zu doof für NL10?

    • hoolzdieklinge
      hoolzdieklinge
      Bronze
      Dabei seit: 04.10.2008 Beiträge: 943
      Hallo zusammen,
      wie der Name schon sagt, frage ich mich langsam ob ich einfach zu doof bin um NL10 zu schlagen?!

      Nach ca. 37000 Händen steh ich bei 1,97BB/100 NL10
      Overall sind 46600 Hände mit 6,59BB/100 (der rest war NL5)
      Spiel übrigens SH auf FTP

      Mir ist eigentlich klar das es ganz normal ist mal über eine solch, relativ kleine Samplesize, knapp BE zu laufen und das es auch einfach Varinazbedingt sein kann, aber ich fühl mich in manchen Situationen einfach auch verdammt unwohl... Suckouts usw sind natürlich auch mal dabei, aber das ist ja normal.. Gelegentlich spiel ich auch mal eine Hand nicht optimal und schüttel danach selber den Kopf, das ist ja aber nicht das Problem da es Fehler sind die ich selber bemerke und damit ja auch beseitigen kann.. Hier aber mal ein paar beispiele wo ich nicht weiter weiss..

      Wenn ich als PFA nen Coldcall bekomme und das Board eigentlich recht trocken ist, ich aber nichts getroffen habe, habe ich das Gefühl das es zu 90% gleich läuft..
      Ich setz cbet an, bekomme call/min raise, gebe Hand auf -> mind. 10BB weg..
      Oder wenn ich 77-TT habe und dann am Flop im HU eine Overcard kommt, in solchen Situationen calle ich entweder eine cbet von V. oder bette halt selber IP (wenn nicht grad ne nit is).. Ich bin ja oft genug noch vorn.. Aber auch hier muss ich ja entweder aufgeben wenn er eine Bet am Turn nochmal callt oder er am Turn selber >2/3 bettet und das passiert fast immer.. -> wieder 2xBB weg
      Und solche Aktionen fressen halt meistens meine Winnings auf und es bringt ja auch nix 500 dieser Hände ins HBF zu stellen, ich empfinde es ja eigentlich als richtig gespielt..
      Ich weiss einfach in vielen Situationen nicht mehr wie ich reagieren soll, das Muster ist ja immer gleich, aber ich kann ja nicht jede Hand die ich am Flop nicht treffe und mit der ich oft genug noch vorne bin aufgeben..
      Soll ich mein Spiel nun umstellen oder einfach weiter so spielen?

      Suche nun jemanden der Lust hat über einen längeren Zeitraum mal gegenseitig HH der Sessions auszutauschen und auszuwerten, leider bezeifel ich das mein Rechner Teamviewer oder sowas verkraftet also wärs schon das über ICQ oder evtl. skype zu regeln (micro ist leider recht leise :( )
      Über andere Ratschläge würde ich mich natürlich auch sehr freuen..
  • 11 Antworten
    • hoolzdieklinge
      hoolzdieklinge
      Bronze
      Dabei seit: 04.10.2008 Beiträge: 943
      ein weiteres Problem ist das meine Beiträge immer Roman-länge haben.. X(
    • nacl
      nacl
      Bronze
      Dabei seit: 17.03.2009 Beiträge: 12.329
      Wieviel Zeit pro Monat verbringst du in Coachings?
      Wieviele Videos schaust du pro Monat durchschnittlich?
      Wieviel Zeit verbringst du mit der Nachanalyse deiner Sessions?
      Wieviel Zeit verbringst du mit U2U ?
    • Tezet
      Tezet
      Bronze
      Dabei seit: 18.07.2006 Beiträge: 2.428
      Aus dem Grund ist die Position so enorm wichtig. Gerade wenn viel gecallt wird. Auf dem Niveau wird der Flop auch unheimlich oft mit Highcards oder Gutshots gecallt. Oop-Contis sind da etwas problematisch. Im 3bet-Pot ist das kein problem, weil viele Gegner Angst vor den großen Summen bekommen. Im normalen Raisedpot sollte man die Contis aber etwas dosieren.
      IP musst du mal auf deine Gegner achten. Wird da wirklich mit jedem Mist runtergecallt oder sind es eben die Gegner, die den Flop sowieso callen und dann kalte Füße kriegen. Da bieten sich hin und wieder Turnbets und ein Freeshowdown an. Vor allem dann, wenn du ein Midpair oÄ hast und entsprechende Reads auf deinen Gegner. Wenn du selbst gar nichts getroffen hast, dann reichts wohl nur für einen Turncheck.

