On rush statt on tilt

    • Rolandus
      Rolandus
      Bronze
      Dabei seit: 04.01.2010 Beiträge: 41
      Also im Gegensatz zu vielen anderen hab ich kaum Probleme mit Tilt, wenn ich von einem 2 Outer outgesuckt werde, motiviert mich das eher weil ich hier genau den Grund sehe dass ich langfristig überhaupt gewinne. Mein Problem ist eher, dass ich nach einer guten Winning Session "on rush" komme und suboptimal und voreillig Entscheidungen treffe weil ich mich wie der King of Poker fühle.

      - Ich mache im Laufe der Session ein paar gut überlegte, erfolgreiche Bluffs..
      .... und sehe irgendwann dann ständig Gelgenheiten zu bluffen und den Pot zu kassieren und mache das in Spots die eigentlich ungeeignet sind

      - Ich mache ein paar schwierige aber erfolgreiche Calldowns
      ... und sehe dann meine Gegner ständig nur noch bluffen und calle zu oft.

      Ist jetzt kein ganz schlimmes Problem, aber etwas woran ich arbeiten und welches ich mal in Worte fassen möchte.
      Vielleicht gehts ja noch jemanden so.

      Nehme mir für den Anfang mal vor, nach ein paar gewonnenen Stacks eine Pflichtpause einzulegen. Vielleicht reicht das.
  • 3 Antworten
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Original von Rolandus
      Nehme mir für den Anfang mal vor, nach ein paar gewonnenen Stacks eine Pflichtpause einzulegen. Vielleicht reicht das.
      Das halte ich nicht für klug. Auf diese Art und Weise könnte eine Losing-Session evtl. sehr lang werden ;)

      "On fire" zu sein hat mit Tilt eines gemeinsam: Man bewegt sich zu stark weg von der rationalen Ebene zu Gunsten der emotionalen Ebene. Ich denke, wir sind uns einig, dass beides daher mehr oder weniger Mist ist, denn man bewegt sich dadurch in der Regel weg vom A-Game.

      Ich würde an Deiner Stelle folgendes versuchen: Beschränke Dich auf eine bestimmte Anzahl von Minuten. Da das Ergebnis ja eh irrelevant sein sollte (die korrekten Entscheidungen sollten das Ziel sein!), kannst Du Dir so sagen: "Ich spiele jetzt X Minuten konzentriert mein A-Game." - und anschließend kannst Du völlig emotionslos eine Pause machen um den eigenen Akku wieder aufzuladen und ggf. die Konzentrationsfähigkeit zu überprüfen. Gerade letzteres sollte man für sich selbst immer mal wieder überprüfen, denn nicht selten sind schlechte Moves einfach das Resultat von mangelnder Konzentration.


      Gruß,
      michimanni
    • Rolandus
      Rolandus
      Bronze
      Dabei seit: 04.01.2010 Beiträge: 41
      Ok, klingt nach einer vernünftigen Idee. Dann werde ich mal gezielt auf die Uhr schauen und nicht länger als 2 Stunden durchspielen. Ich denke das ist im Moment eine Zeitspanne die ich mir gut zutraue konzentriert zu spielen.
      LG
    • Alpo
      Alpo
      Bronze
      Dabei seit: 06.04.2008 Beiträge: 341
      Original von Rolandus
      Also im Gegensatz zu vielen anderen hab ich kaum Probleme mit Tilt...

      .... und sehe irgendwann dann ständig Gelgenheiten zu bluffen [...] in Spots die eigentlich ungeeignet sind

      ... und sehe dann meine Gegner ständig nur noch bluffen und calle zu oft.
      Also wenn man Tilt als Abweichung vom optimalen Spiel betrachtet, widersprichst du dir offensichtlich selbst.
      Nenne es Tilt, Rush, Fire oder Apfelkuchen - ich sehe keinen Unterschied :f_p: