SSS - Glück und Pech berechnen?

    • skelo
      skelo
      Bronze
      Dabei seit: 18.04.2005 Beiträge: 1.387
      Hallo, ich spiele seit einiger Zeit die SSS (bis NL1000) und habe mir Gedanken über folgendes Thema gemacht und hoffe es kommt hier eine produktive Diskussion zustande: Es ist ja so, dass man mit der SSS relativ heftige (aber normale) Swings erlebt. 10 Stacks hoch oder runter passieren fast jeden Tag, 20 Stacks können auch noch vorkommen und sogar bis zu 30 Stacks sind möglich obwohl man (fast) perfekt spielt. Man bräuchte also eine große Anzahl an Händen um zu sehen, ob es wirklich nur Varianz ist oder ob man doch größere Fehler macht. Daher habe ich mir überlegt, ob es eine Möglichkeit gibt, auch bei weniger gespielten Händen, sein Ergebnis auf Pech und Glück zu analysieren. Folgende Theorie habe ich mir überlegt: Ich schreibe mir jede Hand, in der ich All-In war, auf und notiere (manchmal auch nachträglich mit Pokertracker) welche Hand ich hatte, welche Hand der Gegner hatte und ob ich gewonnen oder verloren habe. Danach würde ich mit PokerStove die Hände analysieren und hätte meine Gewinnwahrscheinlichkeit. Würde ich dieses bei allen Händen machen und diese gemeinsam auswerten, könnte ich doch ziemlich genau sagen, ob ich bei den All-In Händen Glück oder Pech gehabt habe. Und somit könnte ich auch (unabhängig von dem tatsächlichen Ergebnis) sehen ob ich generell +EV spiele. Ein Beispiel: Ich spiele an einem Tag 20 All-In Hände. Von diesen 20 All-In Händen, habe ich bei 15 Händen einen positiven Erwartungswert. Angenommen ich verliere jetzt alle 5 Hände (mit denen ich ja sowieso einen negativen Erwartungswert hatte) und ich verliere aber auch noch 3 Hände mit positiven Erwartungswert, dann kann ich ganz einfach sagen, es war Pech aber ich habe richtig gespielt. Probleme dieser Systematik: - Es ist nur richtig aussagekräftig, für Hände die Pre-Flop schon All-In sind, da man am Flop ja wieder andere Gewinnerwartungen hat. Oder meint ihr man kann dieses auch für Hände anwenden, die erst nach dem Flop (bzw. Turn oder River) All-In sind, da diese ja trotzdem Pre-Flop ihren festen Erwartungswert hatten? - Es ist nicht möglich eine komplette Analyse zu machen, da man Hände die nicht komplett All-In sind, nicht mit einberechnet. Ich hoffe ihr habt ungefähr verstanden was ich erreichen möchte und wo meine Probleme liegen. Bin mal sehr gespannt ob mir jemand helfen kann. Vielleicht gibt es ja ein Programm, in welches man seine Hände einlesen kann und welches dann diese Hände auf Glück oder Pech analysiert (ich glaube ich habe so was schon mal gesehen)? Viele Grüße, Sascha
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    • CreeperBS
      CreeperBS
      Bronze
      Dabei seit: 06.12.2006 Beiträge: 36
      Man könnte für jeden All-In die Equity notieren, und zusätzlich markieren ob man die Hand gewonnen oder verloren hat. Über den Mittelwert aller All-In-Equitys kannst du dann ausrechnen, wieviele All-Ins du hättest gewinnen müssen, und kannst das dann mit dem IST-Wert abgleichen. Dann könnte man noch anfangen die Potsize mit einfließen zu lassen, da es ja nicht ganz unerheblich ist, ob man gerade ein All-In mit doppeltem oder weniger als einem Stack verloren hat. Das wäre mir aber um ehrlich zu sein etwas zu viel arbeit. ;)
    • skelo
      skelo
      Bronze
      Dabei seit: 18.04.2005 Beiträge: 1.387
      Vielleicht findet sich ja jemand der diese Idee zum Beispiel in Excel umsetzen kann?