      Grundsätzlich kannst du auf dem Limit aber davon ausgehen, dass eine zweite Bet am Turn meist auch eine ordentliche Hand beim Gegner bedeutet. Ein zweiter Call bedeutet da auch wenigstens ein schwaches Toppair.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Original von hoolzdieklinge
      Hallo zusammen,
      wie der Name schon sagt, frage ich mich langsam ob ich einfach zu doof bin um NL10 zu schlagen?!

      Nach ca. 37000 Händen steh ich bei 1,97BB/100 NL10
      Overall sind 46600 Hände mit 6,59BB/100 (der rest war NL5)
      Spiel übrigens SH auf FTP

      Mir ist eigentlich klar das es ganz normal ist mal über eine solch, relativ kleine Samplesize, knapp BE zu laufen und das es auch einfach Varinazbedingt sein kann, aber ich fühl mich in manchen Situationen einfach auch verdammt unwohl... Suckouts usw sind natürlich auch mal dabei, aber das ist ja normal.. Gelegentlich spiel ich auch mal eine Hand nicht optimal und schüttel danach selber den Kopf, das ist ja aber nicht das Problem da es Fehler sind die ich selber bemerke und damit ja auch beseitigen kann.. Hier aber mal ein paar beispiele wo ich nicht weiter weiss..

      Wenn ich als PFA nen Coldcall bekomme und das Board eigentlich recht trocken ist, ich aber nichts getroffen habe, habe ich das Gefühl das es zu 90% gleich läuft..
      Ich setz cbet an, bekomme call/min raise, gebe Hand auf -> mind. 10BB weg..
      Oder wenn ich 77-TT habe und dann am Flop im HU eine Overcard kommt, in solchen Situationen calle ich entweder eine cbet von V. oder bette halt selber IP (wenn nicht grad ne nit is).. Ich bin ja oft genug noch vorn.. Aber auch hier muss ich ja entweder aufgeben wenn er eine Bet am Turn nochmal callt oder er am Turn selber >2/3 bettet und das passiert fast immer.. -> wieder 2xBB weg
      Und solche Aktionen fressen halt meistens meine Winnings auf und es bringt ja auch nix 500 dieser Hände ins HBF zu stellen, ich empfinde es ja eigentlich als richtig gespielt..
      Ich weiss einfach in vielen Situationen nicht mehr wie ich reagieren soll, das Muster ist ja immer gleich, aber ich kann ja nicht jede Hand die ich am Flop nicht treffe und mit der ich oft genug noch vorne bin aufgeben..
      Soll ich mein Spiel nun umstellen oder einfach weiter so spielen?

      Suche nun jemanden der Lust hat über einen längeren Zeitraum mal gegenseitig HH der Sessions auszutauschen und auszuwerten, leider bezeifel ich das mein Rechner Teamviewer oder sowas verkraftet also wärs schon das über ICQ oder evtl. skype zu regeln (micro ist leider recht leise :( )
      Über andere Ratschläge würde ich mich natürlich auch sehr freuen..
      hi, ich hab auch selbst lange NL10SH gespielt und bin auch mehrfach verzweifelt, weil die Ergebnisse nicht stimmten, bzw. ich sicher war deutlich mehr rausholen zu können als es halt de facto der Fall war.

      Hauptproblem sind die von dir schon angesprochenen "kleinen" Fehler - rechne es mal auf deine winrate um was es bedeutet alle 100 Hände nen 3bb Fehler zu machen, alle 1000 Hände nen 20bb Fehler zu machen und alle 10k Hände nen 60bb Fehler zu machen und dann schau mal wieviele Fehler du tatsächlich machst... und was das eben für die winrate bedeutet...^^

      Fehler sind immer Tilt, also nicht optimales Spiel, das in den Griff zu bekommen ist mit das Allerwichtigste, wer die Micros wirklich tiltfrei spielt und kein winning player ist, den gibt's einfach nicht.

      ***

      zu den konkreten Fällen - entweder glaubst du wirklich dass die Hand korrekt gespielt ist, dann gibt's keinen Grund zur Klage - auch wer jede Hand perfekt spielt muss und wird nunmal ne Menge Hände verlieren und aufgeben müssen, gehört zum Spiel dazu.
      Zudem hilft es glaube ich sehr sich klarzumachen, dass ein falscher fold eventuell den Pot zu Unrecht aufgibt - ein falscher call verliert den Pot auch aber eben noch die bet mehr.
      Nur ein Beispiel: 4bb pre, 7bb cbet haste gemacht: 11bb investiert in der Hand, er bleibt dabei und floatet den Turn, du foldest und gut. 11bb weg - wobei die ja nur dieses eine Mal weg sind, du gewinnst ja auch oft den Pot pre oder mit der cbet oder hast ne so starke Hand, dass du auch Richtung showdown gehen willst - effektiv kostet dich der fold also nur nen Bruchteil, wieviel genau ist schwer zu sagen, aber sagen wir einfach mal 3bb.
      Und alternativ zum fold callst du seine Turnbet in Höhe von 20bb obwohl du sicher bist hinten zu sein. 31bb weg wobei die 20bb mehr eben jedesmal weg sind..^^
      -> falsche calls sind Ursache Nummer 1 für losses, nicht zu Unrecht aufgegebene Pötte (also folds)!

      ***

      Aber wenn du doch glauben solltest, dass du zu weak foldest, ja dann ändere es. :D
      Calle die Leute runter oder double barrel mehr - entweder du hast wirklich Recht und die bluffen dich aus jeder Hand raus und du erwischst sie jetzt oder umgekehrt sie folden auf double barrels extrem oft, dann ist ja alles gut oder aber du machst heftige Verluste weil du ständig große Pötte mit schwachen Händen spielst und dann kannst du hoffentlich ab sofort mit gutem Gewissen folden. ;)


      (meine Antwort hat auch Romanlänge, sorry dafür^^)
    • hoolzdieklinge
      hoolzdieklinge
      Bronze
      Dabei seit: 04.10.2008 Beiträge: 943
      Danke erstmal für die schnelle, ausführliche Antwort.. Ich verstehe was du meinst und sehe es genau so, mir ist auch klar das man nicht jeden Pott gewinnen kann, aus denen die man gewinnt muss man dann halt max. Value raus holen.. Vielleicht liegt es auch daran das ich nicht weiter komme.. Ich denke das es die beste Lösung ist sich jemanden zu suchen der auf dem gleichen bzw. ähnlichen Limit ist und so zu versuchen eine möglichst optimale Spielweise zu finden.. Einige größere Leaks beinhaltet mein Spiel sicherlich noch..
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      wie gesagt, leaks ausbessern ist immer gut und sicherlich das Wichtigste, aber wenn du unzufrieden mit deinem Spiel bist und glaubst in bestimmten Spots nicht gut zu spielen, dann wiederhole ich meinen Rat: versuche ab und zu mal was anderes, bzw. folge deinem Instinkt...^^

      hier nur mal ne Hand von gerade eben, die im HBF 100% als schlecht gespielt bewertet werden würde (ist nix Neues bei meinen Händen), aber ich sehe die Hand so:

      Villain ist TAG, Flopraise ist extrem weird - was will er hier raisen? ne Q ?!? was sonst? also calle ich und schau was er macht, er spielt weiter an, aber kleine bets, also shove ich den River weil er nie ne Hand haben kann die hier callt.
      Wenn die Hand in die Hose geht und er mir QQ oder 55 zeigt, dann bekommt er ne Note (und sicher keine voll des Lobes^^) und weiter geht's - aber hätte ich am Flop gefoldet ärgere ich mich noch ne Stunde später, dass ich nicht das gemacht habe was mir mein Instinkt sagt.
      Ich weiß nicht wie es bei dir so ist, und zu viele solcher plays sollte man nun auch nicht einbauen, aber wenn du das Gefühl hast, dass er blufft, ja dann geh' dem eben nach - wie sonst soll man eine Instinkte schulen?


