Wie schlägt man die unteren Limits? (bzw. „wie geht's weiter?“ obv.)

    • Pseudomage
      Pseudomage
      Global
      Dabei seit: 03.01.2007 Beiträge: 533
      Hey Leute,

      ich spiele jetzt seit etwas mehr als nem Monat FL und habe dort konstant und sicheren Schrittes schon schöne 16 $ verbraten. Auf 0.05/0.1 bin ich zwar mit +6$ leicht im Plus, dafür halt mit -22$ auf 0.1/0.2.
      Irgendwie komm ich hier nicht weiter. Ich hab 50$ als Startkapital gehabt und auf 0.1/0.2 angefangen, hatte mich dann durch den Einsteiger-Kram und wichtige Teile der Bronzesektion gearbeitet und konnte meinen Sturz dann irgendwann bei 42 $ bremsen. Dann habe ich mal auf 0.05/0.1 gespielt und siehe da, ich konnte meine Roll wieder auf 48 $ bringen. Dann habe ich wieder auf 0.1/0.2 gewechselt, da ich dachte, dass es jetzt funktioniert und ich es jetzt schlagen könnte.

      Pustekuchen.

      Ich weiß nicht was da los ist. Kann es sein, dass 0.1/0.2 mehr Fische hat, die alles spielen? Bzw. nur Fische, die alles spielen?
      Ich habe in den letzten zwei Tagen so um die 10$ verloren, weil ich ständig in geriverte Backdoor-Draws, oder geriverte FullHouses oder sonst nen Kram renne. Meistens erkenne ich das zwar, und verliere am River nur noch eine BB aber dennoch ist die Action davor halt meistens ziemlich mies, da man als aggressive Spieler ja immer „so viel setzt wie möglich“ wenn man im Moment die beste Hand hält.
      Protection oder Bluffs funktionieren auch fast nie.

      Ich überlege mir schon seit kurzer Zeit auf 0.1/0.2 einfach auf Conti-Bets außerhalb von HU zu verzichten. Komischerweise sind Contibets und Protectionbets auf 0.05/0.1 erfolgreicher als auf 0.1/0.2 - dort scheinen alle Idioten anzufangen und auch unterzugehen. Das sieht dann so aus, dass ich zum Beispiel gestern abend an einem Tisch mit jemandem saß, der ALLES was irgendwie hübsch aussah (mindestens eine Bildkarte, oder beide connectors oder beide suited - egal welche Wertigkeit oder sonstwas), preflop geraised hat. Jeden Hit am Flop hat er mindestens bis zum SD durchgecalled. Das lustige war, gegen mich hat er ständig gewonnen ^^. Ich mache meinen Flush mit AJs am Turn, er macht seinen 64o-Fullhouse am River. Davor hat er natürlich ständig schön gecapped mit TwoPair und ich verliere fette Value gegen ihn. Zwei Hände später laufe ich mit einem TopPair und dann am Turn eine Straight in einen Backdoor-Flush bei ihm. Er spielt halt einfach alles und ich kann ihn auf fast nix einschätzen. Er hat teilweise sogar sowas wie 96o preflop geraised und dann meinen Raise mit AK gecalled um dann am Flop irgendeine 9 zu hitten und ich nix, aber ich mach halt Contibet und er geht mit und ich hitte am Turn das K und er hittet am River die 6!!! FUCK YOU!!!
      Ich verliere also ungefähr 10$ gegen ihn. Rein mathematisch gesehen spiele ich aber besser als er. Das stimmt, denn nach nicht mal einer Stunde ist er All-In und verliert mit seinem gefloppten 5er bottom-pair gegen was random besseres. Leider habe ich von meinen 10$ in der Zeit nur 1.90 Dollar zurückspielen können, der Rest ging an den Rest des Tisches.

      Das ganze ist NATÜRLICH kein Einzelfall. Ich verliere viel Geld in weggeluckten Händen, gewinne aber nur sehr wenig, wenn ich mal selbst etwas treffe, da ich ja nur sehr wenige Karten spiele und dann meistens nicht viele in der Hand sind. Geld verliere ich auch durch gecallte Conti-Bets, durch aggressiv gespielte Draws während der Gegner auf irgendeinem Hit sitzt oder sonstwas.

