Die Zukunft

    • PowerGamer
      PowerGamer
      Bronze
      Dabei seit: 11.12.2007 Beiträge: 5.686
      N'Abend

      So ich mach mal nen thread auf über ein Thema das oft anklingt und das mich an diesem so trostlosen Samstag einfach mal interessiert hat.

      Vor etwa 4 Jahren (?) hat sich das Unternehmen Pokerstrategy gegründet.
      Seitdem hat man von verschiedenen Pokerseiten Rake für getrackte Spieler kassiert.
      Ziel war es, die Anzahl der rakeproduzierenden Spieler zu maximieren, um den Gewinn zu maximieren ...
      Dazu hat man die SSS erdacht bzw. generell eine mathematische Grundlage gebastelt, die es quasi JEDEM ermöglicht, zu pokern ... dann noch 50$ Startkapital ... und schon liefs ...
      (net so genau nehmen die Zusammenfassung ^^)

      Heute ist Korn reich und Pokerstrategy extrem erfolgreich. Das Unternehmen läuft.
      Ich frage mich nun aber, was in Zukunft passieren soll!?


      Pokerstrategy versucht derzeit, durch veränderte Anfängerstrategien (SSS is ja nicht mehr möglich) wie z.B. der MSS weiterhin möglichst viele Spieler anzuwerben, die Rake produzieren ...

      Meiner Meinung nach ist dieser "Weg" nur noch kurzfristig für 2-3 Jahre profitabel, da die MSS net ankommen wird und es grundsätzlich immer schwieriger wird sich durch die Limits zu grinden ...


      Ich wundere mich, dass sich Pokerstrategy in den 4 Jahren so wenig gewandelt hat ...
      Die Berufung des "Team Pokerstrategy" z.B. war ein Schritt in diese Richtung, jedoch irgendwie nicht so richtig ...

      Ich wundere mich, wieso Pokerstrategy sich heute nicht viel mehr in Richtung Sponsorfirma für die wenigen gezüchteten Highroller verlagert?
      Natürlich lässt sich so kurzfristig nicht annähernd so viel Profit rausschlagen wie durch online-grinder, aber würde man sich in den nächsten Jahren dem Versuch hingeben, internationales Interesse zu erwecken und den Einfluss zu erhöhen,
      ... so könnte sich das später als sehr positiv auswirken und man könnte vom Status einer Pokerschule aufs nächste "Limit" aufsteigen ...

      Ich frage mich deshalb also, warum Pokerstrategy nicht den Weg des Ruhmes und der Anerkennung geht um evtl. etwas größeres zu werden?
      (meine Kreativität wie das aussehen könnte ist hier zuende ^^)


      Mir kam die Frage, weil mir in der letzten Woche drei Dinge aufgefallen sind:
      - PokerNoob hat Team Pokerstrategy verlassen!
      Ich weiß natürlich nicht warum und wie hoch das Angebot war, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich eine Investition an dieser Stelle nicht auszahlen würde ...
      Wie ärgerlich wäre ein WSOP-bracelet für Pokerstrategy jetzt, wo er nicht mehr das eigene Werbebanner auf der Brust trägt!?

      - die MSS wurde geschaffen
      Klar die SSS war vor 4 Jahren die ultimative Anfängerstrategie. Trotzdem denke ich wie bereits erwähnt, dass eine neue SSS (sprich die MSS) bestimmt nicht annähernd einen solchen Erfolg mit sich bringen wird ...

      - Frederik Keitel rockt schon fast ein halbes Jahr die nosebleed Limits auf Fulltilt, trotzdem wird das kaum erwähnt. Pokerstrategy versucht auch hier nicht, den Weg des Ruhmes zu gehen



      Naja wie auch immer, die "Pokerschule" Pokerstrategy ist wirklich eine Schule. Und wie das in ner Schule nunmal ist, irgendwann verlässt man sie.
      Wollt ihr also wirklich einfach versuchen noch 2-3 Jahre Grinder heran zu züchten um weiter Geld zu drucken!?
      Oder werdet ihr irgendwann in nicht ganz so weit entfernter Zukunft mal euer Grundkonzept ändern?

      Klar sich in Gibralta die Eier zu schaukeln is schon recht cool, aber das Projekt "Pokerschule" ist keines für die Ewigkeit ...
      Ich finde Pokerstrategy entwickelt sich nicht weiter ...
      Wieso nicht das Pokermonopol zumindest Deutschlands versuchen an sich zu reißen!?
      Wärs net cool wenn Pokerstrategy-TV irgendwann auf sport1 läuft?
      Wärs net cool ein großes Pokerturnier selbst mal auszurichten?
      ... whatever else ...


      Deshalb also dieser Thread. Das ganze ist quasi nur noch ein Kindergarten-Forum hier, der content wie gesagt zu 90% anfängerorientiert ...


      // Ich könnts verstehen wenn ich hier keine Antwort erhalte ... aber vielleicht kommt ja trotzdem was ...
  • 16 Antworten
    • limpinbarney
      limpinbarney
      Black
      Dabei seit: 12.02.2009 Beiträge: 7.986
      Ich werf dann mal ne Frage hinterher.
      Habt ihr mittel- bis langfristig vor, selbst als Pokeranbieter aktiv zu werden?

      Einen eigenen IPoker/Ongame Skin ins Leben zu rufen, sollte ja nicht so schwierig sein...
    • TurboMaN
      TurboMaN
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2005 Beiträge: 2.885
      Das interessiert mich auch schon ne Weile...
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      Ich habe zwar keine Ahnung, was in Gibraltar so gedacht wird, aber meine strategischen Gedanken wären so:

      Staking/Backing von guten Spielern bringt für sich kein Geld. Das macht man vor allem als PR-Massnahme. Gute Spieler sind Multiplikatoren, ähnlich wie es gute Sportler sind. Der Zweck, Staking/Backing zu betreiben kann also nur darin liegen, eine sehr viel grössere Zahl von Kunden als die wenigen Spitzenspieler zu gewinnen/an sich zu binden, um mit dieser grossen Zahl von Kunden Geld zu verdienen.

      Das Kerngeschäft muss also das Geschäft mit der Masse bleiben. Die bringt das Geld. Kooperationen mit herausragenden Spielern würden daran nichts ändern.

      Im Geschäft mit der Masse gibt es zwei grundsätzliche Strategien: Werbung, in dem man für andere Unternehmen Kunden ranschafft und von denen dann das Geld bekommt oder ein Geschäftsmodell, das die Kunden direkt bezahlen. Das Geschäftsmodell von Pokerstrategy ist eine Mischung aus beiden, weil es für neue Kunden von den Pokerräumen Provision gibt und andererseits versucht wird, Kunden als Rakeerzeuger längerfristig zu binden.

      Die Idee, einen eigenen Pokerraum aufzumachen, um direkter von den eigenen Kunden zu profitieren, beschädigt das eigene Geschäftsmodell. Im bisherigen Geschäftsmodell werden die Kunden von Pokerstrategy an andere Unternehmen weitervermittelt. Diese anderen Unternehmen sind die andere Seite der Kundschaft von Pokerstrategy, die letztlich für die Gewinne von Pokerstrategy sorgen. Macht man einen eigenen Pokerraum auf, tritt man in direkte Konkurrenz zu diesen Kunden. Weil das Geschäft von Pokerräumen und Skins aber höchst kompetitiv ist, wird es Pokerstrategy niemals gelingen die eigenen Spieler grösstenteils zum eigenen Pokerraum zu ziehen und damit auch noch die meisten Umsätze zu machen. Die meisten Spieler von Pokerstrategy werden nach wie vor bei den bisherigen Pokerräumen bleiben.

      Weil Pokerstrategy dann aber den anderen Pokerräumen Konkurrenz macht, wird das negative Auswirkungen auf die Geschäftsbeziehungen zu diesen Räumen haben. Die müssen ja befürchten, dass ihre Kunden zum Pokerstrategy-Pokerraum abgeworben werden sollen. Es spielt für sie keine Rolle, dass Pokerstrategy diese Spieler ursprünglich geworben hat. Es kostet sie Umsätze, wenn Pokerstrategy zum Konkurrenten wird.

      Worin liegt also die Zukunft von Pokerstrategy?

      Meiner Meinung nach liegt sie in der Legalisierung des Spiels. Wird Poker ein anerkanntes Geschicklichkeitsspiel, dann wird sich die Basis der potentiellen Kundschaft sehr verbreitern. Momentan leidet online Poker in der Öffentlichkeit unter dem Ruf, ein Glücksspiel zu sein, bei dem die Spieler dunklen Machenschaften der Anbieter und betrügerischen Spielern ausgesetzt sind. Pokerstrategy sollte stärker als bisher Lobbyarbeit betreiben. Das Ziel sollte zum einen sein, die Anerkennung als Geschicklichkeitsspiel zu erreichen, zum anderen, eine höhere Transparenz auf der Anbieterseite zu erreichen. Als Pokerschule kann Pokerstrategy prinzipiell das Image aufbauen, beides zu erreichen. Eine Pokerschule kann prinzipiell als Interessenvertretung der Spieler auftreten und gleichzeitig neue Spieler werben.

      Bisher vertritt Pokerstrategy die Interessen der eigenen Spieler gegenüber den Pokerräumen. Das passiert bisher aber nach meinem Eindruck vor allem in Gesprächen mit den Anbietern hinter verschlossenen Türen. Meiner Meinung nach sollte man hier etwas öffentlicher auftreten, jedenfalls wenn viele Spieler betroffen sind. Probleme von einzelnen Spielern klärt man wahrscheinlich besser im vertraulichen Gespräch. Sind aber viele betroffen, ist öffentliche Aufarbeitung besser.

      Ein Beispiel für einen verpassten Auftritt war z. B. der kürzliche Sicherheits-Skandal im Cereus Netzwerk. Pokerstrategy war davon nicht direkt betroffen, weil dieses Netzwerk nicht zu den Geschäftspartnern gehört. Hätte man also die Forderung nach Sicherheit und Transparenz für den Pokermarkt am aktuellen Beispiel öffentlich vertreten und vielleicht noch von PR-Massnahmen seitens der Partner flankiert, dann hätte man einiges an positivem Image erreichen können ohne das Risiko, die eigenen Spieler zu verunsichern.

      Pokerstrategy sollte sich in der Öffentlichkeit zum Anwalt für faire Spiele und grösstmögliche Sicherheit bei den Pokeranbietern machen. Damit könnte man nämlich auch den offensiven Vergleich zwischen privaten und staatlichen Anbietern angehen, bei dem die privaten Anbieter wahrscheinlich nicht schlechter abschneiden (zumindest die ganz grossen). Das staatliche Monopol, das auf Biegen und Brechen aufrechterhalten werden soll, ist durchaus nicht unbedingt im Interesse des Spielers, denn Monopole fördern unfaire Spielbedingungen. Macht man klar, dass das es mit privaten Anbietern mindestens genau so gut geht, dann wäre schon einiges gewonnen.

      Weiter ist es für Pokerstrategy sicher sinnvoll, eine Expansion in noch nicht so gut erschlossene Märkte wie dem deutschen zu suchen. Die deutsche Community ist wohl noch die grösste, aber es gibt Märkte, die auf mittlerer Sicht konkurrieren können. Das Hauptaugenmerk sollte auf den durchschnittlichen Wohlstand und auf die Wachstumschancen der Zielmärkte gerichtet sein. Potential dazu ist vor allem in Asien und in Südamerika vorhanden. Dort ist die Konkurrenz auch am schwächsten.
    • Xantos
      Xantos
      Bronze
      Dabei seit: 07.09.2005 Beiträge: 8.760
      Zunächst würde ich hier gerne unsere "Mission" quoten, so wie wir sie auch jedem Mitarbeiter und jedem Geschäftspartner nahebringen:

      Our Mission

      As a company, we have three goals:

      1. Largest poker community: we want to be the most successful online poker community in any language that we offer.

      2. Best poker education: we want to provide our customers with best poker education in all our languages.

      3. Popularise poker: we want to popularise poker and support sustainable growth of the online poker market to make sure that our members can enjoy long term success.

      Achieving the three goals above will make us successful as a business.

      Zu den genannten Themen:


      Team PokerStrategy.com

      Das Team wurde ins Leben gerufen, um qualitativ hochwertige Content-Produzenten an PokerStrategy.com zu binden - d.h. Teil des Ziels 2 (Pokerschule). Dank des Staking-Modells ist das Modell wirtschaftlich sowohl attraktiv für den Spieler als auch für uns.

      Vorteile für den Spieler:
      • Reduktion der Varianz
      • guter Deal, da Videoproduktion mit berücksichtigt wird
      • Spieler wird bekannter, weil er mehr Turniere spielt & viel mehr Aufmerksamkeit in der weltweit größten Pokercommunity bekommt [Sprungbrett zu noch attraktiveren Sponsorings]

      Vorteile für PokerStrategy.com:
      • Top-Videos von Top-Produzenten
      • Langfristig / statistisch gesehen kostenneutral
      • Positiver Effekt auf die Community (s. Live-Ticker etc.)
      • Gewisser Werbeeffekt


      Qualität und Quantität

      An den drei Zielen erkennt man auch, dass wir sowohl Qualität bieten müssen als auch wachsen wollen. Qualität heisst, dass wir auch weiterhin Spitzen-Content für ambitionierte Pokerspieler bieten wollen.

      Wachstum bedeutet, in neue Märkte zu gehen und für Freizeitspieler noch attraktiver zu werden => beides fördert die Popularisierung von Poker und sorgt dafür, dass PokerStrategy.com eben nicht in erster Linie nur Winning Player generiert, sondern auch positiv zum nachhaltigen Wachstum des Marktes beiträgt, welches letztlich auf der Popularität von Poker in der Breite der Gesellschaft beruht.

      Das ist eine zweigleisige Strategie und natürlich ist in beiden Bereichen noch viel Luft nach oben.