      Grabbed by Holdem Manager
      NL Holdem $0.10(BB) Replayer
      SB ($8.05)
      BB ($33.41)
      UTG ($10)
      UTG+1 ($11.14)
      CO ($10.60)
      Hero ($10)

      Dealt to Hero J:club: K:spade:

      fold, fold, fold, Hero raises to $0.25, fold, BB calls $0.15

      FLOP ($0.55) Q:diamond: 5:heart: 5:spade:

      BB checks, Hero bets $0.35, BB raises to $1.10, Hero calls $0.75

      TURN ($2.75) Q:diamond: 5:heart: 5:spade: 2:spade:

      BB bets $1.50, Hero calls $1.50

      RIVER ($5.75) Q:diamond: 5:heart: 5:spade: 2:spade: 9:spade:

      BB bets $2.50, Hero raises to $7.15 (AI), BB folds

      Hero shows J:club: K:spade:

      Hero wins $10.23


      Edit: wobei - das hatte ich noch vergessen zu sagen - das openraise vom BU obv. +EV ist und auch die cbet auf diesem board, da er ne Menge kleiner PPs folden muss und ich jede T oder besser wunderbar 2nd barreln kann.
      Insofern ist also bis zur cbet alles richtig und definitiv +EV, wenn ich dann also auf ein raise mit K high folde, so KANN es sein, dass das nicht der optimale Spielzug ist (das maxEV play glaube ich hier in der Hand gemacht zu haben^^) aber SELBST WENN es ein Fehler ist am Flop zu folden, so ist es ein marginaler Fehler, der kaum ins Gewicht fällt, während wenn meine line mies ist und er mich zu oft catched am River, dann wird's richtig teuer ;)
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Scooop erwähnt schon das Anpassungen dann notwenig werden, wenn deine Gegner von deiner Definition von unkown abweichen. Wenn du merkst das ein bestimmter Gegner am Turn sinnlose Bluffs macht -> dann machst du halt loosere Calldowns. Wenn du merkst das dein Gegner zu oft C/C Turn C/F River spielt mit irgendwelchem marginalem Kram, dann musst du ihn halt öfter bluffen etc.

      Ein Spiel das gegen unkown funktioniert und KEINE readbasierten Adaptionen einfliessen lässt, wird dich nicht zu einer Knallerwinrate führen. Wenn dich die Minraises von Gegner XYZ auf der Boardtextur ABC nerven, weil er dich ständig raist (und nicht nur das erstemal in den letzten 30 Minuten), dann überleg dir halt wie du gegen ihn zurückspielst. Einfach gegen Spieler XYZ zurückspielen, weil Spieler TZW vorher minraises gemacht hat, ist nicht der richtige Ansatz.

      In der Hand von Scoop sieht man das auch ganz gut (auch wenn ich es nicht gut gespielt finde, da unsere Hand keinen Backdoorflushdraw hat):

      Der Spieler ist Tag (ein Spieler der tight ist und seine Hände aggressiv spielen kann). Die Range die er repräsentiert beinhaltet im besten Fall 56s, 45s, A5s, 55, QQ, AQ, vielleicht noch ein paar Kombos KQ.

      Ein C/R auf diesem Board macht aber wegen der Boardtextur (es gibt keine Draws und ohne History werden die wenigsten Spieler hier KQ C/Raisen) einfach recht wenig Sinn und somit repräsentiert er erstmal 10 Kombinationen (5x, 55, QQ) und sagen wir mal 35% AQ (er wird einige Kombos davon Preflop 3-betten). (4 Kombos)

      D.h. der Gegner repräsentiert 14 Kombos am Flop. Es gibt jetzt 2 Möglichkeiten hier gegen diesen Gegner zu spielen.

      1. Wir reraisen am Flop -> wenn der Gegner ein bisschen mitdenkt, dann wird er erkennen das wir mit einem Reraise am Flop noch viel weniger repräsentieren als er und wird am Flop callen

      2. Wir callen am Flop -> wir repräsentieren Qx, 5x, TT, 99, JJ, 88 - 66, QQ, 55, AA, KK (also weitaus mehr Kombos als er)

      Am Turn ist es natürlich schwierig, da er weitersetzt und die meisten Spieler hier keine Multibarrelbluffs machen auf NL10 (und auch auf anderen Limits würde ich hier ohne nähere Informationen gar nicht damit anfangen sowas hier zu machen).

