Herrausfinden wo man gegen Stations steht

    • Ibustyou
      Ibustyou
      Global
      Dabei seit: 15.06.2010 Beiträge: 161
      Hallo,

      ich hab ein wahnsinniges Problem beim Spiel gegen Stations auf den Micros:

      Ich weiß nie wo ich stehe und kann die 60/1/0,1 Gegner einfach auf keine Range setzen, was ja anahnd der stats auch sehr schwierig ist.

      Treffe ich also mit QT auf einem 46Q Board TP, weiß ich nicht wie ich mich verhalten soll, da ich oft, wenn ich alle streets druchballer QJ am river gezeigt bekomme oder ausgedrawt werde(da ausdrawn mit einem suckout vergleichbar ist ist das an dieser stelle nicht so wichtig)

      Wie macht ihr es also gegen die Stations? Wann bettet ihr? Macht ihr Cbets oder gar second barrels?

      Oder spielt ihr "no set no bet"?

      Helft mir plz


      EDIT:

      Was mir noch einfällt, wenn ich dann am turn bin und ein draw ankommt, was mache ich dann? barrel ich weiter oder schalte ich auf C/F um?
  • 13 Antworten
    • IkArI
      IkArI
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      Dabei seit: 20.04.2006 Beiträge: 518
      ABC Value Poker spielen.

      C-Bet öfter mal weg lassen.

      Opening range erweitern um drawing hands z.B. 56s,+, 57s+.

      Wenn der Draw ankommt kannste entweder bet/fold auf raise oder c/f spielen.

      Im Grunde willst Du möglichst viele Flops gegen den Gegner sehen und dann deine starken Hände for value spielen und kannst deine draws oftmals sehr günstig spielen.

      Grüße
    • Moky2006
      Moky2006
      Bronze
      Dabei seit: 04.12.2007 Beiträge: 1.141
      definitiv hände wie TP 4value betten, auch ruhig auf 3 streets, wenn man nur sets gegen stations bettet, verliert man enorm viel value.
    • Ibustyou
      Ibustyou
      Global
      Dabei seit: 15.06.2010 Beiträge: 161
      naja abver wenn ich wei gesgat sowas wie QT ahbe showt er am Sd halt QJ udnd ich bin busted... is halt doof.

      Ich denke man sollte flop cbetten und dann check/call bzw. C/f bei angekommenem draw spielen.

      was haltet ihr davon?
    • n1nfactor
      n1nfactor
      Bronze
      Dabei seit: 04.07.2007 Beiträge: 1.834
      TP for Value betten. Bei ankommenden Draws passiv werden. Wenn du mit QT gegen QJ mal rennst ist das Pech auf dauer ist die Callingstation dein Kunde ;)
    • Benzodiazepin
      Benzodiazepin
      Coach
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      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 3.456
      Original von IkArI
      Opening range erweitern um drawing hands z.B. 56s,+, 57s+.
      nope. gegen stations will man genau solche hände aus der eigenen range cutten. wenn die station nicht gerade in den blinds sitzt, musst du oop spielen, hast null SD-value und gegen einen gegner, der definitionsgemäß SD-bound ist auch nicht genug FE um viel zu semibluffen. OOP will man hände mit TP-value gegen stations spielen und keine spekulativen hände, dh man kann zb KJo, KTo, QJo in die UTG range aufnehmen. think about it.
    • maechtigerHarry
      maechtigerHarry
      Bronze
      Dabei seit: 02.07.2007 Beiträge: 5.596
      Denk doch selbst mal darüber nach was du sagst...

      Du willst den Flop betten und c/c spielen am Turn mit TP gegen ne totale Station mit AF von 0,1. Das macht sowas von NULL Sinn. Wahrscheinlich hattest du 2 oder 3 mal Pech und suchst dann nach Lösungen für nicht vorhandene Probleme. Aber das ist genau das Gegenteil von sinnvoller Adaption.

      Eine Calling Station heißt Calling Station weil sie zu viel callt. Er callt halt einfach immer. Fertig aus. Er will den Turn sehen, er will den River sehen, vllt kommt ja noch die Karte, da kann er nicht folden. Dann am River hat er bottom Pair und du bettest. Aber du bluffst ja bestimmt, er muss also callen. <-- Das ist die Denkweise einer Station.
      c/c mit TP ist das schlechteste was du nur tun kannst gegen so einen. Es gibt nichts schlechteres!!!!!

      Er callt doch jeden Schrott, du willst das er mit second Pair oder dem Gutshot callt. Du hast die bessere Hand, du willst den Pot groß machen. Ab und zu hat halt doch mal nen besseres TP, nen Bottom 2 Pair oder trifft seinen Gutshot - ja und? Man muss ich nicht groß anstrengen um zu sehen das du einfach VIEL öfter von schlechterem gecallt wirst als von besserem.
      Wenn du aber c/c spielen willst....was bettet jemand denn mit 0,1 AF??? Er wird niemals irgendwas betten gegen das du vorne bist. Er bettet mit den Nuts und das auch nur wenn nicht noch nen FD liegt weil dann hat er Angst vor dem und checkt lieber mal um erst den River anzugucken.

      Eine Callingstation mit 0,1 AF wird niemals bluffen und er wird niemals selbst was schlechteres als dein TP betten. Er wird aber jedes Pair callen, er wird gegen noch so schwachen Draw callen, er callt auch mal nur A-high wenn er lustig ist.
      Vergiss die Idee c/c zu spielen gegen Stations ganz schnell wieder!!!!
      Einfach 3 Streets for Value groß betten und gut ist. Ruhig 90% Potsize betten oder noch größer.

      Btw mein ich natürlich 3 mal b/f spielen. Wenn er raised hat er mindestens 5 Asse, ne grüne Unokarte und hat den Papst vorher gefragt ob der Raise an der Stelle wohl ok ist (Der Spruch kommt in dem Video sooooo geil^^)
    • Benzodiazepin
      Benzodiazepin
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 3.456
      Original von maechtigerHarry
      Denk doch selbst mal darüber nach was du sagst...
      falls du das auf mich bezogen hast, solltest du meinen post mal nochmal lesen, denn ich sage im grunde ja das gleiche wie du. man will TP+ hände 3 streets for value b/f spielen vs draws und die weakeren pairs einer station. nur macht man mit 65s, 75s, etc selten solche hände, sondern findet sich meist oop ohne sd value mit air oder (seltener) einem draw wieder. den kannst du nicht semibluffen, da die station - wie du selbst sagst - nichts foldet. ergo ist es super schwer solche hände +EV zu spielen und man sollte sie vs loose passive gegner zumindest aus der early-range nehmen. ich habe nichts davon gesagt, dass man c/c spielen soll. (fals es nicht auf mein posting bezogen war, ignore)
    • maechtigerHarry
      maechtigerHarry
      Bronze
      Dabei seit: 02.07.2007 Beiträge: 5.596
      Nr sorry. War auf op bezogen. Nicht auf dich!
    • Benzodiazepin
      Benzodiazepin
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 3.456
      war nur so
      think about it
      ->
      denk doch selbst mal drüber nach
      aber wenn wir uns ja einig sind, ist die welt ja noch in ordnung
    • maechtigerHarry
      maechtigerHarry
      Bronze
      Dabei seit: 02.07.2007 Beiträge: 5.596
      Stimmt^^ klingt schon echt so als wenns auf dich bezogen wäre Aber mein Post widerspricht dir ja in keinster Weise, im Gegenteil.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Es gibt grundlegend 2 Ansätze wie man gegen loose/passive Spieler mit hohem WTS spielt:

      1. Man spielt weniger Hände -> das ist der Ansatz den die meisten Spieler verfolgen

      2. Man eröffnet MEHR Pötte -> das ist der schwierigere und varianzreichere Ansatz

      Der Trick ist die Handauswahl: Gegen Spieler die Postflop wenig folden und dementsprechend oft 2 oder 3 Streets callen, ist es wichtig Hände zu spielen die SD Value haben bzw. gute Pairs machen können. Je nachdem wer noch mit am Tisch sitzt kann man so seine gesamte Range UTG z.b. von 22+, KQ+, AJs+, AQ+ auf z.b. 77+, KT, KJ, QJ, QTs, JTs, A9s, ATo+ verändern, da wir oft mit dem Fisch in einen Pot verwickelt werden.