      Beide Bereiche sind wichtig nicht nur für uns als Firma, sondern auch für euch als Kern der Community. Und ich bin mir sicher, dass ihr mit euren Ideen, eurem Feedback und eurem Engagement sowohl die Qualität von PokerStrategy.com als Pokerschule verbessern als auch unser Ziel, Poker stärker und positiver zu popularisieren unterstützen könnt.


      MSS

      Die MSS ist Teil des Gleises "Pokerschule". Was auch immer erfolgversprechende Strategien sind, die man entweder sebst anwenden oder aber mit denen man als Gegenspieler konfrontiert wird: Wir müssen sie lehren, um unserem Anspruch gerecht zu werden.

      Salopp gesagt: Ein Dollar, der in der Pokerwelt gewonnen wird, soll lieber von einem unserer ambitionierten Mitglieder gewonnen werden als von irgendwem sonst.

      Mit dem nachhaltigen Wachstum des Pokermarktes hat die MSS nichts zu tun - weder positiv noch negativ.


      "Poker popularisieren"

      Wie oben erwähnt ist neben der Pokerschule das andere Gleis, Poker zu poplarisieren und weltweit dafür zu sorgen, dass es mehr und mehr Fans von Poker / Onlinepoker gibt.

      Einige Beispiele für Projekte, die auf diesem Weg liegen:
      • Die Sommer-Aktion z.B. soll mit Tell-A-Friend & den dicken Freerolls in erster Linie potentielle Freizeitspieler ansprechen.
      • Generell möchten wir unsere Promotions stärker dahin ausrichten, dass sie von einem Spaßspieler gemocht und angenommen werden.
      • Print- & TV-Werbung in Ländern wie Spanien, Rumänien, Frankreich, Japan - z.B. könnt ihr derzeit jede Woche in der AS (spanischer Kicker) Werbung für uns sehen.
      • Kooperationen mit Pokerräumen: Gerade den Sportwettenanbietern möchten wir helfen, ihren Kunden Poker nahe zu bringen & damit Geld zu verdienen. In hunderten Betting-Shops in England z.B. wirst du daher Einsteiger-Content von uns finden als gedruckte Büchlein. Wichtig hierfür ist es auch, das Problem mit parasitären Skins & Affiliates in den Netzwerken zu lösen, damit sich Investitionen in Poker für die finanzstarken Sportwettenanbieter auch lohnen.

      Wichtig ist hierbei, dass wir eure "Minds & Hearts" gewinnen. Denn jedes Mitglied kann mit seiner Einstellung gegenüber Poker dazu beitragen, dass Poker populärer wird. Und jedes Mitglied kann sich auch innerhalb des Poker-Systems für die richtigen Dinge einsetzen - wie z.B. für eine vernünftige Regulierung von Netzwerken wie iPoker oder Ongame, so dass diese gesund und damit für Winning Player attraktiv bleiben.

      Dabei geht es nichtmal darum, dass man PokerStrategy.com bewirbt - sondern darum, dass man mit einer positiven Einstellung an das eigene Hobby herangeht und diese auch nach außen trägt.

      So wie man einem Fußballfan eben auf Facebook, StudiVZ oder auch im echten Alltag ansieht & -hört, dass er Fußballfan ist, so sollte es auch bei Poker sein.


      Kein eigener Pokerraum

      Gegenüber der Community, aber auch gegenüber unseren Partnern in der Pokerbranche behalten wir unsere Glaubwürdigkeit eher, wenn wir nicht selber als Pokeranbieter tätig sind.

      Weiterhin haben wir mit PokerStrategy.com schon alle Hände voll zu tun und noch viel Potential auszuschöpfen. Wir sehen uns in einer Symbiose mit den Pokerräumen - auch wenn manchmal wichtige Reformen fast so lange dauern wie in der Bundesrepublik ;)

      Daher arbeiten wir auch heute viel enger als vor Jahren mit den Pokerräumen zusammen - und versuchen in einer Mischung aus Lobbyarbeit und Beratung die Weichen zu stellen, was wir als Nicht-Anbieter nicht selbst direkt tun können.


      Image von Poker

      Es ist durchaus richtig, dass generell auch noch mehr für das Image von Poker getan werden sollte. Aber in gewisser Weise tun wir das ja bereits: PokerStrategy.com als populärste Website zum Thema Poker ist ja ein "lebender Beweis", dass Poker ein herausforderndes Strategiespiel und kein pures Gambling ist.

      Was Lobbyismus angeht, so müssen wir uns derzeit aber noch auf die "Innenpolitik" des Systems Poker kümmern: Parasitäre Skins & Affiliates sind eine deutlich akutere Gefahr für die nachhaltige Entwicklung von Poker / Onlinepoker.
    • Mangalitza
      Mangalitza
      Global
      Dabei seit: 27.08.2007 Beiträge: 1.510
      Ja,genau die Parasitären Skins machen Onlinepoker kaputt.Gut das, Ps zu den Guten gehört und rein gar nichts mit Schneeballsystem und Verleitung zum Glückspiel zu tun hat.
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Original von Xantos

      2. Best poker education: we want to provide our customers with best poker education in all our languages.

      ist durchaus Ernst gemeint und nicht als Scherz, aber setz dich doch bitte mal nen Nachmittag hin und gehe die Artikel in der Strategiesektion durch und dann schau ob du danach ernsthaft behaupten kannst, dass ihr eurem Anspruch hier gerecht werdet.

      Nur ein paar Cliffnotes:

      - die Artikel sind bunt gemischt, sowohl was das Alter angeht als auch die Qualität.
      Totale Schrottartikel/Kolumnen, die unbedingt gelöscht gehören neben einem Artikel der sehr gut durchdacht und ausgearbeitet ist.

      - Die zahllosen verschiedenen Autoren haben teilweise völlig unterschiedliche Sichtweisen auf Poker, so dass schon in den Einsteigersektionen sehr häufig in einem Artikel fast das genaue Gegenteil eines anderen Artikels aus derselben Sektion steht.
      Von groben logischen Fehlern in den Artikeln (vom sprachlichen Ausdruck und Orthographie und Interpunktion ganz zu schweigen) selbst mal abgesehen.

      - Es herrscht kein übergeordnetes Konzept.
      Nirgendwo wird erklärt was Poker eigentlich genau ist, welche Aspekte es umfasst wie die einzelnen Disziplinen zueinander stehen, was man von der einen auf die andere übertragen kann usw. usw.

      - Stattdessen sind, auch durch die Jahre in denen immer neue Artikel hinzukamen, in einem groben Schubladensystem die Artikel systematisiert, so dass jeder der ne Info sucht sich seine Schublade raussuchen kann und hoffen muss, dass er nen guten Artikel erwischt.