      Die Turnbet des Gegners ist übrigens extrem schlecht, da er mit einer größeren Bet die Stacks so präparieren könnte, dass es am River All In geht. In der Regel ist das ein Zeichen das der Spieler hier eher keine Hand hält mit der er All In gehen kann. Der Call ist daher verständlich da er eher eine schwache Hand hält und wir weiterhin versuchen Qx, 5x, etc. zu repräsentieren.

      Die Riverbet ist offensichtlich nach der verkappten Turnbet noch viel schlechter. Hätte der Gegner nämlich eine gute Hand, dann wirst du grade von Regulars Betsizes sehen die ihn All In setzen. Er hat hier bis zum River nichtmal 50BB im Pot und würde er mit 55 oder QQ oder AQ hier so wenig Geld setzen?

      Das Problem ist das es hier NL10 ist und solche Plays einfach sinnlos sind, da das hier natürlich oft auch schiefgeht. (manchmal hat er 55 oder QQ oder AQ oder levelt sich in einen Call mit seinem 66 rein das er am Flop for Information geraist hat (und somit die beste Hand hatte)) Unglücklicherweise profitiert man nicht langfristig von der ganzen Sache, da es auf NL10 einen riesigen Spielerpool gibt und solche Situationen gegen genau diesen Spieler halt fast nie wieder auftreten werden. Das ganze nennt sich übrigens Fancy Play Syndrom und ist der Hauptverursacher von Breakevenstreaks, weil man aus der erzeugten Dynamik keinen langfristigen Profit erzeugen kann.

      Simples Valuepoker ,d.h.

      i) Valuebets, wenn deine Gegner eine schlechtere Range callen
      ii) Bluffs, wenn deine Gegner eine stärkere Range folden (z.b. sehr offensichtliche Scarecards als Bluffkarten nutzen
      iii) Semibluffs, wenn deine Gegner eine schwache Range halten und folden könnten (z.b. den geturnten Flushdraw nochmal barreln, weil ein König in deiner Farbe kommt)
      iv) der Verzicht auf sehr komplexe Multibarrelbluffs mit schwachen Händen und der Verzicht auf sehr dünne exploitingplays (wie das hier von Scoop)

      führen auf den Micros zu einer extrem hohen Winrate.

      Du musst auch bedenken das der Rake auf den Micros sehr viel von deinen Winnings auffrisst. Je mehr Pötte du spielst und je größer sie werden, desto größer wird auch der Rake den du zahlst. Spielzüge die auf NL1000 marginal +EV sind, können auf NL10 schnell marginal -EV sein.
    • hoolzdieklinge
      hoolzdieklinge
      Bronze
      Dabei seit: 04.10.2008 Beiträge: 943
      Danke erstmal für die rege Beteiligung hier..

      Also an die Frage zu meinem theorie-Zeitaufwand..
      Ich habe eigentlich fast jedes Video zum Silbercontent schon mind. 1x gesehen und jeden Artikel bis zum Silbercontent mind. 1x gelesen habe.. Ich halte es eigentlich so das ich mir die Videos, Artikel zu einem bestimmten Thema immer dann nochmal ansehe wenn ich, in einer vorher gespielten Session, in einer Situation nicht weiter weiss, oder mir im nachhinein Fragen einfallen.. Spiele ja nun auch noch nicht soo lange BSS SH, so das ich den Gold-Content bisher noch nicht in angriff genommen habe, diese beziehen sich ja auch eher auf geringere Limits oder?
      Ansonsten beschränkt sich meine "Nachanalyse" eigentlich darauf das ich interessante Hände im HBF poste..
      Leider konnte ich (zeittechnisch) bisher auch nur selten an Coachings teilnehmen.. Dies ändert sich allerdings in nächster Zeit wieder..
      U2U Coachings habe ich bisher leider noch keine gemacht, ich wär zwar sehr interessiert, aber auf meinem Rechner wird zB Teamviewer wahrscheinlich nicht laufen.. Ich würde gerne mit jemanden immer HH von Sessions tauschen und dann gegenseitig auswerten, habe aber leider noch keinen gefunden der in Frage kommt..
      Wenn jemand noch Tipps hat wie ich meine Nachanalyse besser gestalten kann würde ich diese dankend annehmen..

      Ansonsten versuche ich mich auf ABC Poker zu beschränken und bin damit die ersten ca. 20k Hände auch >20BB/100 gelaufen, dies halte ich so:
      Mit TPTK o.ä. bette ich 3x durch, zwischen knapp >1/2 Pot und PS (je nach drawlastigkeit)..
      Ich versuche auf Stats zu achten, zB marginale Hände die ich laut SHC spielen könnte auch mal zu folden wenn 40/5 vor mir limpt und er auch oft zum SD will.. oder die Nit anfängt action zu machen..
      Ansonsten sind zB f2cbetturn auf den Limits ja oft kaum aussagekräftig aufgrund der geringen Samplesize bei eig allen Gegnern.. Also im Normalfall cbet wenn das Board es zulässt und ab Turn geb ich die Hand meistens auf, bei scarecards versuche ich gelegentlich nochmal mein Glück..
      QQ/AK empfinde ich oft noch als problematisch wenns Preflop richtung 4-bet geht (zumindest ohne reads), AK calle ich mittlerweile meist die 3-Bet, wenn ich 3-bette und er 4-bettet tue ich mich auch noch schwer...

      Werd einfach versuchen daran festzuhalten und mein Spiel weiter auszubauen, über Tipps freue ich mich natürlich immer gern..

      Danke nochmal für die ausführlichen Beiträge und sry für den nächsten "roman" ^^
    • hoolzdieklinge
      hoolzdieklinge
      Bronze
      Dabei seit: 04.10.2008 Beiträge: 943
      hier mal mein Graph und die Stats dazu, vielleicht erkennt man da schon was das nicht zu ordentlichen ABC Poker passen kann ^^







    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      das Zauberwort heißt Rake :)

      Rechne mal aus wieviel du mit winnings und Rake zusammen im Schnitt auf 100 Hände auf NL5 gemacht hast und dann auf NL10.

      Du wirst feststellen, dass du auf NL5 einen Tick mehr gewonnen hast (war eh relativ offensichtlich ein heftiger upswing), aber nicht so viel mehr wie man denken könnte im Vergleich zu NL10. Auf Nl10 knallt der Rake schon deftig rein und klaut dir enorm viel deiner winnings.

      Warte mal ab bis du NL25spielst, da wird's dann absolut unfassbar. ;(

      Also: dein spiel ist vermutlich auf NL10 nicht wirklich schlechter als auf NL5, die Leute sind nen Tick besser auf NL10 zudem ist die Samplesize ohnehin relativ klein und erlaubt ne Menge Schwankungen, aber was vor allen Dingen deine winnings auffrisst ist der sehr viel höhere Rake auf NL10.
    • hoolzdieklinge
      hoolzdieklinge
      Bronze
      Dabei seit: 04.10.2008 Beiträge: 943
      Original von Scooop
      das Zauberwort heißt Rake :)

      Rechne mal aus wieviel du mit winnings und Rake zusammen im Schnitt auf 100 Hände auf NL5 gemacht hast und dann auf NL10.

      Du wirst feststellen, dass du auf NL5 einen Tick mehr gewonnen hast (war eh relativ offensichtlich ein heftiger upswing), aber nicht so viel mehr wie man denken könnte im Vergleich zu NL10. Auf Nl10 knallt der Rake schon deftig rein und klaut dir enorm viel deiner winnings.

      Warte mal ab bis du NL25spielst, da wird's dann absolut unfassbar. ;(

      Also: dein spiel ist vermutlich auf NL10 nicht wirklich schlechter als auf NL5, die Leute sind nen Tick besser auf NL10 zudem ist die Samplesize ohnehin relativ klein und erlaubt ne Menge Schwankungen, aber was vor allen Dingen deine winnings auffrisst ist der sehr viel höhere Rake auf NL10.
      Stimmt! Der Rake ist wirklich nicht zu unterschätzen wenn ich die Limits miteinander vergleiche, muss auch ehrlich sagen das mir diese BE Phase nicht so zu gemüte schlagen würde wenn ich schon etwas fortgeschrittener wär auf dem Limit, so häng ich immer genau zwischen 20-30Buy-ins und wenns mal richtig dick kommt müsst ich absteigen.. Naja, einfach weiter am Spiel arbeiten, dann wirds schon werden..