Bankrollaufbau mit BSS

    • Falco35
      Falco35
      Bronze
      Dabei seit: 03.06.2010 Beiträge: 12.267
      Ich weiß net ob das hier richtig am Platz ist, falls nicht bitte Bescheid geben,

      Meine Hauptfrage lautet eigentlich ob es möglich ist ohne extremes multitabling seine BR afzubauen. Also wenn ich keine 6-20 Tische spiele.
      Ich spiele nämlich nur 2 Tische auf einmal und komme dadurch natürlich täglich auch nur auf ca max 500 Hände. Aber auch schon wirklich max. Manchmal sind es auch nur 200 Hände.

      Jetzt hatte ich meine 10 Euro Ersteinzahlung schon auf 200$ und spiele NL10 SH auf Full Tilt.
      Eine Session läuft alles super und ich gewinne 2-4 stacks.
      Die nächste session läuft halbwegs gut. Also etwas plus etwas minus.
      Nur dann kommt wieder ne session so wie heute da verlier ich wieder ganze 4-5 Stacks. Aber ich denke nicht wegen des schlechten Spiels sondern weil ich ganz einfach zB. 3 mal (Top)Set am Flop gegen nen Draw verliere und 2 mal nen Draw selber habe(combodraw) und der nicht ankommt. Und natürlich wandert der ganze Stack in die Mitte. So geht das halt hin und her.
      Deshalb ganz ernste Frage: Ist es mit 2 Tischen und der samplesize überhaupt ohne durchgehenden Upswing möglich? Oder muss/sollte man min 4-6 Tische spielen um die Varianz auszugleichen?

      Und natürlich auch um viel mehr Hände zu spielen.

      Muss ich einfach versuchen mich damit anzufreunden min. 6 Tische zu spielen? Oder wie gehts sonst. Das man halbwegs wissen sollte was man macht beim Spielen ist natürlich auch ganz klar. Aber daran scheiterts denke ich nicht. Sicherlich habe ich nach ner Samplesize von 14000 Händen auch noch einige leaks.(Und ich kenne sie mittlerweile auch) Sonst wäre ich nicht nur BreakEven auf NL10.
  • 45 Antworten
    • WingoPoker
      WingoPoker
      Bronze
      Dabei seit: 26.01.2010 Beiträge: 557
      Also wenn man nur 2 Tische spielt steigt nicht die Varianz auch wenn man es vermuten könnte.
      Du spielst eben weniger Hände als ein Multitalber, d.h. bei dir zieht sich das zeitlich in die Länge. Also wenn einer der 12 Tische spielt eine Woche einen Upswing hat entspricht das bei dir einen Upswing über 1-2 Monate.

      Und NL10 ist einfach verhext, noch nie soviel Suckouts bekommen.

      Ob man sich eine BR aufbauen kann?
      Klar wenn man genug Zeit hat geht das. Aber multitablen ist halt sehr profitabel und du könntest ja mal versuchen 4 Tische gleichzeitig zu spielen oder funktioniert das technisch nicht?
    • xkinghighx
      xkinghighx
      Bronze
      Dabei seit: 25.10.2007 Beiträge: 4.439
      die tischanzahl und die varianz korrelieren in keinster weise.
      die tischanzahl hat definitiv nur einen einfluss auf unseren ev.
      aber ich habe schon in anderen threads bewiesen das der ev keine auswirkungen auf die varianz hat. die varianz ist komplett unabhängig vom ev.


      ein 10ptbb spieler unterliegt genau den gleichen swings wie ein 0ptbb spieler. ( vorausetzung gleicher spielstil )natürlich wird der 10ptbb spieler viel seltener -10stacks am ende einer session haben weil sein swing bei 10ptbb ansetzt und nich bei 0. sprich der 10ptbb spieler muss um auf x hands breakeven zuspielen schon ein massivendownswing haben wogegen der breakeven spieler mit einem vergleichbaren downswing auf diese hands mit -10ptbb runnen würde. gibt halt sehr viele leute die auch viel geld mit pokerverdienen die das noch nich verstanden haben und deshalb entsteht hier im forum in vielen threads ein falscher eindruck.
      wie oben schon gesagt wird die stdabw von nich so leicht definierbaren dingen beinflusst wie spielstil und variante ( fullring,shorthanded limit no limit etc )
      NLSH als normaler TAG wie du es ja spielst ist eine stdabw von 35-40ptbb normal und damit erleidet man schon relativ unangenehme swings. ( 1ptbb auf 100k hands vom ev abweichen is nich grade unwahrscheinlich wenn du darüber mehr wissen willst kann ich dir auch ein paar genaue fakten berechnen)



      das heisst die tischanzahl korreliert in keinsterweise mit der varianz.
      dein denkfehler ist folgender: du dachtest das bezugsystem für unsere stichprobe ist die zeit jedoch ist es die handanzahl. wielange man für eine handanzahl braucht spielt absolut keine rolle für die varianz.

      also unter diesem gesichtspunkt ist es überhaupt nicht schlimm 2tische uzspielen.
      die verminderung deines evs pro tisch ( die definitiv stattfindet bei jedem ) ist aber auf nl10 noch sehr sehr klein und deine hourly wäre viel größer wenn du mehr tische spielen würdest.


      ich hoffe dir hat das ein bisschen geholfen wenn du noch irgendwelche fragen bzgl dieser themen varianz swings ev etc hast einfach posten ;)
    • Hesk
      Hesk
      Bronze
      Dabei seit: 05.05.2008 Beiträge: 499
      Dass die Varianz abhängig zur Handanzahl steht ist klar.

      Doch ist nun die Frage ob man mit 2 Tischen genügen Hände zusammen bekommt um der Varianz entgegen zu wirken.
      Sicher irgendwann...nur dies dauert dann sehr lange und kann frustrierend sein.
    • Falco35
      Falco35
      Bronze
      Dabei seit: 03.06.2010 Beiträge: 12.267
      ja thanks, genau so hatte ichs gemeint. Bisserl schwer auszudrücken.

      Wenn ich nun am Tag ca 600 Hände spiele und eben wie oben erwähnt ganz schlecht laufe, dann sieht das am Ende der session ganz schlecht aus mit der winrate.
      Würde ich nun im selben Zeitraum aber vielleicht 3000 Hände spielen, dann hätte ich die paar stacks vielleicht wieder herinnen.
      Natürlich immer unter der Voraussetzung das mein Spiel +EV ist.

      Das heißt mein subjektives Empfinden am Ende der session wäre somit natürlich erfreulicher als nach 600 Händen schwer im minus.
      Mit 600 Händen/Tag müsste ich für dasselbe Ergebnis aber 5 Tage spielen.
      So hatte ich es eigentlich gemeint.
      Also könnte ich mir die Antwort fast selber geben und meinen das es zum BRB sinnvoller wäre zumindest 4 Tische zu spielen, damit das Ganze einfach nicht zulange dauert. Oder? Ja, sehe gerade das Xking dies schon so beantwortet hat.

      Welche samplesize haben motivierte Spieler so im Durchschnitt/Tag beim BankrollBuilding? Und wieviel Tische multitablen sie im Durchschnitt?

      @xkinghighx....thanks für die ausführliche Erklärung der Varianz.
      Stimmt warum sollte die sich ändern, hab mich etwas falsch ausgedrückt.


      PS:
      1) wie lange kann so ein up - als auch downswing eigentlich dauern? Also wieviel Hände lang? Ungefähr
      2) spiele ich mit 22/17/3 SH vielleicht auch schon zu viele Hände? Würde es noch tighter bei ca 4 Tischen vielleicht profitabler sein? Also wirklich fast streng nach Vorlagen die Hände aus gewissen Positionen spielen?
      Und sagen wir mal sowas wie Suited asse und SuitedConnectors aus den beiden frühen Positionen fast gänzlich weglassen(NL10-NL25 SH)


      Viele Fagen auf einmal, hoffentlich nicht zu viele. Aber würde mich sehr interessieren
    • nacl
      nacl
      Bronze
      Dabei seit: 17.03.2009 Beiträge: 12.342
      Auf diesem Limit kosten dich deine Leaks deutlich mehr als der Downswing. Genauso sind deine Gewinne meist eine Folge von gutem Poker bzw der Ausnutzung (wenn auch oft unbewusst) der Gegnerleaks.
    • wezley
      wezley
      Bronze
      Dabei seit: 16.02.2010 Beiträge: 35

      Welche samplesize haben motivierte Spieler so im Durchschnitt/Tag beim BankrollBuilding? Und wieviel Tische multitablen sie im Durchschnitt?
      Kann es sein, dass Du das Wort "samplesize" falsch definierst? ;)
    • Falco35
      Falco35
      Bronze
      Dabei seit: 03.06.2010 Beiträge: 12.267
      Gut möglich...man hat mir gesagt das die die Summe der gespielten Hände sei. Richtig oder Falsch?
    • BoneCS
      BoneCS
      Bronze
      Dabei seit: 14.10.2006 Beiträge: 5.502
      samplesize = beispielgröße
      also im grunde schon die anzahl der gespielten hände aber ich lass mich da auch eines besseren belehren ;D

      @topic
      ich würd die tischanzahl auf jeden fall steigern, wenn du vorwärts kommen willst. 5-6k hands BE oder "-" zu spielen fand ich bei SH auch mit 10 tischen schon ätzend lange aber bei 500h/day kann es dir passieren dass du halt 10-12 tage spielst, gut spielst und es trotzdem immer nur bergab geht. was mich persönlich immer ziemlich zum tilten bringt. 1-3 tage is ja gut aber dann möchte man auch mal wieder von etwas erfolg verwöhnt werden ;D
      (vor allem wenn du am anfang von nem DS ordentlich kohle verlierst und dann gehts erst mal BE weiter)

      und welche samplesize leute haben, das kann man nich verallgemeinern. spiel das was für dich am angenehmsten is und versuch nich irgendwas zu erzwingen. da leidet am ende nur dein spiel darunter und es dauert noch länger bis du wirklich vorwärts kommst! =)
    • d4WKamiKatze
      d4WKamiKatze
      Bronze
      Dabei seit: 23.06.2007 Beiträge: 583
      Achte darauf, dass du nur so viele Tische spielst, wie es deine Konzentration zulässt. Wenn du merkst, dass du überfordert bist und nicht dein bestes Poker spielen kannst, dann reduzierst du die Tischanzahl wieder.

      Spiel lieber weniger Hände am Tag und nutz die restliche Zeit dazu, deine Spielweise zu überprüfen und weiterzuentwickeln, der Rest kommt dann mit der Zeit ganz von selbst. Den Erfolg zu erzwingen, indem du so viele Tische und Hände pro Tag wie möglich spielst wird nicht nicht funktionieren und eher nach hinten losgehen.

      Kurzfristige (Session)-Ergebnisse haben keine Aussagekraft über dein Spiel. Entscheidend ist, dass du die langfristig richtigen Entscheidungen triffst und jetzt die Grundlage für deine Pokerkarriere legst.
    • Martschl
      Martschl
      Bronze
      Dabei seit: 16.04.2009 Beiträge: 4.203
      Ich quote mich mal selbst, vielleicht bringt das ein wenig Einsicht. Hier wurde aber schon viel sehr Richtiges gesagt!

      Original von Martschl
      .
      ____________________________________________________________ 
      ______________________________________________________`. 
      ______________________________________________________ 
      Kolumne__________________________________________ 
      _____ 
      Teil 1__________________________________________ 
       
      Wozu eigentlich eine hohe Winrate?___________________________ 
      Oder: To grind or not to grind!_______________________________ 
       
      ._______________________________________________________. 
      `.___________________________________________________________ 




      Im ersten Teil möchte ich mich dem Thema „Longtermwinrates and Grinding“ widmen.
      Interessant wird der wtg-Faktor, die Frage ob wir grinden können genauso wie die Frage ob wir eine hohe winrate erreichen können und wo wir unser bestes Mittel finden.


      .....Zunächst ein Beispiel

      "Obvious" wird sich der eine oder andere jetzt sagen. Größere Winrate = mehr moneyz, also ship it.

      Na klar, so sehe ich das auch. Aber ist unsere derzeitige Winrate unsere maximale? Könnten wir mehr erreichen? Würden wir unsere Winrate halten, auch wenn wir die Tischanzahl und somit die Handzahl/Stunde erhöhen; und umgekehrt?
      Interessanter Aspekt! Ich will mal ein kleines Beispiel geben:



      .....Beispiel

      BSS Limitaufstiegsplan mit 30 stacks für das nächste Limit.
      Basierend auf gemittelten Werten, Varianz anhand von genügend endlichen Beispielen außer Betracht.

      Unsere beiden Spieler Grind Ehr und Konzent Ration haben folgende Spielgewohnheiten und Erwartungswerte:

      Grind Ehr spielt 2 Stunden am Tag 12 Tische und erreicht dabei eine winrate von 2bb/100.
      Konzent Ration spielt 1 Stunde am Tag 4 Tische und erreicht dabei ein winrate von 7bb/100.

      Pro Tisch/Stunde rechnen wir 120 Hände (SH).


      Angenommen beide starten mit 500$ auf NL10 und planen einen Aufstieg auf NL100. Angenommen beide halten konstant ihre winrates und ihr Tagespensum.

      Bis NL100 brauchen beide:
      500$ -> 750$ (NL10 = 25 stacks)
      750$ -> 1500$ (NL25 = 30 stacks)
      1500$ -> 3000$ (NL50 = 30 stacks)

      Also 85 stacks bzw. 8500bb.


      Grind Ehr:
      Er braucht für 8500bb bei 2bb/100 425.000 Hände.
      Er spielt 1440 Hände/Stunde, braucht also ~295 Stunden.
      Bei zwei Stunden am Tag ist er nach 148 Tagen auf NL100.

      Konzent Ration:
      Er braucht für 8500bb bei 7bb/100 121.500 Hände.
      Er spielt 480 Hände/Stunde, braucht also ~253 Stunden.
      Bei einer Stunde am Tag ist er nach 253 Tagen auf NL100.



      .....Was sagt uns das? - der wtg Faktor

      Ich denke an diesem Beispiel wird die Einführung des wtg-Faktors einfacher.
      Der wtg-Faktor (winrate to grind factor) ermittelt sich aus der winrate a / winrate b.

      Hier also 7/2 = 3,5. Es ist schnell ersichtlich, wie der wtg Faktor zu betrachten ist. Ist er nahe null, so sollte eine Überlegung gemacht werden die Tischanzahl zu erhöhen. Differenzieren beide stark, so sollten die Tische eventuell reduziert werden (sofern erwartungsgemäß die winrate gleich bleibt bzw. wieder steigt).



      .....Quo vadis?

      Kommen wir zum Problem: Woher weiß man wie sich die winrates verhalten? Selbst wenn man Selbstexperimente macht (was offensichtlich sinnlos wäre) würde die Varianz die Ergebnisse gnadenlos verfälschen.

      Diese Betrachtung kommt also praktisch nur für Spieler auf, die bereits Limits geschlagen haben und nach einem cashout o. Ä. wieder neu einsteigen wollen. Die Quintessenz könnte aber auch so lauten:

      Ich weiß nicht, wie meine winrate ist, wenn ich grinde. Ich glaube ich kann ein Limit schlagen, aber wäre der wtg hoch genug, sodass es sich lohnt?“ Ab einem wtg Wert von < drei macht es beispielsweise wenig Sinn zu grinden, weil die hourly sinkt (an dieser Stelle sei natürlich auf rakebackdeals und VIP Systeme hingewiesen (, die aber meines Erachtens erst ab einem Limit von NL50/100 interessant werden, um durch effektives Grinden Sonderboni zu ergattern, welche die nahezu break even Spielweise des Grinders deutlich aufbessern)).