      Es gibt sogar Spieler die eröffnen noch mehr Hände in den frühen Positionen (suited connectors etc.), um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen eine Setup Position gegen die Station zu erzeugen. (gute Spieler sind grade gegen passive Spieler in der Lage den Pot entsprechend zu manipulieren in der Größe)

      Postflop ticken loose/passive Spieler natürlich alle nicht gleich. Die einen callen ihre Gutshots am Turn nochmal, die anderen callen sogar ihre Overcards 2x. Hier ist immer die Frage wie gut du in der Lage bist die Boardstruktur mit möglichen Handranges in Verbindung zu bringen und wie gut deine Beobachtungsgabe ist und deine Fähigkeit aus der Beobachtung eine Schlussfolgerung zu ziehen.

      Du hast z.b. gesehen, dass der loose/passive Spieler am Turn seinen Flushdraw und sein Bottom Pair behind checkt, aber jetzt bist du in einer Situation in der dein loose/passiver Gegner am Turn bettet. Flushdraws, Straightdraws, Bottom Pairs, Midpairs, schwache Toppairs kannst du jetzt z.b. schon aus seiner Range entfernen. Wenn du jetzt noch weisst, ob der Gegner Gutshots, Overcards, Toppairs+ bettet (oder auch nicht), dann kannst du seine Range optimal manipulieren und wirklich schnell viel Geld gewinnen.

      Der Witz bei loose/passiven Spielern ist nämlich, dass sie entweder dauernd mit Schrott am SD aufwarten müssen (weil sie soviele Hände callen) oder irgendwo mit diesem Schrott anfangen müssen zu betten (und dann eine starke Verzerrung zwischen starken und schwachen Händen - gewichtet in Richtung schwache Hände haben)

      Darüberhinaus ist es sehr sinnvoll, wenn du dich mit dem Thema equity-basierte Bets mal auseinander setzt. (ob es dazu Artikel gibt weiss ich nicht genau) Der Plan dahinter ist, dass du vor allem dann setzt, wenn du Equity hast (Foldequity oder Potequity - gegen loose/passive hast du kaum Foldequity, also brauchst du Potequity).
    • Ibustyou
      Ibustyou
      Global
      Dabei seit: 15.06.2010 Beiträge: 161
      danke für diesesn Post :)

      Woher weiß es denn was ich nun betten soll und was nicht? WOher weiß ich, das wenn ich mit KQ bette er nicht AQ hat? Ich kann die Handrange nicht einschätzen, woher bekomm ich also die Info über seine Handstärke?
    • IkArI
      IkArI
      Bronze
      Dabei seit: 20.04.2006 Beiträge: 518
      Original von Benzodiazepin
      Original von IkArI
      Opening range erweitern um drawing hands z.B. 56s,+, 57s+.
      nope. gegen stations will man genau solche hände aus der eigenen range cutten. wenn die station nicht gerade in den blinds sitzt, musst du oop spielen, hast null SD-value und gegen einen gegner, der definitionsgemäß SD-bound ist auch nicht genug FE um viel zu semibluffen. OOP will man hände mit TP-value gegen stations spielen und keine spekulativen hände, dh man kann zb KJo, KTo, QJo in die UTG range aufnehmen. think about it.
      Und jetzt lies doch mal die Anregung von Ghostmaster und sieh dir meinen Post an. denke durch aus, das man mit so einem gegner oft in die hand will. da wir im gegensatz zu ihm solche sachen wie Equity beachten und profitable spots gegen ihn ausspielen können.

      War vielleicht nicht so toll ausformuliert aber sollte vom Ansatz her passen.

      Vorteil ist, du verfälschst deine Stats gegen die Regs und bekommst das Geld mit starken Händen letztlich besser in die Mitte, wenn Sie gegen dich auflosen ( was allerdings dauern wird.).

      Du beachtest selbstverständlich trotzdem noch so Sachen wie Position und versuchst dich in Position gegen die Station am Flop zu platzieren.

      Wie schon richtig beschrieben erhöht es halt die Varianz aber ich denke die Vorteile überwiegen und wenn man sich postflop sicher fühlt, kann das ein interessanter Ansatz sein.

      Selbst OOP kann man oftmals gegen Stations seine drawing Hands prima spielen.

      Einfach mal den C-bet Wert der Station checken. Oftmals haben ja genau grade diese Spieler hier ein Leak und checken zuviele second, third pairs und callen nur auf Bets.

      Also hier einfach OOP viel check, fold spielen bzw. nur nach Odds und Outs mit guten draws und Monster ala two pair, sets callen bzw. selber value lines spielen.

      Wobei Du mit deiner Line natürlich auch richtig liegst grade auf den Micros.