      Ein wirkliches Bildungssystem, wo man sagen kann, um diese Variante X von A bis Z zu beherrschen muss man folgendes betrachten und sollte sich mit den Konzepten 1,2,3,4... auseinandersetzen, dazu die Videos a,b,c... schauen - also im weitesten Sinne eine durchdachte Ordnung, die nicht das Material das nunmal da ist irgendwie kategorisiert, sondern die den Lernprozess voraussieht und dementsprechend aufgebaut ist, ist durchaus nicht vorhanden, bzw. durch das Schubladensystem nur sehr unzureichend.

      ***

      Ähnliches gilt auch für die Videosektion bei der man jetzt immerhin filtern kann, aber man muss selbst schon wissen wonach man genau sucht, ein irgendwie durchdachtes System ist auch hier nicht zu finden, bzw. dass mal ein Kehraus gemacht wird und veraltete und qualitativ minderwertige Videos rausgenommen
      werden ist ebenfalls nicht der Fall.

      ***

      In einem Bild könnte man sagen es ist hier wie in einer angestaubten Bibliothek in der der Bibliothekar fehlt und die Bücher zwar nach Anfangsbuchstaben sortiert sind, aber wenn man nicht schon sehr genau weiß was man sucht und so viel Fachwissen mitbringt um ein schlechtes von einem guten Buch zu unterscheiden, ist man ziemlich auf sich alleine gestellt...

      ***

      Wenn man also 3,5 Millionen Mitglieder hat und sich erhofft, dass möglichst viele davon in die Strategiesektion gucken und wenigstens so viel aufschnappen, dass sie nicht so schnell broke gehen, bzw. die Lust am Poker verlieren, dann sollte man hier dringend tätig werden.
      Nicht indem man ein paar weitere Artikel oder halbgare Strategien rausbringt, sondern indem man eine Generalüberholung des ganzen Bereichs vornimmt.
      Das ist zeit-, personal- und auch kostenintensiv - keine Frage, aber wenn man den Anspruch hat state of the art zu sein, dann muss hier was passieren und wie gesagt nicht zu knapp...
    • OnkelHotte
      OnkelHotte
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 18.432
      @Scoop: Ich gebe dir recht, dass die Guidance generell in der Strategie- und Videosektion nicht wirklich stark ist. Dennoch wage ich mal zu behaupten, dass es durch die zahlreichen Videoserien mit Schwerpunkten in den letzten Monaten wesentlich einfacher geworden ist, ganzheitliche Konzepte und Gameplans anhand der Videosektion mitzunehmen und in das eigene Spiel zu integrieren.
      Ich sehe ein, dass man die Leute besser and die Hand nehmen müsste, aber das steht zunächst nicht im Widerspruch, die besten Materialien in Angebot zu haben.

      Dass dabei manche Grundideen verschiedener Autoren variieren, sehe ich eher als Vorteil, denn als Nachteil. Es ist nunmal Fakt, dass niemand im Poker die GTO kennt oder perfekt anwenden kann, daher führen durchaus auch im Poker mehrere Wege zum Ruhm nach Rom.

      Was die von dir angegebenen "zahlreichen Fehler und inkonsistente Autorenmeinungen in der Einsteigersektion" angeht:
      Hier wäre es schon nice, wenn du mal ein paar Beispiele nennen würdest, als hier nur vernichtende Pauschalkritik in den Raum zu werfen. Ich behaupte nämlich, dass besonders die Einsteigerartikel mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sprachlich und die Fehleranzahl betreffend allen heutigen Standards von Online und Offlinemedien entsprechen.
      Falls du dich auf irgendwelche Kolumnen beziehst, mag sein, dass die Ansichten da variieren, aber das sind Extramaterialien, um den Horizont zu erweitern. Wo wäre da das Problem?

      Aber auch dort: Wir haben schon Anfang 2009 die Anzahl der Kolumnen von 600 auf 300 um 50% reduziert, weil wir alle alten und qualitativ minderwertigen aussortiert haben.
      Erneut, mag sein, dass man stringenter sein könnte, aber die Anzahl an oudgedatetem Material ist beinahe größer als das, was online ist.

      Dass wir die Videosektion gar nicht ausmisten, stimmt auch nicht. Wir haben zahlreiche alte Videos, den den derzeitigen Qualitätsstandards nicht genügen aussortiert (Dies wurde auch in einer News erwähnt, auf Wunsch such ich sie raus).

      Hier könnten wir durchaus eine neue Runde starten. Welche Artikel siehst du denn als nicht gut genug an?
      Klar, du wirst mit Sicherheit vielleicht immer noch Videos finden, die du nicht für gut genug hältst. Letztlich sehe ich aber auch nicht die zwingende Notwendigkeit, nun krampfhaft alles alte "zu vernichten"
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      ich habe mir vor einigen Monaten mal die Mühe gemacht alle Artikel auf die ich Zugriff hatte manuell abzuspeichern (in weiser Voraussicht, dass ich bald wieder Bronze bin^^) und habe sie mir dabei gleich alle durchgelesen.
      Ich kann dir jetzt aus dem Stehgreif nicht mehr sagen welche Artikel mir besonders negativ aufgefallen sind, aber es waren eine ganze Menge (allerdings waren insbesondere die Kolumnen ganz extrem mies oftmals)... :(

      Und die Diversität im Angebot als etwas Positives anzusehen, setzt voraus, dass man das sinnvoll und vernünftig einordnen kann, also eine eigene Meinung und Ansicht hat und die Alternativsicht dazu in Relation setzen kann.
      Genau das ist aber bei einem Anfänger nicht gegeben.
      Wenn man sich z.B. bei der NL BSS, mit der ich mich am intensivsten befasst habe, die Einsteigerfragen durchguckt die täglich im Strategieforum auftauchen, so sind diese Fragen auch dem geschuldet, dass die Strategiesektion hier nicht wirklich übersichtlich und hilfreich bzw. erklärend ist.
      Nur ein Beispiel: das FR SHC nehmen sehr viele, teilweise Jahre lang(!) als alleine gültiges Kochrezept und spielen danach.
      Nirgendwo in der Strategiesektion wird thematisiert, dass das SHC nur dazu dient einem Anfänger der von Poker Null Ahnung hat einen ganz groben Stützrahmen zu bieten und es das Ziel jedes Spielers sein sollte, das SHC so schnell wie möglich hinter sich zu lassen. (und vor allem wieso das SHC so ungenügend ist und sein muss wird nicht erklärt, ebensowenig wie man sich darüber hinausentwickelt)
      Und so ist fast die ganze Sektion was den Einsteiger/Bronze/Silber Bereich angeht aufgebaut.

      "Tue dies und das, in dem Spot spielt man so und so" - Kochrezepte die 1:1 angewendet werden, aber nirgendwo wird erklärt wieso diese Rezepte sinnvoll sind und wo eventuell eben die Grenzen des Rezepts liegen.

      Jetzt kannst du wieder sagen, ein guter Spieler wird das irgendwann von alleine merken und herausfinden, aber wäre es nicht fair das gleich von Anfang an wenigstens anzusprechen?

