SSS - Protection gegen Flushdraw unsinnig?

    • erazorxp
      erazorxp
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      Dabei seit: 19.10.2006 Beiträge: 273
      Nehmen wir an, ich treffe mein set am flop, auf dem board sind 2 suited cards und habe nur einen oder 2 gegner. nehmen wir weiter an, min. 1 von beiden ist auf dem flushdraw und kein shortstack. Bette ich jetzt ~potsize (all-in), um mein set zu protecten, gebe ich ihm pot odds von ~2:1. da ich dann all-in bin, hat er eine 35% seinen flush zu diesem preis zu treffen, dies sind odds von 1,86:1. Also ist ein call seinerseits für ihn immer +EV! macht es dann noch sinn, zu protecten??
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    • XLittleRockX
      XLittleRockX
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      Dabei seit: 31.07.2006 Beiträge: 40
      Naja, wenn ich zu 65 Prozent gegen einen Gegner gewinne, dann schieb ich doch den ganzen Tag mein Geld in die Mitte. Zahlst nur 50 Prozent bei einem Gegner und bekommst 65 Prozent vom Pott :D . Und dazu noch alles was schon drin ist und wenn er seinen Draw doch foldet. mfg Little
    • erazorxp
      erazorxp
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      Dabei seit: 19.10.2006 Beiträge: 273
      okay, aber es ging auch darum am flop evtl. zu checken, also sowas wie set slowplay, und dann am turn all-in, falls das 3. suited nicht kommt.
    • Dustwalker
      Dustwalker
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      Dabei seit: 29.07.2006 Beiträge: 5.540
      a) hast du noch outs auf nen FH, selbst wenn er trifft b) freecards verteilen wenn du glaubst der gegner hat nen fd ist ja wohl mehr als dumm
    • erazorxp
      erazorxp
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      Dabei seit: 19.10.2006 Beiträge: 273
      Okay, ich versuche einen anderen Ansatz: Es ist natürlich klar, das ich vorne liege mit dem set wenn er auf nem FD ist, es geht mir darum, in so einer situation die chance zu minimieren, zu verlieren! Das Beste wäre wohl eine Mischung Aus Protection, SlowPlay und Value. Hier mal ein Beispiel: Ich habe 2$ Stack, er ist Bigstack. Ich erhalte JdJh, raise auf 50 cent und kriege einen limp-caller. er hält bspw. AcTc. Flop: Jc4s7c, Pot 1,10€ Mein Reststack ist hier 1,50€. er checkt. Gehe ich jetzt All-In, gebe ich im PotOdds von 1,73:1. Er hat 9 Outs zum Flush. Er hat also Odds von 1,86:1 sein Flush bis zum Riverzu treffen. Ein Call erscheint ihm demnach (mit implied odds) knapp profitabel, die Protection wäre also mehr oder weniger Wertlos. Bette ich am Flop 0,50€, also ein Kompromiss, gebe ich ihm PottOdds von 3,2:1 . Seine Odds am Turn zu treffen wären 4,22:1. somit gebe ich ihm schlechte PotOdds und sein call wäre unprofitabel, ich habe mein set value-angebettet, und nach den Odds besser protected als bei einem all-in. callt er trotzdem, gehe ich am turn mit meinem restlichen stack (1$) all-in, sofern das board nicht gefährlich wird. Ich gebe ihm damit PotOdds von 3,1:1, seine chance am river zu treffen ist 4,11:1. wieder hätte ich gut protected, und das ziel, mit dem set all-in zu gehen, erreicht. Meine Chancen, gegen einen Flush zu verlieren, habe ich aber durch mathematisch korrektere spielweise verringert. Was haltet ihr von dem ansatz??
    • Dustwalker
      Dustwalker
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      Dabei seit: 29.07.2006 Beiträge: 5.540
      is doch quark - du gibst ihm alle odds der welt und musst am turn folden wenn ne 3te flushkarte kommt. Bring das geld in den Pot wenn du sicher vorne liegst. Selbst ohn FH outs wäre das ja wie du selbst vorgerechnet hast profitabel.
