbst zu raisen. Mekr dir das :-)


      Lg
    • Kick4Ass
      Kick4Ass
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 04.05.2007 Beiträge: 17.030
      Original von Romeryo
      Ob jemand generell schlecht spielt kann man ja schnell herausfinden, da reicht ja ein UTG Raise von ihm mit KJo um das festzustellen (FR zumindest).

      Wie kommst Du darauf ??
    • Pfaelzerjunge87
      Pfaelzerjunge87
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2010 Beiträge: 7
      n1nfactor thx für deinen beitrag ja du hast schon recht also hab heute beim spielen von ca. 650händen gemerkt das die range von mir schon gut passt aber eben nicht immer und ich habe auch durch beobachten der gegner gemerkt wenn sie middlepair oder ähnliches hielten oder dann doch toppair bzw. die nuts da sich die bet verhalten der spieler auf einmal geändert hatten und das hat mir den einen oder anderen fold/call eingebracht:-)
      lg zurück
    • n1nfactor
      n1nfactor
      Bronze
      Dabei seit: 04.07.2007 Beiträge: 1.834
      Freut mich das ich dir weiterhelfen konnte!

      Beobachten und Einschätzen ist alles :-)

      Lg