      Um nur mal ein sehr positives Beispiel dem entgegenzuhalten. Die Serie "Crushing NL50" von Hasenbraten und Ghostmaster geht genau den Weg, den ich prinzipiell für den richtigen halte, nämlich Konzepte vorstellen und erläutern, den Zusammenhang in dem sie stehen erläutern, Beispiele der Anwendung bringen, aufzeigen wie man diese Konzepte anwenden muss, welche weiterführenden Ideen und Konzepte es gibt, wie bestimmte Konzepte aufeinander aufbauen, etc.
      Mit einem Wort - hier wird Poker gelehrt und verständlich gemacht und nicht als fertiges Produkt präsentiert ("tue dies und das in dem und dem spot"), was gerade in den Artikeln leider fast durchgehend nicht der Fall ist.

      Was mir also vorschwebt wäre eine komplette Neugestaltung der Strategiesektion, nicht mit neuer schicker Suchmaske, sondern eine von Grund auf erneuerte Darstellungsweise, nach Vorbild der Themenserien wie der genannten oder auch der Videoserien von Siete - so sollte Poker gelehrt werden und bitte auch und gerade für die Anfänger.
      Nicht das Niveau dieser serien soll in der Einsteigersektion erreicht werden, das wäre eine Überforderung, aber die Herangehensweise.

      Weg vom Kochrezept, hin zum verstehenden Begreifen.
    • Saccard
      Saccard
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2010 Beiträge: 927
      "Spieler wird bekannter, weil er mehr Turniere spielt & viel mehr Aufmerksamkeit in der weltweit größten Pokercommunity bekommt [Sprungbrett zu noch attraktiveren Sponsorings]"

      Also ist Ps.com wirklich das Werder Bremen des Pokerns..
    • PowerGamer
      PowerGamer
      Bronze
      Dabei seit: 11.12.2007 Beiträge: 5.686
      Ok ich fass mal zusammen:
      Pokerstrategy wird weiterhin versuchen, Spieler anzuwerben um größer zu werden und versuchen Rake zu kassieren!?
      Wenn nicht mehr hier in Deutschland, dann halt woanders wo die Konkurrenz net mehr so hoch ist. Ich frage mich, wie lange dieses Konzept noch profitabel ist, da es wie von mir erwähnt nicht mehr so leicht ist zum highroller zu werden ... es somit logischerweise auch viel mehr Spieler geben wird, die broke gehen.
      Aber ok, versuchen bis es ausgelutscht ist, kann man ja!

      Ich frage mich einfach wieso man die Medien nicht für sich nutzt?
      Interviews nach Turnieren ... ein TV-Sender ... Einladungsturniere für die alte Garde von highrollern hier bei ps.com ...


      Ich denke immernoch, dass das Grundkonzept nur noch 2-3 Jahre funktionieren wird, die richtigen Fische, die man mit ner SSS um ihr Geld bringen kann, sterben aus ...
      Den Weg der Medien zu gehen wäre meiner Meinung nach (als dann größte Community der Welt) der logische nächste Schritt ...
      Also sich nicht mehr über den Rake finanzieren, sondern über eigene Werbeeinnahmen und Ähnliches ...



      // wie auch immer, danke für die Einblicke ...
    • rootsanarchy
      rootsanarchy
      Black
      Dabei seit: 10.01.2008 Beiträge: 6.843
      ich vermisse konzepte, zahlungskräftige fische ins system zu bringen. leute, die extra ihre persokopie durch die weite welt schicken um an free $50 zu kommen, könnens ja nicht sein.

      ich glaub euch blind, dass >90% der von euch "produzierten" spieler keine winning player sind. die überwältigende mehrheit wird aber wahrscheinlich gar nicht dauerhaft poker spielen. will auch gar nicht wissen wie viele der 3,5 mio accounts irgendwelche doppel-, dreifach, drölffachaccounts sind. und ich fürchte ihr auch nicht.

      auch die begründung, warum ihr kein aktives lobbying nach außen betreibt, klingt für mich halbgar. reglementierung nach innen und die investitionen eurer sportsbooks würden mit einer legalisierung wohl mittelfristig eh kommen. ob das auch umgekehrt der fall ist, ist fraglich. worst case wäre halt, wenn irgendwann die staatliche reglementierung durchgedrückt wird, ohne dass man im vorfeld einfluss darauf genommen hätte, wie diese nun aussieht.

      ein schelm könnte behaupten, dass es eine gute ausrede ist, um dahingehende investitionen zu vermeiden und so eben shortterm max ev zu gewährleisten. möglicherweise weil ihr euch um die langfristigkeit selbst nicht so im klaren seid.

      für mich hat es oft den anschein, als hört ihr euch supergern selbst dabei zu, wenn ihr von eurer "mission" schwadroniert. daran, dass es euch mit alldem ernst ist und ihr da aufrichtig seid, muss ich leider zweifel anmelden.
    • JoeNote
      JoeNote
      HeadAdmin
      HeadAdmin
      Dabei seit: 21.02.2007 Beiträge: 568
      Original von PowerGamer

      Heute ist Korn reich und Pokerstrategy extrem erfolgreich. Das Unternehmen läuft.
      Ich frage mich nun aber, was in Zukunft passieren soll!?


      Pokerstrategy versucht derzeit, durch veränderte Anfängerstrategien (SSS is ja nicht mehr möglich) wie z.B. der MSS weiterhin möglichst viele Spieler anzuwerben, die Rake produzieren ...

      Meiner Meinung nach ist dieser "Weg" nur noch kurzfristig für 2-3 Jahre profitabel, da die MSS net ankommen wird und es grundsätzlich immer schwieriger wird sich durch die Limits zu grinden ...
      Ob, die MSS ankommen wird oder nicht, kann ich man imo aus heutiger Sicht nicht prognostizieren, da sie einfach zu neu ist und sich dementsprechend zu wenige Spieler damit befassen oder sie ernsthaft anwenden. Die Idee, die dahintersteckt ist ja nicht grundsätzlich falsch und ich habe im Rahmen einer challenge mit dem coach myonlystar Ende 2008 mal einen Monat so eine ähnliche Strategie online auf den microlimits gespielt und dort hat sie gut funktioniert. (Kleine Anekdote: in unserem "homegame", den sog. AC Open hat er sie dann live gespielt und ca. 20 Stacks an einem Abend verloren, was aber weniger an der Strategie sondern an der Situation am Tisch lag).


      Pokerökologisch ist im Grunde jede Strategie relativ neutral zu bewerten, da es immer etwa gleichverteilt winner und loser geben wird. Das ist bei SSS und BSS genauso. Fakt ist jedoch eins, nämlich, dass Freizeitspieler eine andere Sichtweise auf Pokern haben, als dies bei Spielern der Fall ist, die sich mit der Spieltheorie und der Materie Pokern auseinandergesetzt haben.

      Einfach nur mal um Beispiele zu nennen verweise ich auf das Casino in Aachen. Dort werden zwei Limits im cash game angeboten:

      I. blinds 2€/4€ ---> Mindestbuy-in 50€/max. ???
      II. blinds 5€/5€ ---> Mindestbuy-in 250€/max 2500€ (<- macht aber keiner)

      zu I:
      hier spielen wirklich ausschließlich absolute Volldonks aus Spaß an der Freude, die sich i.d.R. auch nur mit 50€ hinsetzen, jeden Flop sehen wollen und sich das Geld hin und herschieben, ohne auch nur die geringste Ahnung vom Spiel zu haben. Am Ende gewinnt dort wegen Rake sowieso niemand. Also fragt man sich warum die Leute dieses Limit so short spielen???

      Die Antwort ist: Es sind Freizeitspieler, die Poker als Unterhaltungsfaktor sehen und einfach Teil des Spiels sein wollen und von mir aus hoffen mit ein wenig Gewinn aus dem Abend zu gehen

      zu II:
      hier findet sich eine bunte Mischung an Spielern wieder. Zum einen sind dies die "local regulars", die, bis auf Ausnahmen, oft auch nicht mehr als ein solides NL 100 Spiel hinlegen können. Zum anderen kommen auch Geschätsleute auf Dienstreise mit dem nötigen Kleingeld an den Tisch und verlieren dann am Abend ein paar k, die dann mehr oder weniger an die regulars fließen. Diese sind auch nicht daran interessiert mit massiven Gewinnen das Casino zu verlassen, sondern sehen das Spiel als abendliche Unterhaltung/Ablenkung.

      Man sieht also schon in einem kleinen Pokerökosystem eines einzelnen kleinen Casinos Zusammenhänge, wie sie auch im großen Pokerökosystems des online Pokers existieren.

      Wichtig ist einzig und alleine nur, dass frisches Geld ins System kommt, sei es durch die kleinen 50€ Fische bei NL2/4 oder eben durch finanziell potentere Spieler bei NL5/5. Welche Strategie diese nun fahren ist fürs Ökosystem im Grunde egal. Hauptsache neues Geld fließt in das System

      Dass Poker immer tougher wird liegt an zwei Faktoren. Zum einen haben sich eine Menge guter online Spieler in den letzten Jahren etabliert (nicht nur auf nosebleed-Limits sondern auch auf den midstakes), die nicht zuletzt vom content von ps.com und vergleichbaren Angeboten profitiert haben. Dies ist ein normaler Lernprozeß in der Gesamtheit der Pokercommunity, wo sich insgesamt das Spielverständnis verbessert hat. Sei es durch Erfahrung oder durch aktives Lernen (coachings, videos, Strategieartikel). Zum zweiten ist es tougher geworden, da der Zufluß an Freizeitspielern nachlässt, die einfach so drauflosspielen ohne sich mit der Materie zu befassen. Klar gibt es auch hier noch genug Wachstum, aber lange nicht mehr so viel wie optimal wäre fürs Pokerökosystem. Das liegt bestimmt auch an brancheninternen Problemen auf Anbieterseite (Stichwort: parasitäre Kannibalisierung) und wenn man dort eine Verbesserung erreichen kann werden die Limits auch wieder profitabler zu schlagen sein. Für jeden ambitionierten Spieler gilt aber auch eine ganz persönliche Regel: Nutz das Wissen, welches Dir kostenlos (z.B. von ps.com) geboten wird, um Dein Spiel auf ein bestimmtes Level zu verbessern, ABER überprüfe regelmäßig Dein Spiel auf Verbesserungspotential abweichend zum ABC-Poker und versuche einen eigenen Stil zu finden, der dir liegt, indem du gegen andere ABC-Spieler adaptest. Schon hast Du einen Vorteil, der sich dann auch in der winrate bemerkbar machen wird.



      Original von PowerGamer

      Ich wundere mich, dass sich Pokerstrategy in den 4 Jahren so wenig gewandelt hat ...
      Die Berufung des "Team Pokerstrategy" z.B. war ein Schritt in diese Richtung, jedoch irgendwie nicht so richtig ...

      Ich wundere mich, wieso Pokerstrategy sich heute nicht viel mehr in Richtung Sponsorfirma für die wenigen gezüchteten Highroller verlagert?
      Natürlich lässt sich so kurzfristig nicht annähernd so viel Profit rausschlagen wie durch online-grinder, aber würde man sich in den nächsten Jahren dem Versuch hingeben, internationales Interesse zu erwecken und den Einfluss zu erhöhen,
      ... so könnte sich das später als sehr positiv auswirken und man könnte vom Status einer Pokerschule aufs nächste "Limit" aufsteigen ...

      Ich frage mich deshalb also, warum Pokerstrategy nicht den Weg des Ruhmes und der Anerkennung geht um evtl. etwas größeres zu werden?
      (meine Kreativität wie das aussehen könnte ist hier zuende ^^)

      Ich finde schon, dass sich PokerStrategy in den letzten Jahren stark verändert hat. Wenn man an die Anfänge denkt, wo 5 USD Startkapital vergeben wurde und die Spieler auf pokerstars angetreten sind damit Geld zu machen, über die Zeit, wo es zwar schon 50 USD Startkapital gab, aber nur PartyPoker als Partner bis hin zur heutigen Situation mit vielen Partnerseiten.
      Das Angebot für die Spieler ist mit dem Wachstum von ps.com also auch deutlich größer geworden, was imo eine deutliche Veränderung darstellt.

      Daneben ist auch der gebotene Content gewachsen, der in Form von Strategieartikeln und Videos verfügbar ist. Über die Qualität kann man sicherlich bei dem ein oder anderen Artikel/Video geteilter Meinung sein, aber Neueinsteigern oder ambitionierteren Freizeitspielern gibt er trotzdem einen Leitfaden mit an die Hand, um sich gegen vergleichbare Spieler langfristig durchsetzen zu können. Wie hoch hinaus damit jeder einzelne kommt sei mal dahingestellt, aber meiner Meinung ist es sowieso nicht ausreichend nur vorgegebenes Wissen stur runterzuspielen, sondern man muss sich an einem gewissen Punkt auch eigene Gedanken über sein Spiel machen.
      Geht man an die Anfänge von ps.com zurück und vergleicht die Theorie-Sektion, die sich ausschließlich mit fixed Limit befasst hat, mit der heutigen Situation, so ist auch hier eine positive Weiterentwicklung festzustellen.

      Das von Dir angesprochene Team Pokerstrategy als einen Schritt in die richtige Richtung darzustellen finde ich diskussionswürdig. Was ist Deiner Meinung nach die richtige Richtung?

      Xantos hat Dir ja schon die Antwort gegeben, dass es dabei nicht um monetären Mehrwert geht, den ps.com für sich verbuchen will, weil jetzt ein Teammitglied das WSOP-ME gewinnt o.ä., sondern es wird eine win-win Situation geschaffen, sowohl für die Teammitglieder als auch für ps.com, wobei der Gewinn hier wie gesagt vor allem in der Bindung von guten Spielern als Coach/Videoproduzenten liegt und damit letztlich der Pokerschule und der Community zu Gute kommt und erst darüber ein Mehrwert für ps.com entsteht.

      Würde es sich, wie in Deiner Annahme, seitens ps.com nur um eine reine Werbemaßnahme handeln, um neue Freizeitspieler zu werben, dann wäre dies eine der schlechtesten Kampagnen überhaupt. Denn der Bekanntheitsgrad des Teams in der Zielgruppe (= neue Freizeitspieler) geht gegen Null. Einen relevanten Bekanntheitsgrad haben die Teammitglieder vor allem in der schon bestehenden Community.

      Wenn es nur um Staking/Backing gehen würde, dann wäre der ganze Apparat ps.com vollkommen unnötig. Dazu benötigt kein Top-Spieler ps.com, sondern da gibt es genug Pokerräume, die zu reinen Werbezecken einspringen könnten oder im Zweifel auch jeder zweitklassige Ölmilliardär, der daran Spaß hat jemanden zu staken.

      Es kann also ps.com gar nicht darum gehen auf ein neues "Limit" hochzusteigen und vom Status der Pokerschule wegzukommen, da genau diese Pokerschule ein zentrales Element der Firmenphilosophie und nicht zuletzt auch des Firmenerfolges ist.
      Am Ende geht es wie in allen Geschäften in erster Linie ums Geld und nicht um Ruhm oder Anerkennung, und vor dem Hintergrund kann man das Team Pokerstrategy als Investion begreifen. Glaube auch nicht, dass damit langfristig immenser Gewinn zu verbuchen sein wird.


      Original von PowerGamer

      Mir kam die Frage, weil mir in der letzten Woche drei Dinge aufgefallen sind:
      - PokerNoob hat Team Pokerstrategy verlassen!
      Ich weiß natürlich nicht warum und wie hoch das Angebot war, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich eine Investition an dieser Stelle nicht auszahlen würde ...
      Wie ärgerlich wäre ein WSOP-bracelet für Pokerstrategy jetzt, wo er nicht mehr das eigene Werbebanner auf der Brust trägt!?
      Ich kenne auch keine Hintergründe zu dieser Sache nur ist meiner Meinung nach die Motivation von ps.com hinsichtlich des Teams eine andere als nur eine auf Bekanntheitsgrad ausgerichtete Geschichte (s.o.). Wie bei jeder Investition gibt es auch in diesem Fall Grenzen, ab denen eine Investition nicht mehr +EV ist. Wenn jemand ein besseres Angebot abgibt, dann geht der Spieler eben zu einem neuen Sponsor. Wirklichen Bekanntheitsgrad über die Sticker, die die Spieler am Final Table tragen, erreichst Du ja im Grunde eh nur über das TV und so viele WSOP Events werden halt auch nicht ausgestrahlt. Dazu kommt, dass der Markt wo man viele neue Kunden akquirieren könnte, weil dort viel Poker ausgestrahlt wird, nämlich die USA, momentan für ps.com sowieso nicht ohne Weiteres zugänglich ist. Das senkt zudem noch den Werbewert einer solchen Kampagne.

      Original von PowerGamer
      Naja wie auch immer, die "Pokerschule" Pokerstrategy ist wirklich eine Schule. Und wie das in ner Schule nunmal ist, irgendwann verlässt man sie.
      Wollt ihr also wirklich einfach versuchen noch 2-3 Jahre Grinder heran zu züchten um weiter Geld zu drucken!?
      Oder werdet ihr irgendwann in nicht ganz so weit entfernter Zukunft mal euer Grundkonzept ändern?
      Wenn ich mir im Forum allgemein viele Beiträge durchlese, dann kommt viel "geflame" gegenüber ps.com rüber. Ich weiß manchmal nicht was die Poster eigentlich erwarten oder von ps.com wollen.
      Dein Beispiel mit der Schule finde ich sehr schön und passend. Dir wird ein Grundwissen vermittelt und an einigen Stellen vertieft. Aber danach ist jeder selber dazu aufgerufen mit dem ihm vermittelten Wissen seine Ziele zu erreichen. Genau wie im Leben auch...

      Das Grundkonzept von ps.com ist doch nachgewiesener Maßen erfolgreich, oder nicht? Von daher sehe ich keinen Grund alles über Bord zu werfen und ein neues Konzept auf einem leeren Blatt Papier zu entwerfen. Klar ist natürlich, dass das Konzept ständig angepasst und weiterentwickelt wird, weil sich der Markt verändert. Das ist aber wiederum kein ps.com spezifisches Phänomen, sondern das wirst du in jedem Wirtschaftsbereich finden.


      Original von PowerGamer
      Klar sich in Gibralta die Eier zu schaukeln is schon recht cool, aber das Projekt "Pokerschule" ist keines für die Ewigkeit ...
      Ich finde Pokerstrategy entwickelt sich nicht weiter ...
      Wieso nicht das Pokermonopol zumindest Deutschlands versuchen an sich zu reißen!?
      Wärs net cool wenn Pokerstrategy-TV irgendwann auf sport1 läuft?
      Wärs net cool ein großes Pokerturnier selbst mal auszurichten?
      ... whatever else ...
      Wie schon erwähnt sehe ich das alles nicht so schwarz wie Du. Ich kann schon eine Weiterentwicklung erkennen und diese Entwicklung wird sicher auch noch weitergehen.

      Die von Dir angeregten Punkte will ich kurz aufgreifen:

      Pokermonopol
      Derzeit gibt es ja ein staatliches Monopol auf Glücksspiel in Deutschland, wozu nach Ansicht des Gesetzgebers auch Poker gehört. Dieses Monopol kann ja nicht einerseits durch Lobbyarbeit (-->Poker ist ein Geschicklichkeitsspiel) ausgehebelt werden, um dann im nächsten Atemzug eine Monopolstellung für sich zu beanspruchen. Das ist zum einen widersprüchlich und zum anderen aufgrund von EU-Wettbewerbsrecht auch völlig abwegig. Wohin sollen also Bemühungen seitens ps.com in dieser Richtung führen???

      pokerstrategy TV auf sport1
      Gefühlt laufen auf sport1 die Pokersendungen immer zu Uhrzeiten, die nicht direkt Zuschauer-freundlich sind. Wenn man sich die Sendungen ansieht, dann bestehen diese hauptsächlich aus Werbung für Pokerstars und FullTilt, mit einigen gespielten Händen zwischendurch.

      Ich gebe Dir Recht, dass gerade solche Formate sehr gut geeignet sind, um neue Freizeitspieler zu generieren, was ja das erklärte Ziel von ps.com ist. Von daher wäre dies schon ein schlüssiger Weg, den man beschreiten kann. Dafür ist aber trotzdem die Pokerschule von ps.com ein zwingend Voraussetzung, da man den Neukunden einen gewissen Mehrwert anbieten muss. Ein durchschnittlicher Freizeitspieler hat sich beim ersten Kontakt noch nicht mit Themen wie Rakeback-Deals etc. auseinandergesetzt. Der will nur Poker ausprobieren...

      Und genau hier setzt ja auch das Marketingkonzept von Pokerstars und FullTilt an. Diese Anbieter können über solche Formate eine Vielzahl neuer Spieler generieren, sonst würden da mit Sicherheit nicht dauernd die Spots laufen. Das bedeutet, dass ps.com in Konkurrenz um Werbeplätze/Sponsoring mit den o.g. Firmen treten müsste, was aufgrund von Marktmacht nicht wirklich Aussicht auf Erfolg hat. Xantos hat ja in seinem Beitrag auf aktuelle Marketingmaßnahmen seitens ps.com hingewiesen. Ich glaube da haben sich schon einige Leute Gedanken gemacht wie die Marketing-Ausgaben am effizientesten eingesetzt werden können.

      Pokerturnier ausrichten
      Bei den großen etablierten Turnieren, die unter Sponsoring laufen z.B. EPT, APPT, NAPT etc... ist das Problem im Grunde gleich gelagert wie beim Thema TV-Sendungen.
      Allerdings sehe ich hier unter gewissen Umständen die Möglichkeit eine Idee zu entwickeln, die ps.com als Sponsor eines Events auftreten lässt und gleichzeitig einen direkten Effekt hinsichtlich Neukunden-Aquise für ps.com haben könnte.

      Original von PowerGamer
      Deshalb also dieser Thread. Das ganze ist quasi nur noch ein Kindergarten-Forum hier, der content wie gesagt zu 90% anfängerorientiert ...
      Gebe Dir Recht, dass viele User im Forum wenig konstruktive Beiträge leisten und viele Diskussionen auf ein "Kindergarten-Niveau" abgleiten. Das kann man aber ps.com nicht ankreiden, sondern das wirst Du in jeder großen Online-Community zu jedem beliebigen Thema finden. Hier sollten sich die betroffenen User selber hinterfragen mit welchen Erwartungen sie ps.com gegenübertreten und ob ihre "flames" wirklich berechtigt sind. Konstruktive Kritik hilft allen weiter, auch ps.com, aber zu dieser Form von Kritik sind leider die wenigsten Menschen fähig. Also muss man mit der Situation des Diskussionsniveaus leben und kann vielleicht punktuell gegensteuern, wenn es gerade mal wieder zu sehr aus dem Ruder läuft - mehr aber auch nicht.

      Dass der Content zu hohem Prozentsatz anfängerorientiert ist ist normal, da sich das Angebot ja auch verstärkt auf Anfänger konzentriert. Mit zunehmendem Lernfortschritt des Users sinkt der Mehrwert durch Content und kann z.B. in Form von Rakebackdeals, Rake Races und allen möglichen Promotions ein Stück weit kompensiert werden. Ansonsten liegt es an jedem selber mit dem Grundwissen das Beste für sich rauszuholen. Das kann nicht das formulierte Ziel von ps.com sein...
    • limpinbarney
      limpinbarney
      Black
      Dabei seit: 12.02.2009 Beiträge: 7.986
      guter Post JoeNote :D
      Ziel von PS.com kann es nicht sein, irgendwelche Highraker zu tracken (die haben sowieso schon überall nen Account), sondern eine breite Masse an Freizeitspielern zu generieren, die jeden Monat 100-500$ einzahlen. Wie Du schreibst ist es egal, wieviel Geld die einzahlen. Masse machts halt...



      Warum macht PS.com eigentlich keine Werbung bei der TVTotal Pokernacht? Imo der beste Ort (Sendezeit/Sender), um neue Freizeitspieler zu generieren.

      Reicht da euer Budget nicht aus? Oder habt ihr einfach keinen Fokus auf den deutschen Markt bzw. seht ihn als weitestgehend erschlossen an?


      PS.com gesponsorte Events könnte ich mir auch vorstellen. Da wird die Erwartungshaltung aber wahrscheinlich wieder zu groß. Denke da an ein Format wie die Pokerolymp Open. So ein Event dürfte allerdings der Größe der Community nicht angemessen sein =) .
    • Xantos
      Xantos
      Bronze
      Dabei seit: 07.09.2005 Beiträge: 8.760
      Original von limpinbarney
      Warum macht PS.com eigentlich keine Werbung bei der TVTotal Pokernacht? Imo der beste Ort (Sendezeit/Sender), um neue Freizeitspieler zu generieren.
      Weil die TV Total Pokernacht von PokerStars gesponsort wird & diese natürlich exklusive Werberechte haben?

      Wir machen ja mehr und mehr TV-Werbung & planen auch Kooperationen mit TV-Sendern, z.B. in Richtung gemeinsamer Produktionen.

      Nur machen wir das halt nicht in Deutschland - wegen der ungeklärten Rechtslage und weil das, was geht (s. TV Total) dann schon sehr teuer ist & von den Top-Pokerräumen besetzt wird.

      Außerdem: Es würde auch nicht unbedingt insgesamt mehr Fische bringen, wenn wir irgendwo PokerStars-Werbung ablösen. Ziel soll ja nicht sein, Marktanteile von anderen zu erobern, sondern komplett neu zu schaffen. Und dafür ist gerade unser Produkt sehr gut geeignet.

      Der Poker-Spaß-Spieler, der supereinfach zu converten ist, findet seinen Weg schon an die Tische - dafür sorgt das viele Brand-Marketing der großen Pokerräume. Wir möchten additiv noch andere Spielergruppen für Onlinepoker gewinnen.
    • OnkelHotte
      OnkelHotte
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 18.432
      Original von Scooop
      ich habe mir vor einigen Monaten mal die Mühe gemacht alle Artikel auf die ich Zugriff hatte manuell abzuspeichern (in weiser Voraussicht, dass ich bald wieder Bronze bin^^) und habe sie mir dabei gleich alle durchgelesen.
      Ich kann dir jetzt aus dem Stehgreif nicht mehr sagen welche Artikel mir besonders negativ aufgefallen sind, aber es waren eine ganze Menge (allerdings waren insbesondere die Kolumnen ganz extrem mies oftmals)... :(
      .
      So wirklich viel daraus ziehen kann ich dann aber auch nicht. Wobei ich auch bei >300 Artiklen nicht die Hand dafür ins Feuer legen kann, dass nicht was zu finden sei:)
      Auf welchen Zeitpunkt bezieht sich denn dein Urteil? Wann hast du die monierten Artikel gelesen?

      Um nochmal auf die von dir angesprochenen Kolumnen zu kommen und der Behauptung, wir würden nie ausmisten:

      Du hast schon wahrgenommen, dass die Anzahl der erweiterten Lehrmaterialien nach einer Ausmistaktion vor ca. 1,5 Jahren von ~650 auf ~300 geschrumpft ist, weil in der Tat viele alte absolut nicht den Standards entsprachen und von uns radikal ausgemistet wurden?
    • NoSekiller
      NoSekiller
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 7.727
      Original von Mangalitza
      Ja,genau die Parasitären Skins machen Onlinepoker kaputt.Gut das, Ps zu den Guten gehört und rein gar nichts mit Schneeballsystem und Verleitung zum Glückspiel zu tun hat.
      Das Wort "Parasitär" in "Parasitäre Skins" hat halt Null mit "Schneeballsystem" und "Verleitung zum Glücksspiel" zu tun...aber das ist OT