      Wie löst man dieses Problem?

      [ ] Ich spiele noch 0.1/0.2 (aber vielleicht nicht mehr lange, da ich – wie schon gesagt – auf diesem Limit konstant und sicher und stetig meine Bankroll verbrenne und bald sowieso absteigen muss.)
      Ich hatte mir nun überlegt einfach an diese Problematik zu adapten und in Zukunft auf Contibets die als reiner Bluff gespielt werden, außerhalb von Heads-Up Situationen zu verzichten. Des weiteren werde ich Draws jedweder Art nicht mehr aggressiv spielen, da es einfach keine Fold-Equity beim Gegner erzeugt und ja teilweise das aggressive Spiel von Draws auch dieses Ziel verfolgt.

      [ ] Einfach solange von Downswing reden, bis meine Bankroll weg ist.

      [ ] Von Fixed Limit auf No-Limit umsteigen, da dort mehr zu holen ist und man besser gegen gegnerische LuckDraws protecten kann. Zudem ist mir auch aufgefallen, dass ich in letzter Zeit ziemlich viele Erfolgsberichte und Erfolgskurven gesehen habe, die alle in NL erzielt wurden.

      [ ] Das Geld, das noch auf den Plattformen vorhanden ist, so schnell wie möglich auscashen und Pokern - zum zweiten Mal und diesmal endgültig - an den Nagel hängen. Möglicherweise bin ich als Kommunikationsdesigner und Fotograf hirntechnisch einfach nicht für dieses Spiel geeignet, so wie es ein BWLer oder Informatiker vielleicht ist. Vielleicht liegt's auch daran, dass ich als Privatstudent und Freiberufler einfach keine Zeit habe, mich so intensiv und längere Zeit am Stück mit den Strategien und dem Pokern zu befassen, wie es ein Schüler oder staatlicher Student möglicherweise tut, weil einfach viel mehr Zeit da ist. Manchmal lese ich ja hier im Forum, dass die Leute 8-10 Stunden am Stück pokern, da frage ich mich, was sie noch so machen und vor allem wann?


      - So, what's my line?



      edit: habe gerade von jemandem hier gelesen, der seit 1,5 Jahren loosing player ist und irgendwie 1k $ verloren hat.
      Alter, das könnte ich nie im Leben durchhalten. 1,5 Jahre Zeit opfern und ständig Geld verlieren. Das ist ja so als würde man arbeiten gehen und müsste dafür noch Geld zahlen. Okay, es ist nicht so als ob sondern es IST genau so!
      Also ich will jedenfalls nicht Stunden meines Lebens verlieren ohne etwas davon zu haben. Ich meine, es ist ja nicht so, dass ich kein Geld brauche. Selbstständig (also mit Job und so), bin ich ja schon und da bekommt man auch Geld, wenn man Zeit investiert.
  • 19 Antworten
    • Romeryo
      Romeryo
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2008 Beiträge: 12.600
      Wieviel gespielte Hände?

      Ich schätze mal nicht genug um eine aussagekräftige Samplesize vorzuweisen :)
      Darum mal ein paar Stichpunkte:

      -eine aussagekräftige Samplesize hast du frühstens ab so 50k Händen
      -auf den niedrigen Limits ist der Rake sehr hoch, den man erstmal schlagen muss
      -viele schlechte Gegner sind perfekt für dich, eben weil sie schlecht sind und Geld verlieren longterm, und zwar an dich, longterm
      -und shortterm kann es extreme Schwingungen geben, was sich Varianz schimpft
      -Varianz hat weder festgelegte Form noch Dauer, es ist ein Phänomen der Wahrscheinlichkeiten, dass auch unwahrscheinliche Fälle für gewisse Zeit eintreten können
      -Spielerische Leaks und Tilt können Downswings noch verstärken
      -Du hast 100% noch ne Menge spielerische Leaks
      -Solides ABC Poker und tiltfreies Grinden ist der beste Weg um die Micros zu schlagen
      -Ohne Fleiß kein Preis! Das heißt Theorie machen und sich hinsetzen und Arsch abgrinden
      -Um broke gehen zu vermeiden muss man das BRM einhalten, d.h. entweder soweit absteigen wie es geht oder nachcashen, oder eben bleiben lassen wenn man das nicht will