      Also warum nicht – für einen neuen Spieler oder unsichere Spieler – auf Nummer Sicher gehen und entsprechend weniger, dafür aber mit höherer winrate spielen?


      .....Konsenz

      Nun, zum einen ist es natürlich ein psychologischer Faktor: Viele Spiele gleichzeitig zu machen kann interessant sein, kann geistig fordern, kann Spaß machen (wenn man overall Gewinn dabei macht). Man ist halt „der King“ in seinem kleinen Kosmos.
      Auf der anderen Seite fühlen sich die Gewinne bei cardruns höher, besser und vor allem schneller an. Man kommt schneller nach oben.
      Dass dieser Eindruck trügt und man sich schnell einer Milchmädchenrechnung hingibt ist an obigem Beispiel deutlich geworden.

      Betrachten wir doch aber nun einen sehr viel interessanteren Aspekt: Wann kommen wir an einen Punkt der uns Halt gebietet? Wann wird der grinder von seinen Kollegen aufgefressen und grindet nur noch for rakeback, nimmt er sogar negative winrates in Kauf um mehr rake zu produzieren? Es sei an dieser Stelle gesagt, dass dies natürlich eine relativ varianzärmere und kontinuierliche Einnahmequelle ist, die nicht zu verachten ist! Supernova auf Stars mit entsprechenden milestones bringt schon ein nettes Geld.
      Was das obige Beispiel aber auch deutlich macht, ist: Angenommen beide hätten 2 Stunden am Tag Zeit für Poker. Grind Ehr investiert alles ins Spielen selbst, er lernt während des Spiels zwar mit, für ihn steht aber klar das Spiel und der Gewinn selbst im Vordergrund.
      Konzent Ration hingegen investiert nur eine Stunde in das Spielen selbst und nutzt die zweite Stunde komplett für jegliche Art von theoretischer Fortbildung.
      Was wird passieren? Grind Ehr kommt auf NL100 an (ist nur ein Beispiel) und stagniert dort. Er spielt dort mehr oder weniger BE, knackt ein paar Boni und kommt auf gutes Geld.
      Konzent Ration ist in etwa zum selben Zeitpunkt auf NL100 angekommen, hat aber genauso viel Zeit in Theorie gesteckt, schlägt NL100, danach 200 und auch 400 profitabel.
      Selbst wenn er jetzt bei 4 Tischen auf NL400 „nur“ 2bb/100 fährt, kommt er dennoch auf eine hourly von ~40$. Es wird schwer für Grind Ehr dort mitzuhalten. Auch auf NL200 mit 20$ dürfte es für Grind Ehr schon problematisch werden.
      Ob Konzent Ration jetzt auf NL400 dazu übergehen sollte die Tischanzahl zu erhöhen, Theorie zu reduzieren und RB von NL400 statt Grind Ehrs RB auf NL100 zu kassieren, muss ich jetzt nicht noch mal.. wtg und so.

      Es muss jetzt jeder für sich persönlich erfahren/entscheiden, wie er spielt.
      Wenn man den wtg konstant halten kann, obwohl man die Tische immer weiter erhöht und irgendwann nicht mehr 3,5 drei (Tischanzahl b / Tischanzahl a) gegenübersteht, wird es effektiver zu grinden.

      Es gilt also ein Mittel zu finden, wie vorher schon erwähnt. Um das Ende dieser Kolumne kurz zu gestalten: Ich fange mit Konzent Rations Variante an, dann „bin ich auf der sicheren Seite“. Erhöhen kann man immer noch.

      Oh Mist, genau so (ohne die ganzen Erläuterungen) schlägt OnkelHotte das auch vor. Wohl für dumme Nüsse geschrieben… oder doch nicht?




      Anmerkung:
      Ich möchte nur nochmal kurz erwähnen, dass Varianz in den meisten Zahlen außen vorgelassen wurde. Einplanen kann man sie weder positiv noch negativ, also bleibt sie raus.
      Außerdem ist der Artikel natürlich sehr pragmatisch. Es geht um den Denkansatz, der hier weitläufig vorgestellt wurde.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Original von xkinghighx
      die tischanzahl und die varianz korrelieren in keinster weise.
      die tischanzahl hat definitiv nur einen einfluss auf unseren ev.
      aber ich habe schon in anderen threads bewiesen das der ev keine auswirkungen auf die varianz hat. die varianz ist komplett unabhängig vom ev.
      Das ist nicht ganz richtig.

      A = Tischanzahl
      B = Varianz
      C = EV

      A beeinflusst C
      C beeinflusst B

      => A beeinflusst B

      Das die Varianz nicht unabhängig vom Erwartungswert sein kann zeigt die Formel der Varianz:

      Var (x) = E (X - E(X)^2)
    • Falco35
      Falco35
      Bronze
      Dabei seit: 03.06.2010 Beiträge: 12.267
      @martschl...interessante Kolumne, hat dich auch bestimmt einige Zeit gekostet!
    • Martschl
      Martschl
      Bronze
      Dabei seit: 16.04.2009 Beiträge: 4.203
      Ja, ein wenig. Der Rest ist in meinem alten Blog. Eigentlich sollte es noch weiter gehen, hab aber durch Tilt u. Ä. Geschichten gefailed und den Blog verkümmern lassen. Sobald meine BR wieder einigermaßen am Start ist (NL25), werd ich das bloggen aber wieder aufnehmen.

      Hier geht's zum Blog

      Bitte aber erstmal nichts dadrin posten, time will come, hopefully ;)
    • Falco35
      Falco35
      Bronze
      Dabei seit: 03.06.2010 Beiträge: 12.267
      Ich bin nur mehr am verzweifeln. ich dachte mir Poker ist was für mich und ein skillgame. Aber ich kann meine BR einfach nicht aufbauen.
      Habe mich von NL2 auf NL10 hochgearbeitet. Ich studiere täglich, wies die zeit halt zulässt, Artikel und Videos. Mache Sessionreviews, aber es geht nur bergab. Und das ich wieder NL2 spiele, darauf pfeiff ich. Wozu hab ich dann seit Anfang des Jahres so viel Mühen ins Spiel gesteckt.
      Am besten ich geh broke und nütz meine zeit wieder für andere Sachen.

      Hier ein paar Beispiele.
      Ok, vielleicht hab ich Fehler gemacht, dann sagt es mir. Aber ich denke nicht das sie so groß sind um immer nur zu verlieren.

      Hand converted with online PokerStrategy.com hand converter:

      Hand abspielen

      $0.05/$0.1 No-Limit Hold'em (9 handed)
      Known players:
      BB:
      $22.71
      UTG1:
      $10.00
      UTG2:
      $10.21
      MP1:
      $11.31
      MP2:
      $10.76
      MP3 (Hero):
      $11.46
      CO:
      $6.83
      BU:
      $3.35
      SB:
      $16.23

      Preflop: Hero is MP3 with 9, T.
      3 folds, MP2 raises to $0.30, Hero calls $0.30, 4 folds, 3 folds, 2 folds, BB folds.

      Flop: ($0.75) 5, Q, J (2 players)
      MP2 checks, Hero bets $0.70, MP2 raises to $2.00, Hero raises to $11.16, MP2 calls $8.46.

      Turn: ($22.37) A (2 players)

      River: ($22.37) 5 (2 players)

      Final Pot: $22.37.


      In jedem Beitrag lese ich, ich soll meine Combodraws HU so spielen. Und wenn er ein set hat, habe ich angeblich auch noch genug Chancen. Aber bei mir bleibts nur ein Draw.

      Und in der nächsten Hand habe ich ein set und verlier gegen nen draw. Ist in Ordnung, das sind ja keine BadBeats. Aber es geht schon seit einiger Zeit so. Ich verlier meine Sets und treff meine draws nicht.

      Das ist es eigentlich was mich so ärgert. Das meine Draws gegen Sets verlieren, aber meine Sets natürlich gegen andere Draws verlieren.
      Und das schon ne ganze Weile. Vorallem wenns um stacks geht, kann ich keinen Pfifferling gewinnen.