    • Kofi
      Kofi
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      Dabei seit: 11.05.2006 Beiträge: 2.324
      1.) Du hast am Flop eine Equity von über 50%, also würdest du auch 1000$ in die Mitte schieben, gerade wenn du sicher bist dass er callt. 2.) Wenn er am Turn den Flush nicht trifft, callt er eventuell nicht mehr, dann geht die Value durch die Lappen 3.) Wenn er seinen Flush am Turn trifft könntest du trotzdem niemals folden, da du erstens gar nicht sicher weißt dass er einen hat, sondern es nur vermutest, und zweitens du trotzdem callen müsstest, selbst wenn du weißt dass er einen Flush hat, da du 10 Full House Outs hast, was genug ist um ein All-In von ihm zu callen. Das Problem ist, du hast einen Denkfehler drin. Protection bedeutet nicht, dem Gegner solche Pot Odds zu geben, dass er nicht profitabel callen kann, sondern es geht darum, ihm den Call zu unprofitabel wie möglich zu machen. Du willst den Pot direkt am Flop so groß wie möglich machen, da du momentan vorne liegst und die größere Equity hast (bei deinem Beispiel sogar 73%). Das bedeutet dann, dass der Gegner ein größeres Commitment machen muss. Er muss direkt am Anfang bezahlen, wenn er noch gar nicht sicher ist, ob er was hat, und er weiß, dass er später, wenn er seinen Flush trifft nichts mehr dazu bekommen kann. Das ist maximal ungünstig für ihn --> All-In.
    • erazorxp
      erazorxp
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      Dabei seit: 19.10.2006 Beiträge: 273
      klar müsste ich am turn folden, aber wenn ich am flop all-in bin, verliere ich auch wenn der flush am turn kommt, lassen wir das FH oder 4oak mal außer acht. sicherlich ist der standardmove auf dauer auch profitabel, dachte aber, dass mein ansatz auf dauer weniger unprofitabel ist, wenn man gegen einen flush verliert. außerdem gebe ich ihm ja grade nicht alle odds der welt, sondern für für ihn wesentlich schlechtere.
    • erazorxp
      erazorxp
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      Dabei seit: 19.10.2006 Beiträge: 273
      @ kofi: okay, das sehe ich ein. vielleicht übertreib ichs auch nur weil ich die situation bis jetzt 2x mal hatte und beide natürlich verloren habe. ist auch sehr unwahrscheinlich, nicht? ;) --> 0,26*0,26 = 6,8% :tongue:
    • Dustwalker
      Dustwalker
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      Dabei seit: 29.07.2006 Beiträge: 5.540
      Original von erazorxp klar müsste ich am turn folden, aber wenn ich am flop all-in bin, verliere ich auch wenn der flush am turn kommt, lassen wir das FH oder 4oak mal außer acht. sicherlich ist der standardmove auf dauer auch profitabel, dachte aber, dass mein ansatz auf dauer weniger unprofitabel ist, wenn man gegen einen flush verliert. außerdem gebe ich ihm ja grade nicht alle odds der welt, sondern für für ihn wesentlich schlechtere.
      und was ist wenn du 50c bettest, der flush am turn ankommt, du checkst, er bettet, du foldest aber er garkein flush hat sondern nur toppair? oder er deinen check als offensichtliche weakness nimmt (nach ner weaken flop bet) und dich von der besseren hand bluffed? Du hast einfach zuviel Angst. Freu dich über jede Situation wo du ein allin hinbekommst wenn du nen eq vorteil hast.
    • TyCobb
      TyCobb
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      Dabei seit: 30.03.2006 Beiträge: 3.954
      Dann ist es halt eine Situation, in der beide Spieler alles richtig machen. Nicht immer gibt es Situationen, in denen ein Spieler den anderen zu Fehler zwingen kann. Außerdem hat er keine implied outs, da Du schon all-in bist und er auf späteren Strassen nicht mehr von Dir kriegen kann.
    • Dustwalker
      Dustwalker
      Bronze
      Dabei seit: 29.07.2006 Beiträge: 5.540
      Wenn der Gegner wüßte das er nen Set hält wäre es falsch von ihm zu callen.
    • TyCobb
      TyCobb
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      Dabei seit: 30.03.2006 Beiträge: 3.954
      Wegen des redraws zum Fh und deshalb hat der Gegner hier auch gar nicht 9 outs sondern nur 8. Stimmt.