      -Niemand mag es auf Dauer Geld zu verlieren! Die Sache ist, dass es viele nichtmal mitbekommen und geschockt wären wenn sie einen Graphen von ihren Leistungen sehen
      -Leute die es wissen sind überzeugt (oder erliegen der Illusion), dass sie es eigentlich können und spielen daher weiter
    • DerDicke82
      DerDicke82
      Bronze
      Dabei seit: 16.12.2006 Beiträge: 1.739
      Moin,

      ich kann mich Romeryo in einigen Dingen nur anschließen, Solltest du auf Party spielen, versuch irgendwie auf 0,10/0,20 $ zu Bleiben, der Rake ist da nur halb so hoch wie auf 0,05/0,10 $

      Wenn du merkst das deine Gegner sehr viel spielen und callen und was weiss ich alles, dann solltest du wirklich anfangen etwas passiver zu werden und wirklich nur mit sehr guten Händen dein Geld in die mitte bringen.

      Contibets sind denke ich gegen mehr als einen Gegner auf den niedirgen Limits eh so eine sache, würde auch sagen alss sie einfach weg solange du keine Hand hast. Protection ist ja bei FL eher nur Value *gg*

      Ein Kollege von mir spielt auch gerade diese Limits und es klappt in der regel recht gut wenn er auf Monster wartet und sich die dann ausbezahlen lässt, am Flop nichts getroffen check und nach odds und outs weiter, HU machen Contis schon noch weiter sinn, wobei du die gegen Fische auch nicht mit jeder Hand machen solltest!

      Tja, sonst wirklich nur spielen spielen spielen, aber das hat Romeryo ja auch schon gesagt *gg*

      Wünsche dir viel Glück, und vergiss nicht dann auf den höheren Limits dein Spiel wieder aggressiver zu gestalten :-)

      Gruß Stefan
    • Pseudomage
      Pseudomage
      Global
      Dabei seit: 03.01.2007 Beiträge: 533
      Romeryo:

      Meine Testversion von Pokertracker sagt mir 3620 Hände.

      Also viel zu wenig um eine ordentliche Sample-Size zu bekommen. Da ich für die 3,6k Hände etwa einen Monat gebraucht habe, werde ich die 50k also in etwa 14 Monaten erreicht haben. Cool - bis dahin bin ich vermutlich immer noch auf 40$, wenn das so weiter geht… Macht die Sache nicht sinnvoller.

      Aber nützt ja nix, du hast sicherlich Recht und dafür, dass ich absolut keine Zeit zum Dauergrinden habe, ist ja das Spiel nicht schuld.


      DerDicke82:

      Ich spiele auf FullTilt. Liegts eventuell auch an der Plattform, dass ich damit nicht zurecht komme? ^^
      Ich denke ich werde jetzt tatsächlich noch tighteres Play spielen auf diesem Limit. Keine puren Bluffbets in Non-HU und auch jedweden Draw nur noch nach Odds & Outs callen.
      Erzeugt es eigentlich einen Nachteil, wenn man auch Draws nicht mehr spielt, bzw. ist das Nichtbeachten von Odds & Outs -EV? Also nehmen wir an, ich hätte zwar einen Flushdraw aber ich würde einfach nur noch check/fold spielen bei so einer Sache. Wäre das -EV oder BE im Endeffekt? In dem Video zu Odds/Outs wird zwar gesagt, dass ein Fold quasi BE ist, aber manche Hände aus dem SHC spielt man ja eigentlich auch nur, weil die entweder eine Straight oder einen Flush bilden können und das zumeist nicht direkt am Flop passiert. Oder hab ich nen Denkfehler und es ist tatsächlich auch longterm BE wenn man alle Draws nur check/fold spielt?
    • Doomslayer
      Doomslayer
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2007 Beiträge: 577
      Original von Pseudomage
      ...Möglicherweise bin ich als Kommunikationsdesigner und Fotograf hirntechnisch einfach nicht für dieses Spiel geeignet, so wie es ein BWLer oder Informatiker vielleicht ist.
      ymmd :heart:

      Zum eigentlichen Thema:
      Ich habe damals auch mit FL angefangen und hatte ähnliche Probleme. Die Gegner sind halt sehr loose und callen so ziemlich jeden Mist runter. Wenn sie dann noch was am River zusammenlucken nervt das natürlich und treibt die Varianz in die Höhe. Contibets scheinen die donks gar nicht zu respektieren; was dagegen zu tun ist (contibet weglassen oder nicht) kann ich dir grad auch net beantworten, dafür bin ich zu sehr raus aus dem FL Spiel.

      Mein Rat:
      Entweder weiter FL spielen, die Samplesize erhöhen und schön tight spielen, oder mal eine andere Variante (NL BSS) probieren. Aber vorsicht, auch hier gilt:
      Es sind eine Menge donks unterwegs, die gerne alles runtercallen oder extrem unlogische Spielzüge machen. Langfristig bringt dir das Geld, kurzfristig kann es einen ziemlich fertig machen.

      Grob kann man folgendes für die micros festlegen:
      Haste was, gib gas, haste nix, schmeiss weg.

      Ein großer Fehler, den ich bei mir beobachten konnte bzw. immer noch kann: Man wird von Händen wie 72o ausgesuckt und glaubt den Fischen irgendwann nicht mehr, wenn sie betten und eine vermutlich starke Hand repräsentieren. Man neigt dazu, nach dem Motto "Der hat doch eh wieder nix" weiterzuspielen und so im Prinzip selbst Fisch-Moves zu machen.
    • voz123
      voz123
      Bronze
      Dabei seit: 18.07.2009 Beiträge: 159
      die unteren limits sind halt definitiv nicht zu schlagen. wie du selbst schon festgestellt hast, ist es auf etwas höheren limits viel einfacher geld zu machen.

      Darum solltest du einfach selbst geld eincashen, um eine bankroll für höhere limits zu haben!!
    • hyroniemus
      hyroniemus
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2008 Beiträge: 479
      Wenn du deine Draws immer check/fold spielst, ist es longterm sicher -EV, da du vor dem Flop ja Geld in den Pot gebracht hast. Deinen Anteil am Pot (Equity) gibst du aber auf, wenn du den Draw foldest, den du nach O&O spielen kannst, du machst also einen Fehler. Und der Gewinn bei Poker besteht aus den Fehlern der Gegner!
      Und der Tip des Kollegen über mir ist leider nicht so konstruktiv...
    • Romeryo
      Romeryo
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2008 Beiträge: 12.600
      Wenn du nicht viel Zeit hast eine Samplesize zusammenzubekommen solltest du die Tischanzahl erhöhen. Stell aber sicher, dass du vorher schnelle und richtige(!) Entscheidungen triffst. Und ja, Odds und Outs sind wichtig, weil dir massenhaft Value entgeht. Stell dir vor du foldest jede Chance auf x Big Bets, natürlich machst entgeht dir damit potenzieller Gewinn, und Odds und Outs sind ja genau dafür zuständig, dass du nicht zuviel investierst um den Flush zu bekommen und sicherzustellen, zu einem guten Preis potenziell große Pötte einzusammeln.
      Dein Problem seh ich hier wirklich in der Samplesize und einigen Leaks (wenn schon so eine Frage kommt), deswegen Spiel verbessern, Hände bewerten lassen und Videos guggn und nach Strategie spielen, und wenn du sicherer wirst Tische dazunehmen. So kriegste schneller ne Samplesize und dann kommt auch mal ein Upswing und schon gehts aufwärts.