      Wenn ich Coachings verfolge, da läuft das immer so super. sets gewinnen, was sonst!
      Aber soll ich ihm hier K10 oder 810 geben. dann hätte er mein großes Raise am Flop mit nem Gutshot gecallt. Also hab ich ihm das nich gegeben.

      Soll ich hier am River wirklich folden??!!

      Hand converted with online PokerStrategy.com hand converter:

      Hand abspielen

      $0.05/$0.1 No-Limit Hold'em (7 handed)

      Known players:
      MP1:
      $3.67
      MP2:
      $3.10
      MP3:
      $9.96
      CO:
      $10.45
      BU (Hero):
      $9.80
      SB:
      $10.15
      BB:
      $10.24


      Preflop: Hero is BU with 7, 7.
      4 folds, Hero raises to $0.35, SB calls $0.30, BB calls $0.25.

      Flop: ($1.05) 4, J, 7 (3 players)
      SB bets $0.30, BB folds, Hero raises to $1.30, SB calls $1.00.

      Turn: ($3.65) 9 (2 players)
      SB checks, Hero bets $3.00, SB calls $3.00.

      River: ($9.65) Q (2 players)
      SB bets $5.50, Hero calls $5.15(All-In).

      Final Pot: $20.3.
      Results follow:




      Zuvor habe ich auf NL25 bei EVERST mit AA pre-flop ge3-bettet und werde von J9 gecallt. Auf nem 953 FLOP checkraist er meine bet und callt auf nem Q TURN mein ALL-IN.
      Und trifft am RIVER seinen J.
      Das passiert mir natürlich 2 mal.
      Solche BadBeats und zusätzlich Hände wie oben, machen mich etwas ratlos.

      So läufts seit ca 1-2 Wochen und ich bin fast broke auf FullTilt. Bei Everest gehts ja noch, aber auch dort bin ich 5 stacks runter.
      Bevor das hier jetzt ausufert, stoppe ich das Ganze jetzt.
      Sorry für meinen Ärger, aber es macht überhaupt keinen Spaß so. Unmengen Mühen und es bringt nichts.
    • Witz84
      Witz84
      Bronze
      Dabei seit: 20.11.2007 Beiträge: 6.147
      Einer von vielen: http://www.handconverter.com/ ;)
    • Kraese
      Kraese
      Bronze
      Dabei seit: 20.09.2009 Beiträge: 8.821
      wie viel Hände hast du denn in den letzten 2 wochen gespielt? warum speilst du einersiets nl2, dann nl10 und dann sogar nl25?

      könntest du außerdem deine hände bitte mirt einem dazugehörigen tool wie es eins hier bei pokerstrategie gibt (Hier) umwandeln? dass ist so serh unschön zu lesen
    • Falco35
      Falco35
      Bronze
      Dabei seit: 03.06.2010 Beiträge: 12.267
      Wie bekomm ich die konvertierte Hand hier in den Blog??
    • Falco35
      Falco35
      Bronze
      Dabei seit: 03.06.2010 Beiträge: 12.267
      Original von Kraese
      wie viel Hände hast du denn in den letzten 2 wochen gespielt? warum speilst du einersiets nl2, dann nl10 und dann sogar nl25?

      könntest du außerdem deine hände bitte mirt einem dazugehörigen tool wie es eins hier bei pokerstrategie gibt (Hier) umwandeln? dass ist so serh unschön zu lesen

      Hatte Anfang des Jahres 10 euro einbezahlt und mit NL2 und 1$ SnGs meine BR auf 220$ ausgebaut. Spiele nich so viel Hände, da ich max 2 Tische spiele.(Arbeit,Abendschule)
      Also ich schätze so an die ca 3500 Hände in den letzten 2 Wochen. Kann am Tag nun keine 8 Stunden Pokern, und mit 2 Tischen max. is es auch schwierig mehr Hände zu spielen. Da ich eben mittlerweile auch mitbekommen habe welch unglaublich hohe Handanzahl manche Spieler so haben( 6 Std und mehr bis zu 24tablen!!!)Investiere aber fast meine ganze Freizeit für Theorie und Praxis. Bin auf FT eben wieder auf 50$ runter und habe jetzt keinen Bock wieder NL2 zu spielen, so hat ichs gemeint.

