sehr lighte Flop peeling ranges

    • renominono
      renominono
      Bronze
      Dabei seit: 04.04.2010 Beiträge: 222
      Ich habe ein Problem das mich beschäftigt. Ich beobachte sehr häufig dass meine Gegner auf .25/.5 eine sehr lighte Flop calling Range auf meine c-bet haben. Ich finde es nicht mehr selten dass z.B. ein rainbow A84 mit K9 oop gecallt wird.

      Eigentlich sollte man ja froh sein über diese Fische, aber es vergrössert halt die Ranges viel mehr und man muss sein Spiel mehr auf den (teuren) Turn verlagern.

      Beobachtet ihr ähnliches und wie reagiert ihr darauf?

      Ich bin mir am überlegen ab und zu c/c (bzw. check behind) am Flop zu spielen da die loose passiven mit diesen Trash Händen halt auch nur checken. Anderseits möchte ich das wenn ich eine c-bet Flop mache auch immer eine c-bet am Turn haben. Ich befürchte das vielleicht ein paar beobachtet haben das ich sehr oft am Flop die c-bet anbringe und nun aus Prinzip einfach immer callen.

      Was denkt ihr dazu?
  • 10 Antworten
    • PokerPaulMainz
      PokerPaulMainz
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2007 Beiträge: 10.258
      mein erster gedanke war, dass im fl ein floppeel mit k-high doch nicht schlecht sein muss.
      mein zweiter, dass du doch bei deiner wahrscheinlich tighten spielweise froh sein kannst, wenn die callingranges weit sind,
      mein dritter, warum du grundsätzlich den turn cbetten willst, wenn du den flop gecbettet hast, mein vierter, dass dein ansatz, über alle diese dinge nachzudenken, richtig ist und mein fünfter, dass ich vielleicht erwähnen sollte, dass ich kein fl-reg bin.
    • maechtigerHarry
      maechtigerHarry
      Bronze
      Dabei seit: 02.07.2007 Beiträge: 5.596
      klingt vllt arg simple aber wenn sie immer callen dann bluff weniger und bette agressiver 4 Value.
      Problem gelöst^^
    • beg0r
      beg0r
      Bronze
      Dabei seit: 07.05.2006 Beiträge: 2.948
      ich finde den peel gar nicht so light.. hab grad kein equilator o.Ä. installiert und ewig nich gespielt, also kA wie die equity dort is... hast du's mal nachgerechnet? rechne lieber ganz konkret nach ob's ein fehler des gegners war oder nicht, sonst fängst du nämlich an fehler zu machen. und geht ja auch schnell mal eben die equity zu checken...


      ich lasse mich hier extrem gerne eines besseren belehren.
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      Zunächst mal wäre es gut zu wissen, was der Gegner sonst noch c/c Flop spielt. Spielt er made Hände auch so? Das Ass? Schlechtere Hände als K high? Daraus gewinnst du schon mal einen Eindruck, was er nach c/c oop überhaupt halten kann.

      Die nächste Frage ist, wie spielt er auf dem Turn weiter? Foldet er auf dem Turn, wenn er keine made Hand hat?

      Angenommen, du checkst auf dem Turn, neigt der Gegner dann zu Riverbluffs? Foldet er auf dem River, wenn du Flop bis Turn durchbettest?

      Mit den Antworten kannst du deine Gegenstrategie entwickeln.

      Prinzipiell ist sein Call auf dem Flop eher schlecht. Gegen den Bronzechart hat er auf so einem Flop keine 25% Equity, egal aus welcher Position du raist. Gegen den Silberchart hat er 30%, was auch zu wenig ist. Aus einer besseren Hand bekommt er dich später kaum raus, weil das oft schon ein Paar ist.

      Einen Flopcheck würde ich nicht in Betracht ziehen, weil der als Information zu wertvoll für den Gegner ist. Diese Information bekommt er dann nicht nur mit K high, sondern auch mit allen schlechteren Händen, die du vielleicht hättest rausbluffen können. Wenn du ihn mit made Händen machst, dann verschenkst du Value. Das Ass auf dem Flop muss als Angstkarte genutzt werden. Gerade weil du im Schnitt eine gute Equity hast, ist die Contibet stark. Sie ist ausserdem billig. Eine free Card auf dem Turn ist im Zweifelsfall mehr wert als auf dem Flop, weil die Kosten einer Bet auf dem Turn teurer sind. Du siehst dann zwei Karten für den Preis einer SB.
    • beg0r
      beg0r
      Bronze
      Dabei seit: 07.05.2006 Beiträge: 2.948
      ich frag mich grad wie ich auf die idee kam die equity ausrechnen zu wollen. gibts faustregeln wieviel equity man für nen peel braucht? vielleicht hatte ich sowas noch im hinterkopf und wollte das deshalb machen. hab wie gesagt ewig nich gezockt :)

      denn ansonsten entscheidet man den peel ja einfach nach den (discounted) outs, oder?
    • IgNoRaNt
      IgNoRaNt
      Bronze
      Dabei seit: 18.03.2006 Beiträge: 2.303
      Odds und Outs sind ja quasi vereinfachte Equityberechnungen.
    • beg0r
      beg0r
      Bronze
      Dabei seit: 07.05.2006 Beiträge: 2.948
      blub, bin noch sehr eingerostet und verwirrt
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      Die Equity setzt sich aus 2 Dingen zusammen: der Wahrscheinlichkeit, sich bis zum River auf die beste Hand zu verbessern (Outs) und dem Showdownvalue, den man gegen die gegnerische Range hat. Im Beispiel K9 gegen Buttonraise auf dem Board A74 ist der K noch gegen ein paar Hände vorne (Qx, Jx, T9s, 98s und ein paar schlechtere Kicker). Outs hat K9 gar nicht so viele, denn wenn Button eine made Hand hat, dann ist es oft das Ass. Trotzdem hat K9 noch eine Equity von knapp 25-30%. Das sind nicht die Outs, sondern hauptsächlich der Showdownvalue.

      Es gibt Faustregeln, wieviel Equity man für einen Call am Flop braucht. Der einfachste Fall ergibt sich aus dem Calldown. Da rechnet man einfach Kosten des Calldowns / Pot am River = Equity. Das wären z.B. 2,5 BB / (2,25 BB + 5 BB) = 35,5%. Das wird dann noch verfeinert, in dem man Position und Gegnertyp berücksichtigt. Dazu gibt es Platin-Artikel.
    • mastero89
      mastero89
      Bronze
      Dabei seit: 14.04.2008 Beiträge: 1.571
      Original von cjheiglAngenommen, du checkst auf dem Turn, neigt der Gegner dann zu Riverbluffs? Foldet er auf dem River, wenn du Flop bis Turn durchbettest?
      Wie kriegt man denn diese Info von Villian? Meistens ist ein checkbehind unsererseits ein fold am River gegen unknown, da wir ihn halt nicht kennen.
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      Keineswegs. Check behind auf dem Turn kann auch Bluffinduce sein. Das macht man dann, wenn man Showdownvalue und Initiative hat, aber eine schlechte Karte auf dem Turn kommt und man keinen Checkraise haben möchte. Dann callt man auf dem River und sieht, was der Gegner hat.

      Ausserdem gibt es Gegner, die in Position gerne call Flop, call Turn spielen und dann auf Check am River bluffen. Solche Spieler sind auch Kandidaten für Riverbluffs nach einem Turncheck.