      Aber Geduld ist das wichtigste, auf einem so niedrigen Limit kann man nicht erwarten schnell reich zu werden ;) Dein EV ist nicht so groß wie du vielleicht denkst.
    • Pseudomage
      Pseudomage
      Global
      Dabei seit: 03.01.2007 Beiträge: 533
      Also ich spiele im Moment 2 Tische gleichzeitig. Das ist so die Anzahl an Tischen, die ich noch mitsamt Charts und Überlegungen hin bekomme. Bei mehr Tischen komm ich nicht mit dem Nachsehen und Outs/Odds-Berechnen und soweiter klar.

      Zudem kann ich bei zwei Tischen noch recht gut die Action der Spieler beobachten und mir Notes machen.

      Ich werde jetzt erst mal passiver spielen und zum Beispiel alle Ranges der erweiterten Charts quasi als eine Position früher spiele, damit meine Karten-Edge noch etwas größer wird. Vielleicht hilft das vor allem ein paar Suckouts weniger zu kassieren, da ich tighter spiele und weniger Chancen hab auf komische Kombis zu treffen.

      Ich probier's halt einfach mal aus.
    • hyroniemus
      hyroniemus
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2008 Beiträge: 479
      2 Tische sind doch ok, da lernst du auf jeden Fall bei. Was ich vorhin noch schreiben wollte: Dein Beruf ist kein Hindernis, ich bin in einer "Nachbarbranche" tätig und komme mit Poker als Hobby ordentlich zurecht.
    • TheKami
      TheKami
      Global
      Dabei seit: 01.03.2009 Beiträge: 31.579
      Beruf und sonstiges spielen beim Pokern keine Rolle, höchstens die Nationalität. Wenn du Franzose wärst, wäre alles klar. Als Deutscher hast du aber die einmalige Chance, auch Geld zu gewinnen. ;)
      Einfach dran bleiben, das was du bisher an Händen gespielt hast, spiele ich an einem Tag.. Kommt Zeit, kommt Geld sage ich mal, langfristig (über mehrere 100k Hands) machst du auch deinen Gewinn als Winningplayer, alles andere ist Varianz.

      PS: Und immer schön weiterlernen und nicht tilten.
      PPS: NICHT nach dem SHC zu spielen, ist schwachsinnig. Diese Strategien wurden von Profis entwickelt und funktionieren zu 100%. Wenn du als Anfänger dadurch abweichst (passiver Tilt ist übrigens auch eine Form von Tilt), dann verlierst du langfristig Geld.
    • Moky2006
      Moky2006
      Bronze
      Dabei seit: 04.12.2007 Beiträge: 1.141
      wenn du pro monat etwa 3k hände spielen kannst, einfach weil du nicht mehr zeit hast, betrachte es als hobby und donk nen bisschen rum. man kann halt nicht auf jeder hochzeit tanzen.
      ich geh ja auch nicht einmal die woche schach spielen und frag mich dann, wann ich endlich schachgroßmeister werde. dann ist es halt nur ein kleines hobby und man kommt nicht groß heraus, was ja auch nicht schlimm ist, nur man sollte halt seine erwartungen anpassen.
    • DieExe
      DieExe
      Silber
      Dabei seit: 07.03.2008 Beiträge: 2.393
      hab mir die ganzen posts über mir nicht durchgelesen, aber im letzten kobeyard video erzählt er was von ca. 3BB/100 rake.

      Da du nun einer neuer spieler (in FL) bist, und deine skills postflop vll noch nicht ganz ausgereift sind, wird es schwer diese 3BB rake zu schlagen,bzw wirst du um einiges mehr spielen müssen als jemand der sein postflop spiel schon gut ausgebaut hat.

      was wichtig ist,halte dich umbedingt an den SHC,und spiele auch nur danach!
      Wenn du grundsätzlich 5 leute in der hand hast,versuch tighter zu spielen.
      anstatt A9 aus einer position geh auf A10 hoch.

