1$ Hero, 2$ Zero

    • yubinbasya
      yubinbasya
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2009 Beiträge: 435
      Hallo,

      ich weiß einfach nicht mehr weiter... ich habe es von 8$ auf 100$+ geschafft mit 1$SnGs, daraufhin mit einem Upswing auf ~230$ mit 2$SnGs, doch was hoch kommt, fällt auch wieder herunter..., spiele aktuell wieder 1$ da ich bei 99$ angekommen bin.

      Ich weiß nicht ob man dies als Downswing bezeichnen kann, Leak play oder einfach nur PECH. Aber so viel Zeit zu investieren und dann das halbe BR zu verlieren auf diesen fishigen Limits, wo man sehr gering gefordert ist, raubt mir den Verstand. Ich habe schon aufgehört Silber-Artikel weiterzulesen, da dieses wissen Kontraproduktiv ist und man dies nicht gegen diese "Gegner" anwenden kann...
      Ist das überhaupt normal? Ist es nicht eher üblich auf kleinen Limits erfolgreich aufzusteigen und anschließend mit auf höheren erste Selbstzweifel zu bekommen?

      Ich muss einfach mal den Frust von der Seele schreiben und hoffe ich bin hier auch richtig, denn ich möchte ja weitermachen.

      Meine Überlegung ist, weiterhin 1$ SnGs zu spielen da dies besser läuft, ABER, und das ist der springende Punkt:
      Die Spieler auf den Limits zwischen 1-5$ sollen ja ein und die selben fische sein, bei denen es keinerlei spielerischen Unterschiede gibt, daher stellt sich die frage, warum trifft es mich???

      Das einzige was mir noch bleibt sind einige lehrreiche Videos, aber Handbewertungen bringen leider nicht viel, da die meisten Gegner nicht folden sondern das gesamte Board sehen wollen, wo ich auf das Herz der Karten angewiesen bin.


      Ich bitte um Trost und Rat!
  • 3 Antworten
    • Cyprus87
      Cyprus87
      Bronze
      Dabei seit: 13.10.2008 Beiträge: 8
      Raus aus meinem Kopf! :)

      Ging mir damals ganz genauso.... Sämtliche Strategien und Vorschläge, die von guten Spielern kommen, die gute Spieler so spielen würden, sind in der Praxis in dieses Limits leider nicht gut umsetzbar.

      Wie du schon sagtest, man will den Flop, am besten alle Karten, mit sämtlichen Karten, immer und überall sehen.

      Dein eigenes Spiel rückt eher in den Hintergrund und ist LEIDER in diesen Limits oftmals egal.

      Was mir damals geholfen hat... Geld einzahlen. Wenn du merkst, dass du auf diesen Limits "gutes" Poker spielst, deine Hände auch als solche gewertet werden. Du der Meinung bist, dass dein eigenes Spiel gut genug ist für höhere Limits und auch viele Situationen genauso gespielt werden würden von anderen Spielern, dann zahl etwas Geld ein.

      Mit dem von dir eingezahlten Geld spielst du nun ein höheres Limit, schaust dir weiterhin Artikel/Videos/Handbewertungen an und spielst in den neuen Limits nach "Vorschrift".

      Du wirst merken, es klappt! Aber eigentlich noch genauso wie auch auf den unteren Limits. Das liegt daran, dass heutzutage die Limits, in denen du spielst, auch wenn es 4-5 Stufen höher geht, nicht mehr die Aussagekraft haben, die sie damals hatten.

      Viele Leute zahlen heutzutage immens viel Geld auf ihr Pokerkonto, ohne zu wissen wie man Poker spielt.

      Allein bei uns an der Uni kenn ich genügend Leute, die es einfach nicht begreifen wollen. Nicht das Limit, in/auf dem du spielst macht dich als Pokerspieler aus, sondern die Art wie du deine Karten spielst, deinen Gegner "spielst" und wie gut du im Einschätzen deiner Handstärke bist.

      Lange Rede, kurzer Sinn, spiel weiter auf deinen Limits, da dich der Aufstieg nach oben, in die höheren Limits, noch öfter zweifeln lassen wird.

      Das Wichtigste in den unteren Limits ist mMn, dass du noch viel viel viel tighter spielst, als du es eigtl. machen würdest, bzw. gelernt hast. Erst wenn du dir wirklich sicher bist, dass du weit vorne bist, gehst du das Risiko ein.

      Zudem ist eine Spielweise in den untersten, unteren Limits eigtl. auch sehr gut einsetzbar. Hast du wirklich sehr starke Karten und dir ist bewusst, dass dein Gegner eh wieder alles callen wird.. dann setz ihn einfach mit wirklich guten gemachten Händen direkt all in. oftmals, so traurig es auch ist, wird ein sofrotiges all in, stärker eingeschätzt als ein vernünftiges Raise.

      Das wars soweit von mir, hoffe konnte dir bischen helfen ;)

      Mfg Cyprus87
    • yubinbasya
      yubinbasya
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2009 Beiträge: 435
      Ich habe mir den Aufstieg viel einfacher und angenehmer vorgestellt, trotz der geringen Beträge...
      Leider vertrete ich die Meinung bzw das Prinzip NIEMALS eingenes Geld in soetwas einzuzahlen, die Überlegung direkt auf höheren Limits zu spielen ist natürlich sehr attraktiv, aber denn noch bevorzuge ich in diesem Fall den steinigen harten Weg, mit hoffentlich nie so hohem Verlust.

      Tight spielen tue ich, da dies voraus gesetzt wird auf den Limits und gleichzeitig dies auch meine eigene Spielweise ist. Auch die Erfahrung habe ich bereits gemacht postflop allin gehen zu müssen um so gegen loose Play zu protecten, obwohl dies ja eigentlich nicht hier gelehrt wird...

      Bleibt mir nichts anderes übrig als durch die Fish-Maniac-Hölle zu gehen :(
    • SeneX
      SeneX
      Bronze
      Dabei seit: 21.12.2005 Beiträge: 1.020
      ok,kein Geld einzahlen.Es wird nicht leichter nur weil du höher spielst.

      1.Wenn du dir das irgendwie leisten kannst,würd ich mir ein Tracking Programm ala Holdem Manager oder Pokertracker3 gönnen.

      Dann weißt du gg wen du gefahrlos stealen kannst,was eine 3bet von dem oder dem zu bedeuten hat,ob der utg raise nun AK+ ist oder doch any pair/any broadway...ich finde grad in sngs Stats extrem hilfreich.

      2.Nicht auf Partypoker die kleinen SNGs spielen,Rake viel zu hoch.
      Allgemein sind 20% Rake schon heftig (1+20/2+40/5+1/...)
      Da musst du trotz der Fischigkeit der Gegner wirklich viel Profit machen,ka obs machbar ist,aber man macht sichs einfach unnötig schwer.

      3.Nicht fancy werden,selbst Regs sind scheiße.

      4.Die Bubble respektieren.Wie klug fand ich damals die Idee,an der Bubble einfach zu spielen als ob nix wäre,damit die Bigstacks nicht so abusen.
      Tjo,seitdem ich das abstellen konnte,hat sich mein roi merklich gesteigert.

      5.Man muss sich einfach der Equitys der Hände bewusst werden.Es ist kein Weltuntergang,wenn du dein AJo vs. KQs verlierst.Das ist auch nicht viel mehr als ein besserer Flip.

      6.Ich persönlich bin der überzeugung,dass man max. 8 eher 6 Tische gleichzeitig spielen sollte,da man keine guten Spots auslassen kann wenn man auf 1.Platz spielt.Allerdings wage ich zu bezweifeln,dass man mit 12,16 oder 20+ Tischen wirklich alle davon wahrnehmen kann.So ziemlich alle Regs die bis zu den 20$ Sngs rumlaufen und so massiv multitablen kann man sehr gut abusen.

      und so weiter,irgendwo muss Ende sein :)