      Bei Everest hatte ich Anfang Juni gleich mit den 50$(von Pokerstrategy) auf no risk no fun NL25 angefangen. Und war auch schon auf ca 400$ rauf. Zur Zeit wieder auf 250$. Weils einfach nicht laufen will, Sollte es unter 200$ fallen werde ich auch auf NL10 wechseln.
      Aber es ist halt ziemlich mühsam wenn man schon höher oben war, wieder von unten anzufangen.
      Da frag ich mich dann nämlich wo der Sinn im Ganzen liegt.
      Ich denke, ich und auch alle anderen, wollen zumindest auf NL100 und dort halbwegs etwas dazuverdienen. Aber wenn man hauptsächlich, so ist es bei mir der Fall, Pötte in denen es um Stacks geht nur als min 1:3 Aussenseiter gewinnen kann, dann passt in meinen Augen irgendetwas mit den mathematischen Theorien nicht. Oder wie erklärt man sich das sonst.
      Denke nämlich schon das ich halbwegs Ahnung davon habe, was ich mache. Gewinne alle möglichen kleinen Pöte(auch ohne Treffer). Aber bei den gr0ßen Pöten mit Treffern oder Combodraws wirds bei mir dann recht aussichtslos.

      Aber auch bei Live MTTs. Vorgestern wieder mal mit 10er Set(topset) gegen AKsuit mit FD gebustet worden. Gut denkt man sich, aber es geht mir live andauernd so. Habe auch kein einziges mal noch mit QQ live etwas gewonnen. Verlier sogar gegen nur eine OC beim Gegner. Und das ich sets slowspiele und Freikarten verschenke, dass kann man mir wirklich nicht unterstellen. Es soll halt nich, Fortuna ist sauer auf mich.
      Ein Freund von mir ist regelmäßig an den FinalTables und versteht es auch nicht, warum ich so schlecht laufe. Ich werde am Turn regelmäßig von 4 Outern gebustet usw.Er kennt mein Spiel sehr gut, und respektiert mich auch in Allem das mit Poker zu tun hat. Fragt ständig um meinen Rat und schätzt diesen auch, da er genau weiß wie sehr ich mich mit der Materie auseinandersetze. Aber es scheint sich nach ca 9 Monaten immer noch nicht zu rentieren. Für mich jedenfalls nicht. Er konnte schon viele Ratschläge von mir auch finanziell positiv umsetzen. Und ich denke der etwas bessere Spieler zu sein.
    • quakehead
      quakehead
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      Dabei seit: 20.03.2009 Beiträge: 2.288
      als allererstes besteht der sinn im absteigen einfach darin nich brokezugehen, je looser dein BRM desto höher die chance von der varianz gebusted zu werden

      ne hohe tischanzahl ist halt dann sinnvoll wenn man ein limit schlägt umdie hourly zu steigern, bsp. 2tische NL100 mit 8bb/100 bringen halt weniger als 12 tische mit 2bb/100... dann kommt noch das rakeback dazu

      grade die micros sind mit ABC valuepoker locker zu schlagen, auf NL10 brauchst du keinen exploiten, da gehts nur drum aufzusteigen alleine schon wegen dem hohen rake

      probier halt einfach ma 6 tische auf NL2 FR oder so aus, wirste sehen das du nich einen bluff brauchst (cbet ausgenommen) und einfach nur die 8 fische valuebetten musst :)

      mit ~7k händen im monat wirds halt ewig dauern um auf nen vernünfige samplesize zu kommen, und wenn dann ma ne 50k hands phase kommt wo einfach nix hält bzw. du immer in die toprange von villian läufst weiste bescheid^^

      die beiden hände sind übrigends standard und sieht hier wohl jeder pro session mehrfach