      wie auch schon gesagt wurde sind 3.6k hände sampelsize nicht gerade viel,sowas spiel ich gerne mal am tag, da ich gerade sehr viel zeit habe.
      ich kann dir also sagen das es in diesen 3.6k hände bei mir 80BB runterging, und dann wieder nach oben plus dann noch gewinn. und ich spiele FR.
      durch die ganzen fische wirst du auf lange sicht gesehen deinen größten teil des geldes machen, aber es lässt sich leider nciht verhindern dass einer der 3 vollposten in deiner hand wo du topset(!) hast am river den gutshot trifft und dich aussuckt,nachdem alles durchgecappt wurde. und das ist mir in der gestrigen session 3(!!!!!) mal passiert.
      dafür habe ich dann in glaub 10 händen 3 mal quads am flop getroffen.
      und ja,ich spiele auch full tilt,da ist alles möglich :f_cool:

      wenn du auf NL wechslen willst,musst du dich allerdings erstmal neu in die strategie einarbeiten.
      und vergiss nicht: es sind genau die luckdraws (rivergutshots) von denen du immer gecallt wirst,und die dich auch immer gut ausbezahlen-sofern sie nicht ankommen.
    • Shandout
      Shandout
      Bronze
      Dabei seit: 19.05.2010 Beiträge: 2.909
      Auch wenn DieExe sicher Recht und offensichtlich viel Ehrfahrung hat: Mir ging es auf FL genauso. Wenn Du nach dem Flop weißt, dass Du eigentlich "schon gewonnen hast", dann aber keinen Druck aufbauen kannst und der Gegner callt Dich einfach bis zum One-Outer runter - Ich hab mich schon lange nicht mehr in einem (Karten-)Spiel so aufgeregt wie im FL.

      Ich hab es dann einfach mal mit NL BSS versucht, die Theorie aus dem FL ist dafür ja nicht unnütz. Zu Beginn sehr tight gespielt und dann halt aus einer guten Ausgangslage post Flop Druck gemacht, was hier halt deutlich besser funktioniert. Zehn Cent auf dem Tisch sehen halt auch grafisch schon ein wenig anders aus als Dein Raise im FL.

      Kann natürlich auch gut daneben gehen und wenn der Gegner das gleiche Glück wie im FL hat wird es noch mal ne Ecke teurer, aber ich will es ehrlich gesagt nicht mehr missen. Habe jetzt die 10$ Verlust aus dem FL wieder raus und stehe nach insgesamt (beide Varianten) 4.000 Händen bei 64$.

      Vielleicht solltest Du da einfach mal einen Versuch wagen und schauen ob das eher was für Dich ist.
    • Pseudomage
      Pseudomage
      Global
      Dabei seit: 03.01.2007 Beiträge: 533
      Ja vielleicht habt ihr echt Recht mit dem Ausprobieren der NL-Variante.

      Ich hab zwar gestern noch mal 2 Stunden ge-2-tabled und bin dann am Ende mit 2,6x $ rausgegangen (das war für eine 0.1/0.2er-Session bei mir schon nonplus-ultra!), einfach weil ich keine Bluffbets mehr gemacht habe, meine Odds und Outs nur noch auf sehr starke Hände wie z.B. Sets gespielt habe und auch etwas passiver wurde, um z.B. bei angekommenen Flushes oder Straights einen Checkraise zu verhindern einfach nur Check-Behind gemacht, wenn ich vorher mit TopPair oder so durchgebettet hatte. Gerade diese Check-Behind-Moves bei Flush oder Straights haben mir sehr viele BBs gespart und je weniger Verluste ich mache, desto mehr kann ich von meinen Erfolgen behalten.

      Ich werde die Tage erst mal weiter FL spielen, da ich in den nächsten zwei-drei Wochen sowas von fucking Unistress habe, dass da eigentlich gar nix anderes mehr geht und ich bei FL schon relativ weit fortgeschritten bin und das auch quasi „aus dem Kopf“ und routinemäßig mit allen Charts spielen kann.

      Wenn ich jetzt ne neue Variante anfangen würde, müsste ich mich ja wieder von Anfang an dort reinarbeiten und dazu habe ich leider keine Zeit.

      Ich denke ich werde jetzt versuchen, weiterhin mit der sehr tighten Spielweise ein bisschen in 0.1/0.2 zu gewinnen und wenn das aber doch rein gar nicht klappt, einfach auf 0.05/0.1 weiterspielen - ich weiß nicht woran es liegt, aber da geh ich aus fast jeder Table-Session mit nem Gewinn raus, mag der auch noch so marginal sein.

      Die Semesterferien kann ich dann entspannt dazu nutzen, mich mal in die BSS einzuarbeiten.

      Früher hatte ich bereits auch mal SSS gespielt und dort auch ziemlich gut was holen können (ich glaube damals hatte ich sogar die selbe Problematik von wegen „FL ist scheiße weil dort jeder Honk alles mitgeht“) aber ich habe jetzt auch schon des öfteren gelesen, dass die SSS immer weiter ausstirbt und man die sogar auf manchen Seiten gar nicht mehr spielen kann.
      Was ich noch von damals - das ist mittlerweile ja auch schon gut 3 Jahre her - noch weiß, ist dass sie relativ einfach zu erlernen und auch ohne Charts und mal so von der Hand her spielbar war, da man sehr einfachen Mustern folgen musste - jedenfalls in der Bronze-Version ^^.
      Aber auch damals bin ich dann am Ende mit der SSS unglücklich geworden und wollte auf BSS umsteigen aber da war's irgendwie noch anders und man sollte glaube erst mit der SSS anfangen und erst ab einer gewissen BR auf BSS umsteigen ... oder es war mir damals zu kompliziert? Ich weiß es nicht mehr ;)

      Aber jetzt, nachdem mich FL schon zum zweiten mal so annervt, will ich NL dann doch wirklich mal ernsthaft probieren. Wenn das wirklich nicht funzt, kann ich ja immer noch zu FL zurückkehren. Ich bin mir sicher, dass man auch auf FL gut Gewinne einfährt, wenn man einfach perfekt spielt - und dass ich davon sicherlich noch entfernt bin, ist mir auch klar.
    • Shandout
      Shandout
      Bronze
      Dabei seit: 19.05.2010 Beiträge: 2.909
      Nicht das man es prinzipiell so machen sollte: Ich hab mich (bis auf einen Artikel zu den Betgrößen) ohne großartige Theorie auf Party an die 20BB/0,80c max Mircotische gesetzt. Aus dem FL sind Dir ja Position am Tisch, Preflop Odds bestimmter Holecards und Odds nach dem Flop bekannt, daran ändert sich ja erstmal nichts.

      Ansonsten natürlich viel Erfolg an der Uni, lohnt sich auf lange Sicht immer da viel Zeit zu investieren ;)
    • Boogoober
      Boogoober
      Bronze
      Dabei seit: 10.02.2006 Beiträge: 97
      Vielleicht hilft es ja, wenn ich von meinen Erfahrungen mit den Micros berichte. Ich hab mich auch immer beschwert, wie das sein könne, das einige Spieler durch die Limits rauschen, nur ich Depp hänge da unten. Bin ich wirklich zu blöd oder sind die Minilimits wirklich schwer zu schlagen?

      Um es vorweg zu nehmen, ganz so einfach, wie man es manchmal hört, ist es tatsächlich nicht. Der Rake als eine Ursache wurde ja schon erwähnt. Eine weitere sind die natürlich die Leaks, die man in seinem Spiel hat. Ich hatte und habe jedenfalls welche.

      Die Blinds bspw. zu loose oder zu tight zu verteidigen kann da schon einen deutlichen Unterschied machen. Von daher bin ich der Meinung, wenn man entsprechend viele Hände spielt, ist ein Tracker auch auf den Micros sinnvoll, zumindest zwecks Analyse des eigenen Spiels.

      Als ich anfing zu spielen, sprach man von 1BB/100 und bei einem 300BB BRM hätte man nach einem Gewinn von 300BB aufsteigen können und das doppelt so hohe Limit spielen können. Dafür braucht man dann theoretisch 30k Hände.

      Das 2/4ct Limit hab ich seinerzeit nach ca. 15k Händen und 3.6BB/100 abgehakt.
      Nach 40k auf 5/10ct mit 1.5BB sah ich mich bereit für 10/20ct.
      Wer jetzt schon gelacht hat, möge sich festhalten, auf 10/20ct hab ich -0.5BB/100 und das nach 35k Händen.
      Auf 15/30ct liege ich bei knapp 2.5BB/100 und auf 25/50ct etwa 2BB/100, zusammen etwa 25k Hände.
      Alles Fullring natürlich.

      Interessante Beobachtungen dabei, im Schnitt sind 8-10% der Hände Gewinner, auf dem einem Limit bin damit Winner, auf dem anderen Loser.

      Vielleicht ist 10/20ct genau das richtige für die Glücksritter, die Pötte werden nicht richtig teuer, sind aber auch nicht zu billig. Mag ein psychologisches Phänomen sein.

      Wie auch immer, da ich gelegentlich auch NL, SNG und MTT spiele und alles in allem ja Gewinne gemacht habe, versuche ich mich zur Zeit an FLSH (25/50 und 50/100ct) und es läuft ganz manierlich.

      Mein Rat daher, Ruhe bewahren, am eigenen Spiel arbeiten, jedenfalls soweit man Spaß daran hat und wenn es die BR einigermaßen erlaubt, so früh wie möglich aufsteigen. Es spricht auch nichts dagegen, ganz unten den Grinder zu geben und das persönliche Horrorlimit zu überspringen. Die Stärke der Gegner unterscheidet sich nicht so gravierend bis 25/50ct. Die Anzahl der Allescallerundwundersuckouthitter nimmt nach meiner Erfahrung allerdings etwas ab.

      Ich vermute, es gibt nicht allzu viele Spieler, die ihre Schwierigkeiten mit den Micros offen darlegen, aber wer da einfach nur durchrauscht hat bei allem Skill auch Schwein gehabt. Die 5 oder 6BB/100, von denen man immer wieder hört sind sicherlich nicht jedem möglich.
      Viel Glück!
    • RekopX
      RekopX
      Bronze
      Dabei seit: 21.11.2009 Beiträge: 76
      mal ehrlich mit n bissel tabel selection kann man bis einschließlich nl10 einfach jedes toppair durchballern und trotzdem +ev spieln
    • Shandout
      Shandout
      Bronze
      Dabei seit: 19.05.2010 Beiträge: 2.909
      Hab ich bis gestern auch gedacht. Vor allem hatte ich mal endlich Zeit, mehr als 2h am Stück zu spielen. Tja, der Tag hat mich ganze 6$ gekostet (auf 0,1/0,2 wohlgemerkt). Allein 5x mit KK/AA in ne Straße mit der letzten Karte gelaufen und zwar ohne dass da 567 auf dem Board lagen.

      Bin für den Monat und NL zwar immer noch 13$ im Plus, aber wenn meine "Erfahrungen" direkt nach dem Start so gewesen wären, hätte ich auch ne mittelschwere Sinnkrise bekommen. Spielen nach den Bronze-Artikeln mit ein paar kleinen Zusätzen aus dem Silbercontent ist ja jetzt keine Raketenwissenschaft.
    • Pseudomage
      Pseudomage
      Global
      Dabei seit: 03.01.2007 Beiträge: 533
      Original von RekopX
      mal ehrlich mit n bissel tabel selection kann man bis einschließlich nl10 einfach jedes toppair durchballern und trotzdem +ev spieln
      Ich spiele ausschließlich an den Tischen mit den höchsten Durchschnittspötten und natürlich Fullring mit mindestens 8 Spielern. Die Tische tausche ich in einer Session auch sehr oft aus, wenn sie unter die Top5 fallen.

      Soviel zu deiner sehr nützlichen Bemerkung.

      Ich spiele übrigens nach wie vor erst mal weiter FL, dachte das hätte ich oben auch noch mal